Mit ‘Stuttgart 21’ getaggte Artikel

Vom Politgeschwurbel, Juchtenkäfern und grüner Toleranz

Montag, 24. September 2012

Vorhin latschte ich durchs Städtle, am Wilhelmsplatz war viel merkwürdig’ Volks unterwegs, eine Art türkische Einwegsimbissbude aufgebaut, überall masse gelbe und blaue Müllsäcke aufgestapelt, überquellende Müllcontainer – ich erfuhr schließlich von einem Essensversorger der Filmleute (dass da ein Film gedreht werde, war mir schnell klargeworden), dass es sich um einen Kinostreifen mit dem Arbeitstitel “Habibs Rhapsody” handele, kombinierte, dass das wohl Habibs Dönerbude sein müsse, nachdem ich vorher schon zwei andere, die gelangweilt vor ihren Transportern rumlümmelten, gefragt hatte, ob man da wohl “Stuttgart versinkt im Müll” produziere, worauf die geantwortet hatten, nein, aber im Film streikten die Müllwerker. Da hätte ich mindestens nicht schlecht geraten, versetzte ich, die beiden nickten zustimmend lächelnd. Kann ja lustig werden.

Für den Sprachler interessanter aber war eine andere Begegnung.

So in Gedanken vor mich hintrottelnd, gewahrte ich einen Uniformierten, einen Mann von vielleicht sechzig Jahren, der gerade dabei war, einen Falschparker aufzuschreiben.

Eine männliche Politesse sozusagen.

Sofort fuhr es mir durch den Kopf, dass ich gar nicht wisse, wie man so einen richtig bezeichnen möge. Nun, der brave Mann wird kaum etwas dagegen haben, wenn er ausahmsweise mal freundlich angesprochen wird, frag ihn einfach, dachte ich bei mir. (weiterlesen…)

9/11: Eine Szene aus Schwaben

Montag, 05. September 2011

Jedsd hanne zufällich oin droffa, der hod gmoind, er sei au en Verschweerongsglaibiger.

Hoggd er do so emma Schduegerder Kaffee, on wia mer noh ens Gschbräch kommed ons noh om 9/11 goht, secht der off oimol Sacha, die schwer zom jugendfrei ens Hochdaidsche zum Ibersedsa senn; zwoi oder drei Werder hanne sogar tadsächlich scho lang nemme gheerd ghet.

Selbscht dr Hahnabambel, dr Lällabebbel, dr Lohle ond dr guade alde Schdoffel sen vorkomma, onder älle denne Ohbachene, vo dene der vom Leder zoga hod; I hannen en saim Lodajäggle kaum kenna bremsa. (weiterlesen…)

Stuttgart 21: Launiges und Übellauniges aus Schwaben

Samstag, 23. Juli 2011

Gestern Abend, nach dem zeitgeist-Regionaltreff mit unserem langjährigen Kolumnisten Dr. Telor (einem sechsundachtzigjährigen, sehr engagierten S-21-Gegner, gar per Bildzeitungsfoto mit rausgestreckter Zunge von den Ordnungshütern weggetragen werdend berühmt geworden), wo es nicht nur tiefgründig, sondern vor allem auch sehr lustig zugegangen war, radelte ich noch in meine Stammkneipe, mir ein gemütliches Bierchen zu genehmigen.

Nun war dort gerade Stadtviertelstraßenfest, wodurch sich allerlei Volks, das sonst dort eher selten bis gar nicht gesehen, auch an meinem Hirnparkplatz einfand, so dass von der daselbst sonst üblichen Geruhsamkeit kaum noch die Rede sein konnte.

Als es doch schon etwas ruhiger ward – ich hatte mir inzwischen am Nichtdurchschieb zum Abtritt einen Thekenhocker ergattert – , ich schaute mir mal meine neue Kleist-Gesamtausgabe ein bisschen an, des Trubels trutzig, sah mich ein hochgewachsener junger Mann, eben Bieres ordern wollend, ob dieser meiner ihn wohl etwas merkwürdig dünkenden Tätigkeit recht scheel von der Seite an, seiner Labung harrend. (weiterlesen…)

Aus dem Handbuch

Dienstag, 26. Oktober 2010

“Gib den Leuten etwas scheinbar Wichtiges, wogegen sie aufbegehren dürfen, hetze sie noch selber dawider auf, und sie fressen dir weiter aus der Hand.”

Angebot

Dienstag, 26. Oktober 2010

Die Übersetzung des vorangegangenen Gogen-Witzes ins Neuhochdeutsche gibt es für fünf gültige deutsche Mark.

D’Schduergerder verkaufed neie Ärsch

Dienstag, 26. Oktober 2010

Ein wieder zeitgemäßer “Gogenwitz” (von Tübinger Weinbauern):

Neilich hanne de Karle offm Bohhof droffa.

“Karle, wo farsch noh noh?”, hannen gfrogd.

“Noch Schduegerd”, hod er gmoind.

“Wa witt denn en Schduegerd?”, moin I.

“En neie Arsch kaufa”, secht dr Karle.

“Mei alder hod a Loch.”

Schwabenerwachen

Dienstag, 26. Oktober 2010

Stuttgart 21 ist ein Augenöffner.

Vielleicht sind die Schwaben tatsächlich die besten Lügner in Deutschland. Wenigstens den ersten Preis als beste Selbstbelügner halten sie derzeit. (weiterlesen…)

Stuttgart 21: Demos als unbewusste Demutsgeste

Dienstag, 26. Oktober 2010

In Stuttgart wird der Mensch zum Stichling. Anhand jenes niedlichen Fischleins beschrieb Konrad Lorenz weiland (ich hoffe, mein Gedächtnis betrügt mich nicht nach 35 Jahren, wenn ja, egal) das Phänomen der Übersprungshandlung.

Die Menschen trauen sich nicht, gegen die deutsche Kriegsbeteiligung zu demonstrieren. Sie trauen sich nicht, gegen die Islamisierung zu demonstrieren. Sie trauen sich nicht, gegen die Weltschakalsfinanz zu demonstrieren. (weiterlesen…)

Stuttgart zergutmenscht

Montag, 25. Oktober 2010

Am vergangenen Wochenende diskutierte ich in der Stuttgarter Stadtbahn Richtung altem Hauptbahnhof fahrend mit meinen Söhnen noch einmal, dass ich es inzwischen auch nicht mehr wagte, einen Kleber für Stuttgart 21 auf meinem Auto anzubringen (wofern ich denn dafür wäre), da die Gefahr der Beschädigung durch Gegner als sehr real einzuschätzen sei.

Da sprach mich ein schräg gegenübersitzender, netter junger Mann an und machte seinem Ärger Luft. (weiterlesen…)

Stuttgart 21: Wer dafür ist, läuft Spießruten

Montag, 25. Oktober 2010

Bei dem, was ich an den letzten Wochenenden in Stuttgart mitbekam, schlüge ich mich inzwischen am liebsten aus blankem Trotz auf die Seite der Befürworter des neuen Tiefbahnhofes.

In Stuttgart ist die Meinungsfreiheit für den Normalbürger dazu beinahe tot.

Danke, Ihr Grünen Gutmenschen!

Und es steckt mehr dahinter…

Erklärung folgt.