Wie heißt das rechte Synonym für “Finanzexperte”?

Inzwischen frage ich mich, wie sich das Wort “Finanzexperte” eigentlich definiert.

Ist das ein Synonym für Strauchdieb?

Oder, weil das weniger illegal klingt, für Gaukler?

Hochstapler?

Oder für gemeingefährlicher Aufschneider?

Dummschwätzer?

Beutelschneider?

Bufo?

Zahlendreher?

Pekuniarvertikutierer?

Geldfresse?

Kapitalschwerenöter?

Liquiditätsverseftel?

Schuldenhuber?

Kredittor?

Debitorentriez?

Markaussauger?

Bänkelsänger?

Penunzenpfeife?

Schotterzerschroter?

Kiesloch?

Pulverzerstäuber?

Zasterzeisig?

Aschenputtler?

Provisionsbaron?

Prozenthäscher?

Basispunk?

Zinsloddel?

Kontoleichenfleddrer?

Barschaftsbrenner?

Goldmund?

Silbergeier?

Börsenwühler?

Aktiendaddel?

Talerzersäger?

Pfundsfresser?

Umrubler?

Cashkäscher?

Pfenniglug?

Wertzerpflug?

Ich kriege es einfach nicht endgültig raus.

Die klassische und vergleichende Sprachwissenschaft reicht hier nicht hin.

Ohne eine höhere Eingebung wird es wohl nicht gehen.

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auxmoney.com - Kredit von Privat an Privat


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21 Antworten zu “Wie heißt das rechte Synonym für “Finanzexperte”?”

  1. Lesezeichen sagt:

    Tja, ich bin von Beruf Bankerin. Und nun?

    Muss ich nun in Sack und Asche gehen, weil ich den falschen Beruf habe bzw nicht auch noch zu den anderen falschen, deiner Ansicht nach unnötigen Berufen aus dem Nachbarfred gehöre? Ich hätte – wäre es denn damals nach mir persönlich gegangen – gern einen völlig anderen Beruf ergriffen, der aber auch auf deiner Streichliste steht bzw. sich dort noch einfinden würde. Bedeutet das, dass ich mich hätte erschießen sollen, weil ich kein Lebensrecht habe? Oder aber hätte ich nehmen müssen, was vom großen Teller übrig bleibt?

    Ich habe übrigens lange genug auf der anderen Seite des Beratertisches gesessen und könnte hier eine ganze Menge über Kunden erzählen, ja genau über diejenigen, die so gern von sich behaupten “aufrecht” zu sein. Mir kann so schnell keiner mehr etwas über die “guten, einfachen Meschen” erzählen. Die gibt es ebenso wenig, wie es die gute alte Zeit gibt. Die existiert nur für die, die stecken geblieben sind.

    Magnus, ich finde, dass du so langsam übertreibst, oder – anders ausgedrückt – es fehlen brauchbare Gegenvorschläge, die auch allgemeine Akzeptanz finden. Ein reines Verrennen oder purer Rundumschlag sind auf Dauer wenig ergiebig. Mal abgesehen davon, dass du gerade dabei bist, den Kontrollstaat zu entwerfen, indem Menschen das zu tun haben, was dir vorschwebt. Frag mal deine Nachbarn, die sehen vieles völlig anders. Der eine mag dir noch recht geben, der andere schon nicht mehr.

    Ich stimme zu, dass bloßes Meckern manchmal hilft. Das eine oder andere mal auch ein kräftiges “Schei….”! Aber dann ist es auch gut und man ist wieder auf dem Boden der Tatsachen.

    Also Gegenvorschläge auf den Tisch: Wer macht was und wer zahlt dafür?

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    1. Tut mir sehr leid, dass Du in diesem System Bänkerin bist. Du könntest sicherlich auch was anderes.

    2. Das oben war Satire, und ich habe sie keineswegs übertrieben.

    3. Ich verstehe jetzt manches besser, auch weshalb Du es verteidigt hast.

    4. Ich sage es noch einmal: Eine Bank pro Land reicht.

    5. Dies System ist am Ende.

    6. Du weißt das.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Nochwas.

    Ich übertreibe gar nicht.

    Ich bin allenfalls noch viel zu milde.

    Man hat diesen Bankenscheiß immerzu hochgehalten.

    Erzähle mir ruhig, das hätten sich die kleinen Leute aus sich selbst erfunden.

    Dann lache ich bloß, und kann Dich schwerlich noch ernst nehmen.

  4. Lesezeichen sagt:

    Ach Magnus,

    so kann ich dich auch nicht ernst nehmen, denn du bietest tatsächlich keine Alternativen.

    Das Bankensystem, wie es aktuell gestrickt ist, ist tatsächlich aus dem Ruder gelaufen. Das hat aber verschiedene Gründe und hängt u.a. mit dem Zins- und Zinseszins-System und mit der einheitlichen Bonität durch den Euro zusammen, die dann zu einer Zinskonvergenz geführt hat, die es den sogenannten GIIPS-Ländern leicht gemacht hat, sich zu verschulden. Mal vom Verschuldungssystem in den USA bezüglich der Hypotheken abgesehen.

    Ich verrate dir mal ein Zauberwort. Das Zauberwort, auf das alle anspringen, heißt Steuersparmodell. Da bekommen alle einen gläsernen Blick – übrigens auch die, die überhaupt gar keine Steuern zahlen. Das hat mich schon immer fasziniert. Wie das funktioniert, hat man bei den vielen versenkten Investitionen im Osten gesehen, wo Menschen sich für Wohnungen oder Häuser bis zur Halskrause verschuldet haben, ohne diese überhaupt jemals gesehen zu haben.

    Ich verteidige nicht die Leute, die so etwas anbieten. Ich finde das ebenso verwerflich, wie wenn vergiftete Nahrungsmittel angeboten werden. Es ist schlichter Betrug. Noch weniger aber verstehe ich Menschen, die so etwas kaufen. Gleichzeitig würden sich solche Leute nicht mal eine Hose kaufen, ohne sie anzuprobieren. Aber das Wort Steuersparmodell verbunden mit Mietzinsgarantie hebelt alles aus, sogar den Verstand. Reich werden durch Nichtstun und Steuern sparen.

    Ich kann mich auch noch sehr gut erinnern, wie gern früher effektive Stücke gekauft wurden. Wir haben dann zwar immer darauf hinweisen müssen, dass die Zinseinnahmen versteuert werden müssen, worauf dann immer ein grinsendes Jaja zur Antwort kam.

    Das wurde dann damit eingeschränkt, indem direkt an der Wurzel die Standardsteuer eingeführt wurde.

    Zu jedem Schwarzarbeiter gehört ein Schwarz-Auftraggeber.

    Auch zu den Superzinsen kann ich etwas sagen. In irgendeinem posting habe ich das schon mal erzählt. Ich bin gewiss kein Ackermann-Freund, aber in diesem Fall hat er Recht gehabt. Die gleichen Leute, die nun bei den gigantischen Spekulationen viel Geld verloren haben, haben vorher viel Geld verdient. Solange der Rubel rollte, hat sich keiner beschwert, er würde das System nicht verstehen. Es hat auch keiner seine Gewinne zurückgegeben. Aber als das System krachte, haben alle geheult.

    Es gibt einen entscheidenden Satz in diesem Gesellschaftssystem: Niemand zahlt mehr, als er muss. Wenn er es dann doch tut, dann muss er – und sei es nur, um ein Risiko abzudecken.

    Jede Anlageform hat ihren risikolosen Durchschnittszins. Das kann mal ein bisschen schwanken, mal ein viertel oder halbes Prozent abweichen, aber die Richtung stimmt. Alles, was deutlich drüber liegt, deckt Risiko ab. Das ist immer so. Auf der Darlehnsseite übrigens auch. Der Beamte zahlt weniger als der kleine Handwerker, der jeden Monat sein Geld eintreiben muss. Das bedeutet also, dass eine Verzinsung deutlich über Durchschnitt immer Risiko beinhaltet, weil das Finanzsystem keine Charityveranstaltung ist, sondern knallhartes Kalkül.

    Geleitet wird das vom ewigen Traum vom Reichwerden durch Nichtstun. Reichwerden durch Zinserträge, Reichwerden durch Steuersparmodelle. Mehr verdienen durch Schwarzarbeit etc. Menschen sind so, weil jeder auf seinen Vorteil bedacht ist. Wie heißt es so schön: Der brave Mann denkt an sich selbst zuerst :).

    Nein, Magnus, an diesem Einsturz haben so ziemlich alle mitgewirkt, ebenso wie alle daran mitwirken, dass ganze Joblevel vernichtet werden. Hinter jedem Billigprodukt steckt ein Billigjob und jedem steht es frei, bestimmte Produkte zu kaufen oder nicht. So ziemlich jedem muss klar sein, dass man unter menschenwürdigen Bedingungen keine Schuhe für 5 Euro herstellen kann, wie man sie des öfteren im Discounter findet. Wenn ich aber solche Produkte kaufe, dann fördere ich das System. Ich nehme in Kauf, dass es anderen dabei dreckig geht. Also darf ich auch nicht in Selbstmitleid zerfließen, wenn es mich selbst erwischt.

    Also, wie sieht er denn nun aus, dein Radikalstaat, in dem keiner mehr gebraucht wird. Was machst du mit den 40 Mio. überflüssigen Deutschen in deinem Land? Zurück zu Ackerbau und Viehzucht? Kriegt nun jeder eine Schippe in die Hand? Wer darf denn dann was tun und wo ist noch die persönliche Freiheit? Im Moment sieht das eher nach Kommunismus in Reinstform aus, denn du hast ja das Zepter in der Hand und hältst nach Belieben mal den Daumen nach oben und dann wieder nach unten. Du beschwerst dich über Kontrolle in den Medien und führst eine noch stärkere Kontrolle ein.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  5. Lesezeichen sagt:

    Guten Morgen,

    hier noch ein Nachtrag.

    Du bist der Ansicht, dass eine Bank genügt?

    Nun, wenn man Monopolstellungen bevorzugt, dann mag das wohl stimmen. Es führt aber auf direktem Weg in eine fatale Abhängigkeit nicht nur der Länder, sondern des Einzelnen. Nicht nur, dass diese Bank dann über Wohl und Wehe entscheidet. Sie hat dann alle Fäden in der Hand, um Menschen komplett zu vernichten. In der Auswirkung wäre das vergleichbar mit der Abschaffung des Bargeldes. Jedem, der nicht genehm ist, dem wird die Existenzgrundlage entzogen und damit ist er vernichtet. Wohin soll er dann gehen?

    Nirgendwo hin, denn es ist nichts bzw. niemand da. Es gibt keine Alternativen. Wer dürfte denn in deinem Musterstaat eine solche Macht innehaben?

    Nein, Konkurrenzunternehmen auch im Finanzsektor sind notwendig. Das System krankt auch nicht an der Anwesenheit von Banken, sondern an ihrer fehlenden Definition. Es muss geklärt werden, ob der Finanzsektor ein eigenständiger Wirtschaftszweig ist. Wenn ja, dann braucht es eine Produktaufsicht ebenso wie bei Butter, Milch und Käse. Ist der Finanzsektor lediglich eine Hilfswirtschaft für die sogenannte Realwirtschaft, dann braucht es eine Produktbeschränkung.

    Interessant fand ich das Philosophische Quartett mit Gunnar Heinsohn zu diesem Thema: Hier ein Zusammenschnitt in drei Teilen

    http://www.youtube.com/watch?v=FtO8w1QAJSo

    Ich gebe ihm in seinen Einschätzungen Recht.

    Weiterhin sehenswert ist dieser Vortrag hier von Hans Werner Sinn über die Entwicklung des Euro und weshalb es ein Ammenmärchen ist, dass Deutschland so von der Einheitswährung profitiert:

    http://www.youtube.com/watch?v=tvcN1gkaEew

    Er bricht das sehr komplexe Thema verständlich herunter und damit werden auch die Zusammenhänge sehr deutlich, insbesondere vor der Erkenntnis, dass Deutschland vornehmlich ein Kapitalexporteur war.

    Trotzdem bin ich gespannt auf nähere Erläuterungen zu deinem gewünschten Radikalstaat, in dem sich dann alle nach deinen Wertvorstellungen zu richten hätten.

    Das Lesezeichen muss zur Arbeit und wünscht einen schönen Tag :)

  6. Infonautin sagt:

    Banken sind kriminelle Einrichtungen, zweifelsohne. Was jedoch nicht heissen muss, dass jeder Baenker im Grunde seines Herzens ein Verbrecher ist. Dennoch: Wenn jemand bei so einem Unternehmen arbeitet und von dort sein Einkommen bezieht, unterstuetzt er die Maschinerie, ist er Teil jenes Systems, dass uns zugrunde richtet. Da gibt es kein Wenn und Aber.

    Die Bankenkrise, welche ganze Wirtschaften und nun auch Waehrungen in die Vernichtung fuehrt, zeigt nicht zuletzt die letale Dominanz der Sesselpupser in den Kreditinstituten. Ihre tatsaechliche produktive Schaffenskraft/-leistung für unsere Gesellschaft, sieht man einmal von der Vermoegensverwaltung ab (und dafuer genuegten ein paar Hansele), ist gleich null.

    Ich schlage daher als Synonyme fuer Finanzexperten Wirtschaftsschmarotzer und Gesellschaftsvernichter vor.

    Wer noch Beispiele für das mafioese Treiben der Banken/Baenker braucht, bitte sehr: http://www.youtube.com/watch?v=bU4Vfg6aCP8.

  7. Josef sagt:

    @ Lesezeichen

    “Nein, Konkurrenzunternehmen auch im Finanzsektor sind notwendig.”

    Wer sich so sehr dem Mammon verbunden fühlt und das sogar so offenherzig zeigt (u.a. die eigene Berufswahl) und dieses System so vehement verteidigt, so eine Person kann keine wahre Christin sein.

    Matthäus 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

  8. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    “Jede Anlageform hat ihren risikolosen Durchschnittszins.”

    Das ist eine Illusion, und damit fängt der Irrsinn schon an.

    Weshalb sollte Geld leistungslos mehr werden?

    Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür.

    Neulich sagte mir ein von mir hochgeschätzter Mann, er habe von einem “Experten” gehört – wir befanden das beide als glaubwürdig – , dass man etwa ab einer halben Million Euro verzinslichem Vermögen zu den Gewinnern des Systems gehöre, und darunter sei man Knecht.

    So ist das meines Erachtens.

    Ich habe noch nie – nie! – einen vernünftigen Grund dafür gehört, weshalb sich ein Vermögen von selbst vermehren sollte.

    Jeder Zinssatz, der über der Inflationsrate liegt, ist eine Perversion.

    Und: Jetzt steht die Allgemeinheit, jeder Billigzeitarbeiter, dafür ein, dass die Anlagen der Zinsprofiteure nicht durch den Kamin gehen.

    Das ist nicht Marktwirtschaft.

    Das ist faschistischer Sozialismus für die Reichen.

    Enteignung der Vielen, Armen, für die Wenigen, Reichen.

    Dass Du das nicht wahrhaben willst, kann ich verstehen.

    Es ist aber so.

    Da beißt die Maus keinen Faden ab.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Infonautin

    “Wirtschaftsschmarotzer und Gesellschaftsvernichter”

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Josef

    Fürs Christentum bin ich eher nicht so richtig zuständig bzw. auf diesem Gebiet – obschon ich mich dazu auch schon eingemischt habe – nicht wirklich kompetent.

    Es fällt mir gleichwohl nicht schwer, Deinen Gedankengang nachzuvollziehen.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich finde es ehrlich geagt schon krass, wie Du die kleinen Leute, die bei kik oder sonst einem Billigladen Socken oder Jacken kaufen, die gerade sieben Euro die Stunde in einer Stadt wie Stuttgart verdienen, hart als Leiharbeiter in der schwäbischen Metallindustrie arbeitend, immer an der Untergrenze, für die Misere mithauptverantwortlich machst, während Du das System immer noch hochhältst.

    Wenn solche Leute auch nur einmal im Vierteljahr zum Breuninger gehen oder zu Salamander, um sich eine anständige Jacke, Hose und ein paar Schuhe zu kaufen, können sie mindestens diese Zeit lang ihren Kindern noch nicht einmal mehr ein Eis spendieren, ihnen einen neuen Tischtennisschläger kaufen, oder sonstwas.

    Du lebst auf einem anderen Planeten.

    Täglich hart arbeiten und dabei kaum auf Hartz-Niveau kommen ist inzwischen die Realität von Hunderttausenden, wenn nicht Millionen.

    Gleichzeitig werden “systemrelevante” Banken aufgefüttert, wird das Geld in jedes Ausland verschenkt, versenkt usw.

    Ich kann Dir in der Tat noch nicht en detail sagen, wie eine Gesellschaft aussehen soll, die diesen Wahnsinn hinter sich lässt.

    Wenn Du mir aber diktatorische Tendenzen vorwirfst, so frage ich Dich: Was ist das anderes als eine Diktatur des Großen Geldes?

    Werden, wurden die Leute zum Euro, zum Lissabonner Vertrag (den man dann gleich brach), zu den ganzen “Rettungsschirmen” je gefragt?

    Pfeifendeckel, man fragt die Leute einen Dreck.

    Man bilderbergert und denktankt, man lügt, lügt, lügt und betrügt noch dreiundreißig Mal.

    Das ist die Wirklichkeit.

    Du scheinst im Wolkenkuckucksheim zu leben.

    Und, das Thema hatten wir schon, verteidigst von da aus das Geldnomadentum der gehobenen Mittelschicht.

    Die Ökonomaster.

    Ich weiß, dass vor 20-30 Jahren noch jeder Arbeiter abends ein Bier trinken gehen konnte, ohne in seinen Kontokorrent zu gehen. Nicht mehr.

    In der Zwischenzeit haben sich die großen Privatvermögen verdoppelt bis verdreifacht (real), sind die Löhne in praktisch allen Euro-Ländern gestiegen (real), außer bei uns (vielfach real heftig gesunken).

    Bei über Jahre hinweg sprudelnden Unternehmensgewinnen.

    Das kannst Du nicht ernsthaft leugnen.

    Aber Du meinst, das sei alles so, weil die Leute nicht zum Breuninger oder zu Salamander gehen.

    Ich weiß nicht, wie ich das noch ernstnehmen soll.

    Du argumentierst wie ein verstocktes Kind, das nicht einsehen will, dass man mit dem Dreirad nicht mit 120 km/h den Abhang hinuntbrezeln kann.

    Es tut mir leid, so harsche Worte führen zu müssen, da ich Dich sehr schätze, Deinen Verstand, Dein Mitgefühl, Deinen Humor, dankbar bin für all die guten Beiträge, die Du hier eingestellt hast (hoffentlich auch weiterhin einstellen wirst), diese Seite entscheidend bereichernd.

    Lass los.

    Diese Form des Kapitalismus ist eine letztlich alles zerstörende Maschine.

    Sie bringt Armut, Hunger, Krieg, Verderben, Diktatur.

    Und natürlich die allgemeine geistige und moralische Zersetzung, die kulturelle Zerstörung, mal so nebenbei.

    Lass los.

    Und: Wenn das christlich sein soll, dann bin ich umso mehr froh, dass ich kein Christ bin.

    Lass los.

    Wenn man etwas fangen will, muss man es erst loslassen.

    Sagt der Chinese.

    Als Deutscher sage ich: Was man gelernt hat, daran trägt man nicht schwer.

    LG

    Magnus

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Nochwas zum Bedenk.

    Kürzlich las ich was (es war die FAZ oder SZ, egal), dass mir schier schlecht wurde.

    Der neue Griechen-Papa wurde als Finanzexperte gelobt, der das Land jetzt aus der Krise führen könne, was sich ja schon darausher bewiese, wie genial er Griechenland weiland mitentscheidend in den Euro geführt habe.

    Ja, in einem gigantischen Betrugsmanöver, unter tatkräftig Mitwirkenden und kräftig abkassierenden Schackos von Goldman Sachs.

    So frech wird da gelogen.

    Und keiner kommt vor Gericht.

    Nein: Für so etwas gibt es Karlspreise zu Aachen.

    Man scheißt den Leuten direktemang ins Gesicht.

    Ein einziger Sumpf, Schlamm, Müll, Abschaum.

  13. Lesezeichen sagt:

    Hach, hier gehts ja hoch her.

    Zum einen halte ich nicht das System hoch, sondern kläre nur über einige gängige und sehr beliebte Irrtümer auf.

    Magnus, du schreibst:

    “Ich finde es ehrlich geagt schon krass, wie Du die kleinen Leute, die bei kik oder sonst einem Billigladen Socken oder Jacken kaufen, die gerade sieben Euro die Stunde in einer Stadt wie Stuttgart verdienen, hart als Leiharbeiter in der schwäbischen Metallindustrie arbeitend, immer an der Untergrenze, für die Misere mithauptverantwortlich machst, während Du das System immer noch hochhältst.”

    Lieber Magnus, wenn nur die armen Leute beim discounter einkaufen würden, wären die Aldi-Brüder nicht unter den Top 10 der Milliardär-Forbes-Liste. Und wenn ich mir die Karossen auf den Parkplätzen ansehe, dann kauft dort nicht die Armut ein.

    Das System läuft so: Man gehe in einen Laden um die Ecke und lasse sich ausführlich beraten. Dann gehe man ins Internet und bestelle die aktuelle Discounter-CD, die darüber aufklärt, wann welches Produkt zum Billigtarif zu haben ist. Dann warte man nur noch ab und kaufe dann ein, wenn es soweit ist. Das sind keine Einzelfälle, das ist gängige Praxis.

    Auch wenn du vor den Tatsachen die Augen verschließt: Hinter jedem Billigprodukt steckt mindestens ein Billigjob und jeder Konsument trägt das System mit. Er könnte es auch anders handhaben, z.B. dort einkaufen, wo Menschen anständige Gehälter bekommen. Aber dort wird dann das Produkt teurer, weil der Angestellte bezahlt werden muss. Jeder trägt Verantwortung dafür, was er mit seinem Geld macht.

    Gleiches gilt für Backfabriken, für Kik und Co, Tack und wie sie alle heißen. Keiner dieser Läden würde bestehen, wenn den Kunden ein funktionierendes Gesellschaftssystem wirklich etwas bedeuten würde, wenn ihnen ihr Brot etwas bedeuten würde. Sie könnten ja zu anderen Länden gehen, zur Fachbäckerei, zum Schuhladen oder auch zum Metzger, der seit Generationen dort ansässig ist. Sie wollen es nicht, weil es anders billiger ist.

    Nun gut. Ich sehe das nicht so, ich habe auch nie so gehandelt. Schon lange habe ich meine ganz eigene Boykottliste – sowohl für Produkte als auch für jobvernichtende Läden. Trotzdem ist meine Erkenntnis, dass im Allgemeinen die Solidarität beim eigenen Portemonnaie endet.

    Sehr gut hat man das übrigens bei der Abwrackprämie gesehen. Da zahlte der deutsche Steuerzahler für das Abwracken und den Neukauf eines Autos Geld – and the winner was: Rumänien. Die Leute haben dann eben keinen Opel gekauft oder ein anderes deutsches Auto, um deutsche jobs zu retten, sondern Dacias und irgend ein anderes französisches Modell, dessen Namen mir gerade nicht einfällt. Das war eben schön billig. Ist doch egal, ob deutsche Jobs draufgehen. Hauptsache es ist nicht meiner.

    Zum Durchschnittszins:

    Die Verzinsung ist tatsächlich ein Problem, weil sie über den Zinseszins dazu führt, dass es irgendwannn ein Verleihproblem gibt. Das hat man vielerorts auch erkannt. Ob man das ändern wird, weiß ich nicht zu sagen.

    Mit meinem Einwand habe ich auch nur darauf hingewiesen, wie es aktuell in der Praxis läuft und warum ich Menschen nicht verstehen kann, die zu Hochrisiko-Anlagen greifen. Aber da setzen die Dollarzeichen in den Augen den Verstand schlichtweg aus. Trotzdem gilt aktuell die Regel, dass alles, was den Durchschnittszins übersteigt, Risikoabdeckung ist. Wenn üblicherweise für dreijährige Anlagen 3 Prozent gezahlt werden und plötzlich zahlt einer 7 oder 8, dann muss man Fragen stellen. Wer das nicht tut, ist selber schuld, wenn er auf die Nase fliegt. Mal ganz zu schweigen von dubiosen Internet-Anlagen bei Banken, die keiner kennt.

    Ist ganz einfach so.

    Ach ja, mein Christsein. Es war klar, dass das nun auch wieder kommen musste. Was es damit zu tun hat, will sich mir nicht erschließen. Ich kann es auch langsam nicht mehr hören. Aber scheinbar ist das so, wenn Argumente ausgehen…

    Magnus, du lieferst immer noch keine Alternativen. Es mag sein, dass du dich besser fühlst, indem du nun auf mich eindrischst, nur änderst du nichts an der Situation. An dem Niedergang des Systems haben alle mitgemischt, jeder für sich und manche zusammen. Der eine etwas mehr und der andere etwas weniger. Wenn dieses System nun einstürzen soll, dann ist es mir persönlich sehr recht, wenn das jetzt passiert und nicht erst in 15 oder 20 Jahren. Jetzt sind wir noch frisch genug, um uns selbst etwas neues zu bauen. Ob das in 20 Jahren gelingt, kann ich nicht sagen. Wenn nicht, würden mir mit vollem Gewicht unseren Kindern zur Last fallen und genau das will ich erst recht nicht.

    Ich will aber auch nicht die von dir gewünschte Monopolwirtschaft, in der ich jemanden um Erlaubnis bitten muss, diesen oder jenen Beruf zu ergreifen oder mein Leben auf diese oder jene Weise zu leben. Dann komme ich von einem Knast in den nächsten. Du magst ja durchaus ein netter Mensch sein, trotzdem möchte ich mir nicht von dir meine Lebensform aufdiktieren lassen.

    Vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass uns nie das perfekte System gelingen wird. Denke ich an meine Urgroßeltern, dann sehe ich einen großen Bauernhof ohne Strom und fließendes Wasser, an 16 lebende eigene Kinder plus zwei angenommene Kinder, an viele Totgeburten, Infektionen, an Schufterei von morgens bis abends und das berühmte Herzhäusschen auf dem Hof. Ich denke an einen 12-Stunden-Arbeitstag unter Tage, einen 2-stündigen Hin- und 2-stündigen Rückweg. Für Ewiggestrige ist das die gute alte Zeit, für mich ein Leben, das ich für mich nicht würde haben wollen. Da bevorzuge ich das Hier und Jetzt.

    Der Kapitalismus mag zerstörerische Kräfte haben, der Kommunismus hat sie erst recht. Die Lösung der sozialen Marktwirtschaft war durchaus der richtige Weg, der aber durch den globalen Wettbewerb ohne allgemeingültige Regeln außer Kraft gesetzt wurde. Da kämpft soziale Marktwirtschaft mit ihren Nebenkosten gegen gnadenlose Ausbeutung am Fließband. Der Verlierer dieses Kampfes muss feststehen.

    Griechenland ist unrettbar. Das ist einfach so.

    Auch dort sieht man ein schönes Beispiel der Solidarität: Das Land ist mit über 300 Milliarden verschuldet. In der letzten Zeit wurden über 600 Milliarden Privatvermögen aus dem Land geschafft. Man kauft übrigens gern Immobilien in Deutschland damit – schließlich bevorzugt man sichere Anlagen und man weiß ja nie…. Das ist an Ironie kaum noch zu überbieten und kann jedem vernünftigen Menschen nur noch die Lachtränen in die Augen treiben.

    Aber Menschen sind so, insbesondere seit dem DER Staat die dörfliche Gemeinschaft ersetzt hat. Im kleinen Rahmen fiel nämlich jemand auf, der aus der Reihe tanzte. Nun im größeren Rahmen ist das anonymisiert und es fällt dem einzelnen leichter, die Verantwortung und auch die Schuld für alles DEM Staat zu überlassen.

    Ja, Griechenland hat gelogen bezüglich des Euro-Beitrittes. Deutschland hat auch an den Regeln herumgebogen, ebenso wie andere Länder auch. Jeder ist eben auf seinen Vorteil bedacht. Das ein Gebäude auf solch wackeligem Fundament nicht funktionieren kann, dürfte nun auch dem letzten klar geworden sein.

    Warum auf korrupte Griechenland-Politpromis eindreschen? Bleib doch im eigenen Land. Es waren vorzugsweise die Landesbanken, die die Gelder versenkt haben. Das sind Banken, in denen die Landesfürsten bzw. deren Vertreter in den Aufsichtsgremien sitzen. Ist einer davon entlassen worden? Ich habe nichts davon mitbekommen. Soweit mir bekannt ist, schwimmen die alle wie Fettaugen oben auf der Suppe mit. Also lohnt es, erst einmal in eigenen Reihen aufzuräumen. Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür.

    Es grüßt

    das Lesezeichen

  14. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Nun, wir werden uns wohl nicht so leicht einig in dieser Sache.

    Aber dass ich jenen Lügengriechen erwähnt habe, war nur ein zufälliges Beispiel.

    Erst kürzlich war hier der Schäuble dran.

    Das ist eine Bagage.

    Du meinst, jeder habe irgendwie daran mitgewirkt.

    Das ist teilrichtig, aber trotzdem eine Form der kolossalen Verdrängung.

    Man hat den Leuten gesagt, dass sie das sollten, es allüberall als alternativlos angepriesen, jeden verlacht, als Idioten, wenn nicht verleumdet, als Staatsfeind, der nicht mittun wollte.

    Ich kritisiere dies seit über zwanzig Jahren und weiß deshalb darüber auch aus persönlicher Erfahrung bescheid.

    Immer noch wird uns erzählt, so sei halt die menschliche Natur, solche Pannen kämen nunmal vor, bessere Lösungen als diesen Raubtierkapitalismus gebe es nicht, all jene Märchen.

    Die Mechanismen, die Du, auch was Wohlhabendere betrifft, beschreibst, sind durchaus so, wie von Dir dargelegt.

    Wer aber konditioniert die Leute so?

    Weshalb, mit welchem Ziele?

    Wem gehören, gerade auch in den schönen USA, praktisch alle Massenmedien? (Ich weiß, die Frage hätte ich nichtmal stellen dürfen, denn sie lässt sich allzuleicht beantworten und ist damit eigentlich, wie ein Anwalt sagte, nicht “lässig”.)

    Und: lieber Monopole (Bahn, Wasser, Elektrizität, Sraßen, Militär, Polizei…) in Volkes Hand, als praktisch alles in derjenigen einer Bande von verantwortungslosen Oligarchen.

    Ich will, so weit wie möglich, eine echte Marktwirtschaft.

    Die haben wir aber gerade im Bankwesen nicht, denn sonst wären die alle, bis auf ein paar kleine, jetzt bankrott (das Wort spricht für sich selbst.)

    Leute, die alles an die Wand fahren, bekommen Millionengehälter, wo das auch Liechen Müller für tausend Euro im Monat könnte.

    Es ist alles aus den Fugen.

    Und das ist Absicht.

    Es gibt genug Literatur dazu, die nicht von Paranoikern, sondern von sehr vernünftigen Leuten abgefasst wurde.

    Keine “Verschwörungstheorien”, sondern knallhart mit Fakten unterlegte Abhandlungen.

    Die ich in der Tat schon lange gar nicht mehr lese.

    Denn, wie gesagt, ich habe das Spiel schon seit gut zwanzig Jahren begriffen.

    Es ist das “Spiel” einiger weniger total Irrer.

    Die mit allen Mitteln arbeiten, arbeiten lassen.

    Und ich habe Deinen Glauben nicht erwähnt, weil mir die Argumente ausgegangen wären.

    Sondern, weil der sich auf Liebe beruft.

    Damit haben jene weniger am Hut, als dass eine Blattlaus sich um die von ihr befallene Pflanze bekümmerte.

    Diese Leute gehen über Millionen Leichen.

    Sie bilden die Spitze der Dollarpyramide.

    Sie machen vor nichts halt.

    Ihre Pläne sind nicht erst seit Albert Pike auf der Welt, aber seit diesem besonderen Philanthropen immerhin so richtig griffig.

    Du kannst auch Brzezinski lesen, der lebt sogar noch.

    Oder schau Dir mal jenen Erzschakalstrupp namens Skull & Bones an.

    Ein einziger schwarzmagischer Klub.

    Aber nicht von Putzfrauen.

    Einer von Yottabetriegern.

    Meinst Du etwa, die machen das ganze mit Sarg und Cochise-Schädel und Schwanzbändel und symbolischer Hinrichtung (was weiß ich noch) bloß zum Spaß?

    Das sind Hardcore-Satanisten.

    Und, obschon ich nicht an den Satan glaube: Satanisten sind mir nicht egal.

    Die opfern nicht nur Hühner.

    Die sind böse.

    Ja, böse.

    Das fände ich nicht einmal lässig, wenn es nur in einem schlammichten Hinterhof von Sierra Leone stattfände.

    Es findet aber in höchsten Kreiesen statt.

    Bei denen, die hier die Losungen ausgeben.

    In Bohemian Grove, im “Tempel” zu Yale, überall bei diesen geisteskranken Baphomet-Anbetern, inmitten sexueller Perversion, von Sadismus, Päderastentum, jeder Art Aufladung des Bösen durch bewusst gelenkte Grausamkeit.

    Die sind nicht Lieschen Müller oder Heinz Huber, der, obzwar einen BMW fahrend, beim Aldi einkauft.

    Die sind der absolute menschliche Abgrund, und der ist derzeit oben!

    Fakt! Fakt! Fakt!

    Du kannst alles überprüfen, was ich erwähnt habe.

    Es gibt noch viel mehr.

    Und wenn Du eins findest, das Du irgend vernünftig bezweifeln könntest, so stünde immer noch der Rest und, wie gesagt, noch viel mehr.

    In einem Vierteljahrhundert der Recherche gelingt es selbst einem mit meinen begrenzten Geistesgaben, einige Dinge zu erhärten.

    (Die jüngere Historie lasse ich jetzt mal weg. Das oben darf ich – noch – sagen.)

    Ich bin kein Satanist.

    Dahingehend widerspräche mir im Ernst wohl noch nicht einmal Josef.

    Ich halte solche Leute, diese Satanisten, mit ihren grausen Ritualen zur letztgültigen psychischen Manipulation, für die systematisch organisierte Pest des Planeten.

  15. Lesezeichen sagt:

    Magnus, du springst von einem Thema zum anderen. Nun sind wir bei den Satanisten. Auch darüber können wir uns gern unterhalten. Wir waren aber eigentlich bei den Monopolen.

    Ich gebe dir Recht, dass eine gewisse Basisversorgung (Wasser, Energie, Verkehrswege etc.) in staatliche Hände gehört. Ich war immer gegen diese Bahnprivatisierung, vor allem wie Mehdorn sich das gedacht hatte. Das ist aber etwas anderes, als eine Bank. Eine Bank gehört nicht in staatliche Hände und sie braucht Konkurrenzunternehmen. Das dient u.a. der Sicherung des Einzelnen. Mein Beispiel mit der Abschaffung des Bargeldes habe ich schon gebracht.

    Wir haben im Bankenwesen deshalb keine Marktwirtschaft, weil die aktuell gültige Wirtschaftslehre einen Finanzsektor nicht kennt. Ich verweise da nochmal auf den Link oben bezüglich der Sendung mit Gunnar Heinsohn. Das bedeutet, dass 80 Nobelpreise in Wirtschaft völlig für die Katz waren, weil wesentliche Teile des Wirtschaftens einfach ausgeblendet waren bzw. schlicht nicht vorkamen. Man wagt es kaum, das zu erwähnen, denn eigentlich ist es blamabel.

    Der Finanzsektor ist bis heute nicht mal definiert, was bedeutet, dass de facto niemand weiß, ob es ein eigener Wirtschaftszweig ist oder aber eine Art Hilfswirtschaft für die sogenannte Realwirtschaft. Das sollte man wohl mal klären.

    Magnus, ich verdränge gar nichts. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es hat einfach keinen Sinn, ein Gesellschaftssystem zu entwickeln, dass den Faktor Mensch ausblendet. Und genau das tust du. Für dich gibt es die Bösen da oben und die Unschuldslämmer da unten. Wenn das stimmen würde, dann dürfte es z.B. in Obdachlosenheimen keine Diebstähle geben, sondern es müsste totale Einigkeit, Harmonie und der Geist des Teilens über allem schweben.

    Übernachte mal dort.

    Leider greift nämlich auch hier wieder die Statistik, die besagt, dass der Anteil gut und böse oben wie unten gleichermaßen verteilt ist.

    Menschen sind Egoisten und auf ihren ureigenen Vorteil bedacht. Ohne eine vernünftige eindeutige Lehre und Überzeugungsarbeit hätten sie nicht mal eine Moral und würden Gut und Böse zu relativen Begriffen machen. Das ist eine Gesellschaft, in der ich nicht würde leben wollen und ich vermute mal, du auch nicht. Also muss man im kleinen anfangen. Will man keinen zwangsbeglücken, muss man überzeugen und sich auch mal den Mund verbrennen. Nicht jeder wird auf deinen Meinungszug aufspringen, aber der eine oder andere vielleicht doch. Dann ist es kein gigantischer Sieg, der auf eine Titelzeile passt, sondern vielmehr ein kleiner, persönlicher Triumpf.

    Ja, und genau deshalb ist mir der, der eindeutig die Liebe vorlebt und predigt, der von mir verlangt, auch meine Feinde zu lieben, der die Messlatte so hoch legt, dass ich bisweilen locker darunter herlaufen kann, genau deshalb ist er mir so wichtig. Er ist mir auch deshalb so wichtig, weil er mich freiwillig folgen lässt und mich nicht hirnamputiert. Dieser Weg hat einen Preis, aber der “Gewinn” der darin steckt, ist mit nichts anderem auf dieser Welt erreichbar.

    Das aber nur als kurzer Ausflug.

    Ja, in den USA gibt es ein Meinungsmonopol. Das ist ausgesprochen schlecht. Nur kann ich das von Europa aus nicht ändern, sondern würde das gern den Amerikanern überlassen. Währenddessen kann man sich ja in Europa um die hiesigen Medien kümmern, denn da gibt es genug zu tun. Also muss man auch hier Basisarbeit leisten, Überzeugungsarbeit, Boykottaufrufe starten, böse Kommentare schreiben und sich auch von Zensur nicht abschrecken lassen.

    Die Welt dreht sich, aber sie dreht sich langsam. Bis Entwicklungen in Gang kommen oder aber andere verändert werden, können manchmal Generationen geboren werden und wieder sterben. Das ist für uns egozentrierte Wesen schwer zu akzeptieren, leben wir doch gern so, als würde es uns ewig geben.

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich springe nicht von einem Thema zum andern.

    Diese Satanisten sind das Wesen des Systems.

    Ich leiste in Europa die Arbeit, von der Du sprichst.

    Und ich weiß, dass es mich nicht ewig geben wird.

    Das brauche ich auch nicht, und es schreckt mich nicht.

    “Menschen sind Egoisten”

    Was für ein erbärmlicher Satz.

    Der gilt für Dich nicht, für mich nicht, nicht für Luther, Nietzsche, Leonidas.

    Menschen sind mehr als das.

    Ich weiß das.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Mir scheint manchmal, wie eben auch zum wiederholten Male in einem anderen Gespräch erfahren, dass Du wie nochwelche glaubst, man könne ohne Glauben gar nicht vernünftig existieren.

    Dieser Glaube mag wohlfeil sein, entbehrt indes jeder Grundlage.

    Er ist lediglich ein Schutzglaube für den eigenen jeweiligen Glauben.

    Sonst nichts.

    Dass jeder, wahrscheinlich so ziemlich jeder, ausdrücklich einschließlich meiner selbst, seine schwachen, saumseligen, seelisch oder gesundheitlich darniederliegenden, schwachen Phasen durchlebt, spricht nicht dawider, sondern gerade erst recht dafür.

    Bin ich als Affe eines Gottes auf der Welt?

    Diese Frage allein beantwortet den Rest.

    Besser gut gestorben, denn bloß schlecht gelebt.

    Irgendwelche Satanisten mögen…

    Ich habe aber keine Angst vor denen.

    Ich weiß, wie sie heißen, wie sie handeln, wo sie sitzen.

    Und Häute hat man mir auch schon abgezogen.

    Teils zu meinem Guten.

    Man hat mich aber auch schon genug dazu belogen.

    Und Dir käme es gleichweis nicht schlecht an, Dir ebenfalls deren Namen zu merken.

    Bei allem scheinst Du noch nichts von der eigentlichen Qual zu wissen.

    Obzwar Du schon geboren hast.

  18. Lesezeichen sagt:

    Doch Magnus, du springst hin und her. Bleib doch einfach mal beim Thema.

    Du schreibst:

    ““Menschen sind Egoisten” – Was für ein erbärmlicher Satz.”

    Es ist nicht nur ein erbärmlicher Satz, sondern eine erbärmliche Wahrheit und sie zieht sich durch alle Gesellschaftsklassen.

    “Der gilt für Dich nicht, für mich nicht, nicht für Luther, Nietzsche, Leonidas.”

    Doch, es gilt auch für Dich und mich und auch alle anderen guten wie bösen Menschen. Es ist nicht das Problem, ob man Egoismus hat, sondern wie sehr man ihn im Griff hat. Dazu benötigt man eine entsprechende Sozilalisation. Die hast du bekommen, ich auch und viele anderen auch. Wir erhalten aber nicht alle die gleiche Sozialisation und so kommt es, dass da oder dort Gut und Böse eben doch relative Begriffe sind.

    Weiterhin schreibst du:

    “Mir scheint manchmal, wie eben auch zum wiederholten Male in einem anderen Gespräch erfahren, dass Du wie nochwelche glaubst, man könne ohne Glauben gar nicht vernünftig existieren.”

    Nein, das habe ich nie behauptet. Vielmehr das genaue Gegenteil ist der Fall. Ich habe sogar mehrfach darauf hingewiesen, dass das Interessanteste insbesondere am christlichen Glauben die Freiwilligkeit ist. Wenn man keinen Glauben hat, fehlt einem kein einziges Brötchen auf dem Frühstücksteller. Nichtglaube bedeutet keinerlei irdische Existenzgefährdung.

    “Bin ich als Affe eines Gottes auf der Welt?”

    Nein, denn wenn es so wäre, würdest du kaum an deinem Computer sitzen und im Netz bloggen. Du würdest dich vielmehr von Baum zu Baum schwingen und die nächsten Bananenstauden suchen.

    Wenn Gott hirnlose Menschen zu seinen Diensten hätte haben wollen, hätte er sie so geschaffen. Hat er aber nicht.

    Trotzdem war der / mein Glaube hier nicht das Thema. Ich möchte auch nicht, dass er es wird. Das Gegenteil ist der Fall, denn es nervt schon, dass er bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wie ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird, um daraus ein Gegenargument zu stricken.

    Und was die Satanisten betrifft, so gibt es da für mich nur die Erkenntnis, dass Macht zu Perversionen führen kann, wenn man eben keinen standfesten Glauben an ein eindeutig definiertes Gute hat. Da greifen dann diese Mechanismen, wenn Gut und Böse relative Begriffe sind. Je mehr das Gros der Menschen ausschließlich auf sich selbst bedacht ist, umso besser funktioniert das übrigens. Die Aufteilung der Gesellschaft in Individuen, das Locken mit der Selbstverwirklichung, das Predigen des Individualismus, materielle und moralische Vernichtung von Familienverbänden etc. – genau das führt dazu, dass mit steigendem Level die Kontrollmechanismen entweder versagen oder schlicht nicht vorhanden sind. Zu sehr ist jeder einzelne mit sich selbst beschäftigt, um diese Auswirkungen zu sehen. In einer Gesellschaft, die wirklich zusammenhalten würde, in der es eindeutig definierte Werte gäbe, hätten es solche Leute deutlich schwerer. Aber da sehe ich bis zum Horizont keinerlei Trend, dem entgegenzuwirken. Jeder ist sich da selbst der nächste und lebt auch so.

    Menschen sind eben doch Egoisten :) – und diese Erkenntnis birgt den allergrößten Nutzen für die, die so gern ohne Kontrolle regieren wollen und dies dann auch tun.

    Herzlichst

    das Lesezeichen

  19. landbewohner sagt:

    zum lesezeichen

    tut mir leid, aber wer sich auf heinssohn und sinn beruft, der is meiner meinung nach der herrschenden “hochkriminellen elite” voll auf den leim gekrochen.

  20. Michelson sagt:

    Lesezeichen irrt wenn er/sie meint das die Mehrzahl Egoisten sind und immer nur den eigenen Vorteil sehen. Diese Denkweise ist aber Vorraussetzung für das was Lesezeichen vorraussetzt um zu argumentieren.
    Das es temporär zu solchen “Erscheinungen” kommt ist selbstverständlich, wenn man sich mal die Entwicklungen am Verkaufsmarkt ansieht. z.B. wenn man annimmt (fiktiv) das es einst 100 inländische Hersteller von Bekleidung gab, und nun nur noch einen kleinen Teil. Ohne auf Einzelheiten einzugehen kann man dort ja mal anfangen zu gucken wie so was entsteht und wer dann das Heft und die Vorteile in die Hand nimmt. Desweiteren wer unverschuldet auf der Strecke bleibt.

  21. Lesezeichen sagt:

    Werter Landbewohner,

    ich habe mich nicht auf Sinn und Heinsohn “berufen”, sondern auf sie verwiesen, weil sie die aktuellen Zusammenhänge am besten erklären können – einschließlich der Fehler im System und genau darauf kommt es an.

    Sinn ist mir normalerweise zu schwerfällig in seiner Art. Aber es gibt einige Vorträge bzw. Zusammenschnitte von ihm, die sind wirklich schlüssig. Insbesondere dort, wo es um Deutschlands Kapitalexporte geht oder dort, wo er den sogenannten Exportüberschuss dem Importdefizit gegenüberstellt.

    Es geht nicht darum, ob mir eine Meinung gefällt oder nicht, sondern ob jemand mit dem, was er sagt, die Wahrheit sagt. Manchmal ist eine Wahrheit eben auch unangenehm.

    Es winkt

    das Lesezeichen

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