Mit ‘Lichtenberg’ getaggte Artikel

Philosoph(in): ein zu verpflichtender Begriff?

Montag, 03. Juni 2013

Leserin Lisa hat mir in einem Kommentarstrang mal wieder eine Nuss zum Knacken auf diese Seite gerollt.

http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/31/angelina-jolie-nachlese-bei-friederike-beck/comment-page-1/#comment-205805

Sie schrieb:

‘Und nein, ich würde mich nicht als “Philosophin” bezeichnen. Dieser Begriff ist mir zu …verpflichtend.’

Und überdies, dazu passend:

‘Magnus, Du hast recht, wenn Du sagst, dass ich gelegentlich provoziere, um dann, falls noch jemand mitmacht, die Provokation zu diskutieren. Aber es ist keine Strategie, sondern es erscheint mir manchmal notwendig, um eine Diskussion zu beleben.’

Ich unterstelle zunächst, dass Lisa den Begriff “Philosophin” nicht nur deshalb für zu verpflichtend hält, womöglich gar nicht, weil sie eine Frau ist.

In welcher Weise könnte es zu verpflichtend sein, wenn jemand sich als Philosophin respektive Philosoph bezeichnet?

Etwa im Sinne dessen, dass man sich damit in eine systematische Bringschuld (im Sinne systematischen – strategischen? – Vorgehens wie auch eines abzuliefernden Systems) begäbe? Also Freiheit im Handeln, Ausdruck, letztlich selbst im Denken einbüßte? Unnötig, unklug Angriffsflächen böte, die Möglichkeit, von Gelahrten lächerlich gemacht zu werden?

Immerhin hörte ich schon, von einem, der in Heidelberg (hiemit an einer der renommiertesten philosophischen Fakultäten weltweit) studierte, einem Manne, dessen geistige Fähigkeiten ich ansonsten sehr schätze, dass Nietzsche gar kein richtiger Philosoph gewesen sei, da er kein in sich geschlossenes System vorgelegt habe, wie beispielsweise Kant. (Nietzsche meinte einmal, das zitiere ich jetzt aus dem Gedächtnis, er misstraue grundsätzlich allen Systematikern… Er sagte aber auch: “Wir neuen Philosophen…”) (weiterlesen…)

Gott macht aus Sägspänen festes Mädchenfleisch

Sonntag, 14. August 2011

Dieses Lichtenberg-Zitat aus einem Briefe aus dem Osnabrück des Frühherbstes 1772 will ich Ihnen nicht vorenthalten:

“…Pumpernickel hingegen kann man allemal haben, denn die Westfälinger (gottlob, dass die Seite herunter ist) beten täglich: Unsern täglichen Pumpernickel gib uns heut…Denn Pumpernickel wirst du kaum und Christelchen gar nicht essen können, es ist beinah, als ob man das Korn roh äße. Ich habe es oft versucht und ließ mir ein Stück geben, das etwa 20 Bauernbissen enthalten mochte. Ich biß etwas mit ernsthafter Miene ab. Solltest du das Brot, so wie es Gott erschaffen hat, nicht essen können, das Brot, das den hiesigen Bauernmädchen die schöne Haut, die Munterkeit und das feste Fleisch gibt? sagte ich und fing an es mit meinen Zähnen zu kauen, denn das fehlt ihm. Ich kaute fort, es war entsetzlich, zuweilen geriet ich über dem Kauen in ein Lachen und gab die 19 1/2 übrige Bissen den Pferden, zuweilen machte ich andächtige Betrachtungen: Was muss das für ein Gott sein, der Mädchenfleisch aus diesen Sägspänen macht; zuweilen wurde der Einfall mutwilliger…” (weiterlesen…)

Ziel erreicht

Donnerstag, 11. August 2011

Er müßig ging, stand, saß, lag und starb.

Wenn ein Kopf gegen ein Buch stößt …

Montag, 08. August 2011

Georg Friedrich Lichtengebirg.

Von der “Kleinen Form”

Sonntag, 26. September 2010

Lichtenberg suchte und fand, Nietzsche zeigte und forderte: den Aphorismus als Ausdruck der Fröhlichen Wissenschaft.

Als Kärrner

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Manchmal versuche ich nur, Lichtenberg aus dem achtzehnten und Nietzsche aus dem neunzehnten in unser einundzwanzigstes Jahrhundert zu übertragen.