Archiv für die Kategorie ‘Schönes’

Vom neu anfangenden Ende

Samstag, 05. April 2014

Dieser Blog wird ab diesem – zumindest auf längere Sicht – letzten Beitrag nur noch kommentarweis betreut.

Das heißt, dass alle Beiträge weiterhin aufrufbar, die Kommentarfunktion geöffnet, ich auch antworten werde, wo dies angebracht.

Nach über fünf Jahren und mehr als 4000 Artikeln ist es an der Zeit.

Mein besonderer, herzlicher Dank gilt allen, die sich hier, manchesmal mit viel Aufwand, oft sehr anregend, beteiligt haben.

Es mag auch wohl sein, dass hier – oder anderwo, vielleicht auch in gedruckter Form – irgendwann eine Kompilation der meines Erachtens wichtigsten erschienenen Texte erscheinen wird.

Wie sich jeder leicht denken kann, der mich kennt, werde ich allzumal das literarische Schaffen nicht einstellen.

Auch werde ich angelegentlich noch meine zeitgeist-Print-Kolumne betreuen oder auf der Seite zeitgeist-online.de etwas schreiben. (weiterlesen…)

Ich breche aus

Mittwoch, 02. April 2014

Ich breche aus.

Nicht weg.

Nicht ab.

Sondern auf.

Ich sehe sie.

Freiheit wächst.

Wer redet redlich?

Wer umgreift die Welt?

Wohin fliegen Gedenk und Gedank?

 

 

Mal wieder Willi aus Berlin…

Sonntag, 30. März 2014

Eben rief mich Willi aus Berlin an.

So genau wusste er eigentlich selber nicht, warum.

Rededrang hatte er aber trotzdem.

Und schließlich wusste er es doch.

Oder ich zuwenigst. (weiterlesen…)

Einspruch, lieber Jermain!

Donnerstag, 27. März 2014

Beim geschätzten Jermain Foutre le Camp findet sich eine schöne Liste an Zitaten zum Schreiben und zu den Schreibenden.

http://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2014/02/04/der-zustand-des-schreibenden-teilt-sich-dem-wahren-leser-sogleich-vollig-mit/

Allein, das Goethe-Zitat, das er auch zum Titel erwählte, findet meine Zustimmung nicht: “Der Zustand des Schreibenden teilt sich dem wahren Leser sogleich völlig mit.”

Und das liegt nicht daran, dass ich, wie treue Leser wissen, trotz dessen unbestrittener Fertigkeiten und Leistungen, kein unumschränkter Bewunderer Goethes bin, vieles gar verabscheue, was er angerichtet hat.

Der Satz ist nach meiner eigenen Erfahrung wie entlang meinen sonstigen Kenntnissen von literarischem Schaffen einfach nicht richtig. (weiterlesen…)

Träumers Alphabet

Montag, 24. März 2014

Anissterne, Birnenbrand, Carpaccio, Doraden, Estragoncreme, Feigenjus, Gänsebraten, Höhlenkäse, Ingwerhuhn, Jägertopf, Krebsschwanzpastete, Lammlinsenterrine, Mangosorbet, Nougatvariationen, Ofenschmorschalotten, Pistazienciabatta, Quittenlikör, Rindsoberkeulenkaltbratenscheiben, Steinpilzrisotto, Tintenfischknoblauchzitronenminzolivenölsalat, Ukimbabelemarinade, Vernatschzicklein, Walnussvinaigrette, Xerxes, Ysopbutteromelett, Ziegenschinken.

Vom guten Zynismus

Sonntag, 23. März 2014

Zynismus, wo er sich nicht über andere ergießt, sondern über den Redenden selber, ist nicht selten am Grunde eitel, heischt nervigerweis Anerkennung und Mitleiden, ist aber oft auch ein wirksamer Selbstschutz. Und wirkt Selbstbefreiung obendrein.

Gestern, ein Beispiel, beim Kochen und gleichzeitig Bereden von Familienwichtigem, forderte ich meinen Älteren auf, mir mein Weinglas aus dem Wohnzimmer zu holen, auf dass mir dabei nicht die Zunge am Gaumen kleben bleiben möge.

Er brachte es, ohne zu murren, und siehe da, es enthielt des Rebensaftes vielleicht gerade noch vier Zentiliter.

“Was ist denn das?”, frug ich, es leerend. “Wieso hast du nicht gleich auch die Flasche mitgebracht? Willst du, dass dein Vater am Küchenherd verdurstet?”

Er brachte also auch noch die Flasche, und da sagte ich, mir nachgeußend, spontan: “Wenn es mal so weit ist, dass ich mit dem Ausschank von Fingerhüten Weins zufrieden bin, dann weißt du wenigstens, dass du bald erbst.”

Er lachte nicht, es war ihm wohl bloß wieder eine von den unnötigen Zoten, derer sein Erzeuger und Ernährer jederzeit zu viele absondert, aber mir gefiel’s, meine Stimmung hob sich. (weiterlesen…)

Erstschritt zur Vorstufe (First Steps unto An Antebrain)

Mittwoch, 19. März 2014

‘a goddam’ fuckin’ son o’ a bitch ha’ it fuckin’ all ‘e time righ’, fuck.

Nein, das reicht nicht für einen anständigen Aphorismus.

Vielmehr handelt es sich um eine sehr gestraffte, etwas unübliche Form einer Inhaltsangabe.

Einer Inhaltsangabe zudem, die nicht auf eine geschriebene Geschichte wiederum geschrieben, sondern auf einen typischen Zustand hin, hier den Prozess des ersten, noch primitiven Erkennens.

(Besonders liebe Grüße an dieser Stelle, habe die Ehre, gen Mountain View.)

Dreimal Fuck, einmal Hurensohn bzw. Hundesohn, gottverdammt obendrein, dabei immer, oder wenigstens zu oft, zur rechten Zeit am rechten widrigen Ort:  — Wer könnte das wohl sein? (weiterlesen…)

Jane Austen: Liebe und Verstand

Sonntag, 09. März 2014

Es wirkt, wie als ob ich eine Erfleischlichung verpasst hätte.

Jane Austen starb für heutige Verhältnisse jung, unverheiratet, kinderlos.

Was für eine Frau!

Wäre sie nicht ganz anders gewesen, denn es mehr als zu vermuten steht, nämlich nicht nur mit höchsten Geistesgaben, diese stets verfeinert habend, ausgestattet, sondern auch noch mit einem grundguten Wesen, reinsinnigem Humor, von nicht zu üblem Äußerem, was indes kaum zu erwarten oder gar gleich befürchten, nicht in strenger Gänze meiner abhold, so hätte ich da, meiner Treu, doch einmal einen seltenen Nebenweg womöglich aufgesucht, nämlich jenen des wahrhaft arglos treuen ersten, versuchhaften Werbens.

Wohl gewiss der Gefahr, dass hier allzuviel Sinn und Sinnlichkeit aufeinandertreffen möchte: Wahrscheinlich hätte ich mit den Hufen immerhin getrippelt, eher sie auch mal wenigstens aus dem Augenblicke heraus geschwungen.

Hier kann man lernen, was ein gescheites Weib zu denken und anzusetzen in der Lage!

Mannomann!

Sie zieht jede Volte, jede Verlogenheit noch aus dem scheinbar schönsten Dinner!

Mit DER hätte ich auch gern mal über Literatur diskutiert! (weiterlesen…)

Wie man nochmal wird, was man ist

Sonntag, 09. März 2014

Die Wiederheranführung von verloren gewähnten Kräften, diese neu justierend, ist eine der vornehmsten Aufgaben, die uns das Leben stellt.

Ich rede hier wieder einmal den wenigsten.

Das genau aber gehört dazu.

Wenigstens bei mir.

Unverklärte Erinnerung an verlorene Tapferkeit mag neuerstandene zeugen.

Ein Ausgangspunkt.

Ein weiterer: Man verlor sie zwischendurch wenigstens schon ein zweites Mal.

Ist an das also schon gewöhnt.

Alswomit auch selbst die Angst vor einem weiteren Male schwinden kann.

Zagheit: Bist du ich? (weiterlesen…)

Von den Herabsetzern

Sonntag, 09. März 2014

Ja, auch ich habe Geheimnisse.

Das folgende aber ist kaum eins.

Die Herabsetzer grinsen gleich schon scheel, und das, wenn man ihnen grade in die Augen schaut, auch nicht lange.

Meist wissen sie nicht, was sie für wen, gegen wen, weshalb, wohin, zumal wider sich selbst, tun.

Die bewusst im Auftrage handeln, die mögen etwas härter sein; aber auch das hält nur vom Elfe bis läut’.

Am bezeichnendsten ist ihr dummes Lachen, wann immer sie nicht weiter wissen.

Blickweis oder wortweis, das ist fast einerlei.

DU!!!

Das reicht ihnen schon, dass die Fassade bröckelt. (weiterlesen…)

Neu im Angebot

Freitag, 07. März 2014

Fortbildungskurse für gelangweilte Hochgradmaurer.

Vom Drohnenfang und von den Drohnenrassisten (II)

Sonntag, 02. März 2014

Diesmal ging es schnell.

Das Drohnenantidiskriminierungsgesetz ging durch den Reichstag wie ein Samuraischwert durch flüssige englische Billigmargarine.

Die AfD durfte zwar noch nicht Mitjasagen, lag sich aber in den umliegenden Italienern beim Mahle öffentlich mit den Grünen und den Sozen und dem Rest in den Armen, deren Konsequenz uneingeschränkt preisend.

Antidrohnismus, da ist man sich einig, gehört geächtet.

Antidrohnismus ist keine Meinung, Antidrohnismus ist ein Verbrechen. (weiterlesen…)

Vom Drohnenfang und von den Drohnenrassisten

Sonntag, 02. März 2014

Ich bin gespannt, wann die ersten Präzedenzurteile kommen werden.

Wie nahe, in welcher Höhe, darf eine private Drohne einer Polizeistation oder einer Kaserne kommen, bis dass sie abgeschossen werden darf, der unsichtbare Steuermann verurteilt?

Wie nahe darf eine Drohne mir kommen, wie tief über meinen Garten fliegen, bis ich sie im ersteren Falle, da sie mich ja unerlaubt filmen, fotografieren, belauschen könnte, gar mich am Leben bedrohen, bedenkenlos unschädlich machen darf, im letzteren vielleicht nur Anzeige gegen Unbekannt erstatten?

Muss ich drei Mal laut zurufen, sie möchte sich verpissen, bis dass ich zur Patsche greifen darf?

Und wenn die Drohne einen Lautsprecher hat, entsprechend bemalt ist, sagt, sie sei von der Polizei oder vom “Verfassungsschutz”, muss ich ihr das dann glauben, gemäß Unschuldsvermutung?

Ab wann darf ich mich gegen so ein Vieh wehren?

Autos fahren ja auch nur Meter an mir vorbei, womöglich nur halbe Meter, und deshalb darf ich ihnen doch keine Stahlseile unter die Räder bringen, so dass die lustig wegfliegen und das Mobil schnell strandet.

Darf ich mich gegen eine Drohne erst dann zur Wehr setzen, wenn sie mir mutwillig ein Ohrläppchen zerfetzt hat? (weiterlesen…)

Jane Austen: Wunderbar!

Samstag, 01. März 2014

Jane Austens Prosa kann fast nicht genug gelobt sein.

Eben habe ich mich in “Sense and Sensibility” hineingelesen, wiederum erstaunt ob der Eleganz ihrer Handhabung der englischen Sprache, ihrer erzählerischen Kraft und tiefen Menschenkenntnis.

Hier schreibt, klar, eine Frau: aber was für eine!

Mit der hätte ich es vielleicht auch aushalten können.

Sollte mir ihre Reinkarnation einigermaßen unbeschädigt in vivo begegnen, so werde ich wohl doch wieder ein wenig mit dem Buhlen anzufangen mich schwerlich entschlagen können.

So viel Sinn, so viel Verstand, aufs Feinste gepaart mit Sinnlichkeit und menschlicher Liebe!

Was für ein Duktus! Was für Einsichten! Was für Beschreibungen auf knappstem Raume! (weiterlesen…)

Meinen treuen Lesern

Samstag, 01. März 2014

Ich bin weder verblichen, noch, gar schlimmer, dement, noch grundfaul geworden gar plötzlich, es treibt mich auch keine Angst um, die Seite ist grade nichtmal gehackt, also alles bestens, nur eben, neben anderen Projekten, studiere und evaluiere ich derzeit die vorhandenen Werke, wessenthalben des hier sichtbar Neues Schaffens augenblicklich dem anderes Gewohnten vielleicht schon zu sehr ausbleiben mag, verständlicherweise, indes gänzlich unbegründet, als ernstlich besorghaft mager.

Vom Eigentlichen und vom Bohrschwurbeln

Dienstag, 25. Februar 2014

Ja, inzwischen neige ich zur Altersmilde.

Ob mir der Rechner gehackt, wie weit auch der orchestrierte Umsturz in der Ukraine, ich mag oft gar keinen mehr, noch nicht einmal offensichtlich Verdächtige verdächtigen noch gar eindeutig Überführte verurteilen.

Natürlich neige ich nicht zur Altersmilde.

Das war ein offenkundiger kleiner Schwindel, wenn Sie so wollen, so war’s auch eine peinliche Koketterie.

In Wirklichkeit befleißige ich mich einer ganz anderen Wissenschaft, zuvörderst.

Sie ist äußerst diffizil.

Sagte man, es handele sich dabei um die Pragmalinguistik, so wäre das zwar nicht grundverkehrt, vom üblichen Verständnisse her betrachtet aber durchaus problematisch.

Die Aufgabe besteht, wollen wir sie rauslassen, darin, diesmal nicht den savant idiot zu finden, sondern den gediegenen Narren. (weiterlesen…)

Nur ernstgemeinte Zuschriften bitte!

Dienstag, 11. Februar 2014

Ich werde voraussichtlich bald wieder Theater spielen.

Offene Bühne, zehn bis zwölf Minuten Soloauftritt.

Weder soll es eine Performanz in Schlagzahldichtung werden, noch aber auch eine völlig ernste.

Noch suche ich das Kernthema.

Da ich die NSA schon beim letzten Mal gebraten habe, sollte diesmal etwas anderes her.

Vielleicht spiele ich einfach den schier verzweifelnden Lehrer.

Darin habe ich Erfahrung.

Mit meinem Gesichte Travestie? (weiterlesen…)

Bermudadreieck der Vernünfte

Montag, 10. Februar 2014

“Bermuda-Dreieck der Vernünfte”: Den Kalauer brachte mir vorhin ein Schüler mit.

Er hat ihn laut eigenen Angaben von seinem Deutschlehrer, der ihn gegenüber seinen Schülern so verwandte, als dass er jetzt bei ihnen wohl genau dort gelandet sei (unsicher ist, ob er tatsächlich “der Vernünfte” sagte oder nicht doch “der Vernunft”).

Der wackere Pennäler nun übertrug die schöne Findung in seiner Hausaufgabe auf das Schmerzphon bzw. wie es auf seine Nutzer wirkt.

Er nahm sie jedenfalls intuitiv zur Hand, denn ich musste ihm noch erklären, dass “Vernunft” normalerweise nicht pluralisiert wird, weswegen mir das mit den Vernünften hier gerade erst recht gefalle.

Schwarzes Loch der Gesundheiten.

Abyssos der Wissen.

Schlingschlund der Arese und Aphroditen.

Malstrom der Füge.

Grabgrube der Verstände.

Nachhilfe für Aliens: Na klar!

Donnerstag, 06. Februar 2014

Ich beneide die hier – möglicherweise tatsächlich – rumfurzenden Außerirdischen nicht.

Deutsch maximal auf Grundschülerniveau, das aber nur gar noch ohne die intuitive Auffassungsgabe eines guten Grundschülers.

Schlecht Englisch kann jeder.

Da hat man sich wohl in der Nummer verwählt.

Raumschiffmäßige Steuerungsprobleme. Schlechte Computer. All das, was man hier schon kennt. (weiterlesen…)

Die Meuchler

Dienstag, 04. Februar 2014

Es ist noch gar nicht klar, ob die Meuchler je auftreten werden.

Sollten sie es aber tun, so wird es voraussichtlich bald sein.

Mental jedenfalls haben sie sich teils schon mehr als teilweise in Stellung gebracht.

Fragt sich eben fast nur noch, ob sie der Weltbühne gleich unter ihrem ehrlichen Klarnamen humanoelektromagnetische Schockwellen versetzen wollen.

Wer LSD probiert hat, wird es sich als Sedativ zurückwünschen. (weiterlesen…)

Alice in Goldmanland

Montag, 03. Februar 2014

Nein, ich denke, an diesem Gerücht könnte was dran sein.

Nämlich, dass Alice Schwarzer demnächst Frauenbeauftragte bei Goldman Sachs werde.

Schon lange krankt die Bank ja an ihrem Macho-Image.

Schwarzer gibt es jetzt im Sonderangebot.

Wieso sollten die Gotteswerker da nicht zuschlagen?

Hält noch irgendeiner die für so blöde?

Rein rhetorische Frage.

Die Sympathiewerte der Bank werden bald jede Meßskala sprengen. (weiterlesen…)

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