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Beuys’ Kunstbegriff: Eine Abrechnung

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Leserin Lisa schrieb vorhin im Kommentarstrange zu “Von der Glaubsucht” unter anderem folgendes, was mich zur nachstehenden Riposte veranlasste:

“Man kann über Beuys’ Kunst streiten, aber ich stimme seiner Aussage, dass jeder ein Künstler sei, zu.”

“@ Lisa

Ich vergaß noch Beuys und den Kunstbegriff.

Ich meine, dass der Mann einen grausen Bockmist verzapft hat.

Nicht nur, dass er unzählige Stümper und Schwachmaten in ihrem eingebildeten, aufgeblasenen Tun noch befeuerte, uns den letzten Rest des Tages zu stehlen, nein, er entwertete so die Kunst, das, was sie bedeutet, gesellschaftlich nachhaltig als solche.

Bei mir allerdings nicht um ein tausendstel Gran.

Es gibt kaum etwas Boshafteres, Zersetzerischeres, als jeden Krackler, Krattler und Kritzler zum Künstler zu erheben.

Damit wird jede kleine Gier, jede grindige Geltungssucht, die Mohrrübe im Arschloch in der Wiener U-Bahn zum Bewundernswerten erhoben.

Dekadenter geht es fast nicht. Jedenfalls fällt mir dazu nicht leicht eine Steigerung ein.

Mag der Kunstbegriff in vergangenen Jahrhunderten auch oft zu eng gezogen worden sein: DAS ist ein verhängnisvoller Unfug. (weiterlesen…)