Begriffe, Runen, Logik und “Die göttliche Quelle” (II)

10. Dezember 2013

Begriffe werden dem Menschen nicht geschenkt. Ursprünglich jedenfalls nicht.

Ja: Dem Kinde werden Wörter, ungefähre Begriffe geschenkt. Manchmal auch eingeprügelt.

Nun, ein Hase ist ein Hase, egal ob der Spanier ihn eben liebre nennt.

Begriffe aber wie “Liebe”, “Freiheit”, “Tugend”…: Alle abstrakten Begriffe werden erst durch ein ganzes Geflecht an anderen mit ihnen verbundenen Begriffen zu Begriffen.

Den reifen Denker erkennt man geradezu daran, dass er immer vorsichtig, skeptisch vor diesen steht, denn jeder gewichtet sie anders, in verschiedenen Kulturen stehen sie in ganz anderen Begriffsgeflechten.

So sind abstrakte Begriffe immer wieder neu zu hinterfragen, zu entdecken.

Friedrich Nietzsche hat dies wie kein anderer nicht nur erkannt, sondern auch sinnfällig gezeigt.

Ob einem dabei eine “Die göttliche Quelle” zu helfen vermag? Vielleicht. Wenn der Glaube nicht wieder einmal Berge dort hinsetzt, wo keine sind.

Ein gutes Hilfsmittel auf dieser Kreuzfahrt durch das menschliche Denken und Empfinden sind aber allemal die Runen. Die haben nämlich mit Glauben so wenig zu tun wie ein lahmes jakutisches Ren auf der Flucht mit einem Friedrich Schiller, wenn der gerade zu seinen erhabensten Versen findet.

Als Deutsche haben wir den großen Vorteil, dass unsere Sprache eine lexikalisch sehr durchsichtige ist. Die Wortfamilien sind also umfässlich wie in aller Regel logisch stabil. Das hilft auch bei der Erfassung von Wortfeldern.

Und bei der Schöpfung von sinnvollen neuen Begriffen. Bei der Bewertung von Begriffen. Man lese nur Nietzsches Zarathustra.

Englisch ist in dieser Hinsicht, mit dem Deutschen verglichen, eine mittlere Katastrophe. Alles schwirrt irgendwie durcheinander, oft sehr zusammenhangslos, unverbunden, undurchsichtig. Vielleicht kann deshalb jeder Englisch. Oder soll wenigstens Englisch können. Leidlich wenigstens.

Hierher gehört auch die auf dieser Seite schon verschiedentlich dargelegte Beobachtung, dass Gebildete, die wirklich gut Englisch können (inalsoweit das möglich), in ihr gesprochenes und geschriebenes Deutsch viel weniger englische Modebegriffe und Hirnriss wie “downgeloadet” etc. aufnehmen, als der Plebs in Politik, Medien und Werbeindustrie sowie Jugendliche, die noch keinen längeren Satz von Gehalt sauber zu formulieren wissen.

Es geht nicht um “Reinhaltung” der deutschen Sprache. Sprache entwickelt sich. Es geht darum, sie nicht graus zu entstellen, Unfug und Sülz und Halblug zur Richtschnur der eigenen Rede zu machen.

Ein Baguette ist ein Baguette, eine Pizza ist eine Pizza, und mag noch aus dem Mannequin ein Model geworden sein. Was liegt daran. Ich trinke auch gern mal einen Cappuccino. Lieber als einen Kaputtschino jedenfalls. Chuzpe, Schmock und meschugge gehören auch zu meinem angewandten Wortschatz.

Ich grade mich aber nicht vorsätzlich bis zur Lächerlichkeit down. So wie andere Leute. Toollose Underperformer. Das mache ich höchstens in der Satire und im Kabarett. Da gehört sowas hin.

 

 

 

Begriffe, Runen, Logik und “Die göttliche Quelle”

09. Dezember 2013

Ja, ich liebe Begriffe.

Was ich nicht mag, ist, wenn Begriffe zu Nebelkerzen gemacht werden.

Nein, ich will heute nicht von “Toleranz” reden, von “Europa”, von “Meinungsfreiheit” und dergleichen.

Mit der sogenannten “Spiritualität” bin ich schon durch.

Nehmen wir uns nun einmal “Die göttliche Quelle” vor.

Da sprudelt es immer heraus, ganz rein, göttlich gar.

Das Ding erklärt sich also von selbst. Wer dann auch nur das Geschwafel drumherum als Geschwafel bezeichnet, beweist damit hundertprozentig dass er entweder ein verstockter, unheiliger Tor ist, oder eben ein Böser.

Erstens Mal aber weiß ich nicht, woher das “Die” kommt.

Wieso soll es nur eine göttliche Quelle geben? Muss das so sein? Warum?

Und warum “Quelle”? Könnte es nicht ein göttlicher Vulkan sein, der nicht immerzu Wasser spendet (das ist die naheliegende Assoziation bei “Quelle”), sondern ab und an mal feurige Urenergie speit?

Oder eine göttliche Luftpumpe? Die gezogen werden will?

Oder eine göttliche Erdschleuder? Die gespannt werden will?

Ein göttliches Ätherodrom?

Und warum “göttlich”? Wieso nicht Urquelle? Wieso nicht der Urquell? – Klänge mir zumindest griffiger, weniger verschwurbelt.

Ja, weniger verschwurbelt, damit weniger spiri, weniger eso, weniger wirksam beim Seelenfischen.

Das Ur wäre mir dann noch lieber. Man könnte Gebildeteren ja erklären, dass hier nicht das Rindviech gemeint ist.

Und nochmals lieber wäre mir das “Ha!”. Das ist nämlich zweifellos der menschliche Urlaut, Erstlaut.

Na gut. Eben nicht der göttliche. Der ist anscheinend ein Gurgeln, Schwappen, Zischen. Ein Fontainieren.

Ich weiß natürlich, dass Leute, die sich gerne in erhabenen Begriffen suhlen, keine Zeit dafür haben, sich mit logischen oder gar runischen Kleinigkeiten aufzuhalten. Der geschwollene Busen ist wichtiger, der will betreut werden.

Namen sind Quall und Stauch, jaja. Dass das Wort “Heil” eine Emanation der H(a)-Rune ist, die für die ganze kosmische Ordnung steht, wer muss das wissen, wen interessiert sowas.

Man muss sich ja, soll sich ja erst gleich gar nicht mit den verschiedenen Sphären und ihnen zugeordneten Begriffen befassen: man hat ja “Die göttliche Quelle”.

Außerdem hat man seit einigen Jahrzehnten Quanten. Dazu kamen dann die Computer. Und weil das eine nicht verständlich ist, das andere sagenhaft schnell rechnen kann, hat man jetzt den “Quantencomputer”, der so etwa das Ganze sein soll, immerzu von der göttlichen Quelle gespeist, also doch nicht so ganz das Ganze: Aber wer hält sich schon an derlei kleinen Unstimmigkeiten auf?

Ich.

Ohja, da ist es schon wieder, das böse Ego. Wie als ob Runen und Logik und Semantik nicht schon verwerflich genug wären. Deibel aber auch.

Es ist wohl an der Zeit, dass ich die dreifachen Samthandschuhe mal wieder ausziehe.

Nicht dass ich noch mit der göttlichen Quelle verwechselt werde.

 

Wann fällt Gauck von der Atlantik-Brücke (XYZ) ?

08. Dezember 2013

Ist es möglich, dass wir einen noch verlogeneren, noch schlechteren Bundespräsidenten bekommen, als diesen Gauck?

Leider muss ich, nach aller Erfahrung mit seinen Vorgängern, sagen: Es ist.

Wie könnte der fast unglaublich nochmals schlechtere Bundespräsident aussehen?

Eine sonst konsequent lesbische Grüne etwa, die Obama im Oval Office als Praktikantin Oral Service besorgt, ohne eine sexuelle Beziehung mit diesem – zum Glück wenigstens nicht weißen – Manne zu haben?

Obzu Atlantik-Brücke Atlantik-Blase?

So einen schäbigen Satrapen muss man als öbersten Vertreter des deutschen Volkes sehen.

Widerlich. Der Mann ist seine eigene hohle Hülle.

Allerdings, wofern das Halbwüchsige interessierte, könnte man zu ihnen einfach sagen: “Schaut Euch den Bundespräser an! So sieht alt gewordene konsequente Korruption aus! Dafür gibt es, selbst wenn alles vergeigt, noch Ehrensold!”

Man soll dem Nachwuchse ja klarmachen, wie er zu etwas kömmt. Eine der ersten Erziehungspflichten, oder?

 

 

“Feminismus” und “Antirassismus” heute

08. Dezember 2013

Der heutige Feminismus ist ebenso frauenfeindlich wie der heutige Antirassismus letztlich wider alle Rassen. Erstmal, offen, gegen die weiße Rasse.

Von Göllers Parallelwelt

08. Dezember 2013

Man betreibt einen nicht unerheblichen Aufwand darum, mich nicht wahrzunehmen oder zu kennen. Das tut gut.

Warum nur “Das Dritte Geschlecht”? – Vom Fünften!

08. Dezember 2013

Zwitter zu sein, also unfruchtbar, hiemit nicht so menschheitsbedrohlich wie Männlein und Weiblein, das ist sinnigerweise gefördert, gefeiert, als Modell der Zukunft.

Was aber, wenn einer das vierte Geschlecht hat?

Oder mindestens das fünfte, so wie ich?

Ich bin nämlich gendermäßig wenigstens ein Pentagrammaton.

Ja, wie als ob ich ein Unaussprechlicher wäre: Mein Geschlecht ist nicht nur eines, das Weibliches und Männliches und Sächliches bärge und vereinte, nein, es gründet sich darüberhinaus auch noch auf geistige Verwandtschaft und Herkunft im weiteren Sinne.

Mit dem Fünften Geschlecht zieht man das mir bislang bekannt schwerste Los.

Man braucht so viel Verständnis für sich selbst, dass einen deshalb erst recht keiner mehr versteht.

Die fünf Geschlechter müssen stets in ein harmonisches Pentagramma, damit in den Goldenen Schnitt gebracht werden, und doch darf man nie was abschneiden, nicht einmal seine Vorhaut.

Ich fühle mich überschwerstdiskriminiert.

Keine Lobby für meine Minderheit.

Alle, jene der Mehrheitsgesellschaft (Heteros, Homos, Zwitter, TransgendererInnen, Unentschlossene), gehen gnadenlos über uns weg.

Es wird nichts helfen, als dass ich beim EU-Menschenrechtsgerichtshof eine geharnischte Klage auf Anerkennung meiner sexuellen Identität einlege.

Von Denkern, die nur von Kriechtieren gehört und ernstgenommen

08. Dezember 2013

Mancher versucht sich als Philosoph, und dann hört ihn kaum ein Irdischer, aber die Raumschiffe der Reptiloiden und womöglich noch anderer, die mehr vom abbeißenden Kriechen denn vom freien Denken halten, landen doch scharweis um ihn, den Sinnlosen zuwenigst einzudämmen, aus der schieren Angst heraus, die Dinge möchten sich ins Richtige verkehren.

Zensur in “alternativen Medien”: Die Nutzer müssen es richten

08. Dezember 2013

Dass die sogenannten MSM-Medien, die klassischen Schafsmedien, Leserkommentare zensieren was das Zeug hält, ist ebenso bekannt wie wenig verwunderlich.

Weniger bekannt und doch etwas verwunderlicher ist, wenigstens auf den ersten Blick, wie massiv viele “alternative” Portale zensieren, nachlöschen, sperren.

Ich habe selber entsprechende Erfahrungen gemacht, aber auch immer wieder sehr glaubwürdig davon gehört, dass ich nicht der einzige bunte Hund bin, dessen Einwürfe man anscheinend gar nicht so selten wahrnimmt alswie den Pferdeapfel auf der weißen Tischdecke.

Die Rede ist hier selbstverständlich nur von Beiträgen, die soweit freie Rede in Deutschland legal, der Betreiber also sich nicht selbst wie den Kommentatoren zu schützen hat, und von solchen, die keine überzogenen Beschimpfungen oder Pöbeleien enthalten oder derart vom Thema abweichen, womöglich nur zu Werbezwecken, eben rein willkürlich, einfach, weil dem Betreiber der Inhalt nicht passt, das Licht der Netzwelt nicht erblicken dürfen.

Witziger- oder auch traurigerweise, wie man es sehen mag, scheinen oft gerade Betreiber, die besonders laut über mediale Manipulation wettern, so gar nicht zimperlich mit ihrer eigenen Kundschaft umzugehen.

Was der Ochs nicht darf (bei den Schafsmedien anzuprangern), das ist wohl dem Jupiter feil.

Jupiters Texte können nämlich gar keine groben Inkonsistenzen aufweisen, die ein Leser Jupiters bemerkt, na klar.

Es scheint hier tatsächlich um eine Art des Nimbus, des Gurutums zu gehen: man hat sich ganz einfach nicht von jedem dahergelaufenen Schlunz kritisieren zu lassen.

Oft mag es auch knallhartes Kalkül sein: Diesen Kommentatoren verscheuche ich lieber gleich, oder lehre ihn Mores.

Im Ganzen geht es aber, so oder so, um eine Aussteuerung der Herde, um Gefolgschaft.

Man hat ja, gemessen am vermuteten oder tatsächlichen Nutzen, in der Regel wenig Schaden daran. Denn wenige trauen sich, wissen sich wirksam zu wehren, die Mär zu verbreiten, wer da wo was. Viele sind zu feige, andere wollen kein Nestbeschmutzer sein, sich womöglich selbst in ein schräges Licht setzen, indem der Reflex der Guruanhänger fast sicher in die Richtung geht, der Zensierte habe sich eben entsprechend danebenbenommen.

Und auch: “Der Mann macht doch gute, wichtige Arbeit, wir dürfen uns doch nicht selbst zerfleischen!”

Stigmatisiert ist also schnell derjenige, welcher auf Zensur hinweist, und nicht der Zensor.

Allzufeige aber auch viele. Immer wieder lese ich das Gejammer, einer sei da und dort schon soundsooft zensiert worden. Warum geht er dann immer wieder hin und versucht sein Glück, jedesmal um desto kleiner, aufs neue?

Darf er nicht mit Fug und Recht zuwenigst vermuten, dass es anderen ebenso ergeht? Dass, wenn wohl die meisten ohnehin anonym kommentieren, dann noch nach Belieben zensiert wird, alsomit die veröffentlichte Meinung gezielt manipuliert, man (fast?) schon von einer Art Schwarzbude sprechen muss, an deren Gedeihen er sich als Unterstmöchtegernadept, er sich am Ende doch förderlich beteiligt?

Oft reicht es offenkundig, auch nur einen anderen Guru, der dem Betreiberguru nahesteht, oder dessen Guru ist, in Zweifel zu ziehen, dass der Hebel umgelegt wird.

Leute, die so handeln, von denen will ich bestimmt nicht statt derer regiert werden, die derzeit am Ruder, ich will sie in gar keiner gewichtigen Verantwortung sehen. Denn sie verantworten sich nicht. Und zwar bestenfalls aus Feigheit oder blinder Gefolgschaft. Ansonsten aus “echten” niederen Beweggründen.

Die Nutzer müssen es richten.

Sie können nämlich nicht nur das Kommentieren einstellen, sondern auf anderen Seiten auch von ihren Zensurerfahrungen, ganz konkret, berichten.

Das scheint auch schon zunehmend vorzukommen.

Mehr davon.

 

 

Jasinna, YouTube, Google-Schikanen und neue Betrachtungen dazu

06. Dezember 2013

Anstatt innezuhalten, sich etwas zurückzunehmen, gebärden sich die US-Netzgiganten noch dreister.

Google schikaniert seine YouTube-Videoeinsteller, also genau die, von welchen die Tochter lebt, wie als ob sie dort zum Bittgang müssten.

Die junge deutsche Netzaktivistin “Jasinna” hat das jetzt sehr schön beschrieben.

Man soll sich immer noch weiter ausliefern, Klarname her, Telefonnummer, Google+-Konto, sonst funzt es nicht mehr richtig, und Videos mit über 15 Minuten Länge laufen nicht mehr.

Na prima.

Dieser ausgezeichnete Dienstleister der NSA, der auch gute Privatgeschäfte macht, der NSA aber eben eine Menge Geld spart, indem die bekommt, was sie will, ohne selbst die Kapazitäten dafür vorhalten zu müssen, hält uns also alle für Deppenstaner, für ferngesteuerte Borgs.

Dass INHALTE nicht von Programmierern, von Rechnern, von Algorithmen generiert werden, sondern nur verarbeitet und verfügbar gemacht, man also froh sein sollte, ein eifriger Dienstleister sein zu dürfen, wenn man schon selber nichts Interessantes schafft, das hat man wohl vergessen, oder man verdrängt es, dort, wo “Don’t be evil!” der Leitspruch.

“Suck them all out and enslave them thorougly!”: Das wäre wohl ehrlicher angesetzt.

Ja, zum Suchen nutze ich die Dienste dieser Firma noch. Die sollen ruhig sehen, was mich interessiert. Da sehen sie schon, dass noch einen so vieles interessiert, was ihn gar nicht interessieren sollte. Zudem ein guter Kunde, auch im Sinne des eingehenden Verkehrs.

Ich bin als Publizist allerdings auch in einer anderen Lage denn eine unschuldige Privatperson.

Gleichwohl kann es sehr gut sein, dass ich Google irgendwann gar nicht mehr nutze (was nicht heißt, dass die Firma nicht doch herausfindet, wie ich dann nach Informationen suche), mich es einen Schiet noch interessiert, wie, wo ich dort im Range stehe.

Und selbst auch, wenn ich überall herabgestuft werde, auf Seite 37 oder 115. Damit weniger Zugriffe bekomme. Das mag mir irgendwann auch noch vollends egal sein.

Außer der Überwachung (die bei anderem Nutzerverhalten, wenn man es nicht ganz einstellt, über jeden anderen Dienst wohl ähnlich effektiv bleiben wird): Hier geht es um Schikane.

Wie viel davon lässt man sich bieten?

Wird nicht ein anderer Dienst (der selbstverständlich auch an die NSA liefert, oder sie zapft ihn ab) seine Leistungen freundlicher anbieten?

Wenn ich sehe, dass ich irgendwo irgendeinen “Account”, also ein Konto, eröffnen soll, auch nur um kommentieren zu können, habe ich normalerweise schon den Kanal voll. Hier bei mir braucht keiner ein Konto, um etwas sagen zu dürfen.

Bin ich ein Bänker? Kann ich nicht froh sein, wenn jemand sich spontan interessiert, etwas sagen will, ohne sich registrieren zu lassen, erstmal noch Epost, Passwort, den ganzen Schiet sich reinziehen muss?

Seiten, wo ich mich erst “einloggen” muss, nach eben solcher Registratur, boykottiere ich schon lange. Wozu brauchen die das?

Um ihre Zensurnotwendigkeiten besser abschätzen zu können?

Damit sie mich problemloser sperren können, wenn sie das wollen?

Da machen doch jede Menge private, kleinere Medien und Betreiber letztlich ähnliches, als was Google jetzt bei YouTube ansetzt.

Etwas anderes wäre ein Klarnamenforum, wo man eben nur auftritt, wie früher beim klassischen Leserbrief, wenn der Name angegeben und der Redaktion auch die Anschrift bekannt. Dann offenes Visier für alle, die den Arsch dazu in der Hose haben. (Und vielleicht den Kopf auf dem Halse.)

So melden sich die Leute unter Decknamen an, viele jedenfalls, versuchen noch ihre IP zu verschleiern, was auch nicht so recht funzt, machen sich dadurch erst recht verdächtig, kurzum, ein einziges dummes Gepfitze.

Google ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wir müssen generell umdenken.

Moderne Kunst: Eine kurze Abrechnung

03. Dezember 2013

Damit das ein für allemal klargestellt sei: Dummheit ist keine Kunst.

Ebensowenig möchtegerniges Zusammenbasteln und -schachteln von Hässlichem.

Nur Sklavenhalter und Verblödete erzählen, singen, lassen das Hohelied vom Schund singen.

Leere Bilder, zerfaserte Lieder, Gesang als Gekrächze, Texte, die vom Abtritt, aber nicht einmal zum dort lesen taugen.

Architektur von Leuten aus der Blindenschule.

Ästhetik?

Wer braucht sowas?

Altmodischer Kram.

Fast schon irgendwie Fascho, nä?

Über 90% der modernen Kunst ist schlicht kommerzieller überblasener Schrott.

Es reicht noch nicht einmal zum Kitsch.

Ich habe mir im Netz mal ein paar Bilder von jenem Adolf Hitler angesehen. Geschmackssache. Aber wenigstens für guten Kitsch hat es ganz sicher gereicht.

Guter Kitsch ist mir allemal lieber, als perverses Regietheater und Fettecken und eingesteckte Mohrrüben in der U-Bahn im Arschloch.

Soll jeder machen, was er will.

Ich aber will und werde nicht alles gut finden, auch nur irgendwie beachtlich, weil ein etablierter Kunstbetrieb und dessen Lakaien in den Feuilletons das für gut befinden zu müssen glauben oder es tatsächlich müssen.

Dekonstruktion als Riesenidee. Immer noch mehr Dekonstruktion als noch weiter entwickelte Hyperidee. Pfui Deibel.

Kot, Blut, grober Sex, Zerfetztes. Ja, so macht es Euch Spaß.

Das Handwerk nahe null oder gar keines, das Konzeptuelle also ephemer wie primitiv, das lose Geschwätz dazu völlig unerträglich.

Ja, so ist heutzutage ein großer Teil der sogenannnten Kunstwelt gebaut.

Ärgert Euch ruhig und beschimpft mich.

Da tätet Ihr mal was Sinnvolles. Wenigstens potentiell.

 

Blogs: Von Bedenklichem und Erfreulichem

03. Dezember 2013

Was ich fast noch weniger verstehe, na gut, ich verstehe es aus gewissen Beweggründen her schon, als dass man als Blogautor in Leserkommentare mittendreinkommentiert, ist, dass man einen Kommentarstrang plötzlich einfach schließt.

Bei einer MSM-Zeitung (einem Schafsmedium) mag ich das ja noch viel leichter nachvollziehen; man will die Sache von der Backe haben; möglicherweise kamen schon ein paar Kommentare, die man lieber nicht gesehen hätte, sich aber auch nicht verwagte zu zensieren. Da ist das die einfache Lösung.

Ich habe in bald fünf Jahren keinen einzigen Kommentarstrang zugemacht. Bin ich blöd?

Mag sein. Ich habe aber immer wieder erlebt – es gibt bekanntlich Suchmaschinen und auch andere Wege, die einen erst später auf einen Artikel bzw. die Kommentare dazu führen können – , dass erst alleweil Monate später Gewichtiges hereinkam. Mich hat das dann immer gefreut, auch manchmal dahingehend inspiriert, mich eines fast schon vergessenen Themas erneut anzunehmen.

Ich bin nicht “cool”. Wollte ich nie sein. Allenfalls manchmal gelassen, da jetzt doch schon nicht mehr ein glatter Jüngling.

Wieso die Türe schließen?

Waltet da Faulheit? Ein “Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?” Arroganz? Ist einer vielleicht ganz einfach nicht mehr dem gewachsen, was er mal schrieb? Feigheit?

Gut. Jeder macht es, wie er das will. Es gibt zum Glück keine Vorschriften dazu. Wäre ja noch schlimmer.

Ich sehe es aber so: Entweder lässt man Kommentare zu, oder man lässt es.

Es mag ja mal einen Artikel geben, zu dem man gar keine Kommentare veröffentlichen will. Ist mir zwar noch nicht vorgekommen: das jedoch kann ich fallweise nachvollziehen.

Ich denke, wo wir nicht von den Schafsmedien sprechen, dass eine Art Erhabenheit verbreitet werden soll, meist jedenfalls, wenn einer sagt: “So Kinderchen, hierzu gibt es jetzt nichts mehr zu sagen.”

Eines offenen Geistes, der sich der Welt stellt, Ausnahmen mag es geben, meines Erachtens eigentlich unwürdig.

Keiner zwingt den Autor, nochmal zu antworten. Viele Autoren sind eh nicht sonderlich interaktiv. Daran ist nichts zu bemängeln. Ich halte es zwar anders, verstehe aber durchaus, wenn jemand sein Sach’ einfach so stehen lässt, andere reden, selbst nichts mehr dazu sagt.

Ich “habe” nicht viele regelmäßige Kommentatoren, bekomme oft wenig, nicht selten gar keinen Kommentar herein.

Dafür aber sind die, die reinkommen, oft Weckrufe. Wenigstens Hinweise von Gewicht.

Und manchmal sind verdammt gute Texte dabei. Da hat wirklich jemand was gedacht. Das sind mit die schönsten Momente.

Genug gemeckert. Es bewegt sich einiges.

Als ich anfing, war es noch kaum üblich, dass Blogautoren sich mit ihren Kommentatoren regelrecht unterhielten. Wirklich austauschten. Nicht im Sinne eins “Chats”. Ernsthaft. Genau. Überlegt.

Das hat sich geändert. Eine überaus positive Entwicklung.

Man schreibt wieder.

Und man versucht, richtig zu schreiben.

Eine durchaus bedeutende kulturelle Entwicklung.

 

Zum Deppentrick greifen? (zu Deppenstrategemen?)

03. Dezember 2013

Die Deppenstrategeme verrate ich jetzt schon grade erst recht nicht. Ebensowenig wie zwei oder drei diskutable neue Hauptstrategeme. Ich schätze grade meine Reserven. Habe das Gefühl, dass ich sie brauchen kann.

Außerdem interessiert sich ja anscheinend schon kaum einer für die neuen Hauptstrategeme.

Weshalb dann die womöglich nützlichsten, die Deppenstretegeme, einfach so verraten?

Nee, det spaarnwer uns ma.

Zum Deppentrick greifen (Zu Deppenstrategemen)

03. Dezember 2013

Immer, wenn man keinen guten mehr hat, sollte man sich überlegen, ob nicht zum dümmsten Deppentrick zu greifen sei. Zu einem Deppenstrategem.

Bei mir zum Beispiel täten viele Leute das schon gleich gar nicht vermuten.

Die halten mich für viel zu ausgebufft dafür.

Und sich sich selber auch noch, was ja dann das Beste ist.

Zwar kein Erfolgsgarant, aber allemal ein potentiell überaus förderlicher Umstand.

Natürlich rate ich hier nicht zur regelmäßigen Anwendung von Deppentricks, Deppenstrategemen, der Eingewöhnung in eine Lebensweise, die diese nur noch erstrebenswert macht, schon gar nicht, wie immer, ab vom Denken, dahinzu aber doch, gerade in Lagen, wo man gerade wenig Materielles zu setzen hat, nur Geistiges, gerade deshalb auch einmal völlig ungerührt auf die aus dem Hochmute herrührende, die darauf gestützte Anmaßung, hiemit Selbstüberschätzung, hiemit Dummheit des Anderen zu setzen.

In der Meisterklasse macht man es so, dass jener gar nichts merkt.

Jedenfalls, wenn er irgendwas irgendwie dann doch merkt, keinerlei vernünftige Zuordnung zur Genese der Sache ausmachen kann, wenn er partout nicht begreifen will.

Das ist dann Pech, gehört aber manchmal so.

Eine unter Umständen wichtige Form der Notwehr.

Fuck’em! (II)

03. Dezember 2013

Ich habe den recht fragwürdigen Kollegen, der zwar sehr engagiert, zumindest aber auf die Dauer dem zuwenigst angestrebten Niveau dieser Seite ob seiner begrenzten Sprachwahl wohl eher nicht förderlich, Autor des ersten Teiles, jetzt kurzerhand weggeschickt, unter dem Vorwande, der zwar nicht besonders originell, aber dafür zog, ich müsse zunächst sein Poem genauer studieren, bevor ich entscheiden könne, wann er wiederum zum bestmöglichen Einsatze zu bringen sei.

Der Herr tat so, wie als ob er verstanden, dass ich noch some fuckin’ work da mir ernstlich vorgenommen, verließ mich in sein Reich, wo er seines Hauptlexems noch besser und rhythmischer vorzutragen sich bestimmt noch ausgiebig befleißigen wird.

Nein, nicht dass der Kollege faul wäre.

Auf seine wichtigste Aufgabe konzentriert er sich mit hoher Konsequenz, Ausdauer und bemerkenswerter Kraft.

Darüber wusste ich ihm ja auch ehrlich Mut zuzusprechen, indem ich ihn eigentlich in Wirklichkeit so schnell als möglich verwies.

Fast schon ein Strategem.

Nein, klar, so reicht es noch nicht dafür.

Auf jeden Fall, das muss man dem Kollegen lassen, war er gut drauf, als er seine Tirade absonderte.

Immerhin.

Fuck’em!

03. Dezember 2013

‘E fuckin’ fuck ‘ey fucked up ‘ere in ‘eir fuckin’ show fucked!

Fuck’em! Fuck’em! Ga’dammit fuck’em!

‘Ey ain’t fuckin’ able’a fuckin’ see ‘eir own fuckin’ shit!

Fuck’em.

Fuck’em!

Von den Stärken der deutschen Sprache

03. Dezember 2013

Die unserer Sprache gegebene Möglichkeit, zusammengesetzte Hauptwörter fast beliebiger Länge sinnvoll zu bilden, ist ein zwar nicht zu freigiebig auszugebender Reichtum derselben, aber von unschätzbarem Wert.

Jeder kann, jederzeit, je nach Bedarf, angemessene Wörter bilden. Glasklar.

In gehobener Rede, aber auch unter Handwerkern oder in der Volkssprache geschieht das ständig, oft unbewusst und meist doch in der jeweiligen Lage verständlich und zielsicher.

Und wieder, wie auch oft in unserem Satzbau, wo die Klammern von Tunwörtern und ihren Vorsilben wirken, steht erst hinten ganz Wesentliches, welches das Vorherige auf die richtige Ebene ins Licht setzt.

Der letzte Wortteil ist der Oberbegriff. Die Teile davor wirken ein wenig wie beigeordnete Eigenschaftswörter oder im Wesfall verbundene oder aufzählende weitere Hauptwörter, sind aber doch, viel weniger umständlich, Teil eines Worts, eines Begriffs.

Eine Italienerin sagte mir im Deutschunterricht, nachdem ich einen in der Tat recht finsteren Gedichtsabschnitt von Schiller vorgetragen hatte, in dem das Wort finster selbst auch vorkam und ich es demzufolge auch zu erklären und dem schlichteren dunkel abzugrenzen hatte, die deutsche Sprache eigene sich durch ihre mögliche Mitlauthäufung wohl besonders zur Darstellung düsterer Zustände.

Sicherlich keine falsche, schon gar keine dumme Beobachtung, oder, genauer, Erhörung.

Andererseits: Opern werden auch heute noch außer auf Italienisch gerne auf Deutsch gesungen. Keiner meint, dass das nur nach dem nahen Gottseibeiuns klingen müsse.

Mit den Selbstlauten müssen wir uns zweifellos auch immer wieder etwas mehr Mühe geben, die der Italiener so sich nicht geben muss, denn die Selbstlaute schwirren, außer in Mundarten, sowieso massenweise durch die Gegend, fast egal, was er sagt.

Andererseits: Gleich kam ein Dante-Spruch, ich muss nochmal nachfragen, leider versäumte ich, ihn aufzuschreiben oder mir wenigstens zu merken, natürlich in alter italienischer Ursprache, die doch etwas anders und knapper als übliches heute, in welchem neben der Selbstlautanklänge auch halbe Stabreime geborgen.

Ja, gerade im Deutschen finden wir das, was ich Halbstäbe nenne, nämlich Stäbe, die nicht unbedingt im Anlaut mehrerer Wörter liegen, noch nicht einmal in einer starktonigen Silbe.

Durch den einbegreifenden Satzaufbau haben wir die Möglichkeiten und die Berufung, länger ausgreifende Schwingungsmuster anzusetzen, um von den Stärken unserer Sprache her einzubringen, wo sie vorhanden.

Satzbau ist Gedankenbau. Wortschöpfung heißt Worte schöpfen.

 

 

Schwulenehe: Der Papst muss endlich ran

03. Dezember 2013

Wenn der Papst es endlich einsieht und die Schwulen- und Lesbenehe gutheißt, können seine Pfaffen und Nonnen einander wenigstens heiraten. Den Zölibat könnte man ja klar so definieren, dass er nur für Heteros gilt. Die braucht eh keiner.

Das Niederschlagsspiel (“Knockout Game”)

02. Dezember 2013

Jahrelang schon soll es in vielen Städten der USA grassieren: “the knockout game.”

Es geht darum, einen völlig unschuldigen, nichtsahnenden Passanten oder Schlangestehenden überfallartig mit einem Hieb niederzustrecken. Und zwar in die Bewusstlosigkeit. Die Bande filmt dabei gerne mit dem Schmerzphon, stellt die Erfolge jubelnd ins Netz. Oft wird natürlich noch nachgetreten, mancher wurde zum Pflegefall, manche starben.

Die Übergriffe dieser Art sollen fast nur von Schwarzen begangen werden, regelmäßig mit klar bekanntem rassistischen Hintergrund, an Weißen, Latinos, Amerikanern mit asiatischem Wurzeln, ja, auch Juden, aber meist wohl nur deshalb, weil die auch ziemlich “weiß” sind, jedenfalls die meisten.

Der folgende Artikel dazu spricht schonungslos an, wie hier über Jahre der Dreck unter den Teppich gekehrt wurde, man verharmloste, nichts unternahm.

http://townhall.com/columnists/thomassowell/2013/11/20/a-very-dangerous-game-n1748751

Der Autor sagt ganz unverblümt, dass die Menschen, egal wie sehr man ihnen die Wahrheit vorzuenthalten versucht, auf kurz oder lang eben doch merken, was geht, sieht die Gefahr, dass “die Weißen” (also alle, die nicht schwarz sind womöglich), wenn man so weitermacht, zurückschlagen werden, die Tatenlosigkeit, die Vertuschungen der Verantwortlichen in Medien und Staat die Gefahr echter Rassenkriege nicht bannen, sondern mindestens grob fahrlässig noch steigern.

Ich glaube kaum, dass von diesem Gesocks es einer wagt, mitten in Chinatown einen siebzigjährigen chinesischen Gemüsehändler umzuhauen, oder auf der Wallstreet einen orthodoxen jüdischen Bänker.

Irgendwo, wo alles teilnahmslos durcheinanderwuselt, wird irgendein leichtes Opfer umgehauen, die Meute delektiert sich daran und verschwindet.

Feigste Taten. Nur zum Spaß. Game. Nur zum Spaß?

Was passiert wohl, wenn junge Weiße den Schwarzen diesen Spaß ablernen?

Ist das dann richtig fies?

Kann man es dann noch totschweigen?

Und wenn erstmal Latino-Gangs Jagd auf beliebige Schwarze machen, vielleicht auch lieber halbe Opas, das ist leichter, kann man es dann noch totschweigen?

Und wenn sich gar mehrere ethnische Fraktionen zusammentun, in bestimmten Stadtteilen, kann man es dann noch totschweigen?

Oder meint man, das macht nichts, gegen die schwarzen Gangstarapper haben solche Weicheier wie Chinks und Kolumbianer und europäischstämmige Amerikaner sowieso keine Chance?

Echt klasse, die Multikultur da drüben. Ich bin begeistert.

Geht man in die Stadt, mal ganz müßig, ein bisschen was einkaufen, vielleicht noch ‘nen Kaffee oder ein Bierchen einnehmen, bekommt man einfach derart eine in die Fresse, dass man lieber nicht gleich nochmal aufsteht. Dann gibt es nämlich noch mehr. Ehrensache im Game.

Ich gebe es jetzt und hier ehrlich zu: Lebte ich in diesem abgedrehten Land – horribile dictu – , so hätte ich auch ein paar Feuerwaffen. Gute, und jede gut geübt und geölt.

Man ist nicht auf der Welt, sich einfach von irgendwelchem Gesindel umbringen zu lassen.

Das bringt jedenfalls bestimmt auch kein gutes Karma, wenn man in der höchsten Not keinerlei Anstalten macht, sich selber zu helfen.

Werden, was man ist, und dabei noch mehr

01. Dezember 2013

Außer der Geburt eines Kindes und einer gewissen dieser immer noch üblicherweise vorausgehenden ebenfalls möglicherweise höchstschönen Sache ist das Erlebnis des Wiedererstarkens erwähnenswert erhebend.

Man wird wieder, was man ist.

Und damit noch mehr.

Es reicht mit dem “Toll!”

01. Dezember 2013

Ich will die Leute von meinem Lieblingsradiosender nicht schon wieder nerven, weshalb ich nicht sage, wie er heißt.

Eine Botschaft sende ich aber doch nochmal in den Äther.

Ich kann das Wort “toll” nicht mehr hören.

Differenzierte, gut vorbereitete, humorvolle, oft feinsinnige Moderation, und dann immer wieder und nochmal: “ein tolles Stück”, “eine tolle Band”, “ein tolles Konzert” usw.

Mein Geist! (Ja, Jochen, ich sage jetzt lieber nicht “Mein Gott!”)

Bemerkenswert, ausgezeichnet, hervorragend, sagenhaft, außergewöhnlich, spitzenmäßig, satte, klasse, unvergleichlich, super, eins-A, chefmäßig, abgefahren, unvergesslich, abgedreht, sackstark, durchglühend, himmlisch, großartig, einmalig, saugeil, wasweißichnoch: warum immer nur “toll”?

Seid Ihr toll?

Gut, “toll” kennt jeder, und es hat einen harten, klaren Anlaut, und es bedarf nur einer Silbe.

Das alles spricht sehr für toll.

Auch die heutige Nebenbedeutung, die eigentlich die Erstbedeutung. Nichts dawider einzuwenden.

Auf den Sack geht es mir aber trotzdem, wenn ich immer wieder nur “toll” hören muss.

Gut, muss ich ja nicht. Kann ja abschalten.

Toll.

Indem ich dies schreibe, fällt mir auf, dass ich weder heute noch gestern so oft wie sonst oder überhaupt das Wort “toll” dort gehört habe.

Vielleicht gab es doch eine geistig-morphogenetisch von mir inspirierte Redaktionskonferenz, auf der man sich bewusst zu enttollen entschloss.

 

 

 

 

Bewerbung zum Bundesbildungsminister

01. Dezember 2013

Meine Texte bilden meine Bewerbung klar ab.

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