Deutschland unterstützt französischen Angriffskrieg

Deutschland will schon wieder einen Angriffskrieg unterstützen: Die Patriot-Batterien helfen dem Hauptaggressor Türkei gegen Syrien, die Transall-Maschinen der Bundeswehr sollen dem französischen Angriffskrieg in Mali dienen.

Die Aufständischen in Mali kämpfen, wie es heißt (das ist ausnahmsweise mal glaubwürdig), mit ebenjenen Waffen, die ihnen, wenn nicht direkt, so doch indirekt, freundlicherweise von den Franzosen (auch Briten und Amis) zugespielt wurden, indem man ihnen bzw. ihren Kumpanen die Waffendepots Gaddafis zur Selbstbedienung freibombte.

Die Rede geht nicht nur von Sturmgewehren und anderen leichten Waffen, sondern auch von modernen Boden-Luft-Raketen in beträchtlicher Zahl. Ein französischer Kampfhubschrauber soll schon abgeschossen worden sein, Pilot tot. Eine Transall dürfte noch wesentlich einfacher zu treffen sein. Da könnten bei maximalem Personentransport gleich 93 Soldaten und 5 Mann Besatzung in die Wüste stürzen.

Mehrere malische Städte wollen die Franzosen bereits bombardiert haben. Von zivilen Opfern gibt es nach meinem Kenntnisstand bislang keine Berichte. Man darf aber davon ausgehen, dass die Guerilla-Krieger sich mitten unter der normalen Bevölkerung verstecken, sich eher nicht in großen Konvois ohne Deckung aus der Luft zur Strecke bringen lassen. Also wird es ohne Bodentruppen sowie Fallschirmjäger nicht gehen, die ja auch schon in Bewegung gesetzt sein sollen.

Das Land ist mehr als doppelt so groß wie Frankreich und soll jetzt bis zum letzten Sandkorn durchdemokratisiert werden. Die Fremdenlegion wird eine Menge zu tun haben. (Bei 2500 Mann im Einsatz ist jeder Soldat rein rechnerisch für 500 Quadratkilometer Demokratieerschießung zuständig; gleichzeitig für 6000 Einheimische.)

Die Nachschublogistik ist äußerst aufwendig und riskant; die Freischärler werden, wo immer es geht, dort ansetzen, größere Gefechte vermeiden.

Es steht also zu befürchten, dass es zu einem längeren Abnutzungskrieg kommt (das Wort Krieg wird in den Schafsmedien bislang mal wieder peinlichst vermieden, wie als ob das der Sache gerecht würde, gar hülfe).

Nachdem Frankreich sich 2011 schon an der Elfenbeinküste als alter neuer Kolonialherr aufgeführt, zwischendrein Libyen um zwanzig Jahre zurück, in die Hände von Islamisten und Warlords, gebombt hat, will es jetzt in Mali “aufräumen”. Vielleicht ist auch bald noch der Niger dran. Denn Mali hat zwar Gold, Phosphat, Bauxit, wohl auch Uran. Der Niger aber hat von letzterem zumindest eine bislang weitaus höhere Förderung. Oder sagen wir mal lieber, Frankreich fördert im Niger bisher mehr Uran als in Mali.

(Nachtrag: Ich sehe gerade, dass inzwischen doch einige große deutsche Medien das Wort “Krieg” verwenden.)

 

 

— Anzeigen —


Tags: , , , , , ,

Eine Antwort zu “Deutschland unterstützt französischen Angriffskrieg”

Eine Antwort hinterlassen