Mit ‘Krieg’ getaggte Artikel
Mittwoch, 16. September 2009
“Der Freitag”, die linke Wochenzeitung aus Berlin, hat am 8.9. einen Aufruf einiger namhafter Intellektueller und Medienleute zum Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan binnen zwei Jahren veröffentlicht. Dann sollten “zivile Aufbauorganisationen” an die Stelle des Militärs treten: “Der Gegner ist keine Armee, sondern eine Kultur. Darum ist der Konflikt mit einer Verstärkung des miltärischen Engagements nicht zu lösen.”
Lassen wir die Frage, wie Aufbauorganisationen ohne militärischen Schutz dort überleben wollen, einmal beseite, ebenso wie jene, weshalb man, einmal die Sinnlosigkeit des Einsatzes erkannt, nicht so schnell als möglich abziehen sollte.
Der Gegner sei also eine Kultur, soso. In gewisser Weise stimmt das natürlich, denn die Moslems dort wollen die westlichen Wertevorstellungen nicht besatztermaßen übernehmen und wehren sich deshalb ganz gewaltig.
Andererseits ging es den federführenden USA nie um Kultur und Werte, sondern allein darum, eine geostrategische Kontrolle über das Gebiet zu erlangen (weiterlesen…)
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Dienstag, 15. September 2009
General McCrystal, der genialische amerikanische Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, hat Deutschland ungewollt ein großes Geschenk gemacht.
Durch seine weltweite Bloßstellung der Bundeswehr wie insbesondere des Obersten Klein, der den Feuerbefehl auf zwei entwendete Tanklaster gab, hat er Bedeutendes dahingehend geleistet, noch dem ungläubigsten Thomas vor Augen zu führen, dass die USA auch einen großen Verbündeten und vorgeblichen Freund jederzeit bereit sind, auf dem Altar ihrer Interessen zu opfern. (weiterlesen…)
Tags: Afghanistan, Bundeswehr, Jung, Krieg, Lüge, McChrystal, Schandmaul, Verrat
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Sonntag, 13. September 2009
Ich habe in meinem gestrigen Artikel “9/12 für Ja- und Neinsager” die FAZ im Zusammenhang mit dem größten Weltfinanzbetrug aller Zeiten als “Schmierblatt” bezeichnet und möchte mich hiermit gegenüber einigen FAZ-Journalisten erklären, die ich damit nicht beleidigen wollte, z.B. Michael Hanfeld, der unter dem Titel “Falsche Freunde” noch vor ein paar Tagen einen ausgezeichneten Artikel zum deutsch-amerikanischen Verhältnis schrieb. (weiterlesen…)
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Sonntag, 13. September 2009
Steinmeier hat sich bewegt.
Noch vor ein paar Tagen hatte er es als kontraproduktiv bezeichnet, ein konkretes Abzugsdatum für Afghanistan zu nennen, selbst das von Altkanzler Schröder ins Spiel gebrachte Datum 2015 galt in der SPD als zu ehrgeizig – also mindestens noch fünf Jahre Krieg als zuwenig.
Jetzt nennt Steinmeier selbst 2013 als Ziel. Dies ist einigermaßen erstaunlich, denn bisher war man immer von noch mindestens 10 Jahren Mitsterben am Hindukusch ausgegangen; es ist aber wiederum auch nicht so erstaunlich, denn in zwei Wochen ist Bundestagswahl, und danach kann sich die Sache einfach mal wieder schwieriger gestalten, als man zuvor gedacht hätte, also alles ganz normal.
Allerdings ist Steinmeier auch kein politischer Anfänger: Er weiß höchstwahrscheinlich sehr genau, dass sich hier eine Debatte mit Eigendynamik entwickeln kann, er ein großes Fass aufgemacht hat, (weiterlesen…)
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Donnerstag, 10. September 2009
Inzwischen dürfte Deutschland das einzige Land dieses Planeten sein (habe ich die Nachrichten in Vanuatu übersehen?), dessen führende Politiker sich weiterhin weigern, den Krieg in Afghanistan einen Krieg zu nennen.
Die Idee, dass auch Deutsche einmal etwas besser wissen könnten als der Rest, ist mir zwar nicht grundsätzlich fremd, denn immerhin können wir unter anderen auf Gutenberg (nicht Guttenberg!), Gauss und Nietzsche verweisen, denen dies einigermaßen mühelos gelang.
In diesem Falle aber handelt es sich um eine grotesk-peinliche Form der politischen Lügenesoterik, die so durchsichtig wie dumm daherkommt. (weiterlesen…)
Tags: Afghanistan, Krieg, Schafsmedien
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Dienstag, 08. September 2009
Vorhin führte ich auf dem Hammelburger Marktplatz eine Diskussion mit dem Linkspartei-Direktkandidaten meines Bundestags-Wahlkreises sowie, dann ausführlicher, einem seiner Mitstreiter, der, obschon ich den Kandidaten heftig gegen mich aufgebracht hatte, indem ich unter anderem den Nationalsozialismus vom Faschismus unterschied, gleichwohl kundig, verständig und fair weiterdisputierte.
Wenn ich etwas jünger wäre, etwas konspirativer veranlagt, wüsste, wie man so etwas macht, mein Blog mit entsprechenden Aussagen nicht schon vorhanden wäre und ich Zeit dazu hätte, könnte ich mir durchaus vorstellen, daran mitzutun, die Linkspartei zu unterwandern oder, mal positiver ausgedrückt, zur Vernunft zu bringen. (weiterlesen…)
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Montag, 07. September 2009
Jürgen Trittin, der lange Lulatsch der Grünen, will zum Afghanistan-Krieg “ganz konkrete Benchmarks” (Deutsch spricht er lieber nicht) bezüglich des Abzuges, aber natürlich, wie auch Steinmeier, der einen konkreten Fahrplan fordert, bitte ohne Termin, welches letzterer damit begündet, damit spielte man nur den Taliban in die Hände.
Man will es also unbedingt ganz konkret, gleichzeitig aber bitte überhaupt nicht konkret. (weiterlesen…)
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Samstag, 05. September 2009
Soll ich es für Vorsatz halten, dass mit diesem unsäglichen Jung ausgerechnet der Dümmstmögliche zum Kriegsminister in Kriegszeiten gemacht wurde?
Mag in der Tat sein, dass die offenkundige Einfalt des Hessen entscheidend zu seiner Ernennung führte.
Dieweil will ich aber nach Monaten der Abstinenz wieder einmal eine eigene kleine Verschwörungstheorie aufstellen, denn die Dinge nehmen einen merkwürdigen Verlauf. (weiterlesen…)
Tags: Jung, Krieg, Verschwörung
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Freitag, 04. September 2009
Noch ist unklar, ob und wie viele Zivilisten in Afghanistan bei dem von der Bundeswehr befohlenen nächtlichen Luftangriff auf zwei von Aufständischen gekaperte Tanklaster umgekommen sind. Nachdem laut Bundeswehr alles seine kriegsmäßige Ordnung gehabt haben solle, wurden kritische Stimmen laut, selbst vom britischen Außenminister Miliband.
Sicher scheint jedoch, dass US-Botschaftswachpersonal in Kabul, mal wieder privat vom Pentagon angeheuert, in großem Stile und öfter Saufgelage mit homosexuellen Späßen veranstaltet haben, zu denen Untergebene von Vorgesetzten genötigt wurden: Man kann davon ausgehen, das nicht jeder Abenteurer, der für viel Geld in Afghanistan seinen Arsch riskiert, auch noch Spaß daran findet, diesen in die Kamera zu halten oder darüber hinaus für noch mehr herzugeben.
Das wohl einzig Positive an diesen Dingen ist, dass der Afghanistan-Krieg vor der Bundestagswahl wieder ins öffentliche Interesse rückt und der eine oder andere sich vielleicht doch noch einmal überlegt, ob er wirklich einer Kriegspartei seine Stimme geben will.
Ich bin inzwischen für einen Ausgang der Bundestagswahl wie folgt: Linke 21%, Union 16%, SPD 16%, Piraten 13%, Grüne 10%, FDP 10%, NPD 10%, Sonstige 4%.
So könnten die Kriegsparteien CDU, CSU, SPD, Grüne und FDP nur in einer ganz großen Kriegskoalition weiterregieren und säßen damit alle gemeinsam in ihrem einen lecken Boot.
Sie lachen?
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Donnerstag, 03. September 2009
Richard Holbrooke, Obamas Afghanistan-Supervisor, erklärt bezüglich der massiven Wahlfälschungen im Lande: “Unregelmäßigkeiten bei Wahlen gehören zu einer Demokratie.” (FAZ von heute)
Der Mann hat wirklich Humor wie Gleichmut gepachtet. Alle Wahlfälscher der Welt werden das Zitat aus so berufenem Munde erfreut im Schatzkistlein verwahren, sämtliche Vorwürfe gegen Iran lösen sich so nach US-Maßstäben in Luft auf.
Dieses Demokratie-Rezept für Despoten und Tyrannen gilt aber natürlich leider nur für solche, die Amerika genehm sind, der Rest hat Pech. (weiterlesen…)
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Freitag, 21. August 2009
Stern. de geht in seiner heutigen Reportage “Massiver Wahlbetrug in Afghanistan” von drei bis fünf Millionen gefälschten Wahlkarten aus.
Geht man nun weiterhin von der offiziellen Zahl von 15 Millionen Wahlberechtigten sowie einer Wahlbeteiligung von 40% aus (letztere Zahl natürlich besonders mit Vorsicht zu genießen), so ergibt sich mathematisch, dass bei 6 Millionen abgegebenen Stimmen zwischen 50% und 80% dieser Stimmen auf die gefälschten Wahlkarten entfallen.
Zu so einer Wahl hat der Weltsicherheitsrat allen Grund zu gratulieren, denn immerhin ergibt sich im Umkehrschluss, dass zwischen einem Fünftel und der Hälfte der Stimmen korrekt abgegeben wurde und vielleicht sogar mitgezählt wird.
Wahrscheinlich, sagt man sich wohl, drückt die Fähigkeit zum Wahlbetrug nur die wahren Kräfteverhältnisse im Lande aus, die dadurch in der Wahl effektiv widergespiegelt werden.
Damit hat alles seine Ordnung.
Hurra, dass wir das bezahlen dürfen!
Hurra, dass unsere Soldaten dafür bluten und sterben!
Hurra, dass wir nicht gefragt werden!
Tags: Afghanistan, Demokratie, Krieg, Wahlbetrug
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Donnerstag, 20. August 2009
Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine schwarz-grüne Koalition mit knapper Mehrheit im neuen Bundestag eine sehr gerechte Lösung darstellen könnte.
Guttenberg, der adelige Held aus Hinterfranken, bleibt auf Schulden und Steuersenkungsversprechen sitzen, während Trittin, der schlagfertige Bremer Stadtmusikant, den Deutschen sein lyrisches Entflammen für das achte Jahr (“bringt in China Glück”) Krieg in Afghanistan als fahrender Ritter der Vernunft, als Bänkelsänger der Treue und Ehre, als Troubadour deutscher Tapferkeit und deutschen Blutes huldvoll darbieten darf.
So bekommen genau die Richtigen, was ihnen zusteht. (weiterlesen…)
Tags: Guttenberg, Krieg, Roth, Trittin, Wurfkot
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Montag, 03. August 2009
Heute will ich ausdrücklich wenigstens zur teilweisen Lektüre des SPIEGEL dieser Woche aufrufen.
Nicht nur dass das Magazin unter dem Titel “Das Geschäft mit der Spritze” den zuwenigst grob fahrlässigen Schweinegrippe-Impfwahn kritisch beleuchtet, es erscheint zudem ein Interview mit dem “Inglourious Basterds”-Regisseur (der Film, der sich ums fröhliche Nazischlachten dreht) Tarantino, welches ich in einem weiteren Artikel hier noch gesondert analysieren werde.
Und noch darüber hinaus finden wir den Essay “Feigheit vor dem Volk” aus der Feder von Richard David Precht, der sich des Wahnwitzes und der Verlogenheit des Afghanistan-Krieges und der deutschen Beteiligung daran in einer Weise widmet, dass ich meinen Hut ziehe. (weiterlesen…)
Tags: Afghanistan, Grüne, Krieg, Spiegel, Taliban, Tarantino
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Montag, 27. Juli 2009
Why We Fight - Ein Film von Eugene Jarecki
Mehr oder weniger durch Zufall stieß ich gestern im Netz auf den Film “Why We Fight” des New Yorker Filmemachers Eugene Jarecki aus dem Jahre 2005. Man kann sich den Dokumentarfilm in Spielfilmlänge in voller deutscher Synchronisation anschauen.
Er behandelt im Wesentlichen den militärisch-industriell-wirtschaftlich-politischen Komplex der USA und die daraus folgenden imperialen Kriege der Supermacht seit dem Zweiten Weltkrieg mit dem besonderen aktuellen Schwerpunkt Irak. (weiterlesen…)
Tags: Krieg
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Samstag, 25. Juli 2009
Ich verstehe es einfach nicht.
Ich verstehe, dass jemand die Linkspartei wählt, weil er sich die Verbrecher der Hochfinanz an den Ort wünscht, wo sie hingehören und den Afghanistan-Krieg ablehnt.
Ich verstehe, dass jemand die CDU oder CSU wählt, weil er meint, die schützten uns vor den linken Umverteilern.
Ich verstehe, dass jemand die FDP wählt, weil er irgendwie meint, die stünden für Freiheit und Bürgerrechte.
Ich verstehe, dass jemand die Piratenpartei wählt, weil er ein Internetfreak ist.
Ich verstehe, dass jemand die SPD wählt, weil er meint, die gestalte unser Land sozialer.
Ich verstehe sogar, dass jemand die Partei Bibeltreuer Christen oder die Pogo-Partei wählt, weil er fanatisch an den Abrahamitengott glaubt oder an sein Recht auf HartzIV-subventionierte Randale.
Aber ich verstehe nicht, wie jemand die Grünen wählen kann. (weiterlesen…)
Tags: Demokratie, Grüne, Hartzi, Krieg
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Donnerstag, 23. Juli 2009
Der Zweite Weltkrieg brachte Deutschland die Befreiung: Wir müssen bloß noch “für das Gute” Kriege führen; böse wäre nur eine Weigerung unsererseits dabei mitzutun.
Tags: Deutschland, Krieg
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Mittwoch, 22. Juli 2009
Laut Verteidigungsminster Jung geht die Bundeswehr derzeit mit Panzern, Mörsern und alliierter Luftunterstützung bei Kunduz in die Offensive, weil die im August kommenden demokratischen Präsidentschaftswahlen in Afghanistan abzusichern seien.
Nur sind diese Wahlen im Grunde genommen schon gelaufen. Der größte Teil der Stimmen wurde bereits verkauft bzw. gekauft. Aber das macht dem deutschen Verteidigungsminister, der immer noch unter keinen Umständen von einem Krieg sprechen will, lediglich von “Stabilisierungsmaßnahmen”, natürlich nichts.
Ich las auch schon vor Monaten, es sei überaus merkwürdig, dass die afghanische Wahl ausgerechnet für den Monat August angesetzt worden sei. Denn just in diesem Monat stünden den Taliban bei weitem die meisten Kämpfer zur Verfügung, da die radikalislamischen Madrassen (Koranschulen) in Pakistan zu dieser Zeit Sommerferien hätten und deren Schüler daher Zeit, den Koran statt murmelnd mit der Kalaschnikow zu verbreiten.
Fürwahr ein Schelm, der Böses dabei denkt. (weiterlesen…)
Tags: Don Quijote, Jung, Krieg, Merkel, Nachtwei, Struck
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Freitag, 17. Juli 2009
Heute las ich in der F.A.Z., dass dieser Monat in Afghanistan für die NATO bereits jetzt der verlustreichste seit Beginn des Krieges in 2001 gewesen sei. Von 54 Gefallenen war die Rede.
Dabei sollte man aber im Hinterkopf haben, dass bei den medizinisch hervorragend versorgten NATO-Truppen auf einen Gefallenen mindestens 3-5 Schwerverletzte kommen dürften (man erzählt uns nicht allzuviel darüber), sowie noch einmal mehrere Leichtverletzte (das sind Soldaten, die nur zwei Finger verloren haben).
Dann aber folgte noch eine Meldung. Die Verluste der afghanischen Polizei und Sicherheitskräfte gingen monatlich in die Hunderte.
Das macht Frau Merkel natürlich nichts, denn davon wird sonst praktisch nicht berichtet, und sie muss es nicht im Fernsehen bedauern, da es sich lediglich um Afghanen handelt.
Da man weiterhin davon ausgehen kann, dass die NATO-Truppen dem Gegner militärisch weit überlegen sind (im Sinne der Feuerkraft jedenfalls), viel mehr Feinde töten, als sie selbst Verluste erleiden, dürfte der Blutzoll dort insgesamt gewaltig sein.
Aber man erzählt uns wenig, wie das so üblich ist bei Kriegen, die schlecht laufen. (weiterlesen…)
Tags: Afghanistan, Krieg
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Dienstag, 07. Juli 2009
Joe Biden, der US-Vizepräsident, sagte am Sonntag, dass die USA Israel nicht von einem Angriff auf den Iran abhalten wollten, schließlich sei Israel ein souveräner Staat und könne selbst entscheiden, was es für sich für richtig halte.
Der liebe Messias-Präsident Obama widersprach nicht, deckt also Bidens Aussage.
Nun ist es selbstverständlich auf den ersten Blick und formal richtig, dass Israel ein souveräner Staat ist; auf den zweiten Blick ist dies natürlich eine glatte Lüge des selbsterklärten nichtjüdischen Zionisten Biden (keine Unterstellung von mir, er hat sich selbst als solchen bezeichnet).
Denn Israel erhält nicht nur offiziell drei Milliarden Dollar jährliche Subventionen von den USA, sondern zusätzlich jede Menge an Unterstützung unterderhand (militärische Aufklärung etc.). Deutschland “verkauft” Israel die modernsten U-Boote der Welt, die nicht einmal durch die neuesten NATO-Systeme zu orten sind, zu einem Drittel des Normalpreises und rüstet sie auch freundlicherweise noch mit Abschussvorrichtungen für atomar bestückte Marschflugkörper aus, damit die Lieben so richtig rumknallen können (ob die Sonderausstattung satte sechs Cent Aufpreis gekostet hat, ist mir nicht bekannt). (weiterlesen…)
Tags: Antisemitismus, Atomwaffen, Biden, Iran, Israel, Krieg, Souveränität
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Freitag, 26. Juni 2009
(Die im vorigen Artikel angekündigten FAZ-Geschichten muss ich vorläufig vertagen, weil bezüglich einer relevanten Sache zunächst noch fremdtextnutzungsrechtliche Fragen zu klären sind.)
Da ich gerade keine Lust habe, mich darüber aufzuregen, dass die EZB den europäischen Banken soeben 442 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 1% geliehen hat, also unterhalb des Wertes der Inflationsrate, um dass sie vielleicht wenigstens einen Teil des Geldes wieder an die sogenannte Realwirtschaft zu 6-8% verleihen mögen, also mit je nach Rechnung 300-400% Gewinn, während die Citigroup, Wohltatenempfänger aus dem Säckel des amerikanischen Steuerzahlers in Höhe von offiziell 45 Milliarden Dollar, die Festbezüge ihrer Leute mit eben diesem Geld um bis zu 50% erhöhen will und Goldman Sachs, der wundersame Hans im Glück der Finanzkrise, plant, Rekordboni zu verteilen, während es für die Quelle nicht einmal 25 Millionen Euro Kredit gibt usw. usw…rege ich mich lieber über etwas anderes auf.
Nämlich über die Dreistigkeit des bereits erwähnten Wehrbeauftragten Robbe (SPD), der in sich in der Bildzeitung erregt darüber zeigte, dass von der Wirtschaft, den Gewerkschaften und den Kirchen (!) so wenig öffentliche Unterstützung für den Feldzug in Afghanistan aufgebracht werde. (weiterlesen…)
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Mittwoch, 24. Juni 2009
Verteidigungsminister Jung sieht die Bundeswehr in Afghanistan noch immer nicht im Krieg, davon will er nichts wissen. Man stelle dort lediglich Sicherheit her.
Ansonsten solle man das Augenmerk mehr auf den Wiederaufbau richten.
Ich wünsche dem Manne eine gute Nacht und der CDU/CSU viel Glück bei der Nichtaufnahme der Türkei in die EU.
Aber vielleicht mache ich wieder einen Fehler und sollte mir den absurden EU-Beitritt der Türkei ja geradezu herbeiwünschen, damit das Lissabon-Monster an seiner Überdehnung platzt wie ein aufgeblasener Ochsenfrosch.
Reinhold Robbe, der Wehrbeauftrage des deutschen Bundestages (SPD), den ich einmal in persönlicher Diskussion in Hammelburg erleben durfte, sagt hingegen, die in Afghanistan stationierten Soldaten sprächen von Krieg, und warnte vor einer Verharmlosung der Lage.
Der Mann ist ein aalglatter, schlagfertiger, gewiefter Politiker, dem hessischen Kreissparkassenjuristen Jung intellektuell haushoch überlegen. (weiterlesen…)
Tags: Afghanistan, Jung, Krieg, Linkspartei, Robbe
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