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Nachtrag Selbstmord Enke

Montag, 28. Dezember 2009

Ich komme doch noch einmal auf die Halbselbsttötung – denn ein unwissender Zugführer war unfreiwillig der Ausführende – des Robert Enke zurück: auf deren Aufbereitung zurück.

Während die einen noch davon faseln, so einer dürfe nicht in geweihter Erde begraben werden, hat der Rest indirekt eine Tat glorifiziert, jemanden als Helden und Beispiel gefeiert, der am verzweifelten Schlusse völlig rücksichtslos die große Szene suchte, nicht mehr die Größe hatte, sich still und alleine ein Ende zu setzen.

Das ist in der Tat unerträglich, heuchlerisch und verderblich hüben wie drüben.

Hätte Enke gerade diese beiden Seiten entlarven wollen, es wäre ihm trefflich gelungen.

Trotzdem hat er, dem es noch am ehesten nachzusehen ist, um wieviel mehr haben seine Stadionbegräbnisjubler, wenn auch unbewusst, sodann die Medienschlampen, vielleicht etwas bewusster, dabei den Zugführer und dessen Angehörige lebenslang verhöhnt – ! – ?

O tempora…

Cui Bono?

Montag, 23. November 2009

Nicht nur in der Nachbetrachtung empfinde ich die ganze Heuchelei zum Tode des Robert Enke, die grellbunte Roadshow der Medien, Dazugesellten und unreflektierten Mitläufer, der tumben Masse, als geschmacklos bis ekelhaft.

Der Mann war nunmal keine Frau, und so war sein Ende eben auch kein typisch weibliches.

Besser dadurch keineswegs.

Wie aber z. B. ein Theo Zwanziger seine spezielle Psychosuppe daraus kochte, sagt wenigstens über diesen besonders widerlichen Heuchler einiges aus.

P. S. : Schüfe ich mich, der vielleicht vergleichbare Schicksalsschläge erfuhr, morgen “sauber”, also ohne unschuldigen Lokführer, den ich ungefragt zum Ausführenden hingezwungen hätte, aus der Welt, so krähte nicht nur deshalb kein Hahn danach, weil ich sicher nicht der beste deutsche Fußballtorhüter bin, und vielleicht noch nicht einmal der beste deutsche “Blogger”; man mäße mich, da schlecht vermarktbar, nur daran, dass ich zwei Kinder schändlich zurückgelassen hätte, und man verscharrte mich so schnell als möglich als einen peinlichen Unfall glücklicherweise seltener menschlicher Entgleisung.