Von den feigen Raubknappen im Netz

22. Mai 2013

Die Textdiebe im Netz sind praktisch alle – wofern irgendwie dingfest zu machen – zu feige, bei Springer oder der FAZ einen Volltext zu klauen, tun das aber eifrig bei vergleichsweise Wehrlosen, geben gar noch vor, der Bestohlene könne doch froh sein, dass sein Werk dergestalt verbreitet werde.

Und wenn der Urheber das so, dort, gar nicht will?

Das Perfideste an der Sache ist, dass ein Blogger wie ich, wofern er sich doch verbal oder gar juristisch zur Wehr setzt, wofern er den Diebstahl überhaupt mitbekommt, sehr leicht als kleinlicher, zukurzgekommener Fiesling hingestellt wird. Diese latente Drohung wirkt meist, ist vollauf einkalkuliert im Spiel.

Die Kleinen beklaut man, die Großen rührt man lieber nicht an.

Aber: Pirates ye be warned! Weiterlesen »

So schön, dass es wahr sein muss

21. Mai 2013

Vor einiger Zeit war ich auf einem Vortrag eines sehr witzigen und schlagfertigen, bereits über achtzigjährigen Herrn, ich weiß schon gar nicht mehr, wie das Titelthema lautete, es ging aber auch um Generationen und ums Älterwerden. Der Mann schien geradezu über den Dingen zu schweben.

Gefragt, wie er, wohl lange Zeit alleine, seine vier wohlgeratenen Kinder erzogen habe, meinte er: “Ich habe sie überhaupt nicht erzogen!”

Dazu lachte er, platschraus, in seiner schelmischen Art für sein Alter ungewöhnlich heftig, das ganze Publikum, ich spontan zunächst auch, lachte mit.

Mir aber blieb dann doch das Lachen im Halse stecken.

Denn die Leute glaubten ihm das verzückt. Nahmen seine Anekdoten einer traumhaften anarchischen Harmonie dazu, die wohl nicht per se gelogen waren, aber allenfalls eine Teilwahrheit abbilden konnten, glatt für die ganze, bare Münze.

Wider jede Vernunft glaubten die Leute ihm das, denn sie wollten es glauben.

Es war einfach so schön, dass es wahr sein musste.

 

 

Vom morbiden Charme der Menschheit

20. Mai 2013

Der in vielerlei Hinsicht morbide Charme der sich mental wie real versklavenlassenden Menschheit ist zwar nicht eigentlich einer, dem man sich immerzu gerne hingeben möchte, hat aber, aus rein künstlerischer Warte betrachtet, einen nicht geringen Reiz.

Immer wieder kommt einem dazu der Spruch in den Sinn, der Mensch sei eine Kreuzung aus Göttern mit Affen. Weiterlesen »

Spiritualofantentum: Weiber gnadenlos

20. Mai 2013

Was macht man eigentlich als Vollspiritualofant?

Ja, ich gebe es zu, die Frage war zu einfach gestellt.

Welcher aber ist der kürzeste Weg zum Vollspiritualofanten?

Da gehen die Antworten schon deutlich auseinander.

Buddha, Jesus, Osho, dem Talmud, den Veden folgen, Aufeinembeinstehen, Fasten, Beten, Meditieren, bildlos Imaginieren, ach, wie viel wird dazu gepriesen! Manche meinen sogar, die Einnahme von LSD 25 vor dem Vögeln sei der Königsweg.

Ich, der ich vom Ich her nicht einmal ein halber Spiritualofant zu werden trachte, daher wohl einen recht objektiven Blick auf die Problematik zu werfen vermag, meine, dass eine bedingungslose Kombination von Animismus, Pantheismus und absolutem Ägyptizismus, pyramidal in die Nichtsspitze geführt, das beste Rezept darstellt.

Es geht schließlich um die Befreiung vom vernünftigen Denken. Erstmal. Dann selbst vom unvernünftigen Denken. Man mache sich da nichts vor. Weiterlesen »

Sinnloser Spiritualitätsexorzismus

20. Mai 2013

Ich habe mir geschworen, denn die Angst ist groß – womit klar ist, dass es wohl schiefgehen wird – , dass ich selbst im Alter, in diesem Leben jedenfalls, nicht mehr spirituell werden will.

Vom Götzen Erfolg

20. Mai 2013

Leser Armin hat sich hier wie auf seiner Seite conspirare.net öfter sehr deutlich, gar bitterlich, wider die Anbetung, Vergötterung, das maßlose Übergewicht des Erfolges ausgesprochen. Ganz speziell hier: http://www.conspirare.net/w2/erfolg-oh-du-glanzender-du-kt-mich-an/

Gegen Erfolg an sich ist selbstverständlich nichts einzuwenden; fast jeder erfährt ihn, weshalb, das muss hier wohl nicht erörtert werden, als solchen gern.

Erfolg kann aber auch ein schleichendes Gift sein, blind und taub machen.

Blind gegenüber den wahren Gründen des eigenen Erfolgs, taub gegenüber anderen,  die – scheinbar oder wirklich – vergleichsweise erfolglos.

Erfolg kann über jedes Maß selbstisch machen, überheblich, gnadenlos. Vollauf korrumpieren. Man sieht das nicht nur an fetten Bänkern, die den Erfolg ihrer Raubzüge am Volksvermögen feiern.

Und wird nicht nur oft der Erfolgreiche zu einem mit arg eingeschränkter Wahrnehmung, immer geringerem Einfühlungsvermögen, schmalem Blicke, sondern werden auch allzuviele der weniger Erfolgreichen, den Erfolgreichen bewundernd, unwissentlich immer kleiner, indem sich ihr Urteil trübt, sie immer noch mehr nach Erfolg schielen.

Also, dass die Qualität eines Werkes, einer Arbeit, kaum noch an sich, aus sich heraus, betrachtet, gewertet wird, sondern anhand des vielleicht trügerischsten, krummsten aller Maßstäbe. Weiterlesen »

Konstantin weiß nicht Weibs

20. Mai 2013

Konstantin war von Rottweil in Richtung Schwäbische Alb gewandert, und er wollte erstmal nichts als wandern.

Hie und da stieß er auf einen kleinen Flecken, wo er Weinschlauch und Brotbeutel füllte und sich eine Lammbrust oder ein Huhn, am abendlichen Feuer zu braten, besorgte.

Und immer wieder dachte er an die seiner harrende Hamburg; doch überkam ihn für die nächste Zeit nicht die geringste Lust, obzwar er viel von der Schönheit der Hamburgerinnen gehört hatte, sich jetzt im Nieselregen mit Kaufmannsstenzen, hochnäsigen Gecken und anmaßenden Kokotten herumzuschlagen, allda ihm, auf der herrlich sonnigen Alb, wo ihn derbe Holzknechte und brave Schäfer grüßten, noch seine Erlebnisse zu Würzburg, Freiburg und Rottweil durch den Kopf gingen.

Wenn, ja, wenn…

Die kecke Gitte, er sahe sie noch in der verlöschenden Glut, mit der er zu Würzburg einen gar köstlichen Abend verbracht, wollte ihm alswie ein vor lauter Dummheit schnöde verschmäheter Engel nicht aus dem Sinn. So gut und lustig hatte er sich nun leider selten mit einem Weibe unterhalten.

“Teufel aber auch, du wirst dich doch nicht etwa an einem Abend in eine freche Gelahrte verguckt haben, dessen nicht einmal merkend, meinend, dein Lieb warte deiner noch in Freiburg?  Du wirst ihr jetzt doch nicht gleich Hals über Kopf hinterherrennen? Außerdem war sie zwar schließlich gar freundlich, die Umarmung zum Abschiede herzlich, und, ja, sie lud dich auf den Reiterhof ihrer Eltern ein, doch mehr schien nicht im Schwange. Aber, sie ist ja eins von den wenigen gelahrten Weibern mit Herz und Sinn: Spürte sie vielleicht, dass du sie weiland gar nicht ernstlich begehrtest, da eine andere sein musste? Teufel aber auch, was reimst du dir da alles zusammen.” Weiterlesen »

Hartholtz vor der Dunkelbütt

19. Mai 2013

Gestern gab es in Freiberg einen Zwischenfall, den viele Südschwitzer mit gemischten Gefühlen betrachten. Manche lachen sich einen Ast, andere warnen.

Jeder in Südschwitz weiß, wo in Freiberg der Verfassungsschutz seinen kleinen Ableger betreibt, nämlich in einem zweistöckigen Haus im Regierungsviertel, das selbst einem Fremden auffallen muss alswie ein Kakerlak im Kartoffelkuchen. Nicht nur die vergitterten, von außen undurchsichtigen Fenster, sondern auch die massive Stahltür sind absolut landesuntypisch.

Mächtig genervt waren die Bewohner bzw. Insassen schon davon, dass Benno und Heike, die seit einiger Zeit Stadtführungen für Touristen anbieten, das Domizil der Schlapphüte nicht nur in ihre Tour eingebaut haben, sondern dort auch – nicht selten unter Gelächter, manchmal gar Gejohle der Teilnehmer, auch nicht selten schaulustiger Einheimischer – ein kleines Rezitativ vortragen, die besondere Verbundenheit der Südschwitzer mit dieser Spielart Abgesandter aus Norddoof zu verdeutlichen:

Dieses Haus, dieses Haus, sieht schon von außen dunkel aus

Keiner weiß genau, was all darinnen

Nur der Wodka-Ede, nunmehro abgezogen

Als er war noch mehr als sonst von Sinnen

Hat

Schnapses satt

Wohl darob nicht gelogen

Bevor ihn einer mit der Schubkarre

Ede trug nie keine Knarre

Nächtens vor dieser rostroten Panzertüre abgekippt

Indem jener mal wieder zuviel genippt.

So war der Ede schwer frustriert

Dass da in jener Kate

Nur Kaffee, Tee und Mate

Nie Bier ward serviert. (Der Chef sei ein arger Blaukreuzler, so Ede.)

Er lallte noch was

Von seinem Hass

Auf nichtmal Kwass.

Und etwas von Rechnersinken

Deren und andrer dülpichter Codes

Er immerzu nots

Vor sich tät sehen blinken.

Ja, liebe Gäste

Schmieriger Weste

Was sie gewahren dort

Ist des Verfuselungssschatzes traurige Hütt’

Allwo man trielt in der Dunkelbütt’

Ein verwunschener Ort.

Hinterher, man empfiehlt dann einen kleinen Umtrunk bei Olli, Durst ist hier ja immer gewiss, fragen die Leute, ob es den Wodka-Ede denn wirklich gab, wes ihnen alle Alteingesessenen bestätigen, wohl noch die eine oder andere Geschichte von ihm zum besten geben.

Das stößt, wie gesagt, logischerweise bei allen, die am Tropf von Norddoof hängen, auf wenig Wohlwollen; zumindest muss von denen jeder so tun, als ob; jetzt aber folgte eine weitere Eskalationsstufe. Weiterlesen »

Hirnamputationen für Ärzte zu teuer – Kostenexplosion im Krankheitswesen hält an

18. Mai 2013

Mindestens Medizinern sollten die Krankenkassen auch Gehirnamputationen zahlen. Die finanzielle Gesamteinsparung durch diese Eingriffe wäre unterm Strich enorm.

Wer lässt sich schon von einem gehirnamputierten Arzt vergiften, amputieren und nachvergiften?

Natürlich läuft die Pharmaindustrie Sturm gegen diese Pläne, da sie bei deren Verwirklichung gerade mal ein paar Narkosemittel für die Eingriffe verkaufen könnte, aber schätzungsweise je Fall tausend bis zehntausend mal mehr an künftigem Umsatz verlöre. Und so lanciert sie denn, ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit, allerlei Studien bezüglich der Risiken, die solche Operationen mit sich brächten, auch für die Gewinnung gesunder Transplantationsorgane.

Denn die Organe selbst eines vollausgeweideten, kerngesunden jungen Arztes bringen gerade mal eine Viertelmillion; das rechnet sich, so nett sich das Sümmchen zunächst anhört, im Leben nicht. Weiterlesen »

Eine Exsexuelle? (An Exsexual?)

18. Mai 2013

Im Kommentarstrang zu “Mrs Nittit” fragt Rainer Grzybowski:

“Angelina Jolie – ist das jetzt eine Exsexuelle?”

In der Tat scheint bislang kein politisch wie sprachlich korrekter Begriff für jene gefunden, die sich freiwillig aus ihrem Geschlechte amputieren lassen.

Rainer, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Trefflicher lässt es sich kaum sagen. Ein Neologismus mit Zukunft.

Dann machen wir es doch jetzt gleich auch engsächsisch, fürs Wörterbuch:

“An Exsexual is a person that has wilfully and with success ordered healthy sexual organs to be preventively removed.”

 

Schöne neue Schmerzphonwelt

17. Mai 2013

Ohne App ist alles nichts.

Mrs Nittit

16. Mai 2013

Tut mir leid, aber jetzt langt es mir doch: Mrs World Big Tits hat sich vorsorglich, vor lauter Angst, ihre gesunden Möppel absägen lassen. Zur Mrs Nittit. Applaus vom Publiko. Ehrfurcht. Achtung. Vorbild für alle Frauen. Dekadenz im Endstadium.

Vom Gegengifte für die Menschheit

16. Mai 2013

Wie ich bereits in einem Kommentar zu “Gründerzeit in Südschwitz” erwähnte, meinte R. vor ein paar Tagen zu mir, die Menschheit bedürfe eines “Gegengifts”.

Vom Grunde her sehe ich das schon lange so; doch hat der klare Begriff weiteres Nachdenken bewirkt.

Aus was müsste das Gegengift bestehen, wie wäre es zu gewinnen, wie einzusetzen und zu dosieren?

Ich war mir mit R. einig, dass wir jetzt nicht davon sprächen, allfällige Lügen der globalen Finanz-, Medien- und Kriegstreibermafia zu entlarven, so notwendig, lobenswert und wichtig diese von vielen unter großem persönlichen Einsatz verrichtete Arbeit auch ist, sondern von einem kulturellen Entwurf, einem Schaffen, welches nicht gegen, sondern setzend, positiv, gerade junge Leute mitreißend, allerlei Resignierte und Verzweifelte wiedererweckend, von einer Kraft, die das Gift zersetzender gleichmacherischer Afterkratzdekadenz nach und nach wirkungslos macht.

Nähern wir uns der Sache behutsam.

Vier Dinge, wenigstens und zunächst diese vier, müssen zusammengeführt werden: Geist, Liebe, Schönheit und Freude. Weiterlesen »

Feigheit, dein Name ist Mann

16. Mai 2013

Öfter schon, eben wieder, hörte ich die Klage, dass Frauen sich noch so viel weniger gegen den Weltfinanzwahnsinn, die Kriegstreiberei, die technotronische Indoktrination von Kindern, und was an Irrsinn und Übeln mehr auf der Welt, stellten, als Männer.

Die Beobachtung als solche ist zwar sicherlich richtig; die Klage aber ist völlig unangebracht, ja naiv.

Ich kann mir dieses durchaus verbreitete Klagen, ja manchmal Jammern von Männern, die Frauen unternähmen gar so wenig, schwämmen bloß im Strome mit, nur dadurch erklären, dass diese, selbst wenn sie die Geschlechtergleichmacherei ansonsten ablehnen, ebenjener Propaganda unbemerkt eben doch in erheblichem Maße aufgesessen sind.

Wie kommt man (hier: Mann) dazu, von Frauen eine vergleichbare Risikobereitschaft und Führungsstärke zu erwarten, alswie von Männern?

Eine vergleichbare Fähigkeit zur klaren, überzeugenden Rede? (Ja: Frauen können gut reden, zumal viel, das ist bekannt. Wie viele aber sind wirklich fähige Rednerinnen?)

Wie viele Hildegards gab es in der Geschichte, wie viele siegreiche Amazonenheere?

Frauen an die Front, oder was?

Und die Männer machen dann für die Verwundetinnen die Krankenbrüder? Weiterlesen »

Sprichwörter und Aphorismen

16. Mai 2013

Mancher Aphorismus ist bloß ein Sprichwort für wenige.

NSU-Prozess: Gigarechtsstaat in Aktion

15. Mai 2013

Nichtmal Wasserflaschen und Pausenbrote dürfen die Journalisten beim NSU-Prozess mit reinnehmen, und wer in einer Sitzungspause den Sicherheitsbereich verlässt, verliert seinen Platz. Da der einzige Wasserspender schnell leer gewesen sein soll, werden wohl einige von den feinen Damen und Herren entweder länger gedürstet oder auf den Abtritten ganz urschwäbisch aus den Wasserhähnen haben saufen müssen. Das nervt sie mächtig.

Es geht um zehn Morde, scheinbar.

Der Haupttatverdächtige, der noch am Leben, Andreas Temme, ist zwar nicht angeklagt, was aber keinen stört, denn es geht darum, dass das Kruzifix im Saale abgehängt werden soll, die Journalisten keine Mollis basteln können und auch nicht mit Leberwurstbroten werfen. Weiterlesen »

Bilderburger und ein grüner Held

13. Mai 2013

Trittin isst rein pflanzliche Bilderburger schon zum Frühstück.

Und sonst?

13. Mai 2013

Ich bin immer sonst.

Schafsmedien links liegen lassen

13. Mai 2013

Die Schafsmedien immer weiter links liegen zu lassen, muss man keinen Schritt nach rechts; nur stet gradaus.

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