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Altersmilde? Wat?

Sonntag, 27. Oktober 2013

Ach du meine Scheiße.

Es fiel mir schon einige zeitlang auf, und es ist einigermaßen erschröcklich.

Altersmilde musst’ ich feststellen.

Einsetzende Altersmilde.

Jeder weiß, dass das normalerweise die Vorboten der einsetzenden Demenz sind.

(Man sieht es klariter: Plural und Singular sind schon nicht mehr sauber zu halten.)

Ich finde das gar nicht lustig.

Allein schon, dass das allein nicht für eine echte oder vorgetäuschte psychische Vollkrise reicht, macht mich schon mittelprächtig fertig.

Meinem rechten Arm geht es immer besser, und dafür zahlt wohl das Hirn.

Scheißendreck aber auch.

Man kann doch, mag man auch älter und schwächer werden, körperlich wie im Geiste, nicht alle Banditen, Bilderberger und Bundesnichtverfassungsschützer einfach so laufen lassen alswie ein Gretchen mit vielleicht etwas zu kleinem Busen.

Wo kämen wir da hin?

Ja, böse Frage.

Nur dämmernde, halbschimmelige, übelst abhängende, vielleicht gerade noch ihr Restschmerzphon Bedienfähige lümmeln um den letzten ausgebrannten Ofen, der in solch einer Republik noch nach Endwärme riecht.

Will ich da wirklich hin?

Nein.

Ich werde mich mit meiner Milde mal ernsthaft unterhalten müssen. Selbst Milden müssen sich einigermaßen tragbar menschlich benehmen. Schließlich sind wir es, die sie überhaupt erst erfunden haben.

Genug.

Selbstmitleiden ist auch nicht besser als demenzgesteuerte Altersmilde.