Auf nach Mali!

Jetzt will man nach Mali.

Wegen der pöhsen Islamisten dort.

Gleichzeitig schickt man ihre Brüder nach Syrien.

Wäre die Sache nicht einfacher zu lösen gewesen, wenn man gleich die Islamisten aus Mali nach Syrien rausgekauft hätte?

Stattdessen hat man sie in Pakistan eingekauft, in Libyen, sonstwo.

Überall dort, wo der Nachschub nicht so leicht ausgeht.

Achso, jetzt verstehe ich die Sache.

In Mali gäbe es bald gar keine Islamisten mehr, schaffte man ein paar tausend nach Syrien.

Das wäre dann doch ein bisschen doof.

Ein ganzer großer Kamelstaat ohne Islamisten. Das kann sich der Westen, das kann sich die internationale Staatengemeinschaft nicht leisten.

Rein vorsorglich braucht jeder Kamelstaat eine gewisse Anzahl von Islamisten.

Denn die benötigt man (siehe Libyen, Syrien) mal, um einen allzu säkularen Diktatoren zu stürzen, mal (siehe Afghanistan, Pakistan, Jemen), um ein Land ihretwegen befreien oder auch nur mit Luftfrüchten versorgen zu können.

Das Angenehme an der Sache, das zum Nützlichen hinzutritt, ist, dass Saudi-Arabien und Quatar den Kamelanteil der Kosten tragen.

Schließlich kann Deutschland nicht alles allein bezahlen; Deutschland finanziert immerhin schon den Untergang Europas und schenkt Israel U-Boote für seine Atomraketen.

Man sieht daran, was gerechte Lastenverteilung ist (die Amis müssen schließlich so viel an Befriedungsausgaben schultern, wie der Rest des Planeten zusammen), wie gut die internationale Zusammenarbeit inzwischen funktioniert.

Also: Auf nach Mali!

(Es soll dort außer dem legendären Timbuktu, wo wohl jeder Knabe schon einmal hinwollte, auch noch Spielsand in Hülle und Fülle geben. Einfach nach Algerien runtergebrezelt und im Hoggar rechts abgebogen. Es empfiehlt sich dabei, ein paar Frauen und Kamele aufs Dach des Golf zu schnallen, denn das sind vorort die üblichen Zahlungsmittel. Hellhäutige Frauen verkaufen sich traditionell besser. Man ist mit frisch geernteten deutschen Nachbarinnen vom Dorf also in einer recht komfortablen Lage. Die Kamele besorgt man sich dann in Tamanrasset.)

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Eine Antwort zu “Auf nach Mali!”

  1. Der Aufsatz ist nicht weit von der Realität entfernt und hat deshalb das Drücken der Twittertaste verdient. Übrigens in Homs soll es keine Christen mehr geben.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/10/31/syrien-das-ergebnis-der-westlichen-politik/

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