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Gibt’s bald was in die Ohren?

Dienstag, 15. Dezember 2009

Da ich zum anständigen, systemischen Philosophen mindestens so wenig tauge wie jener Thüringer, habe ich mir jetzt bei Feinkost-Lidl um vierzig Euro ein Diktiergerät als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk an mich selbst geleistet.

Seit bald dreizehn Jahren kaspere ich nunmehr vor meinen Schülern herum und werde mäßig dafür bezahlt; da sollte sich mehr draus machen lassen.

Nach ersten kleinen Tests (meine Söhne sind von dem Gerät sehr begeistert) habe ich festgestellt, was nicht weiter verwunderlich ist: Schwäbisch kann ich immer noch am besten.

Danach ist auch mein Englisch nicht ganz schlecht, wenn auch vielleicht nicht glockenrein; Hochdeutsch kann ich nicht ganz akzentfrei, sogar schlechter; Unterfränkisch ist nicht übel und Spanisch passabel.

Italienisch und Französisch habe ich noch nicht probiert.

Insgesamt ist meine Stimme aber sehr sonor; vielleicht noch schlimmer als meine Schreibe: also sollte da was zu machen sein.

Ich werde die Welt deromaßen mit Unfug und Unsinn überziehen, wie das nur mittels des gesprochenen Wortes möglich ist, Versuch macht kluch.

Jedenfalls bin ich frohen Mutes, auf noch einem weiteren Gebiete zu dilettieren: schließlich habe ich in meinem Leben nur Schwäbisch und geschriebenes Deutsch einigermaßen gut gelernt.

Ich will daher noch nichts versprechen, denn dabei verspricht man sich allzuleicht; aber wenn die Technik mitmacht bzw. mein diesbezügliches Dilettantentum, dann wird es hier bald erste Tondokumente zu vernehmen geben, damit man mal nicht immer nur lesen muss, sondern auch hören kann, was dieser verkrachte Typ mit dem schrägen Grinsen, dieser radikalfundamentalistische Neokleistianer, so loslässt.

Kunst ist, wenn man wenigstens selber ertragen kann, womit man sich gerne Mühe gemacht hat.