Mit ‘Jafaican’ getaggte Artikel

Jafaikanisch (Jafaican II)

Freitag, 19. August 2011

Zum Jafaican und dessen Untersuchung noch, dass ein kreativer Studiosus vielleicht eine Art Palette der möglichen einschleusbaren mäßigenden Sprachelemente, auf lexematischer wie idiomatischer Ebene, andenken könnte, mehr Ehr- und Mitgefühl in den Jafaikanischsprechenden anzukitzeln.

Es wäre ein spannendes, wenn auch nicht risikoloses philologisches Feldexperiment, zöge ein entschlossener Trupp von abgesprochenen Studenten der Sprachwissenschaft in Einzelkämpfermanier vor und versuchte einmal, wie schwierig es sei, in dieses Gewaber Begriffe einzupflanzen, wenn man sich vorher überlegt hat, mit welchen dies besonders erlesen gelingen könnte.

Ein Stadtdialekt noch im Werden, unter dem untersten Londoner Gesindel, aber nicht nur, ein Riesenleckerbissen für jeden ambitionierten Studenten der Sprachwissenschaft. (weiterlesen…)

Jafaican

Freitag, 19. August 2011

Ein erheblicher Teil der Londoner Randalierer, egal ob schwarz oder eher weiß, scheint einen neuen Stadtdialekt zu sprechen, das “Jafaican”.

Die Wortneuschöpfung setzt sich zusammen aus “Jamaican” und “fake”, also Jamaikanisch und falsch.

Der Dialekt soll lautlich sehr eigentümlich sein, nicht nur ob westindischer, sondern auch bengalischer und anderer Einflüsse.

Vielleicht müsste man auch in mancher Hinsicht von einem Soziolekt sprechen, jenem des multikulturellen, multirassischen, arbeitslosen jugendlichen Subproletariats.

In Deutschland kennen wir das Kanakisch, das ja auch zunehmend gerne von normalen deutschen Jugendlichen nachgeäfft wird, über entsprechende Elemente, Hiphop und Gangsta-Rap, als cool befördert.

Und der erfolgreiche Gangster scheint in diesem kleinen Sprachkosmos so etwas zu sein, wie es früher für Laien Fürst und König, für Kleriker Bischof und Papst waren, und für normale Leute heute Josef Ackermann und Ben Bernanke. (weiterlesen…)