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Wie der Philosoph lernt

Dienstag, 11. Dezember 2012

Als Philosoph sollte man zuvörderst seine eigenen Schwächen genau kennen.

Nur so kann man die eigenen Urteile beurteilen: egal, ob es Wein, Weib oder Gesang, oder, wie häufig, alle Dreie und noch ein Viertes und Fünftes.

Ein Hang zum Gesang kann dahin führen, dass man zu laut und zu falsch und zur falschen Zeit am falschen Orte singt; des Weines halber kann man ohne äußeres Zutun treppabfallen; des Weibes halber kann man seine Stimme verlieren und gleichzeitig noch die Bouteille.

Deshalb ist das Weib gefährlicher als selbst Trunk und Schwatz.

Aber gut, das ist seit Jahrtausenden bekannt; zur Sicherheit habe ich es aber nochmal erwähnt.

Jedenfalls gilt es, neben der Vor- und Umsicht bezüglich des Urteils, aus den jeweiligen Schwächen in dem Sinne Tugenden zu machen, dass man den sich ergebenden Spannungsbogen zwischen Dackelhaftigkeit und Verstand gezielt nutzt.

Selbst das lässt sich nämlich üben, immer besser erlernen.

WIESO, WIE war ich schon wieder so blöde?

WOMIT fing es an?

WELCHER war der dümmste, entlarvendste, lächerlichste Satz?

WAS, WANN löste den Kontrollverlust aus?

Wollte ich den Kontrollverlust gar, und, wenn ja, WARUM? WOHIN? (weiterlesen…)