Es mag ganz gesund und nützlich sein, wenn man weitgehend therapieresistent ist. Man macht nicht so viele Therapien, zumal keine teuren und aufwendigen, sondern schafft lieber was.
Ich gebe aber zu, dass ich grade mal wieder eine ausprobiere, eine indo-schwäbische sozusagen. Ich reibe meine obere rechte Körperhälfte, die mir Jahre nach einem schweren Sturz immer noch zu schaffen macht, mit Senföl ein.
Das Viertelliterfläschchen hat erschwingliche zweidreißig gekostet, und nach einigen Tagen der Anwendung ist es immer noch fast voll. Ich habe das Gefühl, mir ohne Arzt eventuell was Gutes zu tun, wenigstens wohl nichts allzu Schlimmes, und der Spaß kostet fast nix. Vom psychologischen Aspekt her zumindest ist das schonmal sehr förderlich.
Vielleicht mache ich auch mal Brennesseln drauf, die gibt’s ganz umsonst. Oder halte den ganzen Krampf mal nackig ins Vollmondlicht.
Ich bin bezüglich der Sache nämlich wieder ziemlich abergläubisch geworden; was heißt abergläubisch, es war schon merkwürdig.
Ich hatte den ganzen Mist recht intensiv trainiert, bis dass ich auf einmal einen Halsmuskel, von dem ich bis dahin nicht einmal gewusst hatte, dass sich der da vom Schlüsselbein mittig lateral nach oben zieht, derart schmerzhaft versehen, dass mir grade gelegen zu kommen schien, eine kostenlose halbstündige Massage (ich war noch nie bei einer professionellen Massage gewesen) gut zu haben.
Sehr wacker denn knetete die Fachfrau zunächst meinen Rücken, sodann das inkriminierte Gebiet. Es rumpelte und knackte schließlich auch mächtig, und unmittelbar nach der Behandlung hatte ich das Gefühl, das habe geholfen, erwog sogar, wiederzukommen, selbst zahlend.
PFEIFENDECKEL ABER AUCH! (weiterlesen…)









