Mit ‘Leser’ getaggte Artikel

Dem Nachwuchse XXI (b)

Montag, 20. August 2012

Es wäre jetzt unziemlich unzeitig, schon wieder Ausführlicheres zur Sache aufs elektronische Papier zu bringen. Manchmal soll man den Leuten auch Luft zum Lesen lassen. Denn viele von ihnen lesen noch nicht einmal halb so schnell, alswie ein Geschwinder schreibt.

Man vergesse nie, denke inalsofern an “den Leser”, dass jener oft schon ob der kleinsten Begriffsrückeroberung nachhaltig verwirrt sein mag.

Man begreife ihn, zumal heute, im Zeitalter des Weltnetzes, als ein von überallher überallhin getriebenes Wesen.

Ohohoh You’re in The Army Now!

Samstag, 04. Juli 2009

Das blödsinnige Lied mit dem obenstehenden Refrain lief gerade auf meinem Heimatsender Bayern 3.

“Stand up and fight!”, heißt es da.

Na gut, dann wollen wir uns doch mal US-amerikanisch inspirieren lassen.

Gegen wen wollen wir kämpfen? Oder besser, sollen wir kämpfen, denn als Soldaten werden wir ja nicht gefragt, gegen wen wir kämpfen wollen.

Da ich keinen Sold bekomme und mein General sich noch nie gemeldet hat, vermute ich mir jetzt notgezwungen zusammen, gegen wen ich kämpfen soll.

Ich denke mal, dass ich gegen alle die aufstehen und kämpfen sollte, die aus ihrer faschistischen Grundhaltung heraus etwas gegen Banken und Spekulanten haben, also wider alle die Freiheitsfeinde dieser Art zum Kriege aufgerufen sei.

Natürlich auch gegen all jene gefährlichen Wirrköpfe, die sich nicht gerne von uns foltern lassen oder sich darüber aufregen, wenn sie bei der Hochzeit des Cousins ihre gesamte Verwandtschaft zum Guten der Menschheit pyrotechnisch mit Mann und Maus aus ihrer atmungsmäßigen Klimakillerei befreit sehen. (weiterlesen…)

Leser? – Schreiben!

Samstag, 02. Mai 2009

Seit Jahren geht mir der Journalisten-Spruch “Immer an den Leser denken”  im Kopfe herum.

Der hat natürlich was, aber er ist oft auch nur ein verklausulierter Aufruf zur Korruption.

Die Textsorten Bericht und Reportage sollten dieser Maxime selbstverständlich weitestgehend folgen.

Wie aber sieht es bei Kommentaren, Essays, gar Satiren aus?

Natürlich sollte ein Autor auch beim Verfassen solcher Texte daran denken, dass er sein Publikum einigermaßen verständlich erreicht. Ansonsten aber verkehrt sich der Spruch doch häufig in ein “Immer gegen den Leser denken”.

Ich nehme die FAZ als Lehrbeispiel. Dieses nicht, weil ich sie besonders verachtete, sondern weil sie sich als Leitmedium besonders dafür eignet. (weiterlesen…)