Archiv für die Kategorie ‘Kunst’

Vom Freitode und den feigen Heuchlern

Freitag, 04. April 2014

Bei den Christen und vielen anderen, die kruden Religionen anhängen, ist der Freitod eine schwere Sünde, eine Todsünde gar (lach).

So kenne ich das auch von den üblichen Reinkarnationsgläubigen, die zwar eher den Begriff der Sünde meiden werden, aber etwa von einem Frevel sprechen, gegen sich selbst wie die kosmische Ordnung, den man dann bitter zu bezahlen, für den man bitter zu büßen haben werde.

Nun, ich will gerecht sein: Ich kann nicht beweisen, dass sie alle irren.

Eins zum Bedenk gebe ich dazu aber doch. Und wenn es nur an verklebte Ohren dringen sollte. (weiterlesen…)

Von der Transformation jetzt

Mittwoch, 02. April 2014

Die Transformation ist spürbar.

Die Lügen “des Westens”, “der Völkergemeinschaft”, “der Europäer”, “der Weltgemeinschaft” werden von genau jenen immer weniger geglaubt, die man zur Aufrechterhaltung derselben unabdingbar braucht.

Es sind jene “Kleinbürger”, wie man sich nun schon zynisch-scherzhaft selber nennt, deren wenigstens noch grummelnde Zustimmung zum System entscheidend wichtig.

Kurzum: Ein Großteil der denkenden Leistungsträger fällt nicht nur aus, sondern wendet sich hörbar ab.

Man hat mächtig dazugelernt.

Inzwischen klagt man weit überwiegend schon nicht mehr über die gleichgeschalteten Medien, deren allfällige Zensurpraktiken: Man spottet.

Die mediale Gedankenkontrolle ist defunkt.

Die Kriegstreiberei ist entlarvt.

Die letzten zwei Jahre haben den Durchbruch gebracht. (weiterlesen…)

Osho: Ebenso dekadent wie U. G. Krishnamurti

Sonntag, 30. März 2014

Ich lese jetzt ein wenig Osho. Auf Spanisch. Damit ich wenigstens davon etwas wieder zurücklerne.

Schon auf den ersten Seiten ward mir klar, woher die Faszination dessen Philosophie rührt.

Vorgebliche absolute Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Eine Philosophie aber, die keine Kinder kennt, so sehr sie diese auch als – noch – frei vornanstellt.

Letztlich eine Individualklosterphilosophie.

Sokrates, als leuchtendes Beispiel, trank gelassen den Schierlingsbecher, hätte auch entweder schweigen können, in Athen bleibend, oder ins Exil gehen.

Das tat er, den Tod nicht scheuend, nicht, dieser Leuchtturm menschlicher Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Ja, ohne die Verantwortung für Kinder. Also letztlich die Weitergabe des Lebens.

So, wie auch Osho. (weiterlesen…)

Sieh einfach aus wie ein Künstler! (II)

Freitag, 31. Januar 2014

Wie sieht heutzutage ein Künstler aus?

Ich setze mal den Fall, der Delinquent wäre nicht schwul.

Ich setze weiterhin den Fall, dass er der geringsten Kaste unter den Künstlern angehörte, also jener der Denk-, Rede-, und Schreibkunst.

Wie möchte er da wie ein wenigstens halbwegs interessanter Halbsieger aussehen?

Beffchen und Talar möchten ihn wohl nicht respektabel kleiden.

Sichtbar abgewatzte oder gut geputzte Schuhe?

Darf er, wegen der Genderei, als Mann noch eine Hose tragen? (weiterlesen…)

Sieh einfach aus wie ein Künstler!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Gestern Nacht erhielt ich guten Rats.

Dieser war ehrlich und, eben auch noch, gut gemeint.

Kurzum: Ich solle mich mehr als Künstler gerieren, zumal äußerlich, im Auftreten, bezüglich dessen, was heute “Outfit” genannt.

Es ging also um eine bessere Vermarktung meiner selbst.

Allzuvorschnell zog ich das ein wenig ins Lächerliche.

Ob ich denn als halbtotalrasierter Affe die Königstraße hinunt stolzieren solle, um auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten besser wahrgenommen zu werden? – Ungefähr so antwortete ich.

Ob ich mich denn noch mehr zum Kasper machen solle, grade so, wie als ob ich der nicht schon wäre und ohnehin schon so aussähe? (weiterlesen…)

Spenden

Donnerstag, 16. Januar 2014

Ich habe mich, obzwar öfter auf die Möglichkeit hingewiesen, dazu aufgefordert gar, lange dawider gesträubt, selbst auch einen Spendenaufruf zur Unterstützung meiner Arbeit zu tätigen.

Hiermit springe ich also dahingehend über meinen Schatten.

Unter dem Gestrichelten wird künftig zu jedem Beitrag stehen, was Sie jetzt sehen. 

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“Spende nie an eine Organisation, die in einem größeren Haus wohnt, als du selber.” (A.C.)

Wir drei leben auf 81 Quadrat – wegen des Unterrichtsraumes eigentlich neun weniger.

Haben Sie mehr als 24?

Magnus Göller – Volksbank Stuttgart – BLZ 600 901 00 – Kto. 580 280 13

 

Es redet

Sonntag, 05. Januar 2014

Ich verstehe meinen Namensvetter Magnus Carlsen, den neuen Schachweltmeister, dem ich in seiner Hauptdisziplin nicht ansatzweise das Wasser reichen kann.

Man kann manche, mitunter nicht unbedeutende Dinge reden, ohne auch nur einen Augenblick darüber nachzudenken. Sie sind einfach da. Es redet. Man kann sich gleichzeitig weiterhin mit anderem beschäftigen.

Er sagt, er rechne nebenher Varianten, während er Gebotenes rede. Ich nehme ihm das ab. Ich kenne das. Nur dass es nicht Schachvarianten, eher Sprachvarianten sind, die geistwichtiger als eine selbstverständlich gebotene, längst erkannte notwendige Antwort.

Moderne Kunst: Eine kurze Abrechnung

Dienstag, 03. Dezember 2013

Damit das ein für allemal klargestellt sei: Dummheit ist keine Kunst.

Ebensowenig möchtegerniges Zusammenbasteln und -schachteln von Hässlichem.

Nur Sklavenhalter und Verblödete erzählen, singen, lassen das Hohelied vom Schund singen.

Leere Bilder, zerfaserte Lieder, Gesang als Gekrächze, Texte, die vom Abtritt, aber nicht einmal zum dort lesen taugen.

Architektur von Leuten aus der Blindenschule.

Ästhetik?

Wer braucht sowas?

Altmodischer Kram.

Fast schon irgendwie Fascho, nä?

Über 90% der modernen Kunst ist schlicht kommerzieller überblasener Schrott.

Es reicht noch nicht einmal zum Kitsch.

Ich habe mir im Netz mal ein paar Bilder von jenem Adolf Hitler angesehen. Geschmackssache. Aber wenigstens für guten Kitsch hat es ganz sicher gereicht.

Guter Kitsch ist mir allemal lieber, als perverses Regietheater und Fettecken und eingesteckte Mohrrüben in der U-Bahn im Arschloch.

Soll jeder machen, was er will.

Ich aber will und werde nicht alles gut finden, auch nur irgendwie beachtlich, weil ein etablierter Kunstbetrieb und dessen Lakaien in den Feuilletons das für gut befinden zu müssen glauben oder es tatsächlich müssen.

Dekonstruktion als Riesenidee. Immer noch mehr Dekonstruktion als noch weiter entwickelte Hyperidee. Pfui Deibel.

Kot, Blut, grober Sex, Zerfetztes. Ja, so macht es Euch Spaß.

Das Handwerk nahe null oder gar keines, das Konzeptuelle also ephemer wie primitiv, das lose Geschwätz dazu völlig unerträglich.

Ja, so ist heutzutage ein großer Teil der sogenannnten Kunstwelt gebaut.

Ärgert Euch ruhig und beschimpft mich.

Da tätet Ihr mal was Sinnvolles. Wenigstens potentiell.

 

Wieder eine Kirche, eine Krieche

Sonntag, 24. November 2013

Die ganzen esoterischen und magischen Theorien, von denen ich gehört habe, las, mit denen ich in Berührung kam, haben einen Haken.

Ich meine jetzt nicht die notorische Geltungssucht der jeweiligen “spirituellen” Führer, die Geheimhalterei und Lügerei nach außen, das ganze nutzlose Brimborium, das eingespannt, krude Initatiationspraktiken und derlei Fragwürdiges mehr.

Nein, es geht darum, dass jeder Mensch jederzeit ganz anders “funktionieren” kann, als von jedweder Lehre vorgegeben. Und zwar so gut, dass der jeweilige “Meister” lieber gar nicht mehr antritt.

Und zwar egal, ob dieser Meister nur ein Schamane im zentralafrikanischen Busch, oder ob er der Chief von Skull & Bones, mit Cochise-Schädel in der Hand.

Lernen ist nunmal mehr wert, als Beten und Salbadern.

Selbst zu sich selbst ist stärker, als irgendwelche Exerzitien.

Ja, ich hatte auch Meister, als Steinmetz wie als Sprachwissenschaftler.

Das waren aber keine Magiefritzen. Die konnten ihre Sachen.

Es gibt andererseits – für mich – zweifellos geistige Energiefelder, die sich unserer genauen Betrachtung und Beschreibung bisher entziehen.

Damit aber auch der Kontrolle durch irgendwelche Möchtegerns, und mögen sie noch so lange daran geübt haben, ganze halbbeinige Phalanxen ihrer Jünger dafür aufstellen.

Man betrachte nur die literarische Mindheit der Werke, die von derlei Leuten vorgelegt werden.

Was sehen wir da, typischerweise?

Erstens eine Überladung der Texte mit irgendwelchen jeweiligen Begriffen, die nie recht definiert, dabei über alles erhaben, unantastbar.

Sodann schlechten Stil. Insonderheit in dem Sinne, dass nicht nur der Redundanz zuviel, sondern dass auch, neben dem unübersehbar Schwülstigen, das Weglassen von Wesentlichem, jedenfalls im Kontexte Wesentlichem, eklatant auffällt.

Hatte ich zum Beispiel einen indischen Guru vor der Flinte. Einen sehr untypisch existentialistisch-pessimistischen (U.G.Krishnamurti).

Groß aufgesprochen. Manche gute Beobachtung. Er wollte nichtmal einen Kult um sich.

Aber.

Nirgend die Kunst.

Also wieder ein Loser. Letztlich noch ein Schwätzer.

Ich meine inzwischen, dass die Frage nach dem Kunstbegriff eine Art Lackmustest für jede Religion, Philosophie, esoterische Versammlung undsoweiter ist.

Da hört der ganze Spaß mit dem ganzen Döns und Gelaber nämlich sehr schnelle auf.

Da heißt es, Farbe zu bekennen.

Da gilt es, zu zeigen, wes Geistes Kind man ist.

Da entlarvt sich bald der lediglich geschwollene Busen, die westliche Postmoderne gibt östlichen diwanesken Metaästhetiken nicht über lange ohngeistig die Hand.

Es waren keine Pfaffen, die die grandiosen gotischen Döme bauten, sondern das waren Steinmetze. Die offenkundig mehr vom Goldenen Schnitt und anderen wesentlichen Prinzipien verstanden, als die verquasten Bibellabersäcke, die die Aufträge vergaben.

Auch Bachs Musik ist nicht christlich. Kein Japaner wird wegen Bach Christ.

Ansonsten: Zwar EIN Gott, aber dazu jede Menge Erzengel, die Muttergottes, Dschinn, Teufel, jede Menge irgendwie irrelevantes und hinwiederum doch sehr wichtiges Begleitgesindel. Hochwichtiges. Pfui Deibel.

Ja, sähe ich diesen ganzen Unfug nicht schon lange, so wäre mir vielleicht zum Speiben.

Kein Wunder, wenn man sich das betrachtet, dass viele Vernunftbegabte in einen Rationalismus sich flüchten, der nicht wesentlich besser.

Jetzt gibt es plötzlich gar nichts mehr, außer dem schon Erklärbaren.

Wieder eine Kirche, eine Krieche.

Vielleicht sind die bestimmenden Außerirdischen wirklich reptiloid.

Das passte.

 

 

 

 

 

Wie wird man ein Meister? (II)

Mittwoch, 20. November 2013

Ich brauche noch etwas Schlaf, wenigstens Ruhen, rede also jetzt nur kurz zu dir.

Wenn du es schaffst, wirst du einen Kristall aus deinen Händen wachsen lassen können, wie einst der Kalle Wirsch der Augsburger Puppenkiste.

Kaum einer noch wird das verstehen.

Du wirst das, sehr wahrscheinlich, nicht beliebig wiederholen können.

Du wirst lernen, dass du manchmal aus der tiefsten Niedergeschlagenheit heraus das Beste schaffst, manchmal aus der freiesten Fröhlichkeit, manchmal aus dem fast schon gelangweilten Gleichmute.

Du erkennst dich immer wieder anders.

Es gibt keine idealen Schaffensbedingungen.

Auch das flüstern dir nur Toren und Verführer ein.

Du schaffst. Wie es eben kommt.

Und: Überwerfe dich nicht mit echten Freunden, weil sie dich gerade nicht verstehen.

Das wird sehr wahrscheinlich vorkommen.

Die Gierigen aber, die weise von dir. Gehe ihnen aus dem Wege. Binde mit ihnen nur an, wenn dies unabdingbar notwendig.

Nimm deine Kunst mit in deine Träume.

Sei dir nicht gram, wenn dir eine gehegte scheinbar großartige Idee plötzlich schal erscheint.

Sie mag nur nicht ausgegoren sein. Dann kehrt sie später wieder. Oder sie war von der Anlage her verkehrt. Was du brauchst, ist Zeit. Deine Zeit. Traue dir selbst.

Sei besonders wachsam, wenn plötzlich doch das Geld kommt.

Das bist du nicht gewohnt. Kippe darob nicht.

Mit dem Geld kommen die Weiber. Kippe dererhalber erst recht nicht.

Sei immer nahbar, aber nicht leichtfertig.

Schließt du dich ab? Bist du jedermanns Freund?

Du bist du.

Martere dich nicht, wenn gerade kein Kristall aus deinen Händen wachsen will. Du bist nicht der eine Gott. Wenn du an einen glaubst, lasse es dem, das immer zu können.

Sei gnädig, aber nicht zu gnädig, wider jene, die dich nicht verstehen, wider die Verleumder.

Sei ein Meister.

 

Wie wird man ein Meister?

Mittwoch, 20. November 2013

Mein Gott! Welchen Hoffnungen gibt sich ein junger Künstler hin!

Soll man sie ihm, je begabter, um desto eindringlicher, austreiben?

Darf man das?

Ich kam – zum Glück? – noch nicht in die Verlegenheit, einen jungen Künstler zu betreuen, dem ich etwas zu sagen gewusst, der mich ernstgenommen, bei mir Rats gesucht hätte, allzumal im Sinne dessen, dass er meines Metiers.

Ich stelle mir den Fall aber jetzt mal vor.

Der Kerl ist 24, sehr begabt, es mangelt ihm nicht an Ideen, sein Deutsch zeigt schon beachtliche Züge, er werkelt und macht und tut, das eine oder andere Stück lässt schon Klasse aufblitzen.

Er ist überzeugt davon, dass er es schaffen wird.

Nun ergibt sich das Grundproblem. Das doppelte.

Was willst du schaffen?

Willst du gut schreiben, willst du Erfolg, oder willst du gar beides?

“Klar will ich beides!”

Darf man ihm jetzt sagen, soll man ihm jetzt sagen, dass er im unteren Mittelmaße viel mehr Aussicht auf Erfolg habe, denn wenn er den Weg zum Parnass ernsthaft angehen wolle?

Soll man ihm sagen, dass er schleunigst ein braves Mitglied einer Freimaurerloge werden müsse, um in den nächsten zehn Jahren mit einiger Wahrscheinlichkeit “etwas zu gelten”?

Er ist, wenigstens biologisch, schon ein Mann.

Nein: Um desto mehr er taugt, umso weniger darf man ihn schonen.

Es ist ihm klarzumachen, dass es mit der Kunst vielleicht nie etwas wird. Und zwar nicht nur im Sinne des Könnens, sondern allzumal in jenem des Erfolges, selbst und gerade noch dann, wenn es mit dem Können etwas geworden.

Handelt man anders, so lügt man. Es sei denn, man wüsste es nicht besser. Dann aber wird man besser gar nicht gefragt.

“Ab wann ist man ein Meister?”

“Ein Meister bist du dann, wenn du dein gelungenes Werk allein einzuschätzen vermagst. Wenn es für dich keine Rolle mehr spielt, wie sehr es von anderen geachtet. Wenn du der anderen Urteile zwar noch mit Interesse betrachtest, sie dich aber nicht mehr beirren können.”

“Und wie wird man ein Meister?”

“Du übst dich in deiner Kunst selbst, unermüdlich, und du übst dich in jener zweiten Kunst, jener des Urteils über deine Kunst. Des eigenen, gnadenlosen, unerbittlichen, unabhängigen Urteils.”

Du wirst es erleben, dass deine besten Versuche und Frühwerke am meisten gescholten werden, Zweit- und Drittklassiges hingegen gelobt wird.

Das geschieht in seltenen Fällen, um dir die Sinne zu verwirren: meist liegt es am mangelnden Urteilsvermögen der anderen.

Es gibt aber auch kluge Kritik. Deine Wahl guter Kritiker ist fast schon eine dritte Kunst. Manche entschlugen sich dieser weitestgehend, und fuhren nicht schlecht damit.

Und: Achte alle anderen Künste. Bist du Dichter, so rede mit Malern, mit Musikern, mit Schauspielern, mit Bildhauern, mit Sängern allzumal. Da schotte dich nicht ab. Schotte dich lieber noch von anderen lebenden Dichtern ab, denn von jenen.

Es gilt jeder Buchstabe, jeder Laut. Nichts nur ist zu gering, dass es nicht beachtet gehörte.

Schaue dir deine Werke immer wieder an. Drehe dich nicht einfach weg. Erspare dir keine Peinlichkeit des Erkennens deiner Fehlerhaftigkeit.

Ergebe dich dem Trunke ebensowenig wie den Weibern.

Gut ist es auch, wenn du ein Handwerk lernst.

Das schärft die Sinne. Das Praktische wird zum Leben gebracht.

Wandle Hoffen in Wollen und Schaffen.

Hoffen hilft dir nicht.

Und, klar: Studiere die Werke der großen Meister deiner Zunft. Immer wieder.

Aber: Schaue auch da genau hin. Gar manches glänzt nur in der anderen Augen und Ohren, oft bloß, weil man das der Masse so beigebracht.

Und: Wage etwas. Nicht immer, aber immer wieder. Versuche dich auch einmal an einer Sache, die du dir noch gar nicht zu können zutraust. Wenn es schiefgeht, halb schiefgeht, was nicht unwahrscheinlich, so betrachte es als Gehversuch. Meister fallen nicht vom Himmel.

Irgendwann siehst du ein Sandkorn oder einen Tabakkrümel, und es erwächst dir daraus eine neue Idee, womöglich eine große, weit tragende.

Lerne, Ideen lange in dir zu bergen.

Wende dich nicht einfach vom Hässlichen, vom Bösen ab. Um Großes schaffen zu können, musst du auch das erfassen, genau kennen.

Man wird dir erzählen, das sollest du nicht. Du sollest nur das Schöne sehen. Die dir das erzählen, sind Toren oder Verführer.

Und: Setze auch dein Bauchhirn in Gang. Fühle.

Mehr weiß ich dir einstweilen nicht zu sagen.

Morgen fällt mir vielleicht noch etwas ein, das ich in der Eile vergaß.

 

 

Die Kabale frisst ihre Kinder

Dienstag, 19. November 2013

Schaut man sich einen Innenminister Friedrich an, einen Professor Wolffsohn, den Axel B. C. Krauss hier erst kürzlich beispielhaft zerlegte – http://ef-magazin.de/2013/11/05/4630-historiker-wolffsohn-mehrheit-der-deutschen-und-osama-bin-laden-brueder-im-geiste - , einen grünen Bilderberger Özdemir, einen Toleranzjäger-Innenminister Ralf Jäger, weitere solche Gestalten von der unzusammenhängenden Rede, so frisst die Kabale wenigstens schon heftig am Hirne vieler ihrer Kinder.

Deppenstan sei nunmal angesagt: So der Tenor deren Einlassungen.

Alles wird verramscht und vergoldmansachst, und derlei Gestalten “erklären” uns das stets und unisono als “alternativlos”.

Sie mögen materiell an der Macht sein, aber über die Macht des Geistes verfügen sie nicht.

Sie sind noch nicht einmal sichtlich besoffen, wenn sie ihre Absonderlichkeiten von sich geben.

Da wirkt eine andere Droge.

Eine, die sich offenkundig nicht abbaut.

Diese Leute fühlen sich berufen. Berufen zum Großen Werke.

Einen wie mich, wenn sie ihn überhaupt je wahrnehmen, halten die bestenfalls für einen – vielleicht ein wenig störenden – Verirrten.

Für einen, der sich sinnlos gegen die Zeit stemmt.

Ja: Am Grunde meinen die gar, die Zeit gehöre ihnen.

Sie merken dabei nicht, wie sie immer gravierendere Fehler machen. Dass sie für Denkenkönnende bereits Witzfiguren sind, die nur leider noch an den Hebeln der Macht mit herumspielen dürfen. Mehr dürfen sie nämlich nicht. Sie sind dritte Reihe.

Dass die Kabale schwächelt, zeigt sich daran, dass sie auf derlei Leute offenkundig nicht mehr verzichten kann.

Sie sind zwar nur dritte Reihe, bilden aber gerade deshalb doch in erheblichem Maße das Gesicht der Kabale.

Damit sind sie für diese keineswegs irrelevant. Sie sollen die Botschaften hinaustragen.

Jeder “spin” eine Spinnerei. Indem Ihre Aufgabe darin bestünde, zu verdunkeln, beleuchten sie die Szene nur noch immer um desto greller.

Es wird jeden Tag klarer, dass sie nur Sprechpuppen sind. (Wolffsohn vielleicht ausgenommen.) Dass sie keinerlei eigene Substanz haben. Und dabei wäre es doch ihre Aufgabe, die Leute zu beeindrucken.

Da stellt sich dann die Frage nach der zweiten Reihe. Die scheint kein besseres Personal mehr zu finden. Also schimmelt auch die schon.

Das kann der ersten Reihe nicht verborgen geblieben sein. Selbst die weiß aber anscheinend schon nicht mehr, was tun. Da schimmeln auch schon wenigstens die Zehen.

Man weiß schon gar nicht mehr, welcher, wie viel Terror, Mord und Krieg sich wo verlohnen möchte. Man rudert, bombt, psychiatrisiert, sperrt weg, entführt, foltert, verleumdet, killt eben so gut, wie es einem gerade einfällt.

Keine überzeugende Vorstellung mehr, das.

Man hält sich Afterphilosophen, verleiht Literaturnobelpreise an Abtrittsschriftstellerinnen, preist Kunst von geistig Dreijährigen, schickt aufgekratzte Homos und kinderlose Femos, was man sonst noch aufzutreiben weiß, Veganer, Klimoten, noch den letzten Gangsta-Rapper, auf die Piste.

Nur: Das kackt alles ab.

Man verliert die kulturelle Hegemonie.

Auf die man alles noch viel mehr aufgebaut hat, denn auf das Geld.

Das hat man nämlich schnelle nicht mehr, wenn man die kulturelle Hegemonie nicht zu halten weiß.

In der ersten Reihe weiß man das.

Denen geht der Arsch auf Grundeis. Langsam, aber sicher.

In deren Haut will ich nicht stecken.

Vom Überstrategeme

Sonntag, 03. November 2013

Das 60. und das 61. Strategem sind noch nicht ausgegoren, harren also ihrer Beschreibung und Bekanntmachung.

Das absolute Überstrategem, das ich deshalb auch nicht in die Liste aufnehme, ist das künstlerische Schaffen.

Es muss kein Gegenstrategem fürchten.

Kein Strategem steht dauerhaft wider die Kunst.

Immer wieder werden Menschen das Werk erkennen.

Man kann Millionen totschlagen lassen dawider: und es steht und es steht und es steht.

 

Goethe ist endgültig fällig

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Den Wilhelm und den Heinrich zu den eigentlich dauerndzu irrseligen Freimaurerweltbürgern als Sinnbilder des Deutschen, schon nicht mal nur mehr schlafmützigen Michels, nein, auch noch Volldeppen, vorsätzlich gemacht, im urersten “Bildungsromane” und auch noch in unserer vorgeblichen “Nationaldichtung”, beides blanke Schande, weltweit von Deinen Kumpanen, von Japan bis Kolumbien, also eifrig verbreitet: Das setzt nun die notwendige Folge.

Beiholz, Kernstämme, Durchbrennäste

Dienstag, 17. September 2013

Ich war grade daran, einen Beitrag über Jürgen Trittin, die Grünen, die Nato, Kinderschänder und legalisierte Geschlechtsteilverstümmelung und noch mehr Kulturbereicherung im freiesten Deutschland aller Zeiten zu schreiben: da hatte ich plötzlich einfach keinen Bock mehr.

Eine Art Gelassenheit überfiel mich.

Lieber davon schreiben, wie man, in tiefer, befreiter Anschauung und Übung, noch in dem zu erweiterter Meisterschaft gelangt, was man schon wie im Schlafe zu beherrschen wähnte. (weiterlesen…)

Aufruf zum Boykott der Bundestagswahl (V)

Freitag, 05. Juli 2013

So, jetzt ward in den vorigen Teilen mal ein bisschen was abgearbeitet und sortiert.

Es geht jetzt also an den kreativen Teil. Profis bitte genau mitdenken.

Wer macht Bilder, Logos, Kampagnen?

Wer hat, außer mir, Sprüche?

Wer macht gleich ein Buchprojekt daraus, eine Großreportage?

Wer hat die Idee für die besten T-Hemden und Apps?

Wo sind die Kabarettisten?

Die Boykottrockbands?

Wer macht die besten Flugblätter?

Wo sind die Netzvideos?

Wer macht den Dokumentarfilm?

Leute, ich will ja nicht unbotmäßig werden, aber wenn ich mir das alles oben, was ja schon noch lange nicht alles ist, was angesagt, anschaue, da muss ich Euch dann schon sagen, dass Ihr jetzt mal die Hufe schwingen solltet, wenn Ihr mich verstanden habt, selber etwas tun, und nicht mir überlassen, was ich allein nicht werde leisten können.

Ihr seid also allerhöflichst eingeladen, je erfahrener und intelligenter und findiger und zumal mutiger um desto besser, Euch mal in einen optimalen Trab zu versetzen.

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Dieser Text ist gemäß den Bedingungen zu I-IV gemeinfrei.

Vom achtundreißigsten Strategeme

Sonntag, 21. April 2013

Das achtundreißigste Strategem, es ist natürlich nicht leicht, glaubwürdig zu beschreiben, besteht nicht im Schweigen, sondern im zunächst, bis zum Punkte, nicht mehr Reden.

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Einfach nur Fernsehen langt

Mittwoch, 27. März 2013

Gesocks, Gesindel, Geschmeiß, Verlorene, Verwunschene, Verlotterte, Arschnasen; Betrüger, Lügner, Trübfischer, Ranzmichel; Hundsfötter, Halsabschneider, Hurenböcke; Halunken, Hundsbrunzer, Spreubäcker; Lallhanseln, Laberbacken, Luftfänger, Luden und Lumpen; Lose, Pfaffen und Affen; Biersäurer, Stiermäurer, Sprachpanscher und Laffen; Schmocks, Strauchdiebe, Schlunze und Hunze; Hurkse und Murkse; Abjaucher, Seelenverkäufer, Wiedertäufer; Zwiebelanschimmler, Gammler, Hanfstrecker, Seckel; Schabracken, Spacken, Saftsäcke, Lutscher, Schietkutscher; Blutegel, Galgenvögel, Rotzsammler; Nebichte, Halblebichte, Schwachmaten, Sandler, Sulzheimer, Anschleimer, Abhuber, Mistzuber, Trübseiche, Wachsweiche, Wucherer, Witzschänder, Abhänder, Aufsprechs, Erzblöds, Nerzlöchrer, Eckensteher, Tagdiebe, Bauernfänger, Grapscher, Seppel, Sumpfichte und Suppenspucker; Rübenvergifter, Raubstifter, Röttel, Untköttel, Hundshetzer, Schwätzer; Aufbläser, Sackschlitzer, Pfitzer, Ausmeirer, Seirer, Statutanten, Abtanten, Römpe, Gelömpe, Battel, Geschwattel, Giftmischer, Seelenfischer, Nuffze, Nullen, Stinkstullen, Huldheischer, Pinscher; Puhler und Suhler; Verdrehte, Verkehrte, Zersülcher; Ziegenspitze, Endlitze, Gagel, Dollacke, Tölpel und Toren; Strullbullen, Stinkochsen, Stallbrenner, Zerhenner; Lästerer, Lobhudler, Lällebäbbel, Lohle; Stümper, Halbleser, Schulzweser, Fricken, Frunze, Zerletzer, Entmärer; Nichtse, Wichte, Ranzdichte, Brabbler und Dampfsabbler; Egel, Flegel, Haghulche, Zersetzer; Seichlinge, Gassgecken, Gülpe, Lolls, Trolle, Driebel, Dülps, Dödel, Drempel und Hampel; Hurze und Knurze; Prizzanten, Pöbel, Plebs, Endschepps. (weiterlesen…)

Kunst, Freiheit, Freude

Dienstag, 19. März 2013

Ich sehe gerade, dass ich mir die letzten Tage eine ganze Menge negatives Karma herbeigeschrieben habe. Nicht eine Geschichte, in der der Himmel voller Geigen hing, weil der Rolf endlich den Pitt kriegte, Elli und Lilli von Pfarrer Detlev getraut wurden, um hernach hochzeitsreisweis auf dem Ararat unvergleichlich steile Nächte zu verbringen.

Justin sitzt immer noch in der Klapse, und Konstantin hat sich seit Tagen nicht aus München gemeldet. Ob ihn wohl gar in schwärzester Nacht ein Jesuit in die Isar gestoßen? Noch nicht einmal aus Deutsch-Südschwitz gibt es klare frohe Mär. Lediglich das Gerücht erreichte mich, dass die Separatisten dort die Forderung der Volksabstimmung über den Austritt aus dem Euro sehr beharrlich vorantrieben.

Dass Obamas Teleprompter zwischenzeitlich nicht geklaut wurden, die PR unseres Großen Bruders also noch funktioniert, spendet mir da erst recht wenig Trost. Ebensowenig, dass wir nicht mehr Papst sind.

Ich traue mich nicht einmal mehr zu meiner Wirtin. Die fragt nämlich gelegentlich, wie es mir gehe. Und ich lüge sie auf diese Frage hin nicht nur deshalb nie an, weil das sinnlos wäre.

Immerhin aber ist am Sonntag Vernissage. Grafik von Günter Grass. In der Uhlberghalle in Filderstadt. Mein Freund Roland hat das auf die Beine gestellt. Und das ist jetzt mein fröhlicher Ernst: http://kunstverein-filderstadt.de/Kunstverein-next.html 

Außerdem fahre ich am 31. zum Dude nach Zürich. Und den, bzw. seine junge Netzseite, gibt es nachweislich auch: dudeweblog.wordpress.com (weiterlesen…)

Umspendiert. Bier unabsichtlich erschwatzt.

Sonntag, 10. Februar 2013

Gestern bezeichnete mich einer, von dem ich das zumindest so krass nie erwartet hätte, als Lügner, Idiot, Stümper, Träumer, Schwätzer, meinte überdies, dass ich nichts schaffte. (Ich hatte wahrheitsgemäß eingestanden, dass ich von meiner literarischen Arbeit die Familie derzeit noch nicht durchbringen könne.)

Ich war nicht nur überrascht, erstmal etwas platt, weil ich mit dem Manne zuvor nicht das erste gute Gespräch geführt hatte, ihn als kunstsinnig kenne, frug mich die ganze Zeit, weshalb er mir, bei allem, was an mir ohne weiteres zu kritisieren, das jetzt so hart gebe. Er rechnete mich glatt zum untersten Möchtegernbodensatze unserer Gesellschaft. Er kinderlos, ließ noch nicht einmal gelten, dass ich seit nun gut sieben Jahren meine beiden Krampen alleine großziehe, also wohl doch auch in dieser Zeit wenigstens ein bisschen was getan hätte, außer mir nach Philologenart in der Nase oder im After zu bohren.

Ein Stück weit gelang es mir, das Blatt zu wenden. (Ich hätte mich natürlich auch einfach wegdrehen können, aber ich wollte einerseits standhaft bleiben, andererseits ergründen, wieso der, indem kein Streit vorangegangen, auch keine Kritik meinerseits an ihm und seiner Arbeit, mir auf einmal in dieser Weise die Kante gibt, dazuhin mal schauen, ob ich seine Erhabenheit nicht doch noch wenigstens ein Stück weit verunsichern könne.) (weiterlesen…)

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