Mit ‘Legastheniker’ getaggte Artikel

Von jenen und von diesen Bloggern

Mittwoch, 27. März 2013

Literarisch gesehen eine Null, als Essayist gerade mal mittelmäßig, handwerklich schlampig wie die Sau, aber Zugriffe wie Bolle: Sie werden schon gemerkt haben, dass gerade ich nicht von mir rede.

Sondern von einem Großblogger. (Ich meine nicht den Augstein Junior.)

Er ist nicht dumm; er ist recht gut informiert; er ist umsichtig; er weiß, was er den Abrahamiten an Tribut schuldig.

Ich weiß einen anderen (das bin auch nicht ich), der unvergleichlich besser, mutiger, keinen Tag verstreichen lässt, an dem er nicht den Finger in die Wunden legt, seit Jahren, konsequent, mit wohl nicht einem Zehntel Leserschaft des anderen.

Der letztere Blogger bleibt (im Gegensatze zu mir) stets bei seinen Kernthemen, so wie ersterer auch; er ist handwerklich sehr sorgfältig, im Gegensatz zu jenem; er schreibt gut verständlich, wie jener auch, wenn man die Schlampereien in seinen Texten überliest: Wieso, dann, hat der eine, mal abgesehen davon, dass er eine besser positionierte Plattform hat, gemessen an dem, der viel schärfer, klarer, pointierter, besser schreibt, derart viel mehr Erfolg? (weiterlesen…)

Wursteniker im Netz

Freitag, 25. Mai 2012

Gerade sahe ich ihn wieder, diesen Ohnsinnsleitspruch nicht weniger Weltnetzschrapseloten:

“wer Schreibfehler findet darf sie behalten” (Wie als ob ich welche bräuchte; ich übersehe selber manchmal welche – in meinen eigenen Texten, wie alle Profis und Normalos, am leichtesten – und habe schon ein paar Quintilliarden davon korrigieren müssen.)

Er stand (ohne die Anführungszeichen) unter einem Text, der klein anfing, sodann Groß und Klein (neben den Schreibfehlern) gemäß einem nicht dechiffrierbaren Schlüssel mischte.

Lustig, dass der Kerl dann noch meint, diesen unnötigen Satz (wahrscheinlich standardmäßig, als persönliche Standarte sozusagen) unter sein Gewaf schreiben zu müssen.

Wie als ob er sich – obschon unter einem hochtrabenden Decknamen – gegen die Bösen im Netz präventiv schützen wolle, jene Uralterzkonservativen, die ihre Leser nicht schon durch ein schlampsäuichtes Schriftbild zu beleidigen trachten.

Aber wahrscheinlich findet der das – wie so viele andere – “ächt cool”.

Dass jeder, der nicht dreimal täglich im Schnapsfasse badet, auf einen Blick sieht, wie scheißegal jenem sein Buchstabensalat ist, alsomit jener Schluss-”Satz” ohne Komma und Punkt völlig unnötig, darauf ist dieser traurige Held der Ultrapostmoderne wohl noch nie gekommen. (weiterlesen…)