Mit ‘Mönchspfeffer’ getaggte Artikel

Keuschlammfrüchte (II)

Sonntag, 28. Oktober 2012

Vorhin blieb mir schier das Bier im Halse stecken.

Einer, der sich auskennt, meinte zum Genusse des Mönchspfeffers lediglich, wenn ich mir den zu Tofu in Biersoße gäbe, wäre ich mit Phytoöstrogenen sicherlich nicht schlecht versorgt.

Nach dem ersten Schock meinte ich, übersprungshandlungsmäßig, nur kleinlaut, dass frau ja heutzutage auf androgyne Männer stehe.

“Na, dann mach’! Wenn Du dann noch einen hochkriegst!” (weiterlesen…)

Keuschlammfrüchte

Freitag, 26. Oktober 2012

“Keuschlammfrüchte”: Ja, so etwas gibt es, und der botanisch normalerweise nicht völlig unbewanderte Blogautor erfuhr es erst über den sogenannten “Mönchspfeffer”.

Dass der, vom Geschmacke wie vom lateinischen Namen “Vitex agnus-castus” her (wie z.B. auch der Szechuan-Pfeffer) kein echter Pfeffer sein könne, war mir, (auch weil er sonst hätte “Piper” heißen müssen) gleich klar, als ich letztes Jahr in der Markthalle zum erstenmal ein Päckchen davon erworben und soßenwürzend verkostet hatte.

Meine Nachlässigkeit als Philolog, dass ich bei diesem deutschen wie lateinischen Namen (agnus und castus kann ich noch) nicht gleich nachsuchte, was es damit auf sich habe.

Und siehe da, dieser Lippenblütler (Salbei, Oregano, Thymian…: sehr viele unserer Würz- und Heilkräuter sind Lippenblütler) soll doch tatsächlich seit Menschengedenken bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden, Wechseljahresproblemen, hat seinen Namen aber davonher, dass ihm nachgesagt wurde (wird? – ich habe keinen Spion im Vatikan), er entgeile den Mann, mache die Mönche keusch, wie es sich geziemt. (weiterlesen…)