Mit ‘Psycholinguistik’ getaggte Artikel

Gehatet oder Gelovet? (II)

Sonntag, 22. Juli 2012

Das eigentlich Bemerkenswerte an einem derart dummen Gewäsch wie “gehatet” und “gelovet” besteht ja nicht darin, dass Leute derlei Unfug herausblasen, sondern dass sie von vielen darin noch ernstgenommen werden.

Normalerweise gehört sowas ins Kabarett, in die Satire.

Vor kurzem dachte ich noch, dass das facebooksche “gedisliked” der absolute Knaller der deutschsprachigen Weltnetzsprachverfuselungsidioten sei, und es hält auch nicht schlecht mit, aber “gehatet” gefällt mir noch besser.

“Gehasst” traut man sich nicht zu sagen. Das wäre zu deutsch und deutlich: also “hatet” man.

“Den hawick denn ma jeheitet!”

“Der isch jeddsd kheided, dass grachd!”

Schwabylon grüßt sein geliebtes Berlin. (weiterlesen…)

Yale-Ökonom Chen: Sprache bedingt Denken und Handeln

Freitag, 16. März 2012

Nun, wenn ein chinesischstämmiger US-amerikanischer Forscher aus Yale, der Heimstatt des Gutmenschengeheimbundes Skull & Bones, das sagt, was ich mich so leicht nicht getraut hätte, die altehrwürdige FAZ es bringt (Titel: “Warum die Griechen mit Deutsch als Landessprache weniger Schulden hätten”), darf ich es jetzt wohl auch aufgreifen.

Keith Chen meint nämlich herausgefunden zu haben, dass die jeweilige Sprache, Sprache überhaupt, einen großen Einfluss auf das Denken habe. (Wer hätte das gedacht.) Was an sich ja irgendwo zwischen egal und faschistoidem Diskriminogefasel anzusiedeln wäre, beträfe es nur Nutzloses, also Kulturelles. Er aber ist von Haus aus Ökonom und sieht eine Korrelation zwischen Sprache und rationalem wirtschaftlichem Handeln und damit langfristigem Erfolg. (weiterlesen…)