Archiv für den Monat Oktober 2012
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Jetzt will man nach Mali.
Wegen der pöhsen Islamisten dort.
Gleichzeitig schickt man ihre Brüder nach Syrien.
Wäre die Sache nicht einfacher zu lösen gewesen, wenn man gleich die Islamisten aus Mali nach Syrien rausgekauft hätte?
Stattdessen hat man sie in Pakistan eingekauft, in Libyen, sonstwo.
Überall dort, wo der Nachschub nicht so leicht ausgeht.
Achso, jetzt verstehe ich die Sache.
In Mali gäbe es bald gar keine Islamisten mehr, schaffte man ein paar tausend nach Syrien.
Das wäre dann doch ein bisschen doof. (weiterlesen…)
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Tags: Islamisten
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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Kaum ein Tornister trägt sich schwerer denn des armen Dichters Briefkasten.
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Tags: Loslos
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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Theoreme über Geschlechterbeziehungen vermögen mich naturgemäß immer wieder zu interessieren bzw. amüsieren.
Neulich meinte ein ernstzunehmender Gesprächspartner, die ganze Sache drehe sich ab etwa 40 bis 45.
Ab da müssten und täten zuvörderst die Mädels nach den Buben gucken, und nicht mehr umgekehrt. (weiterlesen…)
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Tags: Vierzigirgendwasse
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Dienstag, 30. Oktober 2012
Die Bilderberger sind ziemlich überschätzt.
Anstatt dass sie ihren Sozenkanzler in spe, Steinbrück, im Bundestag als Abgeordneten, der er ja war und ist, irgendwelchen Unfug anrichten ließen, hießen sie ihn für ein paar Peanauts irgendwelche Subalternen vollschwatzen.
Gut, die Vortragsreisen des “kann Kanzler” mögen im Sinne des Bewährungsrituals und der Eingewöhnung einen gewissen Sinn ergeben haben; unterm Strich aber wäre es klüger gewesen, ihm die gute Million einfach so zu geben. (weiterlesen…)
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Tags: Bundestagswahl
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Dienstag, 30. Oktober 2012
Ohn Weib kein Treib.
(Der fiel mir gerade anlässlich eines dionysisch angehauchten Kommentarstranges zu.)
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Tags: Vom Weibe
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Montag, 29. Oktober 2012
Ich habe es schon verschiedentlich erwähnt, will es aber nochmals aufgreifen.
Die vorm Publiko öberststärkste aller Aufmerksamkeitsstärkegranaten wäre gegeben, wo man Geld (oder Gold), Sex, Jesus, Skandal und Katastrophe (Weltuntergang) in eine Büchs schüttete.
Gier, Trieb, Glaube, Entrüstung, Schauder: Wer all das in eine Geschichte zu packen weiß, ist der Meister aller Klassen, der Meister aller Flaschen.
Probieren wir’s mal aus.
Es war kurz vor Armageddon. Jesus war ziemlich abgebrannt, und die Magdalenerin hatte ihn schon tagelang nicht rangelassen. Petrus hatte ihm gar den ganzen Wein weggesoffen. Er war stinksauer.
Da kam ein Marketender esels des Weges, allerlei bunte Bänder, Schnüre, Kupferkettchen und sonstigen Tand feilbietend.
“Schmuck und Zierrat für einsame Herzen! Schmuck und Zierrat f…”
Bams da lag er. Das war Jesus nun doch Hohnes zuviel. (weiterlesen…)
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Tags: Jesu Lehrtag
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Vorhin blieb mir schier das Bier im Halse stecken.
Einer, der sich auskennt, meinte zum Genusse des Mönchspfeffers lediglich, wenn ich mir den zu Tofu in Biersoße gäbe, wäre ich mit Phytoöstrogenen sicherlich nicht schlecht versorgt.
Nach dem ersten Schock meinte ich, übersprungshandlungsmäßig, nur kleinlaut, dass frau ja heutzutage auf androgyne Männer stehe.
“Na, dann mach’! Wenn Du dann noch einen hochkriegst!” (weiterlesen…)
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Tags: Mönchspfeffer
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Sonntag, 28. Oktober 2012
So, jetzt mache ich auch mal – es ist Sonntag und Zeitumstellung – einen auf Ratgeber.
Keine Angst, es wird weder eine Diät empfohlen noch ein Klostergewürz; es geht schlicht um Kaffee.
Von den aberzwölfzig Zubereitungsmethoden will ich Ihnen meine präsentieren. (weiterlesen…)
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Tags: Kaffeebereitung
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Die einflussreichste Zeitung Nordamerikas, manche sagen, der ganzen Welt, die New York Times, hat gestern in einem Editorial des Titels “Barack Obama for Re-Election” in bemerkenswerter Weise für eine Wiederwahl des Amtsinhabers der US-Präsidentschaft plädiert.
Der Artikel schließt, nachdem verschiedene Politikfelder abgearbeitet und jeweils Romney als der Schlechtere beurteilt, Obamas Erfolge herausgestrichen (manchmal hätte man sich noch mehr davon gewünscht), also:
“For these and many other reasons, we enthusiastically endorse President Barack Obama for a second term, and express the hope that his victory will be accompanied by a new Congress willing to work for policies that Americans need.”
(Aus diesen und vielen weiteren Gründen unterstützen wir Präsident Barack Obama begeistert für eine zweite Amtszeit und drücken die Hoffnung aus, dass dieser Sieg von einem neuen Kongress begleitet sein wird, der für die den Amerikanern notwendige Politik zu arbeiten willens.)
Nun ist es zwar Tradition, dass die NYT sich kurz vor der Wahl eindeutig für einen Präsidentschaftskandidaten ausspricht (siehe Kasten links im Originalartikel, wo die jeweils unterstützten Kandidaten aufgeführt werden), und doch springt das Wort “enthusiastically” (enthusiastisch, begeistert) im letzten Satz ins Auge. (weiterlesen…)
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Tags: New York Times, Obama, Re-Election, Wiederwahl
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Immerzu: “Wir sind doch so wenige!” – Allein, ein Kleist!
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Tags: Aphorismen
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Himmels Hebräisch, der Hölle Englisch, Denkern Deutsch.
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Tags: Aphorismen
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Gestern saß ich mit einem vortrefflichen, gebildeten, keinem derben Scherze wie feinen Witze abholden Manne zusammen, dessen Kenntnis und Bewusstsein bezüglich sprachlicher Feinheiten und Register ich als zumindest außergewöhnlich bezeichnen will.
So kamen wir denn auch auf die deutsche Sprache als solche bzw. den heutigen Zustand und Behuf derselben. Ein Streit ergab sich. Jovial, beim Biere, aber engagiert, heftig, direkt ausgetragen.
Er meinte, die Komplexität der deutschen Sprache sei unhaltbar; Konjunktive, komplexer Satzbau, das sei von gestern; keiner mehr wolle so etwas lernen; kaum noch Deutsche, Ausländer, Migranten schon gar nicht; kein Wunder sei es, dass Englisch, aufgrund seiner einfachen grammatischen Struktur, Weltsprache geworden; man müsse den Tatsachen ins Auge sehen und sich in dieser Richtung anpassen; das sei nunmal der Lauf der Welt. Ich kämpfe, anderes, gar eine Renaissance der gehobenen deutschen Sprache ansetzen zu wollen, einen vergeblichen, wenn nicht lächerlichen, zwar vielleicht hehren, aber doch klar verlorenen, sinnlosen Kampf. (weiterlesen…)
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Tags: Sprachkultur
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Freitag, 26. Oktober 2012
“Keuschlammfrüchte”: Ja, so etwas gibt es, und der botanisch normalerweise nicht völlig unbewanderte Blogautor erfuhr es erst über den sogenannten “Mönchspfeffer”.
Dass der, vom Geschmacke wie vom lateinischen Namen “Vitex agnus-castus” her (wie z.B. auch der Szechuan-Pfeffer) kein echter Pfeffer sein könne, war mir, (auch weil er sonst hätte “Piper” heißen müssen) gleich klar, als ich letztes Jahr in der Markthalle zum erstenmal ein Päckchen davon erworben und soßenwürzend verkostet hatte.
Meine Nachlässigkeit als Philolog, dass ich bei diesem deutschen wie lateinischen Namen (agnus und castus kann ich noch) nicht gleich nachsuchte, was es damit auf sich habe.
Und siehe da, dieser Lippenblütler (Salbei, Oregano, Thymian…: sehr viele unserer Würz- und Heilkräuter sind Lippenblütler) soll doch tatsächlich seit Menschengedenken bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden, Wechseljahresproblemen, hat seinen Namen aber davonher, dass ihm nachgesagt wurde (wird? – ich habe keinen Spion im Vatikan), er entgeile den Mann, mache die Mönche keusch, wie es sich geziemt. (weiterlesen…)
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Tags: Mönchspfeffer
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Freitag, 26. Oktober 2012
Eben las ich davon, gleich im Aufmacher eines großen Mediums, über die Piratin Julia Schramm sei, ob einer ungemeinfreien Buchveröffentlichung, im Netz ein “Shitstorm” hinweggefegt. (Im Artikel ohne die Anführungszeichen.)
Wieso traut sich – bislang, so weit ich es sah – kein großes Medium, geläufigerweise “Scheißesturm” (wiederum ohne Gänsefüßchen) hinzuschreiben?
Etwa, weil die Übersetzung so schwierig wäre? (Kleiner Scherz.)
Nein, man soll ja im Deutschen nicht Scheiße sagen. Heißt es. Es hält sich zwar keiner daran, aber so heißt es. (weiterlesen…)
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Tags: Piratin bescheißstürmt
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Donnerstag, 25. Oktober 2012
Der selbstbestimmte Mensch ist heute der, der nur in notwendigen Fällen ein Mobiltelefon mitnimmt, ein Schmerzphon gar nur wenn geschäftlich zwingend.
Nietzsche meinte einmal, dass wer mehr als vier Stunden am Tag arbeiten müsse (er redete nicht vom Schaffen-Wollen) ein Sklave sei.
Wenn ich in Gedanken durch die Stadt gehe, will ich partout nicht von irgendjemandem ob irgendeiner Petitesse oder Laune oder Terminverschiebung angebrümmelt werden, und schon gar nicht, wenn ich im Wirtshaus sitze oder im Park schachspiele.
Ich will auch keine mich auf dem Laufenden haltende App, kein Signal irgendeiner SMS, keinen gedanklichen Beiständer. (weiterlesen…)
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Tags: Mobilphon, Schmerzphon
Abgelegt unter Computersucht, Idiotenkabinett, Medien, Schönes, Weltnetz | 7 Kommentare »
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Lustig ist’s, zuzuschauen, wie Zweie oder gar mehrere sich die Hucke vollügen und nur so viel dazuzulügen als nötig, auf dass der Spaß nicht zu frühe ende.
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Tags: Lügnerermunterungslügen
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Mittwoch, 24. Oktober 2012
In Amerika
Ja, da
Trafen sich Zweie der Antifa.
Der eine noch nicht bombe genug
Was für ein Unfug!
Der andere nennt es Trug.
Wer derer einer wählt
Wird ohnehin nicht recht gezählt
Doch immerhin das Hirn ihm fehlt.
Den Goldmännern so und so
Den Oberallcannern
Mit ihren Absaugscannern
Sind beide oho.
Sieh!
Das ist Demokratie!
Die hier sichtbar gedieh!
Oh ja!
Kein Bah!
So wird denn in Bäld’ der Amerikanes’
Erspart es ihm, zu sein Chines’
Gehen an die Urnen
Einen beider aufzuturnen.
Darnach es gibt ein großes Fest
Und nochmal übler geht’s den meisten
Allen nicht schon Feisten
Zumal dem toten Rest.
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Tags: Schlagzahldichtung
Abgelegt unter Demokratie | 9 Kommentare »
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Nein, beim Titel ist kein “n” verlorengegangen, sondern es handelt sich um den Namen der neuen französisch-deutschen Suchmaschine (er spricht sich zu Deutsch etwa “Reschersüsch”).
Wir haben die Seite, die Google ersetzen soll, mal auf Herz und Nieren getestet und gaben folgerichtig zuerst den Suchbegriff “Test” ein.
Die ersten drei Ergebnisse lauteten:
francemedicaux.fr “Le mot anglais ‘test’ ne peut pas…”
testyourgerman.eu “Die intergubernementale Implementation des Euro ist ein Test für…”
bankenunion.de “Die Testphase der europäischen Banken- und Medienunion…”
Das war schon recht ermutigend.
Wir beschlossen dann, den Begriff “Lüge” einzugeben: (weiterlesen…)
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Tags: Die Kulturmaschine
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Dienstag, 23. Oktober 2012
Es herrscht Krieg zwischen den großen französischen und deutschen Verlagen (denen die Politik bislang überwiegend folgt) und Google, zumindest eine Art Mobilmachung. (Siehe dazu auch, von Marcel Weiß “Google-Krieg der deutschen Medien: Die Masken sind jetzt gefallen” sowie mir “Was erzählt der VDZ da?“.)
Wäre der Google nicht der Gigant, der er ist, mit seinen häufig, gelinde ausgedrückt, fragwürdigen Methoden, man könnte mit dem Weltnetzriesen glatt Mitleiden bekommen.
Diejenigen, die am meisten durch die über Google-Verlinkung hereinkommenden Zugriffe profitieren, wollen den Google jetzt dafür abschöpfen, dass er ihre Inhalte verbreite und daran direkt oder indirekt verdiene. Wie unwahrhaftig das ist, hat Marcel Weiß (der mich wohl nicht an den Pranger stellen wird, weil ich seinen Artikel hier schon zum zweiten Male verlinke, Google-Werbung nebendran) so gut herausgearbeitet, dass ich hier keine Redundanz üben will, sondern die Lektüre des ganzen Artikels ausdrücklich empfehlen und weitergehende Fragen aufwerfen.
Wie wird der Titan, der – durchaus glaubwürdig – sein ganzes Geschäftskonzept ungerechtfertigterweise gefährdet sieht, reagieren, wenn es hart auf hart kommt? (weiterlesen…)
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Tags: Netzpolitik
Abgelegt unter Geopolitik, Lügen, Medien, Weltnetz | 3 Kommentare »