Mit ‘Denkfiguren’ getaggte Artikel

Vom Es, dem Wie und dem Was

Samstag, 29. September 2012

Das Es kam zum Was und fragte: “Wie?”

Das Was: “Zum Wie gibt es bei mir kein Grüß Gott!”

Das Es, entsetzt: “Und was ist dann mit mir?”

Das Was, kühl: “Du bist sowieso nur ein Scheinsubjekt.”

Das Es darauf: “Aber es benutzen mich doch alle!”

Das Was: “Ich schonmal nicht. Ein Was braucht nämlich kein Es.”

Das Es: “Wieso gibt es mich dann überhaupt?”

Das Was: “Frag das Wie. Vielleicht lernst Du dann sogar was über das So.”

Das Es: “Und wenn das Wie wiedermal kneift?”

Das Was: “Dann kneif es zurück.”

Denkfiguren: Wo ist die Stoa?

Sonntag, 29. Juli 2012

Trifft man mit der Stoa das Tor besser?

Ist der Samurai, gar der Ninja, in Wahrheit ein Stoiker?

Der Steinmetz, der Schmied?

Die Gebärende beim Geburtsschmerz?

Sind nicht alle Tapferen Stoiker?

Kann man ohne Stoa überhaupt leben?

Kann eine Philosophie taugen, die dem Menschen seine Leidenschaften nehmen will?

Wie stoisch ist der Schlaf selbst?

Kann man nicht erst Stoiker sein, wenn man gründlich tot ist?

Ist der vollkommene Stoiker nicht schon lebicht tot?

Ein Untoter?

Darf der Stoiker ein Glas Wein trinken, aber keine zwei?

Was darf der Stoiker überhaupt?

Doch auch mal begehren, Spaß am Sex haben?

Sich freuen, wenn er im Schach gewann?

Kann man so einen in eine schlagende Studentenverbindung schicken?

Wie langsam raucht der Stoiker? So langsam, dass ihm dabei seine Tugend nicht erlischt?

Bin ich selber ein Stoiker, weil ich die stoische Lehre so gelassen sehe?

Wie laut darf ein Stoiker lachen, wie ungebärdig sich freuen? (weiterlesen…)

Dem Nachwuchse XVII

Dienstag, 24. Juli 2012

Jetzt kommen wir zum Königswege.

Ich sage nicht, dass ich ihn wie notwendig zu beschreiten wüsste.

Er besteht darin, dass man noch selbst das wunderlich Ärgste in einen Quell der Inspiration und Erkenntnis und wegweisenden Kunst zu verwandeln voranschreitet.

Solches entwickelt viele Ebenen der Kraft, die ich in diesem Kapitel nicht eingehend beschreiben will.

Hier geht es darum, dies vom Grunde her zu begreifen. Weshalb Beispiele leicht nur schaden könnten.

Der Königsweg ist derjenige der schöpferischen Verwandlung des Äußeren über das Innere ins Äußere.

Selbstverständlich nicht nur das.

Viel Äußeres muss im Innern zusammengeflossen sein, bis dass der Königsweg auch nur am Horizonte sichtbar erscheint.

Die Verwandlung des Äußeren kann nicht herbeimeditiert werden.

Solches behaupten die Weltabgewandten, die Feigen.

Es bedarf – und sei es “nur” der geistigen – dafür der Tat.

Sonst bleibt man ein Schwamm mit etwas Spülmittel. (weiterlesen…)