Jesus blieb, die Piratin bleibt hängen

Die Piraten haben grade so ‘nen Spruch (so ungefähr). Ein junges Ding sagt: “Was hänge ich hier eigentlich? Du gehst ja eh nicht wählen.”

An einem Laternenpfahl. Vergleiche mit Jesus verbieten sich aus Pietätsgründen natürlich eigentlich.

Aber: Hätten die Juden Jesus zu ihrem Führer gewählt, wären uns sicherlich sowohl das Christentum als auch wahrscheinlich der Islam erspart geblieben.

Leider ließen sie ihn hängen.

Diese Misswahl hat den Planeten Billiarden gekostet.

Wenn man, wie manche das tun, auch den Sozialismus als Folge dieser Misswahl ansieht, sind es nochmals Billiarden.

Andererseits, mir hat mal ein Jude gesagt, seine Leute hätten einen großen Fehler gemacht, dass sie Jesus nicht als den Messias anerkannten (der er seiner Ansicht nach nicht war). “Dann wären wir heute viel weiter.”

Damit steht zu befürchten, dass die Wahl Jesu noch mehr Billiarden gekostet haben könnte, denn dass man ihn hängen ließ.

Oder: Wenn das klügste Volk der Erde schon zu kurzsichtig war, zu seinem Nutzen und Frommen einen falschen Messias zum Messias zu erwählen, dann stellt sich schon die Frage, ob Helga Ferchenbauer aus Erkenschwick heute in der Lage ist, die richtige falsche Partei für Deutschland zu wählen, Frollein.

Wahrscheinlich war Jesus für jede Menge Umverteilung und hohe Steuern für Reiche. Vielleicht sogar für teilweise Menschenrechte für Nichtjuden, für Judenähnliche. So wie im Islam zwar nicht für alle Nichtmoslems, aber wenigstens Juden und Christen, also Moslemähnliche.

Was für ein grandioser Spinner!

Nein, kein Wunder, dass er nicht gewählt wurde.

Er war bei weitem zu modern. Gutmütig, verweichlicht, ein Décadent wie er im Buche steht.

Ein vergleichbar gutes Angebot für einen nützlichen falschen Messias haben die Juden meines Wissens seitdem aber nicht mehr hereingekriegt.

Auch deshalb denkt sich wohl mancher: “Was wäre, wenn wir damals über unseren Schatten gesprungen wären?” – und gibt sich sentimental Heils- und Erlösungsgedanken hin.

Mancher mag sogar einen gewissen Neid auf all die verlogenen Christen empfinden, denen Jesus scheißegal, außer für die Karriere. Die Investition ist minimal, Gutmensch sein kost’ fast nix, der Ertrag ist überaus beachtlich.

Wer mit Jesus geht, der ist einer der Lieben. So haben es diese Schufte eingerichtet. Egal, welche Schweinerei sie gerade abziehen, Jesus ist mit ihnen. Und wir Idioten haben ihn auch noch gekreuzigt.

Ja, so ist das, wenn man beim Wählen nicht genau aufpasst.

Da können einem noch Jahrtausende später die besten Geschäfte entgehen.

Ja, Mademoiselle, und da ich nicht sehe, dass die Piraterie insgesamt einen hinreichenden langfristigen Gewinst abwerfen wird, werde ich auch Dich lieber hängen lassen.

 

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5 Antworten zu “Jesus blieb, die Piratin bleibt hängen”

  1. Jochen sagt:

    “Und wir Idioten haben ihn auch noch gekreuzigt.”

    Es fragt sich nur, ob damals auch wirklich der richtige Jesus gekreuzigt worden ist. Den Namen Jesus gab es früher wie Sand am Meer. Und jener mit dem Namen Jesus (ho) Barabbas (Übersetzt: Jesus, Sohn des Vaters) zumindest, der wurde laut der Bibel anstelle von Jesus, dem Sohn des Vaters, freigelassen. Und da soll man nun nicht ins Grübeln kommen?

    Ein bekannter Schriftsteller biblischer Bücher schrieb in einem seiner Bücher, es heißt: ‘Die Fakten des Glaubens’, “wenn Jesus kein Lügner, Betrüger oder Geistesgestörter gewesen ist, dann muß er Gott gewesen sein”.

    Was dieser Schriftsteller, er heißt Josh McDowell, aber nicht bedacht hat, das ist, wenn man es nun anders herum sieht, daß dieser gekreuzigte Jesus nicht Gott gewesen ist, dann muß er ja eines der anderen Dinge gewesen sein oder auch alles Schlechte zusammen.

    Und an einer Stelle schreibt der McDowell auch, daß wir ja wissen, aufgrund einer Stelle in den Evangelien, die er aber seltsamerweise nicht genauer benennt, wie die Römer früher mit Verrückten umgingen. Nun, wie gingen sie denn mit denen um? – Sie wurden geschlagen (ausgepeitscht) und sie wurden auch schon mal gekreuzigt und anschließend dann tot in die Gehenna geworfen.

  2. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Jochen

    Ich denke, es ist längst völlig irrelevant, wer da in Wirklichkeit gekreuzigt oder nicht gekreuzigt wurde.

    Manche, die den Jesus mögen (so wie sie ihn sich zurechtlegen), aber die Juden weniger, meinen sogar, der sei gar kein Jude gewesen, gar ein Arier.

    Überlegungen in diese Richtung ergeben wenig bis gar keinen Sinn. Selbst wenn jetzt eine Handschrift aus dem 1. Jahrhundert auftauchte, dem Alter nach zweifellos echt, in der wieder etwas ganz anderes erzählt, könnte es sich wiederum um eine frühe Propagandaschrift handeln.

    Die physisch-biologische Wahrheit ist hier längst nicht mehr wichtig, war es vermutlich nie. Wichtig ist nur das Bild, das sich die Leute von Jesus machen.

  3. Dude sagt:

    Apropos Investition…

    Hätte Jesus damals 1 cent zu 5% Zins auf ein Sparbuch gelegt, hätte er heute etliche Erdkugeln aus purem Gold – wo er die wohl lagerte? ^^ ;-)

    Das nennt man übrigens Exponentialkurve :-D

    @Magnus

    Ebrief angekommen?

  4. Magnus Wolf Göller sagt:

    @ Dude

    Angekommen: Du hast Antwort.

    Jesus trüge das ganze Gold natürlich in seinem Herzen. Nicht nur die Leber wächst mit ihren Aufgaben.

  5. Jochen sagt:

    @ Magnus

    “Wichtig ist nur das Bild, das sich die Leute von Jesus machen.”

    Seit dem Turiner Grabtuch steht das Bild von Jesus fest. Aber da mucken sogar viele Christen auf und sagen: Nö, nö, so sah der Jesus aber bestimmt nicht aus. Denn sie haben sich in ihrem Kopf längst ein eigenes Abziehbild von ihrem Jesus hergestellt und dieses wurde bereits millionenfach über Ladentische verkauft.
    Aber du hast recht. Auf die tatsächliche Person mit dem Namen Jesus kommt es schon längst nicht mehr an. Es wird sich an einem Geist in ihrem Geist festgehalten, und zu Weihnachten wird er wiedergeboren und Karfreitag wird er ans Holz geschlagen. Das ist der Kreislauf des Glaubens an einen fleischgewordenen Geist, der kommt und geht, bis die eigene Entrückung ansteht.

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