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Vom Schönen und der Liebe umfangen

Samstag, 13. Juli 2013

Ich will seit Jahren mal nach Japan und nach China.

Es fehlt mir aber nichts daran, dass ich das derzeit nicht kann.

Ich fliege einfach in meinen Träumen dorthin.

Das kost’ keinen Cent, und ich muss auch meine Kinder nicht so weit weg alleine lassen.

Ich darf voraussichtlich bald wieder eine Woche an meine Ostsee.

Wenn ich dort wiederum einen abgestorbenen Baum finde, der bis zum Morgen fürs Lagerfeuer reicht, werde ich mich wohl, fröhlich, einen Toren schelten, dass ich überhaupt nach Japan und nach China fliegen wollte. Und wenn nicht, so werde ich es wenigstens versuchen.

Das Wasser, die Steine, das Feuer, noch ein Schluck Rotwein, dräuendes Gewitter, Alleinsein, die Weite der Welt.

Die Welt ist unendlich schön.

Die Liebe zur Natur ist nicht einmal mit jener zu einem Weibe oder den eigenen Kindern oder den Künsten wirklich vergleichbar.

Nicht, dass sie bedeutender wäre, höher schätzenswert. Keineswegs.

Sie erfasst einen schlicht anders.

Sie durchströmt einen auf eine gewisse Weise nur unbedingter. Ein Mensch allein mit allem.

Man redet sich sich selbst. Man ist einfach nur da. Man sitzt zwischen den fünf Elementen, ist in ihnen und dabei nur sich.

Durchwächst einen dann nicht doch noch zu sehr die Traurigkeit, so kann diese Liebe zu großer weiterführender Kraft führen.