Jesus als Phäno-Mem

Im Kommentarstrange zum Beitrag “Jesus kein Jude?” schrieb Leser haschmech heute unter anderem:

“Ob Jesus ein Jude war oder nicht, ist eigentlich schnurz.
Wer aber war oder ist Jesus, der große Weltlehrer, in Wahrheit?”

Jener Jesus, egal nun welcher, ob Hebräer, Arier, sonst einer Volkszugehörigkeit, hat es sozusagen “geschafft”, daran womöglich weitgehend unschuldig, zu einer fast beliebigen Projektion zu werden.

Wer er “in Wahrheit” war, werden wir mit einiger Wahrscheinlichkeit nie herausfinden, und gelänge es doch, so glaubten jene, die in ihrer Weise weiter an ihn glauben wollten, eben doch so an IHN weiter, wie sie das eben wollen.

So gesehen ist Jesus wohl das, was man gemeinhin als einen “hoffnungslosen Fall” bezeichnet.

Der abrahamitisch geprägte Teil der Menschheit (gut, die meisten Juden werden bloß lachen, sei ihnen gegönnt, ich lache auch) muss wohl noch eine längere, teils schmerzhafte Entwicklung durchmachen (die Moslems, die ihn als einen Propheten achten, auch), bis dass dieses auf ihn bezogene Gewaber morphischer Felder endet.

Jeder macht (ich spare mir und Ihnen jetzt jeweilige Einzelheiten) aus Jesus, was ihm gefällt. Er ist, in heutiger Diktion, egal, was, wer, ob er überhaupt war, nur noch ein beliebiges Mem. Ein “Phäno-Mem” in dem Sinne, dass sich in der Interpretation seiner fast nur noch die jeweiligen beteiligten Selbste spiegeln.

Das ist in der Tat mitunter recht lustig, aber natürlich, offenkundig, keineswegs immer so gewesen und immer noch nicht immer.

Denkt man in diesem Sinne etwas genauer darüber nach, so ist nicht schwer zu begreifen, weshalb Nietzsche das Christentum in hartem Urteile den einen untilgbaren Schandfleck der Menschheit genannt.

Er meinte ja, man solle protestantische Priester noch härter bestrafen als katholische: wider beide habe man nicht Argumente, sondern das Zuchthaus.

Ich sähe ihn manchmal gerne heute, wie er sich lesbische lutheranische Pfäffinnen anschaute, neben ihren ebenso offen schwulen Kollegen.

Vielleicht sagte er dazu auf Nachfrage nur, er habe zum Thema schon alles gesagt.

Ich mache jetzt gleichwohl einen eigenen Vorschlag, vielleicht ärgert sich wenigstens einer darüber: Ja, Jesus war ein Außerirdischer, den man ob seines Größenwahns seiner Galaxie verwies, der auf der Erde gerade den Idiotenhaufen seiner darnach unstillbaren Sehnsucht fand.

Und irgendein Stück Fleisch ließ der Memo-Technokrat dann an einem römischen Kreuze vergammeln, auf dass der Wahnsinn richtig sitze.

Kein Wunder jedenfalls, dass Jesus nicht zu den Chinesen oder den Japanern ging.

Dort wäre es ihm vielleicht wirklich übel ergangen.

Erstere hätten ihn vielleicht zu Suppenhundsfutter verarbeitet, letztere kurzerhand dekapitiert und in den Pazifik geworfen.

Sein Judengeschwätz jedenfalls hätte dort wohl kaum einen interessiert.

Es interessert dort heute noch, trotz aller jahrhundertelanger Bemühungen mächtiger Kräfte immer noch weit unter zehn Prozent der Leute.

Manchmal, ich gebe es offen zu, wäre ich allein aus diesem Grunde lieber ein Chinese oder Japaner als ein Schwabe und Deutscher; immerhin hat mein Volk sich diesen Humbug anzwingen lassen.

Aber, gut, auch die Chinesen und die Japaner haben schon Fehler gemacht; ich tröste mich gemeinhin damit, dass ich in dieser Inkarnation recht gut Schwäbisch und leidlich Deutsch lernen durfte.

Hiemit etwas, das sich eben doch auch nicht dauerhaft zwingend an Jesus-Memen aufhängen muss.

Engländer allerdings, das gebe ich ebenso unumwunden zu, wollte ich, eben schon der Sprache halber, noch nie geworden sein.

Engländer, und dann auch noch Christ!

Der Kelch, nein, diese beiden Kelche, sind – ich weiß nicht, ob ich mir das irgendwann irgendwo verdient habe – dann doch glücklich an mir vorübergegangen.

(Noch zur Klärung: Ich mag die Engländer eigentlich. Der normale Engländer ist weder deutschfeindlich noch humorlos, sehr korrekt und höflich. Ich habe mich auf der Insel meist sehr wohlgefühlt. Das Bier und das Essen, was mir sehr schwer fällt, natürlich herausgerechnet. Selbst England ist, gleich Polen, auch Deutschland, trotz Jesu, noch nicht verloren.)

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224 Antworten zu “Jesus als Phäno-Mem”

  1. Hanfschnitt sagt:

    @una bastet
    Hallo una bastet. Ich finde diesen hier entstehenden Diskurs aussergewöhnlich und ziemlich interessant. Ich muss dir aber zunächst mitteilen dass ich weder geistig noch sprachlich auf dem Niveau von Dir, M.W.G.,Dude oder Jochen bin. Im Gegenteil, bin hier schon durch ausgesprochene Rotzlöffeligkeit und plumpe Provokation aufgefallen. Ich habe Besserung gelobt aber ich kann nicht umhin mich den Dingen wie ein Kind zu nähern und auch mal aufzuschreien: “Heh, der Kaiser ist ja völlig nackt!”
    Du weisst so viel über die altägyptische Religion dass ich mich frage ob Du eine echte Eingeweihte bist. Weisst du, vor wirklich vielen Jahren war ich auch mal jung. Da habe ich mit reinem LSD herumexperimentiert. Auf der Platte von Paule McCartney & the Wings namens “Venus and Mars” ist ein Stück drauf “Spirits of Ancient Egypt”. Da hat es “klick” gemacht, dunkles nebulöses Erinnern, Gedanken an Reinkarnation etc, du kennst das sicher.
    Ich habe mich fortan für diese Religion interessiert. Das Gleichnis von Isis die den zerstückelten Osiris einsammelt ist auch heute noch stringent für mich, glaube ich doch irgendwie animistisch indem ich mir vorstellen könnte dass jede Materie “beseelt” ist. Könnte sein dass das “Licht” (Osiris) in Materie eingesperrt wurde. Stein, Pflanze, Tier, Mensch…..(was kommt als nächstes?)…der Geist hat das Leben geformt, für immer unaufhaltsam gestaltet und “shuffelt” sich wieder hoch zum Reinen Licht (Harmonie verschränkt mit Liebe)…aber dies nur am Rande.
    Jedenfalls war Bastet sofort meine Lieblingsgöttin. Nicht nur weil ich Katzen irrsinnig liebe. Noch heute sehe ich die entnervten Blicke meiner Ex-Frau als ich über Tage eine englische Übersetzung einer ägyptischen Hymne an Bastet in’s Deutsche übertrug.
    Dein letzter Kommentar ist so bedeutungsschwanger dass ich jeden Satz tief durchdenken muss und ich bin da ein wenig langsam. Deswegen möchte ich Dir zunächst mal, mit Verlaub, eine Frage stellen: angenommen es gibt so mächtige Wesenheiten wie Bastet/Sechmet dann stellt sich mir diie Frage ob sie sich an solchen moralischen “Fragen” wie Gotteslästerung aufhalten würden? Irgendwann hat meinem verstorbenen Kater mal was nicht gefallen und er hat mir in die Schuhe gepisst. Wohlheissen konnte ich dies natürlich nicht so dolle aber ich dachte dass er mir was sagen wollte, ausserhalb seiner sonstigen Kommunikationsmittel. So war es auch und ich habe es kapiert. (Die Schuhe musste ich, nebenbei, anschliessend in die Tonne werfen. Als “Gott” habe ich mich insoweit “gerächt” dass ich ihn zu dem verstunkenen Schuh schleppte und dann einen Zahnputzbecher voller kaltem Wasser über den Kopf schüttete. Das hat er nun wiederrum auch kapiert.)
    Also noch eine kindische Frage an Dich, der Du dich den Katzen-Liebes-Göttin zugehörih fühlst: ist es wahr dass Katzen nur zu uns Menschen miauen, niemals untereinander?
    Wünsch Dir noch einen schönen Tag. Bastet ist lieblicher als Sechmet. Aber wie die Löwinnen clever im Team die Beute erlegen und dann den nichtsnutzigen Brüllern die ersten und leckersten Bissen überlassen, das hat schon was, so ist die Welt in Ordnung..ihr wollt es doch auch so…denke ich holzschnittartig…und inhaliere erneut zur Guten Besserung.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Also gut: Sie hat es nicht vermocht.
    Den Link schiebe ich gerne noch nach.
    http://dudeweblog.wordpress.com/2014/08/15/isis-die-usa-haben-beliebt/comment-page-1/#comments
    Ansonsten mag Jochen sich gerne wiederum hier äußern.
    Nun aber zurück zur Sache.
    Una sprang und springt – zu Jesus als Phäno-Mem – von Ansatz zu Ansatz zu Weiterführendem, zwischen interessanten Aussagen ist viel mir wenigstens nicht recht Erklärtes eingestreut.
    Jochen und Du hinwiederum meinen zwar, je eine klare Linie zu haben – Una meinte oben immerhin, eleganterweise, sie rätsele an einer Frage dazu noch – : Doch vermag ich auch die jeweilige nicht zu erkennen.
    Es ist, wie als ob wir immer tiefer in einen Sumpf geraten.
    Das Christentum ist in gewisser Weise unabweisbar die aberwitzigste der drei abrahamitischen Religionen (die Ägypterei nehme ich da als Ahnherrin gleich noch mit), denn es zementiert über das Jesusopfer den Schuldgedanken in jedem Gläubigen, dann auch noch jenen der extern angelegten Erlösung, wovon zwar im Judentum und bei den Mohammedanern auch nicht wenig vorzufinden, allerdings nicht so dreist auf die Spitze getrieben.
    Man könnte fast sagen – die Zeit wird es zeigen – , dass Jesus der letzte eigentliche Kulminationspunkt und damit schon Endpunkt der ganzen Ägypterei und Abrahamiterei sei. Mohammed und seine Leute nur noch das Nachbeben.
    Die verzweifelten Versuche unzähliger Christen und Jesusanhänger, derer ich doch einige der reflektiertesten kennenlernen durfte und befragen, sich ihren Oberhelden so hinzudrehen, wie er ihnen genehm, das ist, ich denke fast, ich wiederhole mich, wenigstens teilweise, weitaus verrückter, entrückter als das, was gemeinhin Absdurdes Theater genannt.
    Immerhin lassen sich die meisten Christen – außerhalb der schönen USA – nicht beschneiden, besser gesagt, verstümmeln ihre männlichen Kinder nicht schon gleich gottweis am Geschlechtsteil, was allemal zu loben, aber durchaus seinen wesentlichen Grund “lediglich” in der Entwicklung des Christentums entlang indogermanischer Ethnien haben mag.
    Sowieso ist Jesus durch die entsprechenden Kulte, die um ihn herum errichtet wurden, zuvörderst Oster- und Weihnachtsfest zu nennen, in einem erheblichen Maße ein arisierter Hebräer; man sieht ihn oft blond und blauäugig da im Katholenkirchle hangen, langhaarig, ein Frühhippie als Mädchenschwarm. Er wird zwar jedes Jahr an demselben Kalendertage geboren, sterben darf er aber immer erst dann, wenn Ostara das zulässt, also jeweils am ersten Freitag des ersten Vollmonds nach der Frühjahrstagundnachtgleiche. Damit ist alles eigentlich schon hinfällig, wenigstens lächerlich, allerwenigst reichlich inkonsistent.
    Jesus musste schon beim Sterben auf den germanischen lunisolaren Kalender warten, der Arme, dieses Phäno-Mem.
    Jetzt lasse ich ihn aber erstmal in Ruhe, den Armen, der immer genau zu unserem Frühjahrsfruchtbarkeitsfest damals schon gestorben sein muss.

  3. Dude sagt:

    @Magnus

    Ab “Es ist, wie als ob wir immer tiefer in einen Sumpf geraten.” an sich artikelwürdig. Der Titel mit dem Sumpf passte auch bestens… ;-)

  4. Una Bastet sagt:

    Lieber Magnus,

    Du schriebst: “Verzeih, ich denke Zahlenmystik wird uns nicht mehr entscheidend weiterbringen. Damit wird im übrigen meist nur mit uns gespielt.”

    Es geht hier (bezüglich der Offenbarung) um durch Bilder UND Zahlen kodierte Informationen, keineswegs um ledigliche Zahlenmystik, obschon “heilige” oder bedeutsame Zahlen klare Hinweise auf den Ursprung der in dieser Schrift verborgenen Weisheit geben. Die 7, die 42, auch die 22 (das Tarot ist offenbar direkt aus der altägyptischen Religion entsprungen und nahm seinen Weg über Indien, wo es bewahrt wurde, zurück zu den reinkarnierten Altägyptern z. B. Europas) sind Muttergöttin “Isis” zugeordnet. Jemand mit 7 Augen trägt also die Seele der Himmelskönigin in sich. Durchaus wichtig also, zu verstehen, welche Bedeutung die Zahlen haben. Nur so lässt sich stichhaltig nachweisen, was die Offenbarung en detail besagt, lässt sich der abrahamitische Pfad als Irrweg auch den ihn Gehenden aufzeigen. “Wer will hier was?” ist überhaupt keine säkuläre Frage, sondern, wie in Johannes´ Schauung (in seiner Innenwelt, er war “an dem Tag des Herrn im Geiste”), sind Spirituelles und scheinbar ganz Profanes zutiefst miteinander verwoben: “Diese ist eine magische Welt.” (Und nur durch ein – in meinen geöffneten Augen – schieres Wunder existiert überhaupt irgendetwas.)

    “Eine Konjektur jagt die andere, je neue Sichtweisen und Behauptungen zwischendreingestreut.” (…) Chaos im Kopfe? Oder soll solches induziert werden?”

    Ich habe selbst noch daran zu kauen, was der Amen an gewissen Stellen sagen wollte; ich bin erst während dieser Diskussion auf so einige Dinge aufmerksam geworden, wie die Identität des Tieres. Und darauf, dass wir (ganz eindeutig) bereits mit der Erfüllung der Prophezeiung konfrontiert sind, sie sich erfüllt. Aber keineswegs durch die “Arbeit” der Messianiker, die sie aktiv herbeiführen wollen, die haben sicher keine Ahnung, dass sie Bestandteil des Tieres (oder der Hure, als “Christen”) sind, denn beide werden lebendig in den Abgrund gestossen (sie werden also bestenfalls schon zu Lebzeiten wissen, dass sie zunichte werden). Und wer will das schon? Nein, sie halten sich für die zur Rettung Auserwählten, diese bestialischen, verderbten Geisteszwerge.

    “Und ich weiß sehr wohl, dass Du, dabei, noch Deine normalorthographischen Fehler bewusst setzt (…). (…) Du spielst.”

    Der, den Du meinst, war Absicht. Wie soll ich es sonst sagen? Haben wir hier neuerdings einen Rechtstaat? Klar spiele ich! Sonst spielte ich mit meiner Freiheit, meiner Gesundheit, gar der aktuellen Inkarnation. Hast Du eine Ahnung, was wir hier (partiell) entschleiert haben??? Die Offenbarung erfüllt sich, wir kennen die Identität des Tieres, wir haben die biblische Bestätigung für jenen teuflischen Betrug. Das ist wie “Antimaterie” für die Enterprise-Besatzung in höchster Not… Potentiell wenigstens.

    “Das Christentum ist in gewisser Weise unabweisbar die aberwitzigste der drei abrahamitischen Religionen (die Ägypterei nehme ich da als Ahnherrin gleich noch mit), denn es zementiert über das Jesusopfer den Schuldgedanken in jedem Gläubigen (…). (…) der ganzen Ägypterei und Abrahamiterei (…).”

    Das Christentum ist die einzige der drei, die auch die historische/religöse Wahrheit enthält – als verschlüsselte Offenbarung jenes Amen Ra, vermutlich des Apostels Johannes, sicher recht zeitnah post “mortem” dem Namensvetter aus dem Geschlecht seines einstigen Gurus, Jesus, gezeigt. Wie in der Offenbarung beschrieben, sind die Christen gewordenen Juden ja keineswegs schuld am Tod des Reformators Jesus. Doch wegen dieses Opfers, das auf die werbewirksame eintreffende Prophezeiung der Ereignisse folgte, wurde die “Religion” populär, Juden wurden christlich und dadurch teils gerettet. Dass die Kirche dies von Anfang an korrumpiert hat, sie eine Lehre allein für die Juden den bereits frommen Heiden aufzwang – samt des Erbsünde-Blödsinns -, diese dadurch vielfach verdorben wurden, oder auch wegen Insubordination unter Roms Lehre ermordet, dass sie hurte, das kann man dem Amen, dem Johannes von Patmos, auch dem verwirrten Jesus, schlecht vorhalten. Die auf Tatsachen gegründete kemetische Religion mit der Teufelsanbetung in einen Topf zu werfen, nur weil deren Gurus sie zum Teil nachäfften, kopierten, ohne irgendwas zu kapieren, ist keineswegs gerechtferigt, im Gegenteil.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Una Bastet

    Ich hatte schon befürchtet, Dich mit meinem letzten Kommentar zu sehr vor den Kopf gestoßen zu haben. Du bist aber unermüdlich, und zweifellos tapfer.
    Vielleicht haben wir, wie Du meinst, hier tatsächlich mehr zutage gefördert, als ich es in meinen teils sarkastischen Seitenhieben anerkannte; was Du nunmal zweifellos hast, das ist Biss. Und Unerschrockenheit und Ausdauer. Das ist eine Menge.
    Ich will Dir auch dahingehend recht geben, dass vieles symbolisch und über Zahlen verschlüsselt und von daher auch von daher zu entdecken sei. Klar. Ich sehe trotzdem nicht mehr so recht, nach 25 Jahren der Beschäftigung damit, wo sich hier für mich noch entscheidendes Neue ergäbe.
    So redest Du viel und ergiebig von der Vier, der Sieben, der Sechs mangelte es auch nicht, ebenso jetzt der 22, auch 24, der Zwölf natürlich, doch ist bislang weder die Acht, die Neun, gar die Dreizehn angekratzt. Lediglich die Fünf hatten wir kurz.
    Ich lasse mir, mit Verlaub, doch nicht all meine Zahlen von Ägyptern, Indern und schmutzigen Kameltreibern machen. Achja, ich erwähnte es schon verschiedentlich: Die für mich sinnigste Buchstabenschrift zählt 24 Runen. Da ist jeder Stab richtig an seinem Platze.
    Es freut mich gleichwohl sehr, wenn Du in diesen – teils ging es ja fast hin bis zu Grabenkämpfen – geteilten Ausführungen aller weiterführende Erkenntnisse von Tragkraft gefunden hast; ich für meinen Teil weiß für mich davon vielleicht rein aus Unachtsamkeit noch zu wenig; vielleicht, weil ich bei allen jüngeren Beiträgen, nach allem Bedenkenswerten und bei allem Bedenkenswerten, stets auch ein bisschen nach dieser und nach jener Seite zappeln musste, einer Gesamtbeerdigung der Diskussion so gut als machbar vorzubeugen.
    In dem Sinne, präventiv, mal so auf Verdacht, Asche auf mein Haupt.
    Deine Entschlossenheit, Deine Versatilität, Deine Beredtheit schließlich, da noch, wo das Jenseits von Gut und Böse nahe, spricht für Dich. Bisher wollte man mir höchstens mal die Haut abziehen. Jetzt kommt eine und versucht es mit Zahlen, Begriffen, Symbolen. Gibt gar noch zu, dass sie spielt. Was sonst auch? Respekt.
    Will heißen: Du bist weiterhin aufs herzlichste eingeladen, auch noch die abgefahrensten Merkwürdigkeiten hier einzustellen. Und wenn ich noch fünf Jahre pro Einheit brauche, den Inhalt so tief zu verstehen, wie Du ihn immerhin zu empfinden scheinst.
    Indes, das muss an dieser Stelle gesagt sein, wirkt Deine Weltanschauung doch etwas einseitig weibslastig; mich schreckt das nicht; es mag aber, wie man heute so schön sagt, doch nicht allzu hilfreich sein.
    Die meisten Frauen dürftest Du damit erst recht überfordern, viele Männer werden sich ein wenig verhohnepiepelt, wenn nicht gar abgestoßen fühlen. Du weißt aber sicherlich, was Du tust, ich sage das also nur als meine Einschätzung dem Publiko.

  6. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Una Bastet

    Ach, noch, ja: “Diese ist eine magische Welt.”
    Mag schon sein. Fragt sich aber allemal immer noch, ob die ausgerechnet sieben Augen mit einem auserwählten Auge habe.
    Dem Chinesen hätte sie wohl eher acht. Manchem Germanen mögen es, einzahlig, Neune dünken. Dem Juden auch mal, wenn er grade an den Stern, nicht die Menorah, denkt, Sechse.
    So einfach, meine ich, geht das nicht.
    Hältst Du es für möglich, dass Du in der Zahlenmystik, einseitig, jener von da unten in den heißen südöstlichen Sandländern, wo Wasser eigentlich immer knapp, ein wenig – magisch – gefangen sein könntest?
    Das wäre zumindest dann, wenn stimmt, was Du sagst, durchaus möglich und daher bedenkenswert.

  7. Una Bastet sagt:

    Lieber Hanfschnitt,

    danke schön für die Komplimente, Du scheinst allerdings geistig durchaus bestens ausgestattet zu sein. Natürlich bin ich eine Eingeweihte, ich kenne sogar meine Schöpferin… Aber allwissend bin ich keineswegs.
    Das Licht, der Heilige Geist, faltete sich wirklich in die Materie, seine Emanation ein; und auch bereits wieder aus. Es ist aber Königin “Isis”, die sich als diese Wiederausfaltung, als der Thron/Sitz der Gottheit/der Mutter (der) Natur erwies; Sie und die Quelle alles Seienden sind sozusagen wieder verschmolzen. Osiris war nur “der Vollkommene”, das entspräche 14 Punkten, Note 1, Sie aber hätte 15, eine 1+. Das mit der Zerstückelung kann so passiert sein, Seth ist das zuzutrauen; Ernst Muldashev erwähnt in “Das dritte Auge”, dass bis 3 Tage nachdem Tod eine kühl gelagerte Leiche reanimiert werden kann, sofern das, was zum Tode führte, beseitigt wird oder sich das Problem erledigt hat. Dies geschieht mit Hilfe der Lebenskraft eines dazu fähigen Wesens, dessen Teilerleuchtung für solche Heilmagie nötig sein dürfte. (Der Autor ist ehrlich, er hat erlebt, wovon er berichtet; doch Helena Blavatskys und Steiners Thesen, auch seine, sind mindestens zum Teil Desinfo. Dafür steht aber immer dabei, wenn er nur spekuliert, daher dennoch ein äusserst wertvolles Buch.)
    “Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, erwacht im Tier und verwirklicht sich [im Idealfall] im Menschen” ist wirklich ein treffender Satz, sofern man Gott durch Die Gottheit ersetzt, oder Das Ur-Licht.
    Bastet und Sechmet sind nur Teilgöttinnen, und Macht oder Ohnmacht hat wenig damit zu tun, ob man pikiert und angeekelt ist, wenn jemand die pesonifizierte Heiligkeit und Liebenswürdigkeit, die perfekte Weiblichkeit, die zu Recht Angebetete, anzüglich lästert. Es geht um Gerechtigkeit, darum, dass Sie genug gelitten hat – Osiris wurde ermordet, Sie musste fliehen, in der Fremde hochschwanger um Nahrung betteln, nur teils mit Erfolg, sowie anschliessend als junge Mutter, dafür Ihr Kind allein im Schilf zurücklassen etc.. Was fühlst Du, wenn jemand Deine Liebe in den Dreck zieht? Darum geht es.
    Kleine Katzen miauen auch als Antwort auf anderer Kätzchen Miauen (oder das guter Imitatorinnen :-) ). Ich erinnere mich an kein (hilfesuchendes, klägliches) Miauen ausgewachsener Katzen, das sie an andere Miezen gerichtet hätten. Aber mein Gedächtnis ist dank Chemtrail-Alu auch schon angegriffen, daher kann es auch sein, dass ich das beobachtet habe, es mir aber entfallen ist. Ich denke, es kann situationsbedingt vorkommen, ist jedoch selten. Menschen werden angemaunzt, weil sie sich, wie früher die Mama, um die Katze kümmern.
    Ja, die Löwinnen sind ein schönes Gleichnis, weil sie sich den Männchen wirklich unterordnen, wie diese zwei Augen (Seelenanteile) dem zugehörigen Bewusstsein/Ego. Nur für Hor wurde statt eines Löwen der Falke gewählt, aus anderem Grund wohl, aber ein fauler Pascha, der in der Not den Nachwuchs frisst, wäre auch ein sehr irreführendes Bild. Den männlichen Löwen haben sich die Mosaischen als Symbol ausgesucht. Er passt ja auch gut zu Seth/Jahwe. Sogar das Katzentum (Katze im Traum: Frau) könnte passen: Seth, falls solarplexisch erleuchtet, war somit teils weiblich – Mutter Natur, die Weltseele, ist eine “wunderliche Venus”, und mit dieser muss man dafür eins werden. Allerdings ordnet sich auch eine männliche Sechmet oder Bastet der – klügeren – Rait unter; es liegt am überlegenen Geist; und am oft entwaffnenden Charme wahrscheinlich. Danke, ich wünsche Dir auch einen schönen Tag!

  8. Una Bastet sagt:

    Lieber Magnus,

    ich stellte die 3 Zahlen heraus, weil sie ursprünglich oder “zufällig” (42) mit der Grossen Göttin assoziiert werden. Diese Religion war einst über den ganzen Erdball verbreitet, wie sogar die Bibel der Christen einräumt: “[die Grosse Göttin] Diana [soll] für nichts geachtet werden, und sogar ihre göttliche Majestät wird untergehen, welcher doch die ganze Landschaft Asien und der Weltkreis Achtung erzeigt.” (Apg. 19,27). Es mag sein, dass “Weibslastigkeit” taktisch dumm ist, aber zum strategischen Lügen bin ich zu stolz. Der Thron Amuns ist nun mal eine weibliche Person, Ihre männlichen Kinder sind immer zum Teil weiblich durch die Essenz Ihrer Schöpferin. Eine Hexe beklagte mal, das Christentum sei schlecht, falsch, denn während hier nur einige gerettet würden, habe die Ur-Religion die ganze Welt (jedermann) als errettet betrachtet. Davon abgesehen, dass das entweder ein Missverständnis seitens der Wicca ist oder eine Illusion/glatte Lüge in der alten Religion: Die Wahrheit ist das, was wahr ist, statt was man gerne hätte, was viel schöner wäre. Den Kopf in den Sand zu stecken lässt eine Gefahr kaum verschwinden.
    Die 7 ist aber die (2007 auch offiziell als diese offenbarte) Zahl der Mutter des Hor(us), der Göttin; und die sieben Augen (Augen, auch Füsse: Allegorien für die Seele) bedeuten, das Wesen hat die Ihre. Die 7 Hörner (Phallussymbol) zeigen, dass es ein Kerl ist und mit wem frau quasi das Liebesmahl hielte.
    Etwas habe ich wirklich übersehen, da ich in germanischer Zahlenmystik weniger bewandert bin: Die Ältesten können auch für 24 Runen stehen, falls es zu der Zeit 24 waren. Das müsste man am Text prüfen; zwei-, ja dreideutig wahre Sätze sind in dieser Welt aber keine Seltenheit, ich denke bei Allegorien verhält es sich dann wohl ebenso.

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Una Bastet

    Jetzt strahlst Du endlich die wechselseitige Annahme der Geschlechter freudig aus. Davon war vordem wenig zu spüren. Wunderbar. Wozu dann noch fragwürdige Götter mit unverlässlichen Zahlen?
    Endlich findet Dein Weibliches zu einer harmonischen Darstellung mit dem Männlichen. Immerhin dann, wenn man es rustikal und großzügig sieht. Sehr zu begrüßen. Ich freue mich.
    Graberei und Geschlechter: Nunja, seien wir mal lieber umsichtig. Ungeachtet dessen hast Du jetzt erstmals einen Kater in Dein Katzengehege – wenigstens gedanklich – eingelassen. Das ist ein Fortschritt, da mögen Ägypter oder sonstwelche einwenden, was sie wollen. Du hast Dich etwas gelockert.
    Ich kann mit Frauenstolz sehr viel anfangen, wenn er echt. Wo er vorgeschoben, da drehe ich mich schnell weg.
    Ja, Du bist dem näher gekommen, was ich in diesem Sinne ernst nehme.
    Ohne auch gescheite Frauen wird alles nichts. Schon lange meine Überzeugung. Vielleicht habe ich das zu selten deutlich gemacht.
    Ich weiß nicht, wer Du bist, inzwischen lediglich, dass Du Format hast. Ach, das hatten wir schon.
    Jetzt gefiele es mir, würdest Du wirklich echt.
    Gerne läse ich das.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Was ich hier, nachlässigerweise, möglicherweise zu sehr durcheinanderlaufen ließ, das ist Jesus als Phäno-Mem, also gemachte und verinnerlichte Figur, gemessen an dem, worum es dabei, mit dem Jesus, eben noch darüberhinaus, wenigstens ein bisschen, vielleicht auch gar nicht, aber vermutlich eigentlich gehen könnte.
    Man halte diesen meinen Schwurbelsatz im Auge. Ich bitte darum.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    Wie schon erwähnt, habe ich mich mal an ein kleines Übersetzungsarbeitlein mit drangesetzt, welches nun den deutschen Titel führt: “Außerirdische Irreführung Erkennen.”
    Nunmehr postuliere ich: Zahlenirreführung Erkennen.
    Ich sehe da manche Nasführung immer deutlicher.
    Lache da, wer das für sich mag.

  12. Hanfschnitt sagt:

    @Bastet
    Dank an Dich wegen Deiner wohlwollenden Erklärungen. Habe ganz schön viel “Denkmaterial” bekommen. Mit Zahlenmystik habe ich mich allerdings noch nicht befasst, bin da total unwissend, ausgenommen was die 23 betrifft.
    Nur in einem winzigen Punkt muss ich Dich verbessern: Die Löwen fressen immer nur den von einem anderen Löwen erzeugten Nachwuchs, niemals den eigenen. “Männer” halt. Warum die Natur Geschlechter “erfunden” hat ist noch nicht ganz klar, ein “göttlicher” Kunstgriff allemal. Ich möchte nun menschliche männliche Wesen (zu denen ich auch gehöre) nicht verdammen, aber manchmal denke ich schon an das kurze Leben geflügelter Ameisen. Befruchten und sich dann verp….en.
    Horus ist für mich äusserst “interessant”. “Eye in the Sky” von Alan Parsons habe ich mit ihm assoziiert. “I can read your mind” hat mich mehr verändert als alles andere bis dahin Erlebte. Danke nochmals für die vielen Hinweise u eine schöne Zeit für Dich.

    @Magnus
    Ein Diskurs über Jesus kann/muss a prioiri zu solchen Inhalten führen, imho.

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    Das hier, gerade zufällig wiedergefunden, will ich nochmal in die Aufmerksamkeit rufen:

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/03/22/jesu-vermachtnis-noch-mehr-schuld-weltweit/

  14. Dude sagt:

    @Holzschnitt

    “Warum die Natur Geschlechter “erfunden” hat ist noch nicht ganz klar…”

    Hier gibt’s Antworten:

    http://www.youtube.com/watch?v=7YoNlJdKs48

  15. Magnus Wolf Göller sagt:

    Ich werfe jetzt einfach eine neue Frage hier auf: Wo ist entlang der Grundfrage Lustiges, ganz einfach Freude zu schmecken?
    Ich will, wenn die Sechs schon soweit oben, Kenaz, also Kunst.
    Es darf jeder gerne weiterhin beiziehen, was weniger dazu gehört. Mir ist es jetzt aber Zeit für Hüllenlosigkeit. Will heißen: Befreiung, raus aus dem Sumpf.
    Drum muss ich wohl einen weiteren, vielleicht wiederum sehr schrägen Witz ansetzen.
    Treffen sich ein ungläubiger, harter Geschäftsmann, ein Freimaurer und ein “säkularer” Jude.
    Der Freimaurer zum Geschäftsmanne: “Du hast gar keine spirituelle Grundlage für dein Tun.” Der Jude: “Genau das wollte ich eben sagen.”
    Der Ungläubige hierauf: “Meint ihr, nur weil ich an euer Geschwall nicht glaube, vermöchte ich nicht das viele Geld zu zählen?”
    Es kann hier leider nicht davon berichtet werden, wie der Freimaurer und der Jude sich hernach wanden, denn es soll ja ein Witz bleiben.
    Jesus, so viel sei aber doch verraten, fiel ihnen darin aber dazu gar nicht mehr ernsthaft ein. Der war wie weg.

    Nachtrag

    Ich helfe jetzt ein wenig zu dem hin, was im allgemeinen Esoschwatz “Transzendenz” geheißen. Transzendenz heißt, dass man endlich weiß, weshalb man lachen muss. Muss. Sagen manche schon lange. Ob’s ihnen gefällt, das zu tun? Ich weiß es nicht. Einzelfällen nachzusuchen fehlt mir die Zeit.

  16. Kolibri sagt:

    Dieser Mythos Jeso hat seinen Zweck sehr gut erfüllt, denn damit konnte der Zugang zu den Goldminen erfolgreich verhindert werden, indem uns “die Eingeweihten” einmal den Gekreuzigten hinstellten,mit der versteckten Botschaft: “Wer sich gegen uns richtet, dem ergeht es wie dem da!” Was dann in vielfacher Weise auch praktiziert wurde, um diejenigen, die die Lüge erkannten, abzuschrecken. Klappte wunderbar.
    Heute sagen sie es öffentlich, wer nicht für uns ist, ist gegen uns, also entweder er wird gleich gestorben, oder zumindest, sollte einer eine Machtposition einnehmen, derer enthoben. Dies nennt man heute Demokratisierung und eventuell wenn nötig, wird auch mal ein ganzes Land mit Friedensbomben beglückt, dafür setzen sie das Himmelfahrtskommando ein.
    Während sie sich die Ressourcen der ganzen Erde zu Eigen machen, überlassen sie den Menschen liebend gern das biblische Himmelreich, und die Menschen arbeiten auch fleissig daran einmal dorthin zu gelangen. Es heisst ja auch schön: Glaube versetzt Berge!

    Als dieser Mythos zu bröckeln drohte, musste ganz schnell etwas Neues her, New Age wurde geboren, das sofort viele Mitstreiter gefunden hat, wurde dieses Mem ja wiederum mit soviel Licht und Liebe ausgestattet. einfach blendend, die sich jetzt sitzend, meditierend in den Weg stellen, damit die sogenannten “Eingeweihten” ihre grössenwahnsinnigen Ideen weiterhin auf Kosten der Völker verwirklichen können.
    Dieses Mem wurde auch ausgestattet mit der allumfassenden Liebe, Erleuchtung, sodass jeder der sich genügend anstrengt, diesen Planeten verlassen kann für immer, sodass sich eine weiter Inkarnation erübrigt.

    Die Paralellen von damals zu jetzt wären eigentlich leicht erkennbar, ich vermute mal, dass viele sich in eine Phantasiewelt flüchten, weil die Realität doch einiges Kraft, Mut und Standhaftigkeit abverlangt.
    In einem oder Punkten hatten die sogenannten “Eingeweihten” sicher recht: “Die Lüge muss gross genug sein, damit sie geglaubt wird und die Greueltaten müssen so grausam sein, damit die Menschen nicht mehr verstehen können und sagen, soviel lügen und so grausam kann doch niemand sein, dies gibt es nicht .Daneben so eine Lichtgestalt, wenn auch nur eine Fiktion, zu der die Menschen dann flüchten können, tut da ihr wahres Wunder.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Kolibri

    Wunderbar. Erfrischend klar. Unaufgeregt, nüchtern, hart.

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    Der eigentlich schrägste Witz an der Sache ist ja, dass Jesus als Phäno-Mem eine Art Beruhigungspille ist, so merkwürden das auch angesichts der grausen Opfergeschichte, ja unglaublich, zunächst.
    Nun sagte mir vorgestern einer, der Witz mag besser oder noch schlechter werden drumb, die eigentliche christliche Religion sei viel älter, habe wohl schon einige Jahrtausende vor der jüdischen ein, na, eher schon das Licht der Welt erblickt. Das sagte mir kein Sonstgrundblöder, ansonsten erwähnte ich es vielleicht nicht.
    Vielleicht ist Jesus gar kein Lamm, symbolisch, sondern doch eine Art stets zu pflegender halbkranker Esel, immer Lasttier als Last.
    Schon eine Schande, diese Geschichte, für die Menschheit. Ich spare es mir jetzt, Nietzsche dazu zu zitieren.
    Der hat, bei allen herausragendsten Verdiensten, auch damit, dass er uns den Zarathustra schenkte, anscheinend, weiß ich’s schon?, wer weiß, den Sack womöglich doch noch nicht so zugemacht, wie der es braucht. Mag sein, es fehlt noch das letzte Zuziehen und Festmachen des Bändels.
    Ja, und der schlimmste, dümmste Witz ist ja noch, dass man mit dem echten Jesus, wenn es ihn je gegeben, inzwischen durchaus Mitleiden haben kann, fast sollte.
    Und das ist ja auch noch das lächerlichst Vermaledeiteste daran.
    Der Wein wird trotzdem nicht schneller sauer, denn dass man ihn stehen lässt.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    Die eigentlich hier aufgeworfene Frage ist wohl, wie sehr das, was zwischen Nil und Jordan weiland ausgebrütet wurde, immer war es zu heiß, scheint es, als dass man dauerhaft ruhig und richtig denken konnte, oder es fuhren zu viele von außen, dass es nur so aussähe, hinein, uns noch lenkt, steuert, jeden Tag in unser Leben greift.
    Die ganze Karre scheint sich, nimmt man die Freimaurer mit, da bleibt einem kaum etwas anders übrig, noch um Abraham, von welchem mir überliefert, dass er seinem Gotte seine Vorhaut mit der Axt abgespendet habe. Wo sind wir eigentlich? Im Affenhause? Dort fiele keinem Affen so etwas Unsinniges und Abartiges ein.
    Das Ganze irrwitzige Konvolut soll uns nun durch einen Jesus erlöst, wir dessen enthoben sein. Wie kann ein Mensch von Verstand sich das zusammenführen?
    Mit der Freimaurerei hat man die ganze systematische Idiotie auf ihre – soweit mir bekannt – vorläufige Spitze getrieben. Man lügt und ägyptisiert, dass noch die Schweineschwarte kracht, macht sich darüber erhaben und regiert eifrig.
    Nicht aber in meinem Kopfe. Da regiert gar nichts mehr von jenen.
    Ja, man mag wohl merken, dass ich bei aller Liberalität in der Debatte nicht missverstenden sein will. Ich liebe Leute nicht, die an der Liebe nur den Zweck lieben.
    Ägypten ist im Eimer, alle anständigen Christen sind eigentlich keine, die Juden sind noch ziemlich hintennach, leider auch die Mehrzahl der Mohammedaner.
    So sieht das aus.
    Jetzt verordne ich mir einen Moment des möglichst wenig andächtigen Schweigens.

  20. Dude sagt:

    “Wunderbar. Erfrischend klar. Unaufgeregt, nüchtern, hart.”

    Vollste Zustimmung. Nützt aber nen alten Hut. Ändert nix am globalistischen Desaster im neobabylonischen Irrenhaus…

  21. Una Bastet sagt:

    @ Magnus

    “Jetzt strahlst Du endlich die wechselseitige Annahme der Geschlechter freudig aus. Davon war vordem wenig zu spüren. (…) Ungeachtet dessen hast Du jetzt erstmals einen Kater in Dein Katzengehege – wenigstens gedanklich – eingelassen. (…) Du hast Dich etwas gelockert.”

    Wo habe ich Ablehnung ausgestrahlt, oder Sexismus? Da muss mir was entgangen sein. Erstmals? Ich habe mit allen Mitdiskutanten ohne jeglichen chauvinistischen Unterton kommuniziert, jedenfalls mit denen, die meine Einlassungen ernst zu nehmen schienen. Wo ich mich der Unlockerheit schuldig gemacht hätte, sehe ich ebensowenig, zumal angesichts der wenig seichten Gegenstände der Unterhaltung.

    “Jetzt gefiele es mir, würdest Du wirklich echt.”

    Ich “spiele” nur, wenn ich es definitiv für klüger halte, als direkt zu sein, was selten vorkommt, und ich hasse es, dazu gezwungen zu werden. Ich irre mich zuweilen, aber ich schreibe nie bewusst eine Lüge. Würde ich noch echter, würden meine Kommentare der Zensur zum Opfer fallen, denn die wahrscheinliche Alternative wäre wenig amüsant…

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Una Bastet

    Dein Grundbild ging sehr stark von einer weiblichen Warte aus. Das ist nachweisbar. Dies hat mich gleichwohl – wie wohl für jeden sichtbar – in keiner Weise wider Dich eingenommen. Was womöglich eine Dummheit war.
    Du hast, indes, sauber gearbeitet. Deine Verärgerung mir gegenüber ist von daher berechtigt. Sexismus war da in übelem Sinne nicht. Allerdings habe ich auch nicht gesagt, es sei ein solcher von Dir geführt.
    Wichtiger aber, ich denke ich habe mich genug erklärt, vorläufig wenigstens, ist Dein Schluss oben.
    Mich dareinzufühlen, dafür brauche ich keine Millisekunde. Das kenne ich so genau, wie als ob es noch eine Haut wäre.
    Auf dieser Ebene spiele ich denn, wenn überhaupt, nur mäuschenwenig, wie jeder weiß, der mich kennt, und überdies sehr bedacht.
    Egal erstmal. Es kommt ehrlich und glaubwürdig (merkwürdiger Begriff hier) rüber, was Du sagst. Das ist wohl das, was man zu Zeiten noch Schneid nannte.
    Du kennst im besten Sinne keine Gnade, lässt Dich nicht einfach schrecken. Großartig. Nimm das ernsthaft von mir mit, selbst wenn wir nie mehr miteinander reden sollten. Das gilt selbst für den Fall, dass Dich doch irgendwelche an irgendeiner Kandare hätten. Können ist Können.
    Ja, zumal, Deine letzten Sätze derletzt. Die gefallen mir besonders, denn sie regen an. Und zwar mehr als was ich sonst üblicherweise zu lesen bekomme. Dafür meinen ausdrücklichen Dank.
    Du bist entweder die beste Superprofi, mit der ich je zu tun hatte, was mir eine Ehre wäre, oder echt, oder auch noch beides, dann lediglich mit der sich daraus notwendig ergebenden Einschränkung. Sei das wie es sei, Deine Worte sind in der Weise gesetzt, wie mich das interessiert, wozu ich nicht daherheucheln werde, so, sie seien mir nur dahergeschwatzt und öd.
    Ja, das macht Spaß. Das ist erquicklich. Hier reitet nicht nur ein einer umher, dem der Spieß schon mehr als lahm. Es macht Freude.
    Vielleicht liegen wir unüberbrückbar auseinander; jetzt denke ich erstmals daran, dass es so sein könne; und wäre selbst das nicht unbedingt schlimm, solange es nicht zum Kriege führen müsste, immer noch jederzeit Ansporn.
    Jetzt werden die einen sagen, der sei besoffen, die noch Dümmeren, der habe einen Hau mit dem Weibe, doch ist mir das grade egal. Was liegt an solchen.
    Also. Mal Zwischenzeit. Es hat mir eine fast ungeheuere Freude bereitet, Dich als Streiterin vorzufinden. Das hat man nicht alle Tage.
    Liebe Grüße

  23. Dude sagt:

    @Una

    “Würde ich noch echter, würden meine Kommentare der Zensur zum Opfer fallen”

    Hättest Du das irgendwo anders, ausser vielleicht bei Dudeweblog und ein oder zwei weiteren, gesagt, stimmte ich Dir zu, aber hier schliess ich mit Dir gerne ne Wette über sagen wir 1000 Euronen ab, dass Du nicht zensiert wirst, so Du echter wollen würdest…

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