Mit ‘Selbstausbildung’ getaggte Artikel

Dem Nachwuchse XXV

Donnerstag, 09. Mai 2013

Erstmal ist zu begreifen, dass man, hat man etwas zu sagen, allenfalls seltenst schnell verstanden werden wird. Eher werden Nichtbeachtung, Spott, Verachtung, Verhöhnung, bestenfalls Anfeindungen die Wegbegleiter sein. Ja, so gnadenlos ist das. Hat man, erfängt man seine Welt nicht in sich selbst, so ist man verloren, oder verloren, indem man zu einer Hofschranze mutiert. Der Weg des Schaffenden ist steinig, dornig, unsicher, hart. Wenig Atzung am Rande. Lange. Der Lohn für die Mühsal ist zunächst nur, dass man sieht, was andere nicht sehen. Den aber gilt es wertzuschätzen.

Irgendwann ist man so weit, dass es vergiftetes Lob hagelt. Ja, das sei schon so, aber auch ganz entschieden anders, wofern man sich nur zu benehmen ergäbe, könne es schon noch was werden.

Noch weniger Weiber, üblicherweise, werden auf das etwas geben, was man tut, denn Männer. Warum? Das erklärt sich von selbst.

Irgendwann aber, wenn man beharrlich, noch viel weiter oben angelangt, bröckelt die Ignoranz, und selbst die Bosheit bekommt Probleme mit sich selbst. Das heißt aber noch lange nicht, dass man eigentlich gehört werde. Gerade da kann sich die Bosheit bis zum Sichüberschlagen steigern. Man habe nochmal extra Acht.

Der nicht weiß, dass er womöglich dereinst schäbig verscharrt werden könnte, soll sich auf diesen Weg besser gleich gar nicht begeben. Nur wer wirklich will, wird etwas schaffen.

Irgendwann tut alles weh. Wie als ob es nichts Schönes mehr gäbe auf der Welt. An dieser Stelle ist es entscheidend, dass man noch die letzte Hoffnung fahren lässt: aber eben gerade nicht das Selbstvertrauen.

Diese beiden haben nämlich nicht das Geringste miteinander zu tun. Fast könnte man sagen, dass sie Feinde seien.

Erfolg darf einem keinerlei Maßstab sein. Der Erfolg ist einer der größten Betrüger.

Ja, man darf und soll auch etwas für sich wollen. Man lebt. Wer aber nur für sich etwas will, wird schon an der Vortreppe scheitern. Das ist gewiss.

“Adel verpflichtet”: Das ist immerzu das Gebot.

Wenn andere etwas nicht vermögen, ist es meins, es zu tun.

Ganz einfach.

Es war nie anders.