Ich habe es mir nochmal überlegt.
Nachher gehe ich raus und drehe im Stadtwald (die Polizei ist in Stuttgart wegen des Bahnhofsbaus immer noch etwas nervös, und ich will als harmloser Deist nicht gleich mit auf die Wache) einfach mal ein bisschen religiös durch.
Ob ich einen der riesigen Lebensbäume umarmen werde oder bloß einen wohlgeratenen Weißdorn, weiß ich noch nicht; ich weiß auch noch nicht, wie ich meinen Gott nennen werde. Vielleicht bringt er seinen Namen ja sogar selbst mit. Wahrscheinlich wird er mit Y anfangen, weil er dann im Lexikon leichter auffällt.
Wie er mir allerdings erscheinen soll, habe ich noch nicht raus. Eine Stichflamme aus der Erde wäre zu abgeschmackt, auch wegen des verkokelten Mooses, das ich liebe. Eine Lateralheranfuhr bis auf etwa dreißig Fuß wäre mir da schon genehmer. Nur, wie soll er aussehen? Darf er sprechen? Muss ich mir eine Nachtkappe aufziehen, damit er mich nicht blende?
Egal, ich habe einen Auftrag. Den Atheisten mal so richtig einzuheizen. (weiterlesen…)









