Gold und Silber: Gigantischer Schwindel?

Alle wollen Gold und Silber.

So scheint es zumindest.

Nur sehr wenige hinterfragen den Gold- und Silberrausch.

Das durchaus stichhaltige Hauptargument für den Erwerb der Edelmetalle lautet, dass den Währungen, Papier insgesamt, nicht zu trauen sei.

Gut, das leuchtet ein.

Jedem, der die ungeheuerlichen Finanzmanipulationen der letzten Jahre – eben wieder die soundsovielste “Euro-Rettung” – nicht völlig an seiner Wahrnehmung vorbeiziehen ließ.

Was nun spricht gegen die vermeintlich so sichere Wertanlage?

Zunächst mal sind Gold und Silber 2002-2011 von 300 US-Dollar je Unze auf 1400, respektive von 2003 5 Dollar auf aktuell 36 Dollar angestiegen.

Also fand in einem Zeitraum von neun bzw. acht Jahren beinahe eine Verfünffachung bzw. mehr als eine Versiebenfachung der Werte in Dollar statt.

So etwas nennen Finanzfachleute, wenn nicht z. B. eine fundamentale Erfindung eine völlig neue Lage schafft (sagen wir mal, ein extrem seltener, unersetzlicher und nicht künstlich herstellbarer Stoff, bislang kaum wichtig, ermöglichte den Bau eines Warp-Antriebs und damit interstellare Raumfahrt), normalerweise eine “irrationale Übertreibung” oder auch “Blase” (die auf kurz oder lang platzen müsse).

Soweit ich weiß, sind aber im obengenannten Zeitraum weder für Gold noch für Silber entscheidende neue technische Anwendungen entdeckt worden, so dass deren intrinsischer Wert sich kaum verändert hat.

Es handelt sich also nach klassischer Definition längst um einen sich lediglich selbst nährenden “Boom” einen “Hype”, bei dem typischerweise am Schluss noch Lieschen Müller mitverdienen will, nach dem Hammelherdenprinzip. Die Wirtschaftsgeschichte strotzt nur so vor herben Beispielen hierfür. (Übrigens muss es bei jedem Gold- und Silberkauf auch einen Verkäufer geben, der den Verkaufspreis als für sich vorteilhaft ansieht. Alles Deppen? Oder sind das etwa alles Notverkäufe? Wohl kaum.)

Und da mutet es doch schon an sich verdächtig an, dass in den Schafsmedien kaum Stimmen laut werden, die darauf hinweisen und berechtigte Zweifel daran vorbringen, wie lange das noch “gutgehen” könne.

Viel schlimmer, viel dümmer noch: In den sogenannten alternativen Medien, bei denen man doch vermuten darf, dass sie nicht (alle) nach der Pfeife der Hochfinanz tanzen, findet man gar noch weniger kritische Stimmen.

Im Gegenteil: Wer sich skeptisch äußert, wird als Kleingeist, Idiot oder gar einer hingestellt, der nur gekauft sei, die Preise zu drücken, in Wirklichkeit für Rothschild & Cie. als Desinformationsschakal tätig sei.

Und jedesmal, wenn Gold und Silber mal nicht weiter nach oben schießen, gar mal kurzfristig fallen, geht die Verschwörungstheorie, die Preise würden künstlich gedrückt.

Auf die Idee, dass da jemand, der weiß, dass die Sause nicht mehr lange währt, nur auch noch nicht wie lange genau, ganz vernünftig, souverän und durchdacht schlichtweg einen guten Zeitpunkt zum (wenigstens teilweise) Aussteigen und Umschichten genutzt haben könnte, ganz banal, kommt dabei anscheinend (fast) keiner.

All dies zusammengenommen, macht mich gewaltig stutzig.

Es sollte jeden selbständig denkenden Menschen dahinbringen, sich einmal kräftig am Kopfe zu kratzen.

Wenn alle Erfahrung, alle übliche Logik in solch gespenstischer Weise außer Kraft gesetzt wird, muss normalerweise etwas faul sein.

Es konnte mich jedenfalls noch keiner – ob “Illuminat”, Obscurat, Meister der Argumentation und Rhetorik oder Otto Nachbar – dahingehend erleuchten (oder soll ich weniger vornehm sagen, bebrabbeln?), weshalb das in diesem Falle anders sein sollte.

Das Ganze riecht nach einer gigantischen globalen Deppenverarsche.

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auxmoney.com - Kredit von Privat an Privat


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90 Antworten zu “Gold und Silber: Gigantischer Schwindel?”

  1. Zecke sagt:

    Auf den Goldseiten dieser Erde taucht immer wieder der wohl historisch gefestigte Maßstab “ein Unze Gold kauft 1 x den Dow Jones” auf. Hierbei ist es sicher egal, ob in Zukunft der Dow auf Goldniveau fällt oder die Unze auf Downiveau steigt (vielleicht trifft man sich ja auch in der Mitte). Ab dieser Egalität ist es (neben den zahlreichen, anderen, guten, hier genannten Vorschlägen zur Goldbewertung) evtl. sinnvoll Gold nicht mehr als optimalen Wertspeicher anzusehen. Zumindest für mich ist diese Ratio ein gewisse Orientierung. Großes Lob für diesen guten, kritischen Blog !

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zecke

    Danke!

  3. Dude sagt:

    Dem Lob schliess ich mich an :)

    Und zum Thema sei meinerseits angemerkt, obschon ich mich mitnichten Historiker schimpfen würde, dass Gold bereits seit sehr langer Zeit ein gern gesehenes “Ding” war. Man schmückte sich damit, man rühmte sich damit, man verzierte und baute gar ganze Paläste.

    Was nun den praktischen Nutzen heute in einem allfällig in Bälde eintreffenden Fall der Fälle betrifft, hat es keinen sonderlich grossen Wert, wenn überhaupt.

    Insofern ist es mit Sicherheit geschickter die Anlagen in praktisch sinnvolle Objekte zu stecken, um gerüstet zu sein…

    …jeder seinen Mitteln entsprechend…

    Ps. Der Börsenhandel im generellen, und insbesondere der Derivatenhandel ist eine simple Methode innert kürzester Zeit sein Vermögen ins Aberwitzige zu potenzieren, vorausgesetzt natürlich, man ist dazu bereit, sein Gewissen aufzugeben und seine Seele freiwillig zu verdammen….

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Was, wenn manche Leute gar keine Seele haben?

    Vielleicht haben wir gar alle keine.

    Egal.

    Ansonsten d’accord.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Nachtrag

    Ich meine es nicht so böse, wie es scheinen mag.

    Verzeih mir meine Ungläubigkeit.

    Ich glaube nunmal nicht ans Glauben.

    Dass da mehr sei als nur Fleisch, dafür spricht viel.

    Auch viel persönlich Erlebtes.

    Deshalb stelle ich aber Vorstellungen und Interpretationen nicht als gesichert wirklich auf.

  6. Dude sagt:

    @Magnus

    Niemand HAT eine Seele! Die Seele hat den Körper!
    Sie IST ewig = zeit-los!

    Der Weg ist ein steiniger, doch gangbar.
    http://www.youtube.com/watch?v=8yhyJW2RKPk

    Ps. Habe das jetzt auch in keinster Weise als bösartig aufgefasst, daher gibt’s auch nichts zu verzeihen, doch danke trotzdem :)

    Glauben tut jeder, nur sind die verschiedenen Glaubensrichtungen aufgrund des gleichzeitigen individuell Eins- & individuell Verschieden-Seins auch unendlich verschieden angesiedelt…

    Darum sind ja Monotheismus und Religionskonstrukte generell, oder auch wissenschaftlich-dogmatischer Atheismus genauso wie atheistischer Monismus oder Dualistische Konstrukte letztlich kompletter Schwachsinn.

    Aber ich habe mittlerweile verstanden, dass sie für manche durchaus hilfreiche Krücken sein können. Solange sie im Geiste frei bleiben sind sie mit Sicherheit auch nicht schlecht – im Gegenteil.

    Doch ich bleib nachwievor bei meinem ganzheitlichen Nihilismus in Liebe.

    Wünsche freudvollen sonnigen Tag für die Familie.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Wollte ich Dich ein bisschen ärgern, so sagte ich jetzt wohl, dass Du wahrscheinlich einen ziemlich guten Priester abgäbest.

    Da ich das aber nicht will, sage ich lediglich, dass ich mit Sprachwissenschaft und Philosophie wesentlich besser zurechtkomme als mit Religion.

    Letztere mag vielen Menschen etwas geben: mir nicht.

    Religion ist mir zu unredlich und zu feige.

    Ich hab’s als Kind mal kurz damit probiert, empfand mich dabei aber stets als einen erbärmlichen Bastard aus einem Idioten und einer Bettlerin und entsprechend lächerlich dazu, und das war mir schon ziemlich peinlich.

    Sollte es einen Gott geben, so kann es ihn ja nur dadurch geben, dass es ihn nicht gibt.

    Das verstehe jetzt mal, wer will.

    Achso: Wir sind hier ja beim Gold.

    Nietzsche meint im Zarathustra dazu, Gold sei zum höchsten Werte gekommen, da es sich immer schenke.

    Ich bezweifle allerdings auch in dem Falle, dass ihn schon allzuviele verstanden haben.

  8. Zecke sagt:

    Fast Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, eine größere Anschaffung zu tätigen – sagen wir ein Haus für 150 000 Papiergeld zu kaufen – und keinen Lottogewinn, keine reichen Großeltern oder beides hat, legt sich also einen Sparplan in Papiergeld zurecht. Indem er also einfach nur sein mühsam Verdientes spart, wird er nach 10 Jahren des Sparens feststellen, dass das o.g. Investitionsobjekt auf einmal 300 000 in Papiergeld kostet – dann übelegt er sich , habe ich hier was falsch gemacht ? In einigen Fällen kommt er dann aber so wie in meinem Falle zur Erkenntnis, okay ich werde auf vielen Ebenen beim Sparen verarscht !
    Ich habe hier das Beispiel “Haus” gewählt, weil ich persönlich (insbesondere autarges – also Miet-freies) Wohnen für ein Grundbedürfnis und gleichzeitig für eine Steigerung von Freiheit (insbesondere im Rentenalter, wenn man sich einer Mieterhöhung nicht mehr durch Suchen eines höher dotierten Jobs anpassen kann) halte. Als ich vor 10 Jahren feststellte, dass kreditgeschöpftes Geld unsparbar ist, fragte ich mich, ob es denn unbedingt sein muß, dass ich einen Dritten (also einen Bankkredit) heranziehen muß, um mir dieses Grundbedürfnis zu erfüllen. Sicher, man bot mir an, mein Grundbedürfnis “Wohnen” gleich zu erfüllen, aber man verstand nicht, dass zumnest mein Grundbedürfnis nicht einfach nur “wohnen”sondern “autarges Wohnen” oder besser Wohnen ohne weitestgehenden Zugriff eines Dritten auf dieses Grundbedürfnis ist. Ich verstand auch nicht, weshalb ich meinen Arbeitsbuckel für zwei Häuser krumm machen muß (denn über 30 Jahre Kreditlaufzeit kommen die zusammen), obwohl ich nur ein Haus brauche. Ich suchte also nach Alternativen des Sparens, des Werttransports, des Verlagerns von Ausgaben in die Zukunft – wenn ich damit auch, wie´s scheint , eine aussterbende, belächelte Spezies in dieser Gesellschaft bin. Es war mir also ein Bedürfnis etwas zu sparen, damit mein Arbeitsbuckel nicht all zu krumm wird. Außerdem empfand ich die Gegenleistung der Bank, deren Leistung ja nur darin bestand, mir bedrucktes Papier , dass es vorher noch nicht gab (also im besten Falle kreditgeschöpftes Papiergeld) zu geben, für die Aufforderung “meinen Buckel 15 Jahre länger für ein Haus mehr” krumm zu machen als schlechtes Geschäft. Irgendwie landete ich damals, nach vielen Sparversuchen von Try/Error vorerst auch beim Golde. Ich hab doch nur ein (Arbeits-) Leben ! Noch glaube ich, so sparen zu können – nichts ist unendlich !

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zecke

    Gold kostet so viel wie lange nicht.

    Daher: verkaufen.

  10. Zecke sagt:

    Lieber Herr Göllner,
    ich bin von meinem Sparziel leider noch einige Meilen entfernt und frage mich natürlich auch (und trotz der o.g. Dow-Gold RATIO) ob es ähnlich robuste Alternativen oder Diversifikationen gibt. Haben sie Vorschläge (abseits des bereits genannten Silbers bzw. von seltenen Erden) ? Wie teuer ist denn guter Lös-Boden genau ? Gibt es dafür einen Chart im Verhältnis zu anderen Wertspeichern und Wo genau kann man den in unserer bunten Republik (falls nicht schon alles der Fielmann aufgekauft hat) noch günstig erwerben ?

  11. Zecke sagt:

    Sorry für die “kleine Anrede” !

  12. Dude sagt:

    @Magnus

    Religion ist ab dem Zeitpunkt schädlich, wo das Guruprinzip in Erscheinung tritt, daher wäre Priestertätigkeit – und mag ich noch so viel Talent dazu besitzen – genau das falsche, da ich dieses Prinzip damit fördern würde. Sobald die Gleichwertigkeit der Individuen untergraben wird, was durch das Guruprinzip schnell passiert, führt das in die Spaltung. Überdies lenkt es schnell ab vom individuell einzigartigen Diamanten, dem eigenen Geiste, und der bewussten (oder unbewussten ;) ) Verbindung zur Quelle selbst.

    Zudem ist nicht alles Gold was glänzt :-D

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Zecke

    Guter Boden ist natürlich grundsätzlich keine schlechte Idee.

    Allerdings bringt der nur was, wenn Sie ihn selber bewirtschaften oder verpachten (was der Bauer nur auf Dauer eingeht).

    Wo und zu welchen Preisen man Lössäcker mit Bonität 1 bekommt, weiß ich auch nicht; er dürfte aber überall in D etwa gleich viel kosten (habe nur noch Preise von vor 15 Jahren im Kopf).

    Wald halte ich für den Privatier für besser, vorausgesetzt, er kann mit einer Motorsäge umgehen und heizt mit Holz. (Wald macht Arbeit.)

    Da kann man schon für 10-20 000 Euronen ein ganz ordentliches Stück bekommen.

    Ansonsten sind, wenn man Platz hat, sicherlich auch günstige Restposten an Werkzeugen nicht schlecht, an Edelstahlschrauben, Winkeln usw.

    Geht nicht kaputt, wird immer gebraucht, behält immer seinen Wert.

  14. Thomas sagt:

    Waaa da hab ich aber ein Thema voll übersehen! :D

    Hier mal was für den Göller:
    http://www.goldseiten-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=14760

    Die ersten beiden Chartbilder dürften dich interessieren. Inflationsbereinigte Charts.
    Wo sind da Gold und Silber in einer Blase?

  15. Thomas sagt:

    Und noch was gerade zufällig gefunden. Einer meiner Lieblinge, Prof. Bocker.
    Die ersten paar Min sind interessant für/gegen deine These.

    http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_179184&feature=iv&src_vid=N4suUEx4eIo&v=ItJH0EdkbTM

  16. mapleleaf sagt:

    Gold und Silber sind in einer Blase? Gold und Silber sind nicht in einer Blase! Gold und Silber waeren in einer Blase, wenn der Euro oder der Dollar eine stabile Waehrung waere. Der Goldpreis wird in Dollar gemessen. Wer im Mathematikunterricht halbwegs aufgepasst hat muss sich nicht die Blöße geben und einen Anstieg des Goldpreis im letzten Zyklus eines ungedeckten Papiergeldsystems “hinterfragen”. Wenn es in 10 Jahren 10mal so viel Dollars gibt, muss der Preis für Gold auch 10mal so hoch liegen, völlig unabhaengig von eventuellen Angebot/Nachfrage-Faktoren. Brotpreise, Strompreise und Zigarettenpreise seit 2000 verdoppelt. Mineralöl mehr als verdoppelt usw.

    “Es muss auch immer Verkaeufer geben. Alles Deppen?” – Ja alle, außer die Mienengesellschaften.

    “Die Wirtschaftgeschichte strotzt nur so vor Beispielen..” – an was haben Sie da speziell gedacht? doch wohl nicht an 1948 wo Lieschen Müller das zweifelhafte Vergnügen hatte 100 Mark in 6,50 Mark zu tauschen und wohl auch nicht an 1923 wo Briefmarken im Sonderangebot waren, hatte Herr Müller 1921 100 RM von seinem Lohn gespart musste er Ende 1923 weitere 19.999.999.900,00 RM aufbringen um einen Brief zu versenden – so viel zum Thema Deppenverarsche;)

    Fazit: Der Goldpreis ist uninteressant! Der Goldwert bzw. die Kaufkraft ist entscheidend. Der Goldpreis ist in kurzer Zeit stark gestiegen. Der Goldwert hat sich waehrend dieser Zeit kaum veraendert. Erst wenn der Goldpreis in den Blasenbereich rückt, steigt möglicherweise auch der Goldwert stark, weil für den heutigen Wohlstand mehr Geld ausgegeben wird, als in einer sicher kommenden Krise unbestimmter Dauer, Gold als Zahlungsmittel zur Verfügung stehen wird.

  17. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ mapleleaf

    Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, exakte Zahlen zu eruieren, was Gold derzeit “wert” ist.

    Eben selbstverständlich nicht an, sagen wir, dem Dollarpreis des Jahres 2000 gemessen, sondern am Gegenwert in Weizen, Edelstahl, Heizöl und was sonst noch so wirklich vom heutigen Menschen gebraucht wird.

    Hier sehen wir einen enormen Anstieg. (Wahrscheinlich, da Sie sich “mapleleaf” nennen, haben Sie gute Statistiken dazu.)

    Dieser kann nicht unbegrenzt weitergehen. Von den Goldverkäufern wird aber das oft behauptet. Nur gegen diesen offensichtlichen Unfug wende ich mich.

    Man vergleiche den Preisverlauf von Weizen, meinetwegen Rohstahl, irgendwelchen Grundgütern in Dollar oder Euro oder sonst einer Währung mit jenem des Goldes; da liegt der Hase im Pfeffer.

    Vielleicht hätte ich das oben deutlicher machen müssen; ich ging aber davon aus, dass diese Gegenrechnung jedem Gold- und Silbermanne geläufig sei.

    Überall kann ich, wenn ich Gold habe, dieses in Euro tauschen und, noch, entsprechend etwas dafür kaufen. Oder ich zahle gleich in Gold, der Verkäufer rechnet es um. Sei es in Quadratmeter Boden, in Schweizermesser, in Esel oder sonstwas. In praktisch allen Fällen ist Gold im Preis/Wert gewaltig gestiegen. Das ist unbestreitbar.

    Irgendwann wird das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt.

    Dass man das nicht hören will, obschon es kein vernünftiges Argument dawider gibt, daran habe ich mich gewöhnt.

    Für die Goldgläubigen (bzw. die Goldschacherer) ist Gold, wenn man für eine Unze die gesamte Baumwollernte der USA bekommt, sicherlich immer noch ein Anlagegut zum Einsteigen. Jedenfalls hat mir noch nie einer jener einen Punkt genannt, an dem Gold seiner Ansicht nach wahrscheinlich nicht mehr wertvoller würde.

    Klar, dass jene, die Gold haben, Gold zu verkaufen haben, sich wünschen, anderen zu suggerieren trachten, dass man irgendwann von einem Gramm dessen drei Jahre lang in Saus und Braus leben könne, in Monaco, mit Meerblick.

    Nachtrag

    Wenn Sie, verehrter mapleleaf, wissen wollen, wie Sie Ihr Gold meines Erachtens rechtzeitig klug umschichten, auf Ihre persönliche Lage zugeschnitten, so gebe ich Ihnen gerne Rats. Das Honorar hierfür bemisst sich ab einem Sockelbetrag je nach Größenordnung degressiv prozentual.

  18. Thomas sagt:

    Naja, Magnus… die Weizenproduktion ist in den letzten paar (Dutzend) Jahren auch gewaltig gestiegen. Die Goldproduktion im Verhältnis dazu eher weniger. Daher auch mehr Weizen für die gleiche Menge Gold.

    Natürlich hast du in gewisser Weise recht: Edelmetalle erfreuen sich momentan einer stärkeren Nachfrage, die, bedingt durch das baldige Systemende, noch zunehmen wird. Steigende Nachfrage bedeutet natürlich einen höheren Preis, der, wenn die Nachfrage zurückgeht, wieder fallen kann und wird. Dieser Preis darf im Moment aber nicht mehr in Euro oder Dollar gemessen werden aus den bekannten Gründen. Weizen bietet sich da in der Tat eher an, jedoch nur der Verlauf der, sagen wir mal letzten 30 Jahre, die eine entsprechend technologisch hochgerüstete und halbwegs gleichbleibende Produktionsmenge liefern. Wenn da nun Gold die letzten 10 Jahre tüchtig gestiegen ist, dann liegt das bereits an der wachsenden Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen. Ergo wird der Goldpreis, gemessen in Weizen, irgendwann wieder fallen. Aber dieser Verfall wird weitaus weniger stark sein als der Kaufkraftverlust der Fiat-Währungen in der nächsten Zeit. Deshalb: Gold ist weder gemessen in Geld und schon gar nicht gemessen in Weizen in einer Blase. Die Blase, gemessen in Geld, wird kommen. Die in Weizen gemessene wird ausbleiben. Dort wird es, wenn die Papiergeldkrise vorüber ist, eine normale Korrektur nach unten geben mit einem anfänglich etwas stärkeren Ausschlag, der sich aber wieder einpendeln wird. Am Ende bekommst du für die gleiche Menge Gold in der Zukunft etwas weniger Weizen als heute (Missernten mal ausgenommen), was an der geringeren Goldnachfrage liegt, sobald das Geldsystem neu startet.

    Goldverkäufer behaupten nur einen Preisanstieg in Geld. Dass der Wert bzw die Kaufkraft des Goldes dadurch aber nicht unbedingt steigt verschweigen sie natürlich.

  19. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Exakt um den Inhalt Deines Schlusssatzes geht es wesentlich.

  20. Thomas sagt:

    Ich weiß, wollte nur, dass der Rest auch nochmal deutlich dargestellt wird. ;)

  21. mapleleaf sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Meine Wahrnehmung zum Thema Gold ist Folgende:

    Es wird zur Prime-Time Fernsehwerbung geschaltet, die die Bevölkerung mit dem Argument, dass der Goldpreis momentan hoch ist, “entgoldet” – von zukünfigen Goldpreisen wird hier nichts gesagt.

    In jedem Kaeseblatt sind Anzeigen der lokalen Juweliere vorzufinden, die die Bevölkerung “entgolden” – Prognosen für den zukünftigen Goldpreis kann man auch hier nicht finden.

    Beim Surfen auf Websites mit dem Thema Gold und Silber wird man mit Anzeigen von Onlinehaendlern bombardiert; in seltenen Faellen sogar personalisierte Werbung auf anderen Websites – auch hier soll ich nur kaufen und mich nicht nach irgendwelchen Kurszielen erkundigen.

    Das alles sind Zeichen dafür, dass man mit dem Handel von Gold und Silber momentan einen Reibach machen kann – und mehr erstmal nicht.

    Sie hinterfragen allerdings, ob das nicht ein Hype oder sogar ein Schwindel ist und der Goldkaeufer laengerfristig fehlinvestieren wird. Man kann es kurz machen: Diese Frage wird man erst in der Zukunft beantworten können, wie man alle Investitionen erst rückblickend bewerten kann. Von dieser Weisheit nehmen Sie aber in Ihrem Artikel vorsorglich Abstand, denn sonst würde sich ja für den Leser nicht die Frage ergeben: “Kein Gold??? – ja was denn dann???”

    Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt die “Qui bono?” Frage automatisch immer dann zu stellen, wenn es um Finanzfragen jedweder Art geht.

    Wenn ich diese Frage mal auf Ihren Artikel anwende erkenne ich schnell die Problem-Lösung-Masche:

    1. Ein kurzer Vorbau bestaetigt den Leser in seiner Angst um die Zukunft des Papiergeldes
    2. Eine emotionale auf Verwirrung aufgebaute, tatsachenwidrige Argumentationskette soll die Medien, egal ob alternativ oder Mainstream, als Informationsquelle ausscheiden lassen
    3. eigene Interpretation der vorher geschaffenen Verwirrung

    Obgleich Sie oben mit ökonomischem Halbwissen zu glaenzen versuchten, wage ich folgende Wette:

    Ich wette ohne Wetteinsatz Ihrerseits eine 1/4 Unze Feinsilber darauf, dass Sie kein verifizierbares Argument haben, welches für einen signifikanten Kaufkraftverlust von Gold und Silber innerhalb der naechsten 36.000 Jahre spricht – abgesehen von einer Weltstaatsdiktatur inklusive einem despotisch geführten, digitalen Zahlungsverkehr, in dem mir jede andere Investition, die Sie mir jetzt wahrscheinlich gern ans Herz legen würden, ebenfalls nicht mehr zu meiner materiellen Selbstverwirklichung beitragen könnte.

    gruß
    mapleleaf

  22. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ mapleleaf

    Zuviel der Ehre.

    So, wie Sie meinen Artikel, meine Strategeme beschreiben, müsste ich schon reich daran geworden sein.

    Allerdings werden Sie, mit Verlaub, im Laufe Ihrer Argumentation auch recht dümmlich; denn ein signifikanter Kaufkraftverlust von Gold und Silber kann, wie schon in früheren Jahrhunderten, ohne Diktatur oder derlei Pipapoh, jederzeit eintreten. Das reicht als “Argument”. Andere waren ja schon angeführt.

    Ihre Viertelunze Silber nehme ich gleichwohl nicht an.

    Das sind zurzeit sieben oder acht Euro, und um die will ich einen, der nicht von hier bis dort zu schauen vermag, nun wirklich nicht erleichtern.

    Sollten Sie es aber wirklich dicke haben, so dürfen Sie mich gerne finanziell unterstützen. Sponsoren sind stets willkommen. Ich habe zwei Buben, die nicht eben wenig essen. Immerhin gibt es hier aus meiner Feder was zu lesen, für jeden, manchmal wohl auch Beachtliches, kostenlos.

    Ich will Sie durch meine klare Rede nicht beleidigen; wer mir aber erzählt, er wisse, dass es für Gold und Silber in den nächsten 36 000 Jahren, wo nicht ein Zwang walte, keinen signifikanten Kaufkraftverlust geben werde, den kann ich leider nicht ernstnehmen.

    Noch zur Klärung: Ich halte zwanzig bis dreißig Prozent gebüßt schon für signifikant. Eine Halbierung eines Wertes erst recht. Da kommt man in dem Falle schnell hin. Träumen Sie weiter.

  23. Thomas sagt:

    “Ich halte zwanzig bis dreißig Prozent gebüßt schon für signifikant.” Die Frage bleibt dennoch: Was sind die Alternativen zu Edelmetallen in puncto Kaufkraftaufbewahrung in unserer heutigen Zeit?

    Ich “glaube” auch daran, dass Edelmetalle noch in 1000 Jahren, sofern keine unerschöpfliche Energiequelle gefunden (oder zugelassen) wird, ihren Wert größtenteils erhalten haben werden. Wenn du heute 100.000 Euro für deine Nachfahren in Geld anlegst, hat dieses in 1000 Jahren bestimmt 8-12 Währungsreformen hinter sich und ist nichtmal mehr einen Eintrag auf dem Bankkonto wert. Was sind da angenommene 30% Verlust bei Gold? 30% Kaufkraftverlust in Euro hast du nach aktuellem Stand grob alle 6 Jahre…

  24. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Thomas

    Klar ist Gold, solange man es nicht billig herstellen kann (ein paar Atome kann man wohl schon erballern, aber das ist bisher viel zu teuer), eine sicherere Anlage (wenn es einem nicht von irgendwelchen Banditen oder dem Staat als Oberbanditen abgenommen wird) als irgendwelches Papier.

    Die langen Gesichter täte ich mir aber wohl mal anschauen, wenn die technische Herstellung von Gold plötzlich nur noch (in heutiger Kaufkraft gerechnet) zehn Euronen pro Gramm kostet. Und dann fünf, schließlich zwei…

    Umgekehrt könnte Gold natürlich, wenn man es weiterhn nur schürfen kann, an keinen Planeten rankommt, wo das Zeugs massenweis vorhanden (so wie die Spanier, als sie Südamerika plünderten; da gab es einen echten Preissturz in Europa), umgekehrt aber eine technische Anwendung (Warp-Antrieb oder so etwas) gefunden wird, die das Metall noch viel begehrter macht, auch nochmal “durch die Decke” gehen, wie man das so schön ausdrückt.

    Dann hätten die Goldleute richtig gut lachen.

    Es sei denn, wie gesagt, alles Gold wäre bei der planetaren Raumfahrtbehörde abzuliefern, sonst Todesstrafe…

  25. mapleleaf sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Jetzt verrate ich Ihnen mal was: mein Edelmetallbestand betraegt Null Gramm Gold und 323,4g Silber {10 Maples, 1/10 Mexico Libertad, 1/20 Mexico Libertad und die 1/4 Unze Arche Noah, die jetzt schon auf dem Weg waere, wenn Sie die Wette nicht verloren haetten)

    Wie haetten Sie Ihre Chance optimal nutzen können..?

    Sie haetten mir eine Art wissenschaftlich-logischen oder wenigstens einen historisch belegbaren Grund liefern können, durch den auch ich Zweifel an dem momentanen Goldrausch bekommen haette – aber ich wüsste jetzt immer noch nicht warum Edelmetalle bald wieder wertloser sein sollten…

    Ich hatte ja oben schon geaeußert, dass Sie mit dem vorsaetzlichen, öffentlichen Geringwertschaetzen und Schlechtreden des Edelmetallinvests nur eine schnelle zusaetzliche Mark machen wollen, indem Sie vorgeben ein noch besseres Invest bzw. überhaupt erst mal Eines zu kennen. Teil dieser Theorie ist die Annahme, dass Sie sich selbst bereits ganz gut mit Edelmetallen eingedeckt haben.

    Falls diese Theorie falsch ist lautet meine Diagnose: Beim Thema “Arbeitskraft über Zeit speichern in seltenen UND edlen Metallen” sind Sie Fundamentalist. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit und weitere oft genannte Gründe – allen voran der geringe spekulative Aspekt – können Sie nicht von Gold überzeugen.

    Ich versuche mich ja in Sie hineinzuversetzten, warum Gold und Silber nicht an Sie “ran gehen” und dabei ist mir eingefallen, dass ich z.B. niemals in Edelsteine investieren würde und zwar aus einer ganzen Liste von Gründen.

    Wenn mir jemand eine weiße Karte, in der eine kleine Kunststoffkapsel eingearbeitet ist, in der ein natürlich gewachsener, lupenreiner, aus Südafrika stammender, weißer 1 karaetiger Brillant dem Ruf der Schwerkraft folgt, vorlegen würde und mir diese für 25.000€ zum Verkauf anbietet – würde ich dankend ablehnen.
    Intuitiv würde ich keinen Wert in dem Stein sehen ohne groß die Ratio einzuschalten {das würde aus Ihrer Perspektive ohnehin zu keinem anderen Ergebnis führen) – vielleicht geht es Ihnen so, wenn sie einen 1000g Goldbarren in den Haenden halten.

    Die Schlussfolgerung das es Geschmackssache ist trifft aber auch nicht zu, da man bei allen Wertspeichern “pro” und “contra” abwaegen kann und die “pro”-Liste bei Edelmetallen überzeugt einfach durch ihre Laenge und glaenzt durch die seit Jahrtausenden nicht mehr eingetretene Spekulation mit Gold.

    P.S. 20-30% Verlust ist natürlich signifikant aber dieser Zahlenwert waere ja ohnehin erst zum Tragen gekommen, wenn ich von Ihnen etwas gehört haette was dafür spricht!

  26. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ mapleleaf

    Sie scheinen noch nicht einmal gemerkt zu haben, dass ich gar keine Wette mit Ihnen eingegangen bin.

    Historisch belegbar ist z.B. das mit den Spaniern, was ich oben schrieb.

    Ich verstehe auch nicht, wie Sie sich so reinhängen, da Sie nur Silber im Werte von vielleicht 300 Euro zu besitzen vorgeben. Aber das mag ja rein wissenschaftlich getriebener Altruismus sein.

    Auch verstehe ich nicht, woher Sie die Konjektur nehmen, ich besäße eine Menge Edelmetall: Wieso sollte ich dann meine Skepsis gegenüber dem haltbaren Werte desselben perpetuieren?

    Den Wert dessen, was ich besitze, herunterschreiben?

    Wozu sollte ich das tun?

    Es ist, ich wiederhole es, lediglich Skepsis.

    Ich maße mir die nähere Zukunft ebensowenig zu kennen an wie die mittel- und langfristige.

    Mühen Sie sich ruhig, mich auf ein Glatteise zu führen: es stört mich nicht.

    Allenfalls, wenn Ihnen nichts Besseres als das Vorgebrachte einfällt, antworte ich nicht mehr.

  27. mapleleaf sagt:

    @ Magnus Wolf Göller

    Ich will niemanden auf ein Glatteis führen – ich bin auf der verzweifelten und bisher ergebnislosen Suche nach Gold- und Silber-contras.

    Zu meiner Person: Ich bin 23 und studiere Elektrotechnik, diese Geldsystem-/Kaufkrafterhaltungs-/Inflationsgeschichten interessiert mich nur nebenher!

    Mein letztes Weihnachtsgeld habe ich, im Rausch der Argumente diverser Geldsystemtheoretiker und Edelmetallhaendler, in den besagten 10 Silber Maple Leafs geparkt.

    Dann ist mir aufgefallen, dass ich das doch nur wegen denen getan habe und dieser Gedanke gefiel mir nicht!

    Ich habe dann “Argumente gegen Gold” gegooglet und bin bei Ihrem Artikel gelandet. Dort fand ich nur ein Fragezeichen in der Überschrift und Ihre etwas emotional klingende Aversion gegenüber Edelmetallinvests.

    Ich habe dann versucht Sie zu einem für mich einleuchtenden Gold- und Silber-”contra” zu provozieren – das ist der Stand der Dinge.

    Entschuldigung, dass ich Ihnen die Argumente der Gold- und Silbermissionare um die Ohren zu hauen versuchte aber ich dachte so kommt vielleicht schneller das von mir gesuchte Gegenargument – ich traue deren prophezeiten Frieden natürlich auch nicht.

    Ich weiß nicht ob Sie persönlich Edelmetalle haben, ist für mich auch uninteressant. Lediglich treibt uns alle die Verelendungsangst zur Suche nach sinnvollen Wertspeichern – Sie wollen wissen ob man von einem Laubwald leben kann; ich will wissen ob ich nochmal zehn Maples kaufen soll oder irgendwann sogar etwas Gold.

    gruß
    mapleleaf

  28. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ mapleleaf

    Nun, wenn Sie mich lediglich testen wollten, der Prüfe halber, so ist das völlig in Ordnung.

    Sie sprechen (wir können auch Du sagen) oben selbst vom “momentanen Goldrausch”. Das hieß für mich gleich, dass Du der Sache selbst nicht traust oder aber Deine Sprache diesbezüglich nicht im Griff hast. Denn was ein Rausch ist, weiß man ja gemeinhin schon mit 16 oder 18.

    Ich habe meine skeptische Stimme ins Spiel gebracht, weil ich über einige Zeit nicht nur den beschriebenen extremen Anstieg von Gold und Silber gegenüber notwendigeren Gütern sah, zudem die Angstmacherei dabei, das Messianische, geradezu ein pfäffisches Verhalten der Verkäufer (die immer sagen, dass es morgen nix mehr gebe, ihre Seiten aber mit Goldverkaufswerbung zupflastern, sodann die ihnen gläubig nachrennende Herde).

    Wenn derlei mehrere Faktoren zusammenkommen, kratze ich mich nunmal am Kopfe. Und das sage ich auch.

    Gut, wenn Du Elektrotechnik studierst.

    Ich verrate Dir jetzt nämlich die beste Wertanlage: Es ist die ins eigene Wissen und Können.

    Was einer weiß, daran trägt er nicht schwer. Selbst 500 000 neue Gehirnzellen (Neuversynapsung, ein durchaus auch elektrischer Vorgang, dürfte noch weniger wiegen), die man sich, wie man inzwischen weiß (ich glaubte den Scheiß vom immer Dümmerwerden noch nie), selbst bis ins Alter schaffen kann, dürften kaum ein zusätzliches Gramm auf die Nackenmuskeln lasten.

    Auch sicher kein Fehler, wenn man etwas Silber hat. Für Deine zehn Unzen wird es im Zweifel wahrscheinlich wenigstens einige Zeit für Brot reichen. Also das Wichtigste, außer Hirn und Gesundheit, anständigen Stiefeln und einer guten Jacke, wenn es wirklich eng wird.

  29. mapleleaf sagt:

    @ Magnus

    10.000€ sind nur solange viel Geld, solange man ein regelmaeßiges Einkommen hat. Wenn das Einkommen wegbricht sehen die 10.000€ sehr schnell nach Schwundgeld aus, bis sie schließlich zur schwarzen Null mutieren.

    Allein diese “Weisheit” oder Erfahrung deutet darauf hin, dass Dein letzter Anlagetipp ins Können und Wissen, der Wahrheit und der Vernunft am naechsten ist. Sein Einkommen schöpft schließlich jeder im Alter zwischen ca. 20 und ca. 65 aus seinem Können oder Wissen.

    Darin besteht wahrscheinlich auch Dein Hauptkritikpunkt, dass die dem Gold nachrennende Herde vor lauter Vermögenssicherung ganz die Einkommenssicherung übersieht. Das Stichwort hierzu waere jetzt irgendwie “Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit”…

    Naja… dann versuche ich mich mal mit meinen 300 Gramm Silber und meinem hoffentlich bis ins hoffentlich hohe Alter linear ansteigendem Wissen stets über Wasser zu halten und auch Dir wünsche ich dabei weder Miss- noch Teilerfolge;)

    gruß
    mapleleaf

  30. Thomas sagt:

    Mapleleaf: Es schadet auf keinen Fall, deinen Silberbestand nochmal aufzustocken. Gründe dafür sind vor Allem:

    - Man hat es physisch in der Hand
    - Es wird niemals wertlos werden (vgl. Euro)
    - Es ist Industriemetall und wird tatsächlich auch unwiederbringlich verbraucht
    - Es gab noch nie ein Silberverbot
    - Silber ist mit großer Wahrscheinlichkeit von geringerer direkter Verfügbarkeit als Gold

    Nachteile gibt es nur wenige:
    - Silber hat im Moment weniger Wertdichte als Gold, d.h. es wird schon bei verhältnismäßig kleinen Geldsummen relativ viel im Tresor. Als theoretisches Fluchtgeld eher ungeeignet.
    - Der Silbermarkt ist stark manipulierbar. Man sollte es nicht als kurzfristiges Investment sehen, das könnte starke Nerven erfordern.

    Mehr fällt mir im Moment dazu gar nicht ein.

  31. Thomas sagt:

    Ich kann dir dazu das hier ans Herz legen. Es behandelt die Geschichte der Edelmetalle genauso wie die aktuelle Situation. Äußerst lesenswertes Buch:

    http://www.amazon.de/Das-Silberkomplott-Reinhard-Deutsch/dp/3938516267/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1357656077&sr=8-1

  32. mapleleaf sagt:

    @ Thomas

    Das Buch kenn ich schon, bzw. ich weiß, von seiner Existenz, gelesen hab ich es NOCH nicht – trotzdem vielen Dank für den Link:)

    Wenn der Euro an Weihnachten naechstes Jahr noch was wert ist, denke ich über eine Aufstockung nach – vielleicht stoße ich ja noch auf ein eindeutiges Silber-Contra, was mich dann wiederum neu abwegen ließe.

    Wie Sie vielleicht ja oben mitgelesen haben, bin ich regelrecht auf der Suche nach Gründen gegen Edelmetalle.

    Magnus hatte oben so ein Beispiel angeführt, dass wenn es eine neue Technologie gibt, die Gold verbraucht – ja dann würde der Goldpreis steigen – das trifft halt beim Silber genau zu, deshalb haette ich als Silber-Contra sowas gelten lassen wie:

    - es gibt die und die Zukunftstechnologie, die deshalb und dieshalb sehr wichtig ist und die das und jenes, wofür heute ein Großteil des Silbers hingeht, so und so schnell verdraengen würde…
    oder
    - es gibt Anzeichen, dass es bald ein neues Scheideverfahren beim Einschmelzen von Stahlschrott gibt…
    oder
    - irgendwelche geographischen Fakten, die von den Edelmetallfans absichtlich oder aus Unwissenheit zurückgehalten und nie erwaeht werden wie z.B. “die Menge Silber, die bei der Kupfergewinnung “anfaellt” steigt mit der Abbautiefe immer weiter an…”

    sowas oder irgendwas anderes Einleuchtendes suche ich!

    Wenn das naemlich so ist, dass man über Silber oder Gold nichts Schlechtes sagen kann, wieso wissen das dann so wenige und wie von Magnus oben schon gefragt – wieso gibt´s dann überhaupt an jeder Ecke was zu kaufen für Hinz und Kunz in allen möglichen Größen und Formen???
    Und wieso kauft dann nicht die Silberverarbeitende Industrie die ganze Comex leer oder hat sie schon laengst leer gekauft…- gut das behaupten ja einige, dass das zu 99,2% Leerverkaeufe sind und die dann mit einigen zusaetzlichen Dollars ruhig gestellt werden…?!?

    Naja ich behalt die 10 Maples erstmal aber trotzdem finde ich, dass die ganzen Informationen vorallem zu “Silber kaufen ja/nein” etwas widersprüchlich erscheinen und es keine Leute gibt die eben abraten und dafür auch Gründe nennen…

    gruß
    mapleleaf

  33. Thomas sagt:

    Vielleicht ist es hier ausnahmsweise mal so einfach: Weil es keine Gründe dagegen gibt. ;)
    In jedem Handy, in jedem Fernseher, in jeder PV-Zelle wird Silber verwendet. Silber leitet Strom besser als jedes andere Metall. Silber ist 15mal häufiger als Gold in der Erde zu finden, wird aber in weit höherem Maße verbraucht. Bei Palladium und anderen Metallen, die noch überhaupt keiner auf dem Schirm hat, ist die Situation ähnlich.
    Und selbst wenn alles grober Unfug wäre: Das Zeug wird niemals wertlos. Und das ist heute leider das Wichtigste.
    Schönen Gruß auch dir.

  34. Martin Hark sagt:

    Sehr guter Artikel! Aktuell ist der Silberpreis jedoch noch stark von der Industrienachfrage und somit von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Aus diesem Grund muss man das Jahr 2013 sicherlich noch genau betrachten, wie es wirtschaftlich läuft bzw. welchen Einfluss dies auf den Silberpreis hat. Durch die sinkenden Silberreserven wird jedoch auch der Zeitpunkt kommen wo Silber nicht mehr von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist. Spätestens dann erkennt man dass der Silberboom eingesetzt hat!

  35. Anonymus sagt:

    Ich kann aus eigenem Erleben 2 Sachen zum Thema beisteuern:

    1) Die Gold-Handelsfreigabe für Bürger der USA, die seit dem zweiten Weltkrieg keine Geld besitzen oder kaufen durften. Zum 1.1.1977 fiel diese Beschränkung. Ich kann mich noch erinnern, dass der Leiter meiner Kreissparkasse Ende 1966 fragte, ob ich nicht auch Gold kaufen wolle, der Kurs würde doch per 1.1.1977 sicher anziehen, weil viele US-Amerikaner dann Gold kaufen würden. Ich habe gelacht und prophezeit, dass genau das Gegenteil passieren wird, viele Amerikaner werden altes Zahngold, kaputten Goldschmuck etc. Dann endlich verkaufen können und dijenigen, die Gold haben wollen, haben das längst im Ausland gekauft. Dann werden die europäischen Spekulanten nervös werden und der Goldpreis wird fallen und dann gilt es “einzusteigen”, um an dem “Unterschwinger” des Marktes bei massiven Verkäufen mit verdienen zu können. Es passierte genau, was ich voraus gesagt hatte bis auf einen Punkt, Gold wurde NICHT billiger, der Rücknahmepreis für Mehrwertsteuere freie Krügerrands fiel und fiel und der Verkaufspreis blieb “oben” Die DEGUSSA wollte das Geschäft alleine machen und die Spekulanten abzocken. Mein Schluss daraus Einen “Marktpreis” gibt es in Deutschland nicht, die DEGUSSA legt den Goldpreis so fest, dass sie daran maximal verdient.

    2) Ich hatte einen Kommilitonen, der Elektroingenieur war und Geophysik bzw. Geologie studierte und in den Semesterferien bei Schlumberger anheuerte und in die United Emirates geschickt wurde. Der wusste nun zu berichten, da würde Gold die Hälfte von dem in Deutschland kosten. Deshalb würden alle Passagiere die aus den United Emirates kommen vom Deutschen Zoll fast bis auf die Unterhose ausgezogen und gefilzt damit die ja kein Gold mitbringen und die Gewinnpolitik der DEGUSSA stören.

    Wer unter diesen Umständen Gold in Deutschland kauft und hofft, wenn er schon nichts daran verdient, wenigstens eine Wert beständige Anlage erworben zu haben, ist es selber schuld !

  36. Thomas sagt:

    @Anon: Abwarten.

    Das eine ist der vielleicht von Degussa manipulierte Goldpreis. Das andere ist der unvermeidliche Verfall der Währungen. Wer auf FIAT setzt, der hat -wie schon seit mindestens 30 Jahren in D- schon verloren und wird auch in Zukunft verlieren. Es sei denn er hat wesentlich mehr FIAT als er zum Leben braucht.

    Kein Edelmetall zu haben in der heutigen Situation ist keine gute Idee. Gewinn ist das eine, Sicherheit das andere.

  37. Anonymus sagt:

    Das jünste Gerücht :

    14.03.2013 · Nach dem Skandal um getürkte Zinsen untersucht die amerikanische Terminbösenaufsicht nun den Goldpreis auf Manipulationen. Der kleine Entscheiderkreis legt den Verdacht nahe.

    die Links :

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/edelmetalle-goldpreis-unter-manipulationsverdacht-12114656.html

    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,888805,00.html

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/usa-prueft-goldpreis-auf-manipulationen-a-888846.html

    Wie soll es zu einem Marktpreis kommen, wenn es keinen freien Markt gibt ? Siehe meine Einlassungen oben.

  38. Dude sagt:

    “…untersucht die amerikanische Terminbösenaufsicht nun den Goldpreis auf Manipulationen.”

    Man lasse sich den göttlichen Vertippser im Munde zergehen… …köstlichst! Sowas bräucht’s wirklich mal. ;)

  39. Anonymus sagt:

    Tatsache ist, 2001 lag der Goldpreis pro Feinunze bei 250 $.

    Damals war von einer Krise im Goldbergbau keine Rede, also war das im Fall ein auskömmlicher Preis Goldbergbau zu betreiben. Heute ist der Preis 5 mal so hoch. Die Differenz ist Spekulation und heisse Luft, sonst nichts.

    Wenn sich Alle und Alles wieder beruhigt hat, geht der Preis auch wieder dahin zurück oder noch weiter. Da muss im Fall schon sehr viel passieren, bis der Euro weniger als 1/5 seines heutigen Wertes hat, erst dann hätte die Wette auf Gold Sinn gemacht. Ich glaube es mal weniger.

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