Mit ‘Kapitalismus’ getaggte Artikel

Nietzsche

Samstag, 08. Mai 2010

Nietzsche forderte einen Neuen Menschen, der zu Höherem gelangt, indem er alten, vermeintlichen Wahrheiten entsagt, als ein Wanderer, der sich nicht schont, der Welt die Schönheit gibt, auch derjenigen, die sie nicht erkennen will.
Nietzsche vor den Karren des Liberalismus/Kapitalismus spannen zu wollen, ist in etwa so, als versuchte ein Sumpfmolch den Leitelefanten am Rüssel ins Wasserloch zu ziehen, um ihn daselbst unter Beifall der Algen zu verspeisen.

Nachvollziehbar doch naiv

Dienstag, 09. März 2010

Soeben las ich mal wieder in einer längeren Netzdebatte herum, die speziell die Probleme Europas mit dem Islam zum Gegenstand hatte.

Von den vielen Argumenten die dazu – ob uns eingebrodert oder versteinfeldet – in letzter Zeit ausgetauscht wurden, fiel mir eines besonders auf, das zwar schon von Lafontaine aufgegriffen wurde, aber doch bislang ein relatives Schattendasein führt.

Es lautet ganz knapp (und inzwischen vernahm ich Ähnliches auch von “Rechten”!): “Der Islam bietet Gemeinschaft, Geborgenheit und Zusammenhalt, gebietet, mit den Armen zu teilen, und er kennt das Zinsverbot, bietet also dem Hauptfeind Kapitalismus die Stirn, welches wir dekadenten Westler offensichtlich nicht mehr vermögen.” (Also ist er gut…)

Das ist nun schon eine einzigartige Melange aus Dichtung und Wahrheit, die ich für wert erachte, einmal näher betrachtet zu werden. (weiterlesen…)

Aphorismen 48

Sonntag, 25. Oktober 2009

Der Internationalkapitalismus folgt dem Internationalsozialismus wie der Blinde dem Lahmen ins Loch.

Ein Geldmessdiener lichtschlägert

Samstag, 24. Oktober 2009

“Vor Neid zerfressen wird man Sozialist, von Hass blind Nazi – und aus Selbstvertrauen und Nächstenliebe Kapitalist.”

Also lautet heute das Zitat des Tages auf der Netzseite von “eigentümlich frei” (ef-magazin.de), Urheber ist deren Inhaber André F. Lichtschlag.

Nun will ich die ersten zwei Behauptungen mal liegen lassen, die dritte indes aufgreifen.

Merkwürdig: Viele mit gesundem Selbstvertrauen werden Frisör, Musiker, Ingenieur, Sportlehrer, Schauspieler, Zimmermann, Arzt usw. und keineswegs Kapitalist.

Noch merkwürdiger, selbst wenn Herr Lichtschlag jeden, der arbeitet, automatisch und in völliger Verdrehung des Begriffes als Kapitalist versteht, ist die Gegründetheit desselben in der Nächstenliebe: Das lässt sich dann wirklich nur noch so verstehen, dass jeder, der hemmungslos aus der Produktivkraft anderer zusammenrafft, was er kriegen kann, dazu aus seiner Nächstenliebe heraus angestiftet sei, da die maximale Gier des Einzelnen auch allen anderen am Schlusse am meisten Wohlfahrt bringe.

Wat’n Märchen.

Antikapitalistische Verschwörung?

Sonntag, 18. Oktober 2009

Gerade las ich einen Blog-Artikel eines Marktradikalen zur diesjährigen Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaft.

Nachdem ich die schlimme Enttäuschung darüber, dass mein Favorit, Helikopter-Ben Bernanke, nicht gewann, mittels diverser Becher Anisschnaps einigermaßen überwunden habe, schenkt mir der erwähnte Artikel nun anderlei ausgleichende Labung und Atzung.

Der Herr schrieb von “Wirtschafswissenschaften”, also davon, wie ärgerlich es sei, dass die Wirtschafe gegenüber ihren Parasiten, den Kapitalisten, immer wieder uneinsichtig bocken.

Der schönste Rechtschreibfehler seit langem.

Oder handelt es sich um eine perfide kommunistische Verschwörung, eine “false flag operation”?

War da was?

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Das Militär scheitert: Afghanistan. Der Kapitalismus scheitert: Finanzkrise. Das Gesundheitswesen scheitert: Schweinegrippe. Die Forschung scheitert: Klimalüge. Die Gesellschaft scheitert: Islam. Die Männer scheitern: feige. Die Frauen scheitern: unfruchtbar. Die Medien scheitern: in allem.

Gab es da mal so etwas wie Politik?

“Klügere Welt”

Dienstag, 15. September 2009

Was ist der Grund dafür, dass die Welt “nicht klüger wurde”, wie der SPIEGEL es diese Woche – siehe vorigen Artikel – fälschlich formuliert, damit, wenn wir es einmal wohlwollend interpretieren, eigentlich meinend, dass sich angesichts der Finanzkrise nichts zum Besseren gewendet hat?

Noch einmal: Wenn man bezüglich einer Sache klüger wird, hat man sie noch lange nicht verändert.

Die Antwort ist so einfach wie logisch wie schrecklich: Die anhand der Ereignisse sicherlich klüger gewordene Mehrheit hat bisher keine Mittel gefunden, die Macht der Gelddiktatur zu brechen. (weiterlesen…)

Schuldgeld fürs Mördergas

Samstag, 29. August 2009

Zu der ganzen Treibhausgas-Erderwärmungsgeschichte noch ein Zwischenruf, einmal nur die sprachlich-logische Seite betrachtet.

Man hat aus dem unschuldigen, für unser Leben unentbehrlichen Pflanzennährstoff Kohlendioxid, dessen ausreichende Verfügbarkeit so wichtig ist wie Wasser, ein böses Gas gemacht, den Klimakiller Nr. 1.

Eine aberwitzigere Bezeichnung, ernstgemeint, hätte man wohl kaum unter die Leute bringen können; und doch wurde sie schnell geläufig.

Aber im Russland des neunzehnten Jahrhunderts gab es auch die christliche Sekte der Kastraten, die sich selbst entmannten, da nur so die todsündliche Quelle des verworfenen Erdenlebens als sicher auszutrocknen schien. (weiterlesen…)

Arme Sau

Dienstag, 10. März 2009

Der Kapitalismus ist eine arme Sau. Fast alle prügeln derzeit auf ihn ein, obwohl er doch grundgut ist. Nur weil einige ihn nicht richtig verstanden haben, wird er zum Sündenschweinsbock gemacht. Dabei kann er überhaupt nichts für die ganze Misere: Er sieht Menschen schlichtweg als Vieh, mithin als das, was sie sind.

Ihn jetzt für seinen Realismus abzustrafen, bedeutet in der Tat die pure Gemeinheit. Edel, hilfreich und gut, wie sein Charakter dem Menschen stets zu Höherem leiten will, wird er nun geradezu verfehmt von all jenen, die seine unbegrenzte Freigiebigkeit aus kleinen, persönlich-grindigen Gründen schlicht nicht begreifen wollen. Mit jedem Berggorilla, Koala, jedem Eisbären zeigen die Leute dieses Mitgefühl, nur nicht mit ihm als bedrohte Art (weiterlesen…)