Hat Obama ein Negerproblem?

Die Diskussion über Obamas Geburtsurkunde schlägt weiter hohe Wellen.

Im ersten Falle wird über eine graphisch unstimmige Textur verargumentiert, das jetzt vorgelegte Dokument sei manipuliert.

Im zweiten wird ebenso entlang graphischer Parameter verfahren, diesmal ob Unstimmigkeiten in der Pixelung.

Da ich von Bildverarbeitung zu wenig verstehe (obschon die Argumentation in 1. ganz logisch erscheint), um die Richtigkeit der Behauptungen prüfen zu können, bitte ich darin bewanderte Leser, ihre Sichtweise hier einzustellen.

Jetzt aber kommt der Clou, sollte stimmen, was Wayne Madsen bezüglich der Sprachregelung für hawaiianische Geburtsurkunden des Jahres 1961 darlegt.

Nämlich, dass man damals zur Rassenbeschreibung noch “Negro” verwandte und “African” dafür noch nirgends im Gebrauch war.

Das hieße nun, dass der Dokumentenfälscher auf besonders skurrile Weise über einen sprachpflegerischen Fallstrick gestolpert wäre.

Drehen wir die Sache mal um: Verwendete bei uns irgendeine Behörde zur rassischen Beschreibung das Wort “Neger”, es stünde wohl nicht lange dort.

“African” in einer hawaiianischen Geburtsurkunde hätte 1961 wahrscheinlich nicht dieselbe Empörung hervorgerufen, wäre aber wohl ebenso ungeläufig gewesen und schlicht gegen die Bestimmungen.

Jetzt hat der erste schwarze US-Präsident mit weißer Mutter womöglich doch noch ein Negerproblem.

Wenn’s stimmt – Madsen ist weder ein Anfänger noch ein Stümper – , dann lache ich mich scheckig.

Hier noch zwei Videos zur optischen Analyse des veröffentlichten Dokuments:

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auxmoney.com - Kredit von Privat an Privat


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18 Antworten zu “Hat Obama ein Negerproblem?”

  1. Lesezeichen sagt:

    Tja, was sagt man dazu?

    “Yes, we can!”

    Ansonsten ist dieses Video zum Blender Obama interessant. Es ist aus der Thom Hartmann Show “the Big Picture”. Thom Hartmann war – und ist auch immer noch – ein starker Unterstützer von Obama. Trotzdem bewahrt er sich den Blick für die Realität.

    Daily Take: Is Obama a Nixonian Republican?

    http://www.youtube.com/watch?v=ne6CgqiDutE

    Interessant :)

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Ich habe nicht eine einzige Sekunde geglaubt, dass Obama eine bessere Politik betreiben würde als Bush.

    Das war auch nicht wahrscheinlich.

    Man brauchte ein neues Gesicht, das nicht mehr als der Böse Weiße Mann daherkommen sollte, um gleichzeitig noch mehr imperiale Kriege zu verkaufen.

    Allen, die auf Obama Hoffnungen setzten, vermag ich wenig Trost zu spenden.

    Da hätten sie sich lieber einer harmlosen Sekte wie den Amish anschließen sollen oder am Tage einen Rosenkranz mehr beten.

    Ich habe noch nie davon gehört, dass es mehr Krieg gab, weil ein altes Weiblein in San Diego einen Rosenkranz mehr gebetet hat.

    Obama zu wählen, war definitiv dümmer und schädlicher.

    Armer Mr Hartmann.

  3. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ alle

    Ergänzung

    Vielleicht hat man 1961 auch gegen jede Gepflogenheit “African” in Obamas Geburtsurkunde hineingeschrieben, weil man schon wusste, dass er einst Präsident würde.

    Den andernfalls heute alle Welt “Negro” bzw. Neger würde nennen dürfen, weil er ja wie alle anderen als solcher geboren worden wäre.

    Dispute, dass ein geborener amerikanischer Neger später schwerlich zum geborenen amerikanischen Afrikaner umgetauft werden könne, wollte man sicherlich ebenfalls vermeiden.

    Also ist Obama jetzt ein in Amerika geborener Afrikaner, im Gegensatz zu Gaddafi und Mubarak, die lediglich in Afrika geborene Araber sind, also weder amerikanische noch afrikanische Afrikaner.

    Alles klar?

  4. Lesezeichen sagt:

    Herr Göller, was wäre denn die Alternative gewesen?

    Ich hab ja den Hype um Obama noch nie nachvollziehen können, aber Leute wie Bush haben ihn erst möglich gemacht.

  5. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lesezeichen

    Bush wurde ja auch schon möglich gemacht: Kerry vs Bush war Skull & Bones gegen Skull & Bones (Wir hatten kürzlich immerhin Atlantik-Brücke gegen Atlantik-Brücke).

    Eine Alternative in dem Sinne sah ich nur darin, gar keinen von diesen gezüchteten Irren zu wählen.

    Solche Wahlen sind doch eine Farce fürs Idiotenkabinett.

    Selbst dann, wenn man die Zählcomputer nicht manipuliert.

    Aber immerhin darf man wählen:

    Goldman Sachs Aipac Bones

    oder

    Bones Aipac Goldman Sachs

    Asinofanten gegen Fantoesel.

  6. Föhnix sagt:

    Es ist sicher kein Zufall dass überall die “netten” telegenen Schnösel an die Macht gebracht werden (nur in Deutschland ist der Plan vorerst gescheitert). Die menschliche Psyche ist so manipulierbar. Die Leute wollen Seifenopern und die Mächtigen liefern sie ihnen. Das passiert auf einer noch grundlegenderen und mächtigeren Ebene als der (Neu-)Sprache, nämlich über Emotionen. Damit kann man die herrlichste Gehirnwäsche betreiben und viele Opfer sind sogar noch dankbar dafür.

    Heute z.B. stundenlang im TV zu erleben. Auf allen Kanälen wurde dem designierten Staatsoberhaupt des Kriegs-Vizeweltmeisters gehuldigt, als es in Gaddafi-Militäruniform zum Traualtar schritt. Im Grunde war es eine gigantische Militärparade und nebenbei auch noch ein Treffen der meisten Bilderberger-Staatsoberhäupter, sowie ihrer Hofnarren. Und obwohl ich das alles weiß, schaute ich doch ein wenig rein und konnte mich einer gewissen emotionalen Ergriffenheit nicht erwehren.

    Eine gute Freundin, die anfangs total der Obamania verfallen war konnte ich vergangenes Jahr mit Geduld und vielen Hintergrundinformationen von ihrem “Leiden” heilen. Trotzdem ließ sie sich immer wieder gern verführen, wenn z.B. der Regierungssender Pheonix einen seiner regelmäßigen Obama-Heiligenverehrungs-Thementage brachte. Kürzlich sagte sie sich dann wieder gänzlich und wider besseres Wissen von ihrer zwischenzeitlichen Obamakritik los und gab sich leidenschaftlich dem alten Laster der Obamaphilie hin, was mich recht aus der Fassung brachte. Mit etwas Abstand verstehe ich es aber, weil ich um die Macht der Emotionen weiß.

  7. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Föhnix

    Mein herzliches Beileid zur Betreuung dieser armen verwirrten Person.

  8. A. Friend sagt:

    Wenn man der Argumentation des Freizeitdetektivs im ersten Videos folgt (Layers), wird schon direkt ein chicer Schuh daraus!

    Wäre das Dokument nur eingescannt worden, hätte man einen einzigen Layer. So aber hat man zig verschiedene mit den im Video aufgezeigten Informationen.

    Muss man also garnix von Bildverarbeitung verstehen, sondern nur eins und eins zusammenzählen können.

  9. A. Friend sagt:

    Ich kann nur jedem halbwegs von Unsicherheit geplagten immer wieder den bösen Wolf ans Herz lesen.

    Die Lektüre dieser Seite schafft das Gefühl von Sicherheit beim Klären von Fragen wie, ob nun Obama der richtige oder der falsche ist.

    Man kann mit fast 100 prozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass in den USA immer nur der richtige ans Ruder kommt.

    Der richtige für die Bankster Gottes versteht sich. Die USA sind sein mindestens 200 Jahren unter Fremdherrschaft (so wie wir seit fast 100 Jahren), und keiner weiß es im Grunde.

  10. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ A.Friend

    Ich hatte auch den Eindruck, dass ich’s kapiere.

    Ich konnte aber nicht prüfen, ob diese Experten nicht selbst in die Trickkiste gegriffen haben.

    Sollten aber mehrere dieser Unstimmigkeiten zutreffend sein, so muss man dann mit Fug und Recht fragen, weshalb derart viele, leicht zu entdeckende Fehler gemacht wurden.

    Ob man Obama abgelinkt hat, indem man ihm eine absichtlich schlechte Fälschung unterjubelte?

    Ich meine, nicht die ganze Welt ist schlecht, aber…

  11. imla juber sagt:

    ist diese namesgebung nicht ein alter hut?

    barak obama oder barry soetoro

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/08/einstweilige-verfgung-gegen-obamas.html

  12. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ imla juber

    Nein, das ist sie in dieser Form nicht.

  13. dbase sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=7s9StxsFllY&feature=player_embedded

    Werde ich zu Hause prüfen, wenn ich wieder da bin…

    Gruss an die Wahrheit, welche nie da zu sein scheint.

  14. rhein main sagt:

    Der jüngste Sohn von Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi, Saif al Arab al Gaddafi, ist am Samstagabend bei einem Nato Luftangriff getötet worden. Das teilte ein Sprecher der libyschen Regierung in Tripolis im Staatsfernsehen mit. Zudem sind 3 Enkelkinder getötet worden. Ich frage mich wirklich was das für eine Strategie ist. Auf Panzer zu schiessen ist wohl die eine Sache, aber Kinder zu töten. Nun denn, mit welcher Moral wird da gehandelt.

  15. Kompliment: “Hat Obama ein Negerproblem?” Sie trauen sich ja Überschriften – ist ja fast wie http://www.neger.tv ;-)
    Im Ernst: Das trifft die Sache einfach.
    Zu den Layern: Die erstellen einige Scanner mit PDF-Autorensoftware tatsächlich und versuchen damit beispielsweise, wie OCR-Programme auch, Textstellen als solche zu erkennen, damit die generierten PDF-Dateien durchsuchbar sind. Das ist also tatsächlich kein brauchbarer Hinweis für ein Fake. Der Ausdruck Negro (Neger) schon.
    Wobei ich es sehr bezeichnend, im Grunde entlarvend finde, dass Afrikaner (African) sprachlich in Ordnung gehen soll, Neger (Negro) nicht. Ist das Sortieren von Menschen nach Kontinenten irgendwie besser als das nach Farbe?

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Staatlich Lernbehinderter

    Ich habe ja nicht selber gesagt, dass Obama ein Neger sei.

    Erstens ist das in meiner Jugend noch völlig unbelastete Wort heute nicht mehr erlaubt (man kann dafür vor Gericht kommen), zweitens hieße ich Obama nicht Neger, selbst wenn sich vernünftigerweise niemand etwas Böses dabei dächte und es ganz harmlos aufgefasst würde, so wie damals.

    Denn nach klassisch unschuldiger Definition war ein Neger nichts anderes als das, was das Wort sagt, nämlich ein Schwarzer.

    In Deutschland hätte man zu Zeiten, als man noch redete, wie es die Vernunft gebeut, im Zusammenhang mit Obama von einem Negermischling gesprochen.

    Man hätte nicht gesagt, dass die USA jetzt ihren ersten schwarzen Präsidenten oder auch Negerpräsidenten hätten, sondern, korrekterweise, dass sie ihren ersten Mischlingspräsidenten gewählt.

    Ich hoffe, es wurde nicht zu kompliziert und man kann mir noch folgen.

  17. Da kam der große Nikolas
    Mit seinem großen Tintenfaß.
    Der sprach: „Ihr Kinder, hört mir zu
    Und laßt den Mohren hübsch in Ruh’!
    Was kann denn dieser Mohr dafür,
    Daß er so weiß nicht ist, wie ihr?“
    Die Buben aber folgten nicht
    Und lachten ihm ins Angesicht
    Und lachten ärger als zuvor
    Über den armen schwarzen Mohr.
    (aus: http://de.wikisource.org/wiki/Der_Struwwelpeter/Die_Geschichte_von_den_schwarzen_Buben)

    Konrad Fischer
    derzeit ganz verstruwwelt …

  18. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Konrad Fischer

    Nicht dass er nicht weiß genug, der Mohr
    Seiner Unfugs dringet gar zuviel ans Ohr
    Denn leider ist der Mohr nicht weise
    Kinners, das ist Scheise!
    Keiner hat dem Mohren beigebracht
    Wie richtig man’s beim Lügen macht
    Da sehet ihr, dass wahrlich nicht ist cool
    Wenn man nichts lernet in der Schul!
    Und lasset ihr verschwinden eine Leich
    So redet klug, und keinen Seich!

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