Mit ‘Magie’ getaggte Artikel

Wieder eine Kirche, eine Krieche

Sonntag, 24. November 2013

Die ganzen esoterischen und magischen Theorien, von denen ich gehört habe, las, mit denen ich in Berührung kam, haben einen Haken.

Ich meine jetzt nicht die notorische Geltungssucht der jeweiligen “spirituellen” Führer, die Geheimhalterei und Lügerei nach außen, das ganze nutzlose Brimborium, das eingespannt, krude Initatiationspraktiken und derlei Fragwürdiges mehr.

Nein, es geht darum, dass jeder Mensch jederzeit ganz anders “funktionieren” kann, als von jedweder Lehre vorgegeben. Und zwar so gut, dass der jeweilige “Meister” lieber gar nicht mehr antritt.

Und zwar egal, ob dieser Meister nur ein Schamane im zentralafrikanischen Busch, oder ob er der Chief von Skull & Bones, mit Cochise-Schädel in der Hand.

Lernen ist nunmal mehr wert, als Beten und Salbadern.

Selbst zu sich selbst ist stärker, als irgendwelche Exerzitien.

Ja, ich hatte auch Meister, als Steinmetz wie als Sprachwissenschaftler.

Das waren aber keine Magiefritzen. Die konnten ihre Sachen.

Es gibt andererseits – für mich – zweifellos geistige Energiefelder, die sich unserer genauen Betrachtung und Beschreibung bisher entziehen.

Damit aber auch der Kontrolle durch irgendwelche Möchtegerns, und mögen sie noch so lange daran geübt haben, ganze halbbeinige Phalanxen ihrer Jünger dafür aufstellen.

Man betrachte nur die literarische Mindheit der Werke, die von derlei Leuten vorgelegt werden.

Was sehen wir da, typischerweise?

Erstens eine Überladung der Texte mit irgendwelchen jeweiligen Begriffen, die nie recht definiert, dabei über alles erhaben, unantastbar.

Sodann schlechten Stil. Insonderheit in dem Sinne, dass nicht nur der Redundanz zuviel, sondern dass auch, neben dem unübersehbar Schwülstigen, das Weglassen von Wesentlichem, jedenfalls im Kontexte Wesentlichem, eklatant auffällt.

Hatte ich zum Beispiel einen indischen Guru vor der Flinte. Einen sehr untypisch existentialistisch-pessimistischen (U.G.Krishnamurti).

Groß aufgesprochen. Manche gute Beobachtung. Er wollte nichtmal einen Kult um sich.

Aber.

Nirgend die Kunst.

Also wieder ein Loser. Letztlich noch ein Schwätzer.

Ich meine inzwischen, dass die Frage nach dem Kunstbegriff eine Art Lackmustest für jede Religion, Philosophie, esoterische Versammlung undsoweiter ist.

Da hört der ganze Spaß mit dem ganzen Döns und Gelaber nämlich sehr schnelle auf.

Da heißt es, Farbe zu bekennen.

Da gilt es, zu zeigen, wes Geistes Kind man ist.

Da entlarvt sich bald der lediglich geschwollene Busen, die westliche Postmoderne gibt östlichen diwanesken Metaästhetiken nicht über lange ohngeistig die Hand.

Es waren keine Pfaffen, die die grandiosen gotischen Döme bauten, sondern das waren Steinmetze. Die offenkundig mehr vom Goldenen Schnitt und anderen wesentlichen Prinzipien verstanden, als die verquasten Bibellabersäcke, die die Aufträge vergaben.

Auch Bachs Musik ist nicht christlich. Kein Japaner wird wegen Bach Christ.

Ansonsten: Zwar EIN Gott, aber dazu jede Menge Erzengel, die Muttergottes, Dschinn, Teufel, jede Menge irgendwie irrelevantes und hinwiederum doch sehr wichtiges Begleitgesindel. Hochwichtiges. Pfui Deibel.

Ja, sähe ich diesen ganzen Unfug nicht schon lange, so wäre mir vielleicht zum Speiben.

Kein Wunder, wenn man sich das betrachtet, dass viele Vernunftbegabte in einen Rationalismus sich flüchten, der nicht wesentlich besser.

Jetzt gibt es plötzlich gar nichts mehr, außer dem schon Erklärbaren.

Wieder eine Kirche, eine Krieche.

Vielleicht sind die bestimmenden Außerirdischen wirklich reptiloid.

Das passte.

 

 

 

 

 

Von “magischer” Energieumwandlung

Sonntag, 13. Oktober 2013

Jetzt werde ich doch einmal ein bisschen was über Magie sagen.

Also, wie so oft hier, über etwas, das es gar nicht gibt.

Damit kann ich umso unbeschwerter von irgendwelchen Wirklichkeiten darüber reden.

Es ist auch nur ein Teilaspekt des Nichtexistenten. Kann also kaum gleich erschlagen.

Es geht um die Transformation negativer Energie in positive.

Noch lange nicht um noch Weitergehenderes.

Keine leichte Sache. Trotzdem.

Negative Energie in positive zu transformieren, erfordert bereits hohe Selbsterkenntnis, ein bewusstes Sichaussetzen der eingegebenen bösartigen Schwingung, sodann echte eigene Schaffenskraft.

Die eingegebene versucht schädliche Schwingung wird schließlich nicht einfach dadurch gewendet, dass einer sie als solche erkennt und dies will. Hier ist Wille ohne Können so gut als nichts. Oder, gar noch übler, noch wirkungsverstärkend.

Nein, jetzt sage ich erstmal nichts mehr.

Genug dazu für heute.

Vom Scherbenzertreter

Mittwoch, 10. April 2013

Gestern musste ich herbe Kritik einstecken.

Seit gut einem Jahr ginge ich allzuviel mit dem Hackebeil herum, sehr häufig auf die armen Religionen dreinschlagend, allzumal meine Aphorismen dazu seien teils unterirdisch.

Kaum einmal schriebe ich Schönes, Erbauliches, Hinanführendes. Und wenn es einmal vorkomme, so gehe das in all den Zynismen und Sarkasmen drumherum unter, so dass man es kaum noch wahrnehme. Ich träte nur Scherben, derer es schon genug gebe, noch kleiner, alswelches eine eitle, unnütze, zumal wohlfeile Kunst.

Mein Einwand dahingehend, dass ich meine, damit eine notwendige Arbeit zu verrichten, da ich nicht sähe, dass sie so anderweitig hinreichend getan werde, half wenig. Auch Scherbenkleintreter gebe es genung.

Nun fühle ich mich immerhin dahingehend geehrt (man muss aus allem das Beste machen), dass man dem hauptbehuflichen Scherbenzertreter anscheinend doch zutraut, auch etwas anderes zu können. Sonst wäre ich ja wohl nicht dazu aufgefordert worden, es zu tun.

In der Tat aber enthält die Kritik Wahres; über religiöses und esoterisches Gedöns habe ich mich so häufig, so hart, auch redundant (ich bekenne mich in der Pädagogik durchaus schamlos zum Prinzip der Wiederholung, wobei allerdings auch hier ein Maß walten muss), hergemacht, dass ich diesen Bereich reduziert betreuen werde. (Ich hatte vor der scharfen Kritik selbst schon das Gefühl, dass es jetzt damit einmal lange. Insofern trug mein Kritiker, wie er es zu nennen pflegt, Lammkeulen nach Hammelburg.)

Auch ist klar, dass man, zumindest wenn man vorgeht wie ich, diese Dinge aufgreifend ständig persönliche Gefühle verletzt; für jeden mag in einem Text jener oder ein anderer Satz diese Wirkung tun; und wenn nicht in jenem Text, so in einem anderen. Also, dass fast nur noch dieser jeweilige Satz bzw. eine Teilausführung wahrgenommen wird, der Rest drumherum kaum. Man wendet sich ab. (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse (V)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Ich sprach irgendwo schon einmal davon, aber das macht nichts, denn wichtige Dinge sind wiederholt durchzunehmen.

Es gibt keine “Weiße Magie”.

Bestenfalls mag es neben der Schwarzen Magie eine Hellgraue geben.

Das wäre dann jene, die in der besten Absicht angewandt.

Sie kann deshalb nie “weiß” sein oder werden, weil jede bewusste magische Handlung eine versucht manipulative, unerfragte ist. (Ich rede jetzt nicht vom Senden guter Gedanken, von Liebe, was durchaus förderlich sein mag. Das wird aber klassischerweise nicht unter dem Begriff “Magie” einsortiert.)

Zu unterscheiden: Wenn eine Frau mir schöne Augen macht, mag das eine gewisse “magische” Wirkung haben. Ich sehe aber, dass sie das tut, kann es erhebend finden, oder auch nicht.

Es gibt auch Leute, die verharmlosend-beschönigend sagen, alles sei Magie.

Wäre das wahr, hätte das Wort keinen eigenen Gehalt, es wäre ein sinnloses Synonym für alles. (weiterlesen…)

Andere Zeit

Samstag, 04. Juni 2011

Die klassische Magie war gestern; sie schimmelt schon lange in ihren Resten.

Magie

Donnerstag, 03. März 2011

Ich sprach gerade mit einem der reflektiertesten Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe.

Wir sprachen auch über Magie.

Und wir waren uns sofort einig, dass es keine weiße Magie gebe.

So gefährlich ist Magie

Sonntag, 01. November 2009

Omannomann!

Jetzt wird’s esomagisch. Kaum dass ich den vorletzten Artikel “Magnus Göller, der fiese Troll” eingestellt und beim Universum bestellt hatte, der eine oder andere meiner kommentatorischen Widersacher möge ihn lesen und sich dabei wiedererkennen, muss exakt dies geschehen sein: Das wäre nun an sich nicht verwunderlich, aber einer der Trollaustreiber der angesprochenen Seite stellte jetzt dort tatsächlich ungefragt meinen ganzen hiesigen Beitrag ein, wobei er es zuvor nicht versäumte, nochmals über Penislängen und diesmal mein insinuiertes Problem damit Belehrungen zu verfassen. (Das bisschen Verletzung von Urheber- bzw. Nutzungsrechten an meinem Text lasse ich ihm zunächst mal durchgehen, solange er daraus kein Geschäft macht oder unerträglich groben Unfug damit treibt.) (weiterlesen…)

Magie der Laute

Mittwoch, 07. Oktober 2009

In anderem Zusammenhang (Aphorismen 40) kam ich schon auf Lautmalerisches zu sprechen.

Die Magie der Laute ist ungebrochen und meines Erachtens noch immer nur ansatzweise erforscht: Als Kind hörte ich z. B. “Ulan-Bator” oder “Montevideo”, und schon wollte ich wissen, wo das denn jeweils sei.

In der letzten Zeit lese ich in “The White Goddess” von Robert Graves herum (leider bisher noch nicht ganz geschafft, das Werk ist auch anstrengend), wo einige Ansätze, vielleicht mehr als das, zu finden sind.

Es gibt auch runisch gegründete Bücher dazu (wahrscheinlich der beste bisher gefundene prinzipielle Ansatz zum Thema), von welchen ich jetzt mal nur “Oding-Wizzod” von Gerhard Heß empfehlen möchte.

Sobald ich wieder in der Lage bin, längere Texte zu schreiben, mir noch einmal eigene Gedanken gemacht habe, werde ich die Sache hier vertiefen.

Aphorismen XXXI

Montag, 14. September 2009

Magie: Wollen, Wissen, Wagen, Reden.

Der Mann mit dem Frettchen

Dienstag, 02. Juni 2009

Heute Nacht habe ich nicht von einem verirrten jungen Mann geträumt sondern von einem mittleren Alters.

Das war ein sonderbarer Kauz.

Er behauptete immerzu, man habe ihm sein geliebtes Frettchen vergiftet, hatte es gar obduzieren lassen, und natürlich fand man nichts, außer dass das Frettchen von etwas schwächlicher Konstitution gewesen war.

Da er die Erklärung nicht gelten lassen wollte und ich ihn fragte, ob es nicht an der Zeit sei, Ruhe zu geben, rückte er damit heraus, man habe sein Frettchen überdies magisch angegriffen, um eigentlich ihn zu Fall zu bringen.

Ich fragte ihn so ruhig, wie ich’s vermochte, weshalb denn jemand so etwas tun sollte, und er entgegnete sofort: “Weil sie wissen, dass ich sie zu Fall bringen könnte!”

“Wer sind denn ‘sie’?”, versetzte ich. “Und wer sollte eine solche Macht ausüben können?”

Er lächelte. “Persönlich kenne ich sie noch nicht, aber ich weiß, wer sie sind. Sie sind die einzigen auf der Welt, die vor mir Angst haben müssen. Und sie können so etwas, wenn man nicht aufpasst, und ich habe nicht gut genug aufgepasst.”

Mir wurde schier ein wenig schwindelig, und ich entgegnete: “Nun gut, aber weshalb sollten so mächtige Leute ausgerechnet vor Ihnen Angst haben, gäbe es sie denn?” (weiterlesen…)

Bänkermagic

Mittwoch, 06. Mai 2009

Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, der amerikanischen Bank, die schon von der US-Vorgängerregierung auf Händen getragen wurde, erklärte diese Woche im SPIEGEL-Gespräch:

“Es kann nicht sein, dass Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden. Ich kann auch niemandem unterstellen, dass er so ein Modell verteidigt.

Mein lieber Herr Dibelius:

Erstens  k a n n  es nicht so sein, da haben sie auf perverse Art recht, denn es i s t so.

Zweitens können Sie wirklich niemandem etwas  u n t e r s t e l l e n, von dem  k l a r  ist, dass er es  t u t.

Doch nach diesen verbalen Finessen aus der Giftmüllküche der Bänkerscholastik, für Spiegel-Redakteure immerhin gut genug, wunderte mich anderes, Neueres.

Nach weiteren Pirouetten und einer logisch völlig deplazierten Hitler-Anspielung kommen Sie im letzten Satz (!) auf dies:

“Aber wenn in Deutschland etwas die politischen Kräfte verändern kann, dann ist es diese eine magische Zahl: fünf Millionen Arbeitslose.”

Wieso “magisch” plötzlich  f ü n f  und nicht  s e c h s ?