Mit ‘Schneiderhan’ getaggte Artikel

Helfen kann schaden

Dienstag, 23. Juni 2009

Nachtrag zu meinen vorigen beiden Artikeln “Noch drei Gefallene” und “Ein General schafft sich Freunde”.

Um 19 Uhr hörte ich in den Nachrichten, die drei heute gefallenen Bundeswehrsoldaten seien offenkundig nicht von den angreifenden Aufständischen getötet worden sondern aufgrund eines missglückten Ausweichmanövers ums Leben gekommen.

Das hörte sich gerade so an, als wären sie einem tragischen Verkehrsunfall zum Opfer gefallen. Ekelhaft.

Ich will aber noch einen anderen Gesichtspunkt ins Spiel bringen.

Vorher hörte ich einen privaten Kommentar, in dem mein Gesprächspartner meinte, möglicherweise solle ich doch froh sein, dass der Generalinspekteur sich so benimmt, ihn also nicht noch warnen; dass es kontraproduktiv sein könne, der Bundeswehr indirekt vielleicht gar aufzuhelfen, dass sie beruhigt gen Afghanistan führe und der Politik in ihrer diesbezüglichen Strategie noch dazu.

Ich habe die Kritik ernstgenommen und werde in Zukunft genauer darüber nachdenken, ob ich diesem Wahnsinn am Hindukusch durch unbedachte Äußerungen nicht gar noch wider Willen Nachhilfe geben könnte, Leute wie Herrn Schneiderhan nicht lieber einfach laufen lassen sollte, vielleicht gar befeuern, damit sie so viel Unfug erzählen, dass die deutsche Kriegsbeteiligung dadurch ihrem Ende zügig nähergebracht wird.

Ein General schafft sich Freunde

Dienstag, 23. Juni 2009

Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr, äußerte sich gestern auf einem Empfang des Wehrbeauftrageten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, auf die gestiegenen Klagen und Eingaben der Soldaten unter anderem wie folgt: “Ich sehe ein wenig, dass wir uns gelegentlich auf eine konditionierte Bereitschaft zum treuen Dienen einlassen: Ich diene meinem Land, wenn es mir die Lösung aller Probleme in einem Rundum-Wohlfühlangebot mit integriertem Erfolgserlebnis anbietet.”

Das hat der oberste deutsche Soldat fürwahr nett gesagt; er erwähnte ferner Frauen in der Bundeswehr und die Einsatzwirklichkeit als neue Problematiken der Truppe.

Dabei hieß es doch immer, dass wenigstens die Verweiblichung unserer Armee keine zusätzlichen Probleme schüfe: Im Gegenteil stellte man sich doch eine irgendwie liebevollere, emotional ausgeglichenere, weniger machohaft durchseuchte Veranstaltung mit menschlicherem Antlitz vor.

Sogar das Komasaufen und andere Soldatenkrankheiten sollten durch weibliche Anwesenheit gemildert werden, wenn sich auch Offizielle nie direkt dazu einließen, ob auch die unmittelbaren sexuellen Notstände der Landser mitbehoben werden sollten. (weiterlesen…)