Mit ‘Köhler’ getaggte Artikel

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Mittwoch, 02. Juni 2010

Jakob Augstein schreibt heute zu Köhlers Rücktritt:

http://www.freitag.de/politik/1022-k-hler-macht-uns-zum-horst

Er meint in diesem Artikel: “Köhler aber ist der erste Bundespräsident, der vom Amt zurücktritt. Das erschüttert den Staat. Die Institution des Präsidenten war eine der wenigen, die über eine intakte Reputation verfügten. So wie einst die Bundesbank, die die Deutschen der europäischen Integration geopfert haben. Nun bleibt nur noch das Verfassungsgericht.”

Nun bleibt nur das Verfassungsgericht??? (weiterlesen…)

Köhler Kopf kürzer III

Montag, 31. Mai 2010

Der Rücktritt Horst Köhlers ist ein Menetekel.

Nicht dieser Mann wurde eigentlich als zu leicht befunden, sondern die deutsche Kriegspolitik.

Man wird das in Berlin sehr wohl begreifen.

Für Parforceritte von Guttenbergs und anderen, jetzt die unpopuläre Agenda auf dem Rücken des schlechten Volksgewissens, da wir ja alle den braven Mann so verstörten, erst recht voranzutreiben, dürfte wenig Spielraum entstanden sein, oder täusche ich mich? (weiterlesen…)

Köhler Kopf kürzer II

Montag, 31. Mai 2010

Man darf gespannt sein, ob die Kanzlerin und der Vizekanzler jetzt in Punkto Köhlers Rücktritt die Mitleidsschiene fahren werden, von wegen wie übel man diesem Ausbund an Biedersinn mitgespielt habe.

Da Herr Köhler seit 14 Uhr nicht mehr im Amt ist, darf ich mich ja jetzt wohl auch ein bisschen über ihn lustig machen, vielleicht gar in der Form, die vor gut zwei Stunden noch strafbewehrt gewesen wäre. (weiterlesen…)

Köhler Kopf kürzer

Montag, 31. Mai 2010

Der Einfachheit halber stelle ich hier den Wortlaut der heutigen Rücktrittsrede von Bundespräsident Köhler noch einmal ein:

“Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen.Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung.Verfassungsgemäß werden nun die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Ich habe Herrn Bürgermeister Böhrnsen über meine Entscheidung telefonisch unterrichtet, desgleichen den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Frau Bundeskanzlerin, den Herrn Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Herrn Vizekanzler. Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen.”

Horst Köhler befürwortete “Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären”.

Genau deshalb trat er, und sei es unter Leugnung der Tatsache, jetzt zurück.

Afghanistan lässt auch an der Heimatfront Köpfe rollen, jetzt den des deutschen Staatsoberhauptes.

GNAU?

Donnerstag, 28. Mai 2009

Der alte wie neue Bundespräsident wird seit einiger Zeit mit einem schwerwiegenden Verdacht konfrontiert: Er gehe inzwischen derart in seiner Rolle als “Bürgerkönig” auf, dass er bloß noch populär sein wolle.

Und von populär bis Populismus ist der Weg nicht weit, selbst bei einem ehemaligen IWF-Chef.

Und Populisten, das sind ja die potentiell Gefährlichen.

Tatsächlich hat der Mann z.B. gewagt, die Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk zu fordern, also mehr direkte Demokratie. Dabei kann er selber nicht mehr davon profitieren, weil er ohnehin zum zweiten Mal gewählt ist, wodurch er sich in den Augen anderer Politiker wohl besonders verdächtig macht.

Außerdem kommt Horst Köhler als Flüchtlingskind von etwa ebensoweit unten wie Gerhard Schröder und musste auf schwerstem Wege etwas lernen, und da könnte er ja gerade im Alter nochmal anfangen, an die Schwächsten der Gesellschaft zu denken und sich womöglich gar gleich jenem gegen grauenhafte Vasallenkriege für die Amerikaner zu wenden. (weiterlesen…)