Christen und Moslems sind Subjuden

Vorhin bekam ich auf den Beitrag “Jesus kein Jude?” wieder einmal einen Kommentar dahingehend herein, Jesus sei kein Jude gewesen.

Diesmal antwortete ich also:

“Wenn Maria Jüdin war und Jesus gebar, dann war er auch Jude. Jedenfalls nach gängiger Definition.

Mir ist es, wie gesagt, völlig egal, ob Jesus Jude war oder nicht.

Für Christen, die sich vom Judentum abgrenzen wollen, mag das eine Rolle spielen. Aber: Was soll das?

Alles spricht dafür, dass Jesus ein Jude war. Wieso hätte er denn den “Alten Bund” erneuern wollen sollen, wäre er keiner gewesen?

Man traut sich nicht, sich eindeutig vom Alten Testament abzuwenden (was ja logischerweise auch nicht so einfach), hiemit vom mosaischen Glauben, aber den lieben Jesus, den hätte man gerne als Nichtjuden. Ich empfinde das als kindisch.

So wie es läuft, sind alle Christen und Moslems Juden. Oder meinetwegen, genauer, Subjuden.

Das aber können viele von ihnen nicht ertragen, weswegen sie dann antijüdische Ressentiments kultivieren. Das kann ich nicht anders denn als ziemlich einfältig, ja lächerlich, ansehen.

So sitzt das Judentum stets am längeren Hebel.

Geschieht den Christen und Moslems recht. Letztlich wollen sie es ja nicht anders.”

Man mag mich für die Schlussaussage als boshaft bezeichnen. Bitteschön.

Da wüsste ich dann aber schon gerne mal, was daran, unabhängig davon, ob Jesus nun ein Jude war (sowohl im Sinne seiner Abkunft von einer Jüdin wie auch seines Glaubens), oder auch nicht, wurscht, unlogisch sein solle.

Bei den Moslems geht das Subjudentum ja so weit, dass fast alle das Beschneidungsritual übernehmen.

Bei den Christen sind die mosaischen Bücher Teil ihrer Heiligen Schrift.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wahrscheinlich ginge es mir genauso, dass man sich als Jude über derlei Halbseppel schepplacht. Wie sollte man solche Leute auch ernst nehmen?

Man traut sich nicht, ein richtiger Jude zu sein, oder will das aus irgendwelchen Gründen nicht sein, spielt also Halbjude, Subjude.

Tut mir leid, Ihr Kindlein Christi und Mohammeds: So sehen Loser aus.

Ohne selbst viel für den mosaischen Glauben übrig zu haben: Ich muss schlichtemang konstatieren, dass dieser in sich eindeutig logischer ist, als Eure zwerchen abgeleiteten Subglaubenssysteme.

Ich habe deshalb aber kein Mitleiden mit Euch. Daran seid Ihr selbst schuld. Und Ihr könntet das jederzeit ändern, indem Ihr Euren Glauben ablegtet.

Die Wahrheit ist manchmal schmerzlich. Ich habe Euch Euren Stuss indes nicht beigebracht. Seid also sauer, auf wenn Ihr wollt, aber bitte nicht auf mich, weil ich es so sage, wie es ist.

Oder, meinetwegen, seid halt auf mich sauer, als Glaubenstriebabfuhr sozusagen.

Das hilft Euch aus der Sache zwar nicht heraus, aber es mag immerhin den Schmerz lindern, den Eure Wirklichkeit nunmal mit sich bringt.

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16 Antworten zu “Christen und Moslems sind Subjuden”

  1. Dude sagt:

    Gibt es Schuld wirklich?

    Ist die Schuld nicht selber Teil der menschengemachten Glaubens- & Religionskonstrukte, zwecks Herrschaft von wenigen sich für heilig oder eleuchtet haltenden, über die grosse Herde ihrer unbewussten Lämmer?

    Ist Schuld nicht der Ausverkauf des eigenen, individuell einzigartigen göttlichen Selbst?

    Ist sie nicht Teil der auf Erden immanenten Herrschaftskontrukte zur Unterjochung – bereits im Geiste – der Individuen?

    Wer Schuld als real ansieht, merkt mE. nicht, dass er mit solch Ideologiekonstrukt sich Selbst klein hält!

    Es gibt keine Schuld.

    Es gibt “nur” Verantwortung!

    Selbstverantwortung wie auch Fremd- bzw. Nächsten-Verantwortung. Diese können wahrgenommen werden – und sollten auch unbedingt, da man sich sonst in Gefährlich Gedankengewässer begibt – oder auch nicht.

    Die Freiheit der Wahl.

    Man sollte unbedingt in Verantwortung gegenüber dem Leben Selbst leben, denken, fühlen, entscheiden, sein.

    Wer dies zur Meisterschaft kultiviert, macht Schuld – egal welchenarts – zur lächerlichen Worthülse, die wie eine Sandburg in der Flut zerrieselt und in die Weiten des Lebensmeeres von dannen gespült wird.

    Es liegt an jedem Selbst.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Die Abrahamiten wollen schuldig sein. Sonst glaubten sie ja nicht daran.

    Und zwar schon von Anfang an. Erbschuldig jeder.

    Vielleicht gibt das manchen Leuten ja erst einen Lebenssinn, wenigstens schuldig zu sein, da sie sonst keine Bedeutung, keine Bewandtnis an sich zu erkennen vermögen.

  3. Dude sagt:

    Ja, und nicht nur die Abrahamiten, sondern jedwede Anhänger menschengemachter Glaubens- Religionskonstrukte (was auch den Glauben ans Geld oder den Atheismus, etc. miteinschliesst), die genau damit, in Verleugnung des eigenen individuellen göttlichen Selbst im absoluten Göttlichen selbst, eine individuell einzigartige Religio (Rückverbindung) mit der bzw. zur Quelle für sich Selbst verunmöglichen!

    Für mich reiner Unsinn von Unbewussten, an der Nase herum geführten und auf den Leim gegangenen…

  4. Thomas sagt:

    Wenn es Schuld nicht gibt – was von dir übrigens sehr gut argumentiert wurde, sollte es dann noch Reue geben für falsches Handeln?

  5. Haschmechs Geist sagt:

    @ Dude

    “…die genau damit, in Verleugnung des eigenen individuellen göttlichen Selbst im absoluten Göttlichen selbst, eine individuell einzigartige Religio (Rückverbindung)….”

    Verzeih Dude, aber was du da verzapfst, ist auch nicht mehr als gequirlte Scheiße. Wenn du in dir schon das individuelle göttliche Selbst siehst, wozu ist dann noch eine Rückverbindung nötig? Und wenn du jedwede menschengemachte Religion ablehnst, für was hältst du dann deine eigene spezielle Religion, da du doch auch ein Mensch bist? Außerdem leihst du dir von denen, von denen du nichts hältst, das Wort “Religio” aus.
    Du sprichst außerdem noch von einem göttlichen “Ding”, sofern ich mich erinnern kann, was du “Vater-Mutter-Es” nennst. Woher nimmst du die Gewißheit, dass dein von dir als göttlich betrachtetes Selbst, ein gesondertes “Vater-Mutter-Es” zum Vorbild haben muss? Wenn sich dein Geist im Tiefschlaf befindet, so nimmt dein Bewußtsein das nur als Leere auf. Eine Leere kann aber kein “Vater-Mutter-Es” sein, denn eine Leere hat keine Dinghaftigkeit. Hätte sie eine, dann wäre es etwas Leibhaftiges. Nach dem Tod gibt es aber nichts Leibhaftiges mehr, da ist dann nur noch Nichts. Nicht mehr zur Toilette gehen zu müssen, dass ist wahrlich göttlich. Nur vor dieser Art Göttlichkeit haben die meisten Angst, denn sie empfinden das Nichts als Garnichts. Drum versuchen sie aus dem Nichts ein “Vater-Mutter-Es”-Ding zu machen. Denn nur im körperlichen Denken fühlt sich der ans körperliche Leben gewöhnte Mensch wohl.
    Da muss doch noch etwas sein, denkt dieser Mensch sich, zu dem ich mich letztendlich rückverbinden muss. Nur müssen, muss man garnichts. Das redet sich der vernunftorientierte Mensch nur ein. Aber genau dadurch wirkt er zuletzt als völlig vernunftunbegabt und das macht so einen Menschen zuletzt zu einem völlig ungöttlichen Ding.
    Weißt du was ein Nus ist oder ein Numen? Man könnte sie auch als Gottesteilchen bezeichnen. Oder als einem Nichts an Teilchen die im Nichts leben. Von denen kann man einiges lernen. Und ich kann dir sagen, von “Religio” halten die garnichts. Sie brauchen auch kein “Vater-Mutter-Es” um zu wissen, dass es sie gibt. Es gibt sie einfach, obwohl es sie eigentlich nicht gibt und das genügt ihnen vollauf, um sich ihrer Göttlichkeit bewußt zu sein.

  6. Dude sagt:

    @Thomas

    “…sollte es dann noch Reue geben für falsches Handeln?”

    Selbstverständlich! Wer erkannt, dass er Selbst- oder Fremdverantwortung nichtwahrgenommen bzw. missachtet hat, muss dies unbedingt in sich Selbst (be)-reuen, weil man ansonsten ebenso in fragwürdige Gedankenkonstrukte fällt, die Selbstrechtfertigung also über alle Weisheit stellt.

    Und dieses Sich-Selbst-auf-den-höchsten-Sockel-stellen, falsches Handeln schönredend oder gar ignorierend, grenzt schon an Illuminati-Phantasien…

    @Haschmech

    “Verzeih Dude, aber was du da verzapfst, ist auch nicht mehr als gequirlte Scheiße.”

    Das sagst ausgerechnet DU zu mir, nachdem man von Dir in den letzten Monaten hier hauptsächlich noch gequirlte Kacke turmweis bereitet bekommt?

    *gröhlprust*

    Du weisst wohl, dass ich Dich – wie auch Deine Gedanken – einst hoch schätzte und anerkannte, aber Du haust dem Fass echt den Boden aus.

    Aber ich gehe jetzt ausnahmsweise dennoch darauf ein.

    “Wenn du in dir schon das individuelle göttliche Selbst siehst, wozu ist dann noch eine Rückverbindung nötig?”

    Wer noch im Quantenrechner dahindümpelt, ist noch immer nicht frei, ja kann gar nie gänzlich unbedingt frei und ungebunden sein, alsomit ist die individuelle Religio das A & O.

    “wenn du jedwede menschengemachte Religion ablehnst, für was hältst du dann deine eigene spezielle Religion, da du doch auch ein Mensch bist?”

    Die individuelle Religio meiner Selbst mit der Quelle, unabhängig aller äusseren, aufgepfropften Glaubenskonstrukte. Sie ist einzigartig, und muss, angesichts der gleichzeitigen Eins- & Verschiedenheit aller Individuen immer unterschiedlich sein von Individuum zu Individuum.

    Zum Begriff “Religio”, sowie dem “göttlichen Ding” *lol* lies am besten nochmal, was ich schon geschrieben habe oben.

    Kleiner Tip: unbeDINGt!

    “Woher nimmst du die Gewißheit, dass dein von dir als göttlich betrachtetes Selbst, ein gesondertes “Vater-Mutter-Es” zum Vorbild haben muss?”

    Das Absolute Selbst – Gottvatermutter-ich-du-wir – ist die allumfassende Perfektion jenseits des Quantenrechners.

    Innerhalb des Quantenrechners kann gar nie etwas zur absoluten Perfektion gelangen, sich höchsten möglichst den 100% annähern.

    Das Absolute – die Quelle allen Seins und Lebens – ist der Inbegriff des Lebens, und ohne “es” gäbe es kein Leben, genausowenig wie einen Quantencomputer.

    “Nach dem Tod gibt es aber nichts Leibhaftiges mehr, da ist dann nur noch Nichts.”

    Ja für jene, die das ewige Licht, das Leben Selbst also, verleugnen, wie Du in der letzten Zeit.

    Ich erinnere Dich: “Ganzheitlicher Nihilismus in Liebe und IM BEWUSSTSEIN….” (in Gänze zu sehen, wenn Du auf meinen Namen oben klickst ;-) )

    Reines, unbedingtes, zeitraumloses und apolares BewusstSEIN ist jenseits von Vernunft, Logik, Gefühl, Gedanke,…

    Das Nichts ist die Verleugnung der Quelle und seiner Selbst!

    Du wandelst gerade auf sehr gefährlichen Pfaden, mein Lieber…

    Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!

    Also komm wieder davon runter, sonst gibt’s von mir eins auf die Nus. ;-)

    Immerhin dabei – “Nur müssen, muss man garnichts.” – stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

    Es liegt alles im bzw. beim freien Willen.

    Gruss vom Lichte der Sonne… ;-)

  7. Lisa sagt:

    “…sollte es dann noch Reue geben für falsches Handeln?” Thomas

    Natürlich nicht! Schuld, Scham und Reue sind die niedrigsten Frequenzen, in denen ein Mensch ticken kann. Hat man erkannt, dass das, was man bisher für richtig hielt und danach gehandelt hat, falsch ist, kann man sich reorientieren und andere Glaubenssätze wählen. Aber es ist sinnlos, sogar sehr behindernd, etwas aus der Vergangenheit zu “bereuen”. Das bindet nur an den unerwünschten Zustand und bringt diesen in die Gegenwart. Nurch durch Akzeptanz kann man diese Vergangenheit neutralisieren und nicht nur einen anderen Zustand wählen, sondern dadurch auch die Vergangenheit verändern. Buchstäblich.

    Ich stimme Dude zu, dass es keine Schuld gibt, eigentlich. Aber “wirklich ist, was wirkt” und deshalb gibt es die Schuld in diesem Bewusstseinsbereich. Sie ist keine Wahrheit, aber eine Wirklichkeit. Ich stimme Dude auch zu, dass es um Verantwortung – Selbstverantwortung – geht, wobei ich Verantwortung als die Fähigkeit betrachte, sich Selbst antworten zu können, dem Selbst, das er mit “religio” beschrieben hat, also als die Verbindung zu dem ganzen Individuum, das man ist. Ist diese Verbindung einmal hergestellt, muss man sie in der Tat nicht mehr erwähnen, wie Haschmech ausgeführt hat. Dann ist man einfach – aber niemals im “Nichts”.

    Außerdem denke ich, dass “Fremdverantwortung” unmöglich ist. Wie könnte man die Verantwortung für ganze Universen übernehmen? Diese Erkenntnis schließt natürlich nicht aus, dass man sich um Andere kümmern will (kümmern, sorgen – gibt es keine besseren Begriffe…). Das Beste, was man tun kann, ist sich selbst zu entfalten und dadurch ein Beispiel zu sein. Erkenntnis, Einsicht und Verstehen muss jeder selbst erfahren…

    Es stimmt schon, dass Christen und Moslems eine Art “Sub-Juden” sind. Die Christen haben es jedenfalls versäumt, sich vom Alten Testament zu trennen, das voller Rache und Schuld ist und sich auf das Neue Testament zu konzentrieren, das die “Liebe als das schärfste Schwert” proklamiert. Aber natürlich ist jede institutionelle Religion Scharlatanerie, die nur einen Zweck hat, andere zu beherrschen. Ich halte es mit Osho, der sagte: “Wer mir einen Glauben geben will, ist mein Feind”.

    Nicht nur die Religionen, sondern jede Art von Herrschaft, haben das äußerst praktische mentale Werkzeug “Glauben” gekapert und für ihre Zwecke missbraucht. Das ist vielleicht das größte Hindernis für den zeitgenössischen Menschen, dass er nicht mehr glauben kann und zwar an sich selbst und seine eigenen Wünsche und Vorlieben. Stattdessen wird er mit “Fremdglauben” zugemüllt und wenn er naiv genug ist, glaubt er eben das. Wenn er noch einige “gesunde Instinkte” hat, entwickelt sich eine Abneigung gegen jede Art von Glauben. Dabei ist die Einsicht “ich weiß, dass ich glaube” sozusagen Basiswissen auf der Erde.

    Es ist schon seltsam, dass sich diese Jungsteinzeitkulte so lange halten…

  8. Dude sagt:

    @Lisa

    Zunächst mal herzlichen Dank für die guten Wünsche fürs 2013, die ich Dir so gerne zurückschicke. Hoffe Deine Ferien waren erfrischend und erholsam. :-)

    Nun aber zur Reue. Diese ist mE unebdingt nötig, um falsches Handeln in der Vergangenheit in sich Selbst auch wirklich anzuerkennen, und damit Grundlage dafür, in Zukunft – in gleichen oder ähnlichen Situationen – eben richtig zu handeln, und dadurch auch nichts mehr zu bereuen zu haben.

    Nun zur Fremdverantwortung:

    “Außerdem denke ich, dass “Fremdverantwortung” unmöglich ist.”

    Natürlich kann (und sollte) man als einzelnes Menschlein sich nicht die Verantwortung für das ganze Universum aufbürden, soweit gehen wir d’accord.

    Aber die Fremdverantwortung, die ich meinte, hängt wiederum mit dem persönlichen Handeln zusammen.

    Einige konkrete Beispiele dazu (auch hinsichtlich Reue):

    Wenn ich Buchhalter bei der Mafia bin, und keine Ahnung habe, welch Machenschaften ich damit decke, die Paten und ihre Diener mir natürlich freundlichst liebenswürdig gesinnt sind ob des guten Dienstes, den ich für sie tue, gibt es – da in Unwissenheit ob der Zusammenhänge meiner Taten – nichts zu reuen und auch nichts fremdzuverantworten.

    Sobald ich aber erkannt habe, für welch bösartiges Herrschaftskonstrukt ich da arbeite, und dieses damit decke und schütze, muss die Reue (und Fremdverantwortung) kommen, um klar Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können; also dem Sauladen den Rücken zu kehren und nicht weiter für sie zu arbeiten.

    Genauso verhält es sich, wenn ich Produkte von Verbrechersyndikaten wie Nestlé oder Apple kaufe.

    Erst wenn ich weiss, wieviel Leid und Unheil diese satanischen Konstrukte anrichten auf der Welt, kann ich meine vormaligen Taten (Kaufen ihrer Produkte oder Arbeiten für sie gegen gutes Geld) bereuen, und damit die Fremdverantwortung, die ich gegenüber all der ausgebeuteten Menschen, sowie der Natur, durch den Kauf ihres Schundes zuvor nicht wahrgenommen habe, eben ab sofort und in Zukunft wahrnehmen, und dann entsprechende Entscheidungen treffen. Sprich Jobs künden und keine Produkte mehr kaufen.

    Hoffe es ist jetzt klarer, wie ich das meine mit der Eminenz der Reue und Fremdverantwortung.

    Liebe Grüsse vom Dude

  9. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Einiges an Deiner Riposte gegenüber Lisa erscheint mir unlogisch.

    Ich will es zunächst kurz machen: Wie hätte ich, selbst wenn ich das Prinzip der Reue als sinnvoll annähme, zu bereuen, welcher unfüglichen Handlung ich gar nicht als unfüglich wusste?

    Selbst das Prinzip angenommen, ergäbe das ja allenfalls dann Sinn, hätte ich grob fahrlässig gehandelt, eigennützig nicht sehen wollen, verdrängt, wen ich da unterstützte.

    Das hast Du mindestens nicht deutlich gemacht.

    Vielleicht siehst Du es auch anders.

  10. Dude sagt:

    @Magnus

    Sorry, aber auch nach dem dritten Lesen Deines Kommentars, verstehe ich Deine Frage nicht wirklich.

  11. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Wenn ich nicht wusste, dass ich als Buchhalter für die Mafia tätig war, habe ich, nochmal, mit den obgenannten möglichen Einschränkungen, selbst bei Annahme des Reueprinzips, nichts zu bereuen.

  12. Dude sagt:

    Aha, jetzt ja.

    Um also beim Beispiel zu bleiben.

    Wenn ich nicht weiss, dass die Mafia Menschen ermordert, Geld wäscht, Schutzgeld erpresst und noch weitere unehrenhafte und unredliche Machenschaften praktiziert, bin ich zwar gemäss dem Prinzip – auch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht (von dem ich nicht so viel halte) – dennoch schuldig im Sinne der Mitwirkung in einem Verbrecherkonglomerat, aber da ich nichts davon weiss, eben in diesem Sinne mE. nicht schuldfähig.

    Wie soll man für etwas schuldig gesprochen werden, von dem man – stets nach bestem Wissen und Gewissen agierend – bisher nichts wusste?

    Sobald man dies jedoch erkannt, oder es einem von aussen zugetragen ward, und man es dann einfach ignorierte, oder schlicht zur Kenntnis nimmt, und dennoch weitermacht, als wär nichts, wird man – da der üblen Machenschaften bewusst – auch schuldig.

    So ist es mit der Reue gemeint.

    Hoffe es ist jetzt verständlicher.

    Liebe Grüsse

  13. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Alle

    Eigentlich schon wieder eine Diskussion, die von hier an begonnen gehörte (ich behalte mir vor, das noch zu tun).

    Lisa schreibt:

    “Schuld, Scham und Reue sind die niedrigsten Frequenzen, in denen ein Mensch ticken kann.”

    Und (ich lasse das zur Umwertung von Vergangenheiten jetzt mal noch raus; es scheint, Lisa habe Nietzsches Zarathustra bestens begriffen):

    ‘Ich stimme Dude zu, dass es keine Schuld gibt, eigentlich. Aber “wirklich ist, was wirkt” und deshalb gibt es die Schuld in diesem Bewusstseinsbereich. Sie ist keine Wahrheit, aber eine Wirklichkeit.’

    Nun, ich wüsste allenfalls einzuwenden, dass zudem Selbstmitleiden und Liebeskummer nicht gerade erhöhte Frequenzen ansteuern. Vielleicht auch, wenn sich einer sinnlos besäuft und kloppt, weil Borussia Dortmund verloren hat.

    Und, ja, den Nagel auf den Kopf getroffen: Genau wie Lisa das ableitet, ist Schuld hier eine Wirklichkeit.

    Sie ist für viele Menschen einfach DA!

    Noch zu den Schwingungsebenen.

    Die erkennende Umwertung von Vergangenheiten ermöglicht ein anderes Jetzt und hiemit auch erweitert mögliche Zukünfte.

    Nun, Lisa, so klar wie Du das zeigst, was Nietzsche gesagt, frage ich mich nur noch, weshalb Du ihn weiland als einen “Borderliner” bezeichnet hast.

    Und demgegenüber andere, die ich wesentlich geringer schätze, sei es nur, dass sie mich weniger zu erreichen wussten (was ja selbstverständlich an mir liegen mag), als “Erleuchtete”.

    Macht aber erstmal nix.

    Ich gebe allein zum Bedenk, dass Du den Alten Fritz noch immer unterschätzen möchtest.

    Ich hinwiederum andere.

  14. Dude sagt:

    Kann mir bitte mal einer – mit Anlauf, und vollgas – eins in die Fresse hauen?

    Man tausche obiges (29. Januar 2013 um 18:12) “schuldig” bitte sehr durch “verantwortlich” aus!

  15. Lisa sagt:

    Ich bleibe dabei, Reue ist kontraproduktiv und bindet an den nicht mehr erwünschten Zustand und hält ihn so gewissermaßen aktiv. Sämtliche Denkmäler zeugen davon! Es ist egal, ob man dabei in einem bewussten oder unbewussten Zustand gehandelt hat. Wenn man es nicht mehr will, muss man es durch Akzeptanz neutralisieren und sich davon abwenden. Wichtig ist nur die Erkenntnis im Jetzt. Wichtig ist überhaupt nur die Gegenwart.

    Ich habe Nietzsche einmal als Borderliner bezeichnet, weil er, soviel ich weiß, den letzten Schritt nicht getan hat und der letzte Schritt ist es, sich selbst als (heiligen) Schöpfer zu begreifen. Oder hat er es getan? Dann nehme ich den Borderliner sofort zurück…

  16. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Lisa

    Nietzsche war bezüglich seines Schöpfertums wahrlich nicht maulfaul.

    Er sprach nicht nur davon, mit dem Zarathustra tausend Meilen über das hinausgeflogen zu sein, was bisher Poesie hieß, sondern meinte überdies: “Ich habe der Menschheit mit dem Zarathustra das grösste Geschenk gemacht, das ihr bisher gemacht worden ist.” (Mindestens inhaltlich dürfte dies Gedächtniszitat stimmen.)

    Auch gibt es eine Passage – ich weiß nicht mehr, in welchem Spätwerke – , wo er davon spricht, wie es sei, seine Hand auf Jahrtausende zu drücken wie auf Wachs.

    Nietzsche wusste, wie Cervantes auch, als erster, was er geschaffen hatte, dass er ein (heiliger) Schöpfer war. Cervantes sprach am Schlusse seines Quijote von den kommenden Jahrhunderten…

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