Auf diesen Artikel zur Problematik des Netzgebrauchs bzw. -missbrauchs wurde ich eben noch weihnachtsgrüßlich hingewiesen.
Der Autor sagt viel Richtiges, springt aber in seiner Analyse doch zu kurz:
“Einige anonyme Blogger kennen dabei kein Tabu mehr (es geht um die aktuelle Debatte um den Bundespräsidenten, Anm. von mir), für sie scheinen weder die Regeln des Anstands noch das Presserecht zu gelten. Es gibt für die Betroffenen kaum Möglichkeiten, dagegen juristisch vorzugehen – und keinen Presserat, der mahnend seine Finger heben könnte. Der Bundespräsident steht dem völlig hilflos gegenüber.
Schleichend breitet sich das Gift der üblen Nachrede in der digitalen Welt aus. Irgendwann werden auch die traditionellen Medien sich diesem Gift nicht länger entziehen können. Und sei es, dass die Bild-Zeitung sich schließlich voller Verlogenheit über die „üblen Gerüchte im Internet“ empört. Man muss nicht prüde sein, um festzustellen, dass sich das Internet zur Gosse entwickelt hat.”
Es gibt sie in der Tat, jene anonymen Blogger, die keinerlei Anstand kennen.
Allerdings hat sich damit keineswegs das ganze Netz “zur Gosse” entwickelt.
Lassen wir aber zunächst noch einmal den Autor zitatweis sprechen:
“Es scheint keine verantwortungsvolle demokratische Öffentlichkeit im Internet zu geben, keine Selbstregulierungskräfte, die den Dreck zurückweisen, gegebenenfalls deren Löschen veranlassen. Es gibt keine Regeln und vor allem keine Sanktionsinstanz, die bei Regelverletzungen einschreitet. Jeder kann schreiben, was er will, gegebenenfalls auf einem ausländischen Server, der sich bundesdeutschen Gesetzen entzieht.”
Es gibt aber – zugegeben, noch nicht hinreichend – durchaus Selbstregulierungskräfte.
Ich weiß sehr wohl von Foren und Plattformen, wo man Netzgesindel abmahnt und gegebenenfalls auch sperrt.
Ich dulde auch nicht jeden dahergezogenen Mist in Kommentaren auf meiner Seite.
Und ich habe gewissen Leuten schon gezeigt, wo Barthel den Most holt, wenn es langt. (weiterlesen…)









