Mit ‘Tod’ getaggte Artikel

James

Samstag, 13. Oktober 2012

“Bleib so, wie Du bist!”

Heute abend wieder gehört, in der Kneipe, tiefes Gespräch mit einem, auch im Zusammenhange mit unserem kürzlich verstorbenen Freunde James, dessen Ableben ein großes Loch gerissen hat, das wir, die ihn mochten, zu schließen versuchen: was auch sonst sollten wir tun: die beste Ermunterung, die zu erfahren.

James wirkt in uns nach.

Seine oft harten Worte waren fast immer richtige Worte. (weiterlesen…)

James, der Böse, der Liebe, mein Freund

Dienstag, 18. September 2012

Jetzt bist, nach dem Siggi, dem Röckle, dem Siegfried Röcklin, auch noch Du gestorben.

Dies ist mein erster hilfloser Nachruf für Dich, meinen väterlichen Freund.

Lieber James, ich werde mir erlauben, noch ein wenig von Dir und den unvergesslichen Geschichten zu erzählen, die Du aus Indien, der halben Welt mitgebracht, mit denen Du, nicht nur damit, strenger Geist, mein Leben bereichert hast.

Ich schreibe dies, und das was folgen wird, für jene, die Dich gekannt haben, wussten, dass der harte, manchmal zynisch aufgelegte James ein grundguter Kerl war, in Dankbarkeit für all die Stunden, die wir miteinander verbrachten.

Fragen kann ich Dich nicht mehr; ich werde mir, wenn ich mich gefasst habe, einfach die Freiheit nehmen, noch etwas von dem, was Du mir mitgegeben hast, zu erzählen.

Du bist nicht weg. Nicht von mir. Nie. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (VI)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Manche von Euch, ich kann das verstehen, wären lieber schon tot.

Denn der Tod verheißt eine, wenn auch ungewisse, Art der Freiheit.

Und er weiß seinen Lockruf dadurch erklingen zu lassen, indem er flötet: “Erst wenn Du tot bist, wird man dein Werk achten! Du weißt doch, dass man vor Deinem Tode nur Eckensteher lobt und anerkennt!”

Ja, gar süß weiß der hinterlistigste aller Gevatter zu schalmeien; aber er betreibt dies Gewerk nicht allein.

Denn er hat um desto mehr Schützenhilfe, je mehr lebende Kräfte und Mächte wider Euer Werk stehen. Er greift Euch mit derartiger Gewalt an, weil er Angst davor hat, dass Ihr ihn überwinden möchtet.

Ebenso wie die, deren Ableben nur einen Teil der Menschheit für einen kurzen Moment berühren wird. Deren Neid und Hass ist in der Tat gefährlich.

Denn sie können es nicht ertragen, dass Ihr keine Jachten und Luxusvillen braucht, um lediglich vorübergehend als wichtig zu gelten. Dass Euch ein Wurstbrot und ein Bier reicht, um alle Weite der Welt ohne Hunger nach Nahrung oder gar dem Unwichtigsten in Euch und außerhalb Euer aufzuspannen. (weiterlesen…)

Spiegel wünscht Gottesgericht gegen Grass

Samstag, 07. April 2012

Zu diesem Spiegel-Artikel werde ich nicht viel sagen, denn dass auf dessen Überschrift sowie dessen Fazit sowie meine Überschrift genau zu achten.

Und das noch: Der Spiegel-Journalist beschreibt Grass’ Auftreten in Teilen richtig, um dann, ja was? – : schlimmer durchzudrehen als der alte Mann.

Ein Sittengemälde. Den hinterhältigen Sekundärantisemiten soll der Herrgott holen! Wer sonst?

Man wünscht dem Dichter den Tod. Als Journalist. (weiterlesen…)

Edda: Dem Ruhme des Lasagneobschichtreibers

Samstag, 11. Februar 2012

Beim Altbrotreiben für die Lasagnekruste heute Abend ist mir eben eingefallen, dass ich ja einfach und schlicht unsterblich sein könne. Ich hatte sozusagen ein – zugegeben, ich musste lachen – religiöses Schlüsselerlebnis. (weiterlesen…)

Vom Tode

Montag, 18. Oktober 2010

Immerhin hat der Tod mich nicht schon lebendig erwischt. Er wird bei mir womöglich bis zum Ende warten müssen. Der Arme. Harter Beruf.

Das System

Samstag, 08. Mai 2010

Ich habe es zuvor schon angesprochen, aber vielleicht noch nicht explizit genug.

Nur die Banken sind “systemrelevant”, so dass wir für sie bluten dürfen bis zum Ende.

Dass man das inzwischen offen erklärt, ist bemerkenswert: Man wird ehrlich und sagt den Leuten die Sauerei offen ins Gesicht.

Damit ist eine Stufe erklommen, die man als den Mount Everest-Gipfel der kapitalistischen Propaganda ansehen muss: Du bist nichts, die Banken sind alles.

Der Totalitarismus des Geldes hat sich also frech offenbart.

Keiner wagt ernsthaft zu widersprechen.

Denn die unausgesprochene, aber wohlverstandene Drohung lautet: Wer gegen das System ist, der verreckt.

Ich bin aber nicht Keiner.

Wer noch?