Freundschaft

Der mich am härtesten rügte, dass ich vor einiger Zeit meiner Söhne halber öffentlich weinte, ist jetzt tot.

Es war nicht nett, als er mir diese gewahrte Schwäche schonungslos reinrieb.

Er war aber kein Tuschler.

Und ich bin froh darum, dass ich den Genackschlag zu meiner peinlichen, normalerweise doch vermeidbaren Entgleisung, nun gerade von ihm bekam.

Freundschaft gründet eben wesentlich auch in harter Offenheit.

Und indem er zu mir sagte: “I han die jo dohanda plärra seha!” (Ich habe dich ja dort weinen sehen!) – gab er mir in aller Härte die Peinlichkeit meines Auftritts zurück, aber auch die Gelegenheit, zu meiner nicht mehr in mir gehaltenen weilandigen Verzweiflung etwas zu sagen. So ward er mir mehr Freund denn je.

Ja, es schwang zunächst auch Verachtung darin, und ich schämte mich auch mächtig, denn das hätte mir nicht passieren dürfen, so geht das nicht, ja, normalerweise: aber nachher hatten wir die beste Rede.

Jetzt ist er weg, der hart ehrlich zu mir war. Der auf keine Gelegenheit wartete, daran nichts, höchstens wenig, für sich selbst wollte. Der nur seine Verachtung dafür ausdrückte, dass man vor anderen ohne Schläge so weich werde: was man auch nicht sollte.

Fast wie als ob er sich für mich geschämt hätte, da ich ja regelmäßig mit ihm zusammensaß. Verständlich. Außer mir mag ich ja auch meist keine Männer, denen vor Leuten gerade so die Tränen aus dem Gesichte laufen.

Interessant das Danach. Nach harter Rüge erklärte ich mich. Dass mein Verhalten unmöglich, absolut unziemlich gewesen sei, bestritt ich nicht; ich plädierte allein auf Schwäche, darauf, dass hier, ich, da es um meine Söhne gehend, ich nicht mehr ein noch aus wissend, wie ich sie vor Unbilden der übelsten Art schützen könne, meine Verzweiflung eben leider diesmal so sichtbar geworden sei.

Milde, Verständnis trat ein. Allerdings hatte ich auch klargemacht, wir kannten uns lange genug, dass ich mir in meiner fragwürdigen Lage trotzdem nicht unbegrenzt weitere Tritte geben lassen werde, andernfalls vielleicht nicht einmal zurückkeulen, sondern mich nur gültig entfernen. Das sagte ich meinerseits hart.

Darüber wurde unsere Freundschaft umso enger. Einfach gesagt: Er wusste, dass der kein Verlorener, gar Mitleidsheischer sei, ich, dass er mich nicht an einer feil dargebotenen Schwäche dauerhaft messen werde.

Mein lieber böser James!

Fünf, nein ichweißnichtwieviele Jahre hätten es doch noch sein können!

Wie oft noch wäre mir Dein Spott Ansporn und Labsal gewesen!

Starbst, wie der Röckle auch, einfach weg!

Hätte ich Dich halten können, indem wir eben doch all Deine Geschichten aufgeschrieben hätten?

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93 Antworten zu “Freundschaft”

  1. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Eure Differenzen sind auch das, aber offenkundig wesentlich nicht allein das, was Thomas interessiert.

    Mich zumal.

    Da nicht Weib noch Salafist geladen, werden wir einen zivilen Umgang halten können.

  2. Dude sagt:

    Wo Du Recht hast, hast Du Recht! :-)

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich habe soeben “Freundschaft (III)” verfasst. (Den Link von Dir schaue ich mir noch an; es geht aber gerade, wie der Unterfranke sagte, “drunt un drü”; manche Pflicht ruft zunächst.)

    Weshalb ich aber eigentlich nochmal hergehe: Wie kannst Du nur sagen, dass Du Dich einer zu Dir wirklich und wiederholt Netten nicht antun, Dich ihr sozusagen ersparen wollest?

    Das ist fast schon eine Art Sünde (auch wenn ich mit dem Begriff sonst nicht viel anfangen kann).

    Zumindest, ja, das passt besser, ein Frevel wider den Heiligen Geist des Lebens!

    Sackzefix! Heilandsack! Hast Du einen Vollvogel?

    Wenn sie Format hat (jaja, “Göttinnen” und so), dann wird sie doch wissen, oder wenigstens herausfinden, auf wen sie sich da einlässt!

    Willst Du sie etwa entmündigen?

    Meinst Du, Du müssest eine bargestandene Edle vor sich selbst, also zuvörderst vor Dir, gesondert schützen?

    Wat’n Unfuch, sagte da der Hamburger.

    Wie viele aufgeblasene Vielfränklifricken wird die wohl täglich ertragen müssen?

    Und DU willst, bei DEM Angebot nur in der angelegentlichen Nettigkeit ncht nur selber verschimmeln, sondern, schlimmer noch, die Holde verschimmeln lassen?

    Neinnein. So geht das nicht.

    Wenigstens einstellungsmäßig.

    Sollte sie doch nur mit Dir gespielt haben, hast Du das schnell raus.

    Dann ist ebenfalls, analog, wie ich das eben im neuen Artikel schrieb, wenigstens ein Spreißel aus dem Fuße gezogen, eine Schwäre entschwert.

  4. Thomas sagt:

    @ Magnus: Hörst du sofort auf! Am Ende verfängt Dude sich mit der Holden, schwebt auf Wolke Sieben und lässt unseren Termin platzen! ;)

    Zurück zum Ernsten:
    Ich muss mein Letztes korrigieren, denken hilft.
    Der Objektivismus findet sein gutes und letztes Ende im Nachwuchse.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ich denke (übrigens gehörte es da, wo Du es eben einsetztest, nur als kleiner Hinweis, großgeschrieben, da ein substantiviertes Verb) immerhin, dass Denken helfen KANN. (Wenn man es nicht richtig kann, hilft es auch meist wenig.)

    Und, nun, wenn ich den Duder eben zu seiner Holden geprügelt haben sollte, sodass die ihn nicht mehr von der Alm lässt, dann werden wir halt alleine konferieren.

    Aber: Jetzt auch hier relativ Nebensächliches und Scherz beiseite.

    “Der Objektivismus findet sein gutes und letztes Ende im Nachwuchse.”

    Diesmal kein Satz, der mich direkt so überzeugt wie “Glück ist nicht verhandelbar”, aber ein allemal provokanter, interessanter.

    Da der Objektivismus, wie ich inzwischen weiß – zumal von Ayn Rand her – , eine große Rolle im libertären Gednkengut spielt, stellte ich auch diesen hier gerne zur Diskussion.

    Sicherlich kein Fehler, wenn auf meiner Seite – nicht unbedingt jeden Tag, aber bei der Qualität öfter – solcherlei auftaucht.

    (Ich habe wieder die Suchmaschine befragt, und es ist wohl Originalstahl. Respekt. Ich will hier sicherlich keine einseitige Plattform für Libertäre oder gar die PdV aufmachen, aber für gute Sentenzen, derer ich mir nicht einbilde, selbst welche gemacht zu haben, stehen bei mir immer alle Türen offen. Übrigens, noch: Wenn keine Reaktion kommt, heißt das nicht, dass keiner darüber nachgedacht hätte. Viele beste Texte – die ich so einschätze – blieben und bleiben bei mir unkommentiert. Wo nicht Gold noch Jesus, da fühlen sich oft nicht viele angeregt, selber etwas zu sagen.)

  6. Dude sagt:

    @Magnus

    Ja, bi mier gaht’s au grad drunder und drüber, wi dä Schwiizer seit, und no bifüegt: “Chume zu nüüt!” :-)

    Also lass Dir Zeit, es rennt ja nicht weg. :-)

    Was Deine Frage angeht, breite ich die Antwort nicht öffentlich aus, aber Thomas hat mir bestätigt, dass mein vorgeschlagener Termin im Januar auch Dir geht (bitte bestätige kurz, dann hol ich das Ticket morgen Abend), und ich werde es Dir dann am besten live erzählen.
    Es spielen aber diverse Gründe zusammen, soviel schon mal vorab.

    Liebe Grüsse vom Dude

    Ps. Die drei les ich jetzt noch nach.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Thomas hat sich heute morgen an einen Fernsprecher gewagt (Franken sind nunmal geborene Helden) und mich in Kenntnis gesetzt. Bingo.

  8. Dude sagt:

    Ja, dass er das vor hat, wusste ich Dank dem flinken Franken bereits gestern Abend. Ging in bester Manier und noch ruckizuckier als über Fernsprecher ganz einfach und gratis per Epost. ;-p

    (Sorry, den konnt’ ich mir jetzt nicht verkneiffen *grins*)

    Also freu ich mich auf Ende Januar! Das wird grandios in verschiedenster Hinsicht. Auf was ich mich nicht so freue, sind die paar Tage voraussichtlichen Deliriums danach, zumal ich irgendwie fast ahne, dass es mehr oder weniger ne Freinacht werden wird.

    Bingo! *lol*

  9. Thomas sagt:

    @Magnus: Objektivismus ist wohl einer der Grundpfeiler allen logischen Denkens. Die ÖS fußt sicher darauf – aber auch jede technische Errungenschaft und jedes Bauwerk fußen auf objektiven Erkenntnissen.
    Denn zu glauben, dass ein 300m hoher Wolkenkratzer halten wird, ist eine gaaanz schlechte Ausgangsbasis. ;)

    Danke für die Korrektur, der kleine Buchstabe, während der Große mir bekannt, riss sich frei aus meinem zerebralen Rechtscheibprüfgedingsel.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Ja, es gibt aber keine echte Objektivität.

    Dazu mache ich bald etwas.

    Gerade habe ich mich verschiedener Sachen halber derart aufgeregt, dass meine Objektivität darunter übers Maß leiden könnte.

  11. Thomas sagt:

    Mangnus, ich gebe dir freilich recht. Objektivität kann (fast) nie erreicht werden, solange man Teil des Systems ist – oder eben Subjekt. Aber eine Definition von Objektivität macht meiner Meinung nach (und es ist definitiv nur meine Meinung, ich habe mich mit dem Thema von philosophischer Seite her kaum befasst) sowieso nur Sinn im Bereich des Materiellen. Und darauf beziehe ich meine Aussagen. Objektivismus kann nur im “Grobstofflichen” und Anfassbaren sinnvoll angewendet werden und verfeinert sich im besten Falle proportional zum technischen Fortschritt hin zum “Feinstofflichen”. Auf Ebene der Geisteswissenschaften kann echte Objektivität nicht und niemals existieren. Zumindest wüsste ich nicht wie.

    “Gerade habe ich mich verschiedener Sachen halber derart aufgeregt, dass meine Objektivität darunter übers Maß leiden könnte.”
    Die Lösung liegt wie immer im Wort und dein Satz bringt das Wort gleich mit: Maß (Bier) und alles wird gut!

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Du hast zur Objektivität die Dinge so geklärt, dass ich vielleicht doch nichts mehr dazu zu sagen habe.

    Hier ist die gemessene Belastbarkeit eines Baustahles eben zwingend von geistigen Dingen zu trennen.

    Soweit ich es aber bisher verstanden habe, hatte man das in der Österreichischen Schule, hatte Ayn Rand das noch noch nicht so recht begriffen bzw. die Ebenen unglücklich vermischt.

    Hätten alle Libertären die Klarheit, die bei Dir da nicht nur durchscheint…

    Leider sehe ich das bislang nicht. Bislang sehe ich bei vielen derer eine ans Totalitäre mindestens grenzende Ideologie, die der Vernunft nicht aufhilft, sondern gerade widerspricht.

    Immerhin, es geht schon wieder, bin ich jetzt beim zweiten Glas Wein.

    Heute sind einfach zuviele aufgeblasene Geier und sonst Unbedachte auf mich eingestürzt, oder auch, ich habe sie dahingehend noch herausgefordert, weshalb ich mich nicht zu beklagen habe.

    Wir Schwaben haben den morgigen Weltuntergang übrigens schon abgesagt, weil wir ihn für zu teuer halten und keinen Bock darauf haben, den dann entstandenen Müll alleine wegräumen zu müssen.

    Sehr wahrscheinlich werden wir mit diesem Geize mal wieder recht behalten.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Nur zur Sicherheit: Der vorige Kommentar wurde noch am 20.12. geschrieben.

    Es ist nur die Netzuhr, die ihn dreizehn (!) Minuten in den von uns abgesagten Weltuntergangstag schob. Drecksuhr.

  14. Thomas sagt:

    Ohne den Objektivismus würden wir alle im Urwald sitzen und hinter jedem Knarzen und Donnern ein übermächtiges Wesen vermuten. Wir würden, wenn wir die Kraft des logischen Denkens nicht genutzt hätten, nicht mehr als einen hölzernen Unterschlupf unser Heim nennen. Aller Fortschritt fußt letzten Endes darauf. Und erst dadurch erreichten wir die (Frei-) Zeit, das Wohlbefinden und auch die Sicherheit, die man braucht um sich gedanklich mit “höheren Dingen” beschäftigen zu können. Objektivismus ist also in gewisser Weise auch die Grundlage für Philosophie und auch die Grundlage für Ethik und komplexere Theologie. Das logische Denken (mit großem D!) ist das Fundament schlechthin.

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    So wie Du den Objektivismus definierst, als notwendiges und zielführendes logisches Denken, habe ich, wie schon gesagt, keine Probleme damit.

    Um mich nicht unnötig zu wiederholen: Alan Greenspan soll mit Ayn Rand (also der Grünspan mit der Rosenbaum) eng befreundet gewesen sein, natürlich, da Rand 1982 starb, noch vor der Zeit, als ersterer die Gelegenhheit bekam, die Welt in den Ruin zu treiben.

    Das ist schon recht finster.

    Als Deutscher ist für mich die Freiheit selbstverständlich mit das höchste Gut.

    Darunter vestehe ich aber nicht die Freiheit von wenigen, eine Zinsklavenherrschaft zu errichten.

    Und jeden niederzukartätschen, der sich dawider stellt.

  16. Thomas sagt:

    Grünspan ist einer derjenigen, die ich als größten Lügner unserer Zeit bezeichnen könnte. Er kennt die ÖS und lässt sich heute nicht umsonst in Gold bezahlen, wenn er irgendwo einen Vortrag hält.

    In seinen jungen und ehrlicheren Jahren hat er dies verfasst:

    http://constitution.org/mon/greenspan_gold.htm

  17. Dude sagt:

    @Thomas

    ***Offtopic (weiss nicht mehr, wo das war)

    Hattest offenbar recht, was Uhupardo angeht.

    Der Typ hat grad nen Kommentar zensiert, und sich dann auch noch in abschätzigster Art und Weise geweigert, darauf ne nachvollziehbare Erklärung abzugeben, obwohl ich ihn freundlich danach gefragt hatte.

    @All BOYKOTTIERT UHUPARDO!

  18. Thomas sagt:

    Uhu ist einfach ein spanischer Journalist – gottgleich wohlgemerkt – und braucht nicht zu antworten und auch nicht deine Meinung zu tolerieren… abhacken und sich ab und an einen Spass erlauben. Zu mehr taugts nicht.

  19. Dude sagt:

    @Magnus

    Auf was wir besprochen hatten, würde ich nun gerne zurück kommen. Kann ich Dir eine Email schicken? Es lohnt sich!

  20. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Nur zu!

  21. Dude sagt:

    @Magnus

    Danke.

    Du hast Post! :-)

  22. Dude sagt:

    @Magnus

    Da ich noch keine Empfangsbestätigung bekommen habe, hier die Frage, ob Du die Post erhalten hast.

    Ich werde Dir jetzt gleich nochmal die neuste Fassung zuschicken (vergiss also die erste).

  23. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ist da, bin dran.

  24. Dude sagt:

    @Magnus

    Danke Dir!

    Ps. Ich hab nicht zuviel versprochen, hmm? ;-)

  25. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Antwort ist grade raus. Ich kommentiere dann bei Dir.

  26. Dude sagt:

    @Magnus

    Herzlichen Dank.

    Hab Dir vor Veröffentlichung noch kurz einige Hinweise und Anmerkungen zukommen lassen.

    Wenn Du auch denkst, es kann so raus, dann folgt die Veröffentlichung noch vor Mitternacht. ;-)

    Liebe Grüsse

    Ps. Kannst Du übrigens dann sehr gerne auch hierher übernehmen, aber kein Problem, wenn das wegen fehlendem Klarname nicht geht.
    Pps. Wenn Du wünschst, nenne ich Dich (inkl. Verweis auf Deinen Weblog) am Schluss noch mit dem passenden Dank dazu als Lektor.

  27. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Ich werde die Gelegenheit wohl endlich mal nutzen, Deinen Blog bei mir hauptbeiträglich zu erwähnen, vielleicht zum “Anfüttern” auch aus dem neuen Artikel ein wenig zitieren, ansonsten aber verlinken, damit die Leute dort lesen, wo die Zugriffe hingehören. Kannst mich gerne als Lektor nennen. (Wie schon per Ebrief gesagt: Sollte mir noch was auffallen, teile ich es Dir mit.)

  28. Dude sagt:

    @Magnus (ist eigentlich ne Info/Frage für/an Dich, aber kannst ihn gern auch freischalten – ganz wie Dir beliebt)

    Was hälst Du davon?

    https://dudeweblog.wordpress.com/2013/08/27/trinkwassergenerierung-durch-absorption-aus-der-luftfeuchtigkeit/

  29. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Mir scheint das ein Firlefanz zu sein. Was sind schon zehn Kubik Wasser, die man dann auch noch elektrolytisch trinkbar machen muss, bei dem Aufwand?
    Wahrscheinlich besser, man lädt den Kühen dort ihre Heustadl auf den Puckel und hängt ihnen große Saufeimer um den Hals. Heu gibt’s im Allgäu, Wasser auch auf der schweizer Seite des Bodensees.

  30. Dude sagt:

    @Magnus

    Danke.

    Wenn die Technologie funzt, und nicht zuviel Strom frisst bzw. u.U. mit Sonnenergie betrieben werden könnte, wäre das in einer schlauen Umsetzung (also ohne Reklame und mit höchstmöglicher Effizenz bzw. kaum Aufwand) aber je nach dem durchaus sehr sinnvoll…

  31. Dude sagt:

    Geschätzter Freund

    Wenn Du noch immer meinst, ich hätte meine Siebensachen nicht beisammen – nun; das Angebot hatte ich Dir bereits gemacht. Ein Pieps von Dir, und Du hast die Möglichkeit dem zur Zeit vielen Lichte etwas entgegen zu halten. :-)

    Und nicht’s für ungut, dass ich grad noch einen draufgeknallt habe, allerdings habt ihr mich dazu wirklich genötigt – zudem ist mir die Abhandlung m.E. ganz gut gelungen… ;-)

    Lieben Gruss

  32. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Danke nochmal für das Angebot. Ich komme beizeiten gerne darauf zurück. Zurzeit verstehe ich einfach Deine – sozusagen – “Unternehmenspolitik” nicht so recht.
    Ich will eine eventuelle weitere Diskussion dazu aber nicht hierherverlagern.
    Die gehört, wenn überhaupt, auf Deine Seite.
    Ansonsten freute ich mich sehr über eine baldige telefonische oder direktmündliche Unterredung.

  33. Dude sagt:

    @Magnus

    Im Juli dann Aug in Aug. Weisst’ ja, was ich von der Telephonaniererei halte. ;-)

  34. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Gut so.

  35. Dude sagt:

    @Magnus

    Ein Test.
    Zwei Fragen.
    1. Wer ist der Autor/die Autorin des folgenden?
    2. Was sagst Du zum Inhalt?

    “Deine Frage ist: Kannst du etwas über die Kunst sagen, sich selbst mit Liebe zu nähren? So eine Kunst gibt es nicht, denn man braucht gar nichts zu tun. Liebe ist Nahrung. Aber die Menschheit ist von ihren Führern so verwirrt worden, dass niemand die innersten Bereiche seines eigenen Wesens mehr kennt. Liebe an sich ist Nahrung. Je mehr du liebst, desto mehr unberührte Räume werden sich öffnen, in denen die Liebe nicht aufhört, sich wie eine Aura um dich zu ergießen.

    Aber keine Kultur hat diese Art der Liebe erlaubt. Sie haben die Liebe in einen sehr kleinen Tunnel gezwungen: Du kannst deine Frau lieben, deine Frau kann dich lieben, du kannst deine Kinder lieben, du kannst deine Eltern lieben, du kannst deine Freunde lieben. Und zwei Dinge haben sie sehr tief in jeden Menschen eingepflanzt: Eins ist, dass die Liebe sehr begrenzt ist – Freunde, Familie, Kinder, Ehemann, Ehefrau. Und das zweite ist, sie haben betont, dass es unterschiedliche Arten von Liebe gibt. Deinen Mann oder deine Frau liebst du auf eine Weise, deine Kinder musst du auf eine andere Weise lieben, und deine Eltern, deine Familie, deine Lehrer musst du wieder anders lieben und dann deine Freunde wieder anders.

    Aber die Wahrheit ist, Liebe kann man nicht katalogisieren, wie die ganze Menschheits-geschichte es getan hat. Sie hatten ihre Gründe, aber ihre Gründe sind hässlich und unmenschlich, denn mit dieser Katalogisierung töteten sie die Liebe …

    Der Grund, warum alle Kulturen darauf bestanden haben, die Liebe zu katalogisieren, ist, dass sie sehr viel Angst vor der Liebe haben. Wenn es nämlich existenzielle Liebe gibt, dann kennt sie keine Grenzen – dann kannst du Hindus nicht gegen Moslems aufbringen, dann kannst du Protestanten nicht gegen Katholiken aufbringen. Dann kannst du keine Grenze ziehen und sagen, du darfst diese Person nicht lieben, weil sie Jude ist, Chinese.

    Die Führer der Welt wollten die Welt teilen, aber um die Welt zu teilen, müssen sie eine grundlegende Teilung vornehmen, die der Liebe.

    Das Problem ist, daß die Institutionen, die wir geschaffen haben, um die Menschheit davon abzuhalten, ins Chaos zu stürzen, inzwischen so mächtig geworden sind, daß sie euch keine Freiheit mehr geben wollen, euch zu entwickeln. Denn wenn ihr in der Lage wärt, zu wachsen, wache und bewusste Individuen zu werden, dann würden all diese Leute nicht mehr gebraucht. Sie würden ihre Arbeit verlieren, und mit ihrer Arbeit würden sie auch ihr Prestige verlieren, ihre Macht, ihre Führungsposition, ihr Priesteramt, ihr Papsttum – all das wäre weg.

    Ihr möchtet, daß euer Geliebter oder eure Geliebte auch morgen noch verfügbar ist. Es war wunderschön heute und ihr macht euch Sorgen wegen morgen. Daraus ist die Institution der Ehe entstanden. Sie entstammt nur der Angst, daß euer Geliebter oder eure Geliebte euch morgen verlassen könnte – also macht ihr einen Kontrakt vor der Gesellschaft und vor dem Recht daraus…

    Aus der Liebe einen Kontrakt zu machen bedeutet, daß ihr das Recht über die Liebe stellt; es bedeutet, daß ihr die kollektive Masse über eure Individualität stellt und daß ihr die Unterstützung der Justiz, der Armee, der Polizei, der Richter in Anspruch nehmt, um eure Knechtschaft vollkommen sicher und gewiss zu machen.

    Liebe ist keine Beziehung. Zwei Menschen können sehr liebevoll miteinander sein. Je liebevoller sie sind, desto weniger besteht die Möglichkeit einer Beziehung. Je mehr Liebe zwischen ihnen ist, desto mehr Freiheit existiert zwischen ihnen. Je mehr Liebe sie füreinander hegen, desto geringer ist die Möglichkeit von Forderungen, Herrschaft, Erwartungen. Und natürlich gibt es dann auch keine Frustration…

    Wenn ich meiner Liebe vertraue, warum sollte ich dann heiraten? Allein schon die Vorstellung zu heiraten ist ein Zeichen von Misstrauen. Und etwas, das aus Misstrauen entsteht, wird eurer Liebe nicht helfen, tiefer und höher zu werden. Es wird sie zerstören. Liebt also, doch zerstört eure Liebe nicht durch etwas Künstliches – durch die Ehe oder durch irgendeine andere Art von Beziehung.

    Liebe ist nur authentisch, wenn sie Freiheit schenkt.

    In einem Menschen gibt es drei Schichten: Seine Physiologie, den Körper, seine Psychologie, die Seele, und sein Sein, sein ewiges Selbst.

    Die Liebe kann auf diesen drei Ebenen existieren, aber ihre Qualität wird jeweils anders sein. Auf der physiologischen Ebene, dem Körper, ist sie einfach Sexualität. Du kannst es Liebe nennen. Weil sich das Wort Liebe poetisch anhört, schön. Und neunundneunzig Prozent der Menschen nennen ihren Sex Liebe. Sex ist biologisch, physiologisch. Deine Körperchemie, deine Hormone – alles Materielle ist einbezogen …

    Nur ein Prozent der Menschheit kennt etwas, was etwas tiefer geht. Dichter, Maler, Musiker, Tänzer, Sänger haben eine Sensibilität, die über den Körper hinaus etwas empfinden kann. Sie können die Schönheit des Geistes empfinden, die Sensibilität des Herzens, denn sie leben selbst auf dieser Ebene …

    Ein Musiker, ein Maler, ein Dichter lebt auf dieser anderen Ebene. Er denkt nicht, er fühlt. Und da er in seinem Herzen lebt, kann er das Herz des anderen fühlen. Das wird ge-wöhnlich Liebe genannt. Es ist selten. Ich sage, nur ein Prozent, und das nur hin und wieder.

    Warum bewegen sich nicht mehr Menschen auf diese zweite Ebene, wenn sie doch so wunderschön ist? Da gibt es ein Problem: Alles, was wunderschön ist, ist auch zart. Es ist nicht aus Eisen, es ist aus sehr zerbrechlichem Glas. Und wenn ein Spiegel einmal herunter gefallen und zerbrochen ist, dann kann man ihn nicht mehr zusammensetzen. Die Menschen haben Angst, sich so tief einzulassen, dass sie zu den zarten Schichten der Liebe vordringen, denn in diesen Schichten ist die Liebe ungeheuer schön, aber auch ungeheuer verletzlich. Gefühle sind keine Steine, sie sind wie Rosenblüten …

    Man weiß von Dichtern, man weiß von Künstlern, dass sie sich beinahe jeden Tag ver-lieben. Ihre Liebe ist wie eine Rosenblüte. Wenn sie aufgeblüht ist, duftet sie so sehr, sie ist so lebendig, sie tanzt im Wind, im Regen, in der Sonne, sie bietet ihre Schönheit dar. Aber am Abend ist sie vielleicht verblüht, und du kannst nichts tun, um es zu verhindern. Die tiefere Liebe des Herzens ist wie eine Brise, die in dein Zimmer weht, ihre Frische, ihre Kühle bringt, und dann vorbei ist. Du kannst den Wind nicht in deiner Faust festhalten. Nur wenige Menschen sind so mutig, ein Leben von Moment zu Moment zu leben, ein Leben, das sich ständig wandelt. Darum haben sie sich zu einer Liebe entschieden, auf die sie sich verlassen können.

    Ich weiß nicht, welche Liebe du kennst – wahrscheinlich die erste Art, vielleicht die zweite Art. Und du hast Angst, wenn du dein Sein erreichst, was passiert dann mit deiner Liebe?

    Natürlich ist sie dann vorbei – aber du wirst kein Verlierer sein. Eine neue Liebe wird entstehen, eine Liebe, die vielleicht einem Menschen unter Millionen widerfährt. Diese Liebe kann man Barmherzigkeit nennen.

    Wir beginnen mit einem der tiefgründigsten Sutras von Gautam Buddha: ‚Liebe dich selbst …‘

    Das Gegenteil ist euch von allen Traditionen der Welt beigebracht worden, von allen Zivilisationen, allen Kulturen, allen Kirchen. Sie sagen: ‚Liebe den anderen, liebe nicht dich selbst.‘ Und hinter ihrer Lehre steckt eine bestimmte listige Strategie.

    Liebe ist Nahrung für die Seele. Wie Speise Nahrung für den Körper ist, so ist Liebe Nahrung für die Seele. Ohne Speise ist der Körper schwach, ohne Liebe ist die Seele schwach. Und kein Staat, keine Kirche, keine Interessengruppe wollte jemals Menschen mit einer starken Seele, denn ein spiritueller Mensch ist einfach rebellisch.

    Liebe macht euch rebellisch, revolutionär. Liebe verleiht euch Flügel, so dass ihr hoch empor steigen könnt. Liebe verleiht euch Einsicht in Dinge, so dass euch niemand betrügen kann, ausbeuten kann, unterdrücken kann. Und die Priester und Politiker überleben nur mit eurem Blut –, sie überleben nur durch Ausbeutung. Alle Priester und Politiker sind Parasiten.

    Um dich spirituell zu schwächen, haben sie eine sichere Lehre gefunden, hundertprozentig sicher, und die ist, dich nicht selbst zu lieben. Wenn ein Mensch sich nicht selbst lieben kann, kann er auch keinen anderen lieben. Diese Lehre ist sehr trickreich. Sie sagen: ‚Liebe den anderen,‘ denn sie wissen, wenn du dich selbst nicht lieben kannst, kannst du überhaupt nicht lieben. Aber sie sagen es immer wieder: ‚Liebe den anderen, liebe die Menschheit, liebe Gott, liebe die Natur, liebe deine Frau, deinen Mann, deine Kinder, deine Eltern, aber liebe nicht dich selbst‘– denn das ist, wie sie sagen, selbstsüchtig.

    Sie verdammen Selbstliebe wie nichts anderes – und sie lassen ihre Methode sehr logisch erscheinen. Sie sagen: ‚Wenn du dich selbst liebst, wirst du ein Egoist, wenn du dich selbst liebst, wirst du narzisstisch.‘ Das ist nicht wahr. Ein Mensch, der sich selbst liebt, findet kein Ego in sich. Das Ego entsteht, wenn man andere liebt, ohne sich selbst zu lieben, wenn man versucht, andere zu lieben.

    Die Missionare, die sozialen Reformer, die Sozialarbeiter haben die größten Egos der Welt – natürlich, denn sie halten sich für überlegen. Sie sind keine gewöhnlichen Menschen, denn gewöhnliche Menschen lieben sich selbst. Sie aber lieben andere, sie lieben große Ideale, sie lieben Gott. Und all ihre Liebe ist falsch, denn all ihre Liebe hat keine Wurzeln.

    Ein Mensch, der sich selbst liebt, tut den ersten Schritt zu wirklicher Liebe.”

  36. Dude sagt:

    Ps. Bitte nicht bescheissen. Suchmaschinen sind verboten. ;-)

  37. Dude sagt:

    Wenn Du mal wieder was von tiefgehendem Gehalt in Deinen in der Materie-Schattenwelt verkümmerten Geist giessen möchtest, empfehle ich Dir dringends meinen eben publizierten, sehr ausführlichen Kommentar an Jochen (der einige grandiose Erwägungen in den Strang gestellt hat):
    https://dudeweblog.wordpress.com/2014/06/16/die-symbolik-des-begriffs-licht/comment-page-2/#comment-5194

  38. Dude sagt:

    Ps. Übrigens zieh ich mir – so nebenbei – gerade das – Stück um Stück – das Hörbuch des Zarathustra rein; also auch wenn ich Dich aktuell als Obergranatenerzarschloch betrachte (wobei dies berechtigterweise wohl auf Gegenseitigkeit beruht), wende ich manche Deiner weisen Lehren durchaus an und vertiefe ebendiese noch. ;-)

    Sagte der Protegé zum Mentor, in der Hoffnung, der Mentor würde endlich erkennen, dass er manchmal auch vom Protegé essentielles zu lernen dargereicht bekommt.

  39. Dude sagt:

    Pps. So tiefsinnig die Weisheiten des Onkel Friedrich auch sind, und so lehrreich; er Selbst wandelt leider auf gewisser Ebene auch auf Irrwegen; obschon es nicht so scheint aus rein materialistischer (oder deistischer, monistischer) Perspektive heraus.

  40. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Du darfst mich gerne für ein “Obergranatenerzarschloch” halten. Habe die Ehre. Nicht aber will ich sehen, dass Du derlei hier dauernd wiederholst. Und ich es wiederum freischalte. Sonst kommt noch der letzte Schlunz darauf, man könne hier dauerhaft alles mit mir treiben. Unterlasse sowas jetzt auch in diesem Strang.

  41. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Jetzt hast Du mir zu einem anderen Strang auch noch lobend einen Link zum Aufruf zum Umsturz in der BRD eingestellt. Den Kommentar veröffentliche ich nicht. Hast Du vor, mich vor ein BRD-Gericht zu bringen? (Der Inhalt des Textes, den Du lobst, ist überdies, da reichte ein kurzes Überfliegen, dumm einhergelabert.)
    Es ist Dir nicht mehr zu trauen. Denn Du kennst die Rechtslage bei uns hinreichend. Inzwischen riechst Du nach Agent Provocateur, und noch schlechter.
    Kommst Du weiterhin mit derlei Mist, mich vorsätzlich oder so grob fahrlässig gefährdend, passte ich nur einmal nicht auf, werde ich diesen ohne Begründung nicht freischalten. Und setzt es dann hier Vollsperre für Dich. Wenigstens für drei Monate.
    Reite rein, wen Du willst. Mit mir wird es Dir nicht gelingen.
    Und bist Du bei mir auch zuhause ab jetzt nicht mehr willkommen, sehe ich nicht eine dauerhafte Änderung.
    Ich hätte nicht gedacht, dass Du so bösartig wirst. Oder auch dumm. Das ist mir aber jetzt erstmal einerlei.
    Dir ist nicht mehr zu trauen. Gar nicht mehr.
    Wie dem anderen auch.
    Du wirst wissen, wen ich meine.
    Eine zu einhundert Prozent botmäßige Entschuldigung liegt an.
    Ohne die setzt es die Vollsperre, ja, zu mild war ich schon wieder oben, gewarnt ist genug, ab jetzt.

    Nachtrag

    Ja, und da es dem Magnus Wolf Göller nun wirklich vollends langt, dem Langmütigen vor keinem Herrn, hat die gebotene Entschuldigung unter Klarnamen zu erfolgen. Mit vollständiger Adressangabe.

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