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Dienst am Vaterland

Montag, 06. Juli 2009

Im SPIEGEL heutigen Datums beklagt der Innenstaatssekratär Hanning, dass der afghanische Widerstand ein Hirn zum Denken habe: Je höher der Blutzoll der deutschen Truppen, desto schneller der Rückzug.

Das ist einfach nicht fair. Dem Feind möglichst hohe Verluste zufügen, immerzu seinen Tross angreifen, das ist wirklich keine anständige Kriegsführung.

Allerdings erinnere ich mich noch an den Lateinunterricht der Mittelstufe, als “Der Gallische Krieg” von Julius Caesar behandelt wurde und zumindest die Jungs in der Klasse alsbald auf die Lehrerfrage “Was macht der militärisch unterlegene Gegner?” wie im Chor skandierten “Den Tross angreifen, was denn sonst!”

Nun weiß ich natürlich nicht, wie verbreitet die Caesar-Lektüre im Original am Hindukusch ist, aber selbst als Analphabet kapiert man mühelos, dass Hinterhalte und Angriffe auf den Nachschub des Feindes das effektivste Mittel darstellen, ihn zu bedrängen, wenn man in offener Feldschlacht chancenlos ist.

Selbst die bösen und doofen Germanen begriffen das und brachten die lieben und gescheiten römischen Befrieder damit zur Verzweiflung. (weiterlesen…)