Mit ‘CDU’ getaggte Artikel

Vervolkte Parteien

Mittwoch, 30. September 2009

Mein politischer Verstand sagt mir, dass die neue Regierung sich bald streiten wird, als säßen die Bürstenbinder mit den Brunnenputzern zu Tisch.

Die CSU und Teile der CDU haben genau begriffen, dass die Sache mit dem sozialen Kahlschlag sie in der Wählergunst sehr schnell in SPD-Gefilde hinabkaskadieren kann; das birgt Zündstoff  mit der FDP en masse.

Dazu kommt der vermaledeite Krieg.

Dieser Wahlsieg könnte sich schon bald als Pyrrussieg erweisen, zumal für die beiden letzten halben bis dreiviertel Volksparteien.

Wir haben…äh…die Merkel

Donnerstag, 03. September 2009

“Wir haben die Jugend. Wir haben die Ideen. Wir haben die Erfahrung. Wir haben die Menschen. Wir haben die Kraft”: Vielleicht habe ich nach einmaligem Sehen des CDU-Spots etwas vergessen, das CDU-Deutschland noch hat, aber leider empfinde ich an der Kraft der CDU nicht die rechte Freude.

Auch der Spot mit Merkel ist eine Art Politschnulze, die nur Millimeter von der unfreiwilligen Satire entfernt angesiedelt ist.

In beiden Filmchen erfolgt nicht eine einzige konkrete Aussage, wie Politik zu gestalten sei; (weiterlesen…)

Optimalst

Freitag, 21. August 2009

Wir sollten die redlich verdienten katastrophalen Nachwuchsverhältnisse der Union und der SPD einmal positiv betrachten.

Jetzt, da keiner mehr kommt, weil er sich weder im Freundeskreis noch vor den Nachbarn zum Affen machen will, schlägt die Stunde entschlossener junger Männer und Frauen.

In Notime sozusagen können die Newcomer dem angejahrten Schwiegermuttertraum-Notnachwuchs nachwachsen, der letzte Looser und zumal die letzte Looserin schafft es jetzt binnen kurzer Zeit auf die Landesliste.

Ein Bätschler-Geschäftsverwaltungsmeister-Studium und ein Praktikum bei der Atlantik-Brücke, und schon darf man als Untersachse, der im Winter nicht weiß, wie ein Loch in den Schnee zu pullern wäre, an den Geschicken Deutschlands mitbasteln.

Wenn ich nochmal um die dreißig wäre, borniert, aufgeblasen, halbgebildet und eine gut geübte Schleimqualle, dann überlegte ich mir das als achtbare und sichere Karriere.

Überdies auch für jede anstudierte Frau, die keine Kinder bekommen will und hinterher darüber jammern, worauf sie wegen der Politik für alle anderen selbstlos verzichtet habe, sozusagen der perfekteste von den optimalsten Jobs.

Tattertante CDU

Donnerstag, 13. August 2009

Die CDU verfolgt eine geniale Wahlkampfstrategie: bis zum 27. September einfach so wenig wie möglich sagen und nicht auffallen. Man hat für irgendwann Steuersenkungen versprochen, und das muss reichen.

Man hat eine Kanzlerin, und die Schwester hat einen Baron, das muss reichen.

Man hat einen Bundespräsidenten, der auch mal in New York gearbeitet hat, das muss reichen.

Man hat eine SPD ohne Schröder, das muss reichen.

Man hat einen Westerwelle als beliebten und willfährigen Kasper, das muss reichen. (weiterlesen…)

Wahlkampfkasperei

Dienstag, 14. Juli 2009

Die Renten sollen auf keinen Fall sinken, haben Union und SPD beschlossen, egal, was mit den Löhnen passiert.

Das erschien denen als  ein prima Gag vor der Wahl, um die 20 Millionen Rentner einzufangen.

Jetzt scheint ihnen das Ding aber doch um die Ohren zu fliegen, denn zum einen liegt auf der Hand, dass dies bei den noch zu erwartenden sonstigen Problemen in den öffentlichen Kassen und geringeren Beiträgen durch die Versicherten nur zu halten wäre, wenn alles nochmals schuldenfinanziert würde oder komplett zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung, natürlich zumal der Familien, geschähe.

Deshalb glaubt diesen Künstlern der leeren Versprechen das jetzt schon keine Sau mehr; zumal Schweine nur in den seltensten Fällen auf ein Gnadenbrot rechnen dürfen, so wie vielleicht ein treuer alter Esel oder eine verdiente Schindmähre. (weiterlesen…)

Rad ab?

Freitag, 26. Juni 2009

(Die im vorigen Artikel angekündigten FAZ-Geschichten muss ich vorläufig vertagen, weil bezüglich einer relevanten Sache zunächst noch fremdtextnutzungsrechtliche Fragen zu klären sind.)

Da ich gerade keine Lust habe, mich darüber aufzuregen, dass die EZB den europäischen Banken soeben 442 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 1% geliehen hat, also unterhalb des Wertes der Inflationsrate, um dass sie vielleicht wenigstens einen Teil des Geldes wieder an die sogenannte Realwirtschaft zu 6-8% verleihen mögen, also mit je nach Rechnung 300-400% Gewinn, während die Citigroup, Wohltatenempfänger aus dem Säckel des amerikanischen Steuerzahlers in Höhe von offiziell 45 Milliarden Dollar, die Festbezüge ihrer Leute mit eben diesem Geld um bis zu 50% erhöhen will und Goldman Sachs, der wundersame Hans im Glück der Finanzkrise, plant, Rekordboni zu verteilen, während es für die Quelle nicht einmal 25 Millionen Euro Kredit gibt usw. usw…rege ich mich lieber über etwas anderes auf.

Nämlich über die Dreistigkeit des bereits erwähnten Wehrbeauftragten Robbe (SPD), der in sich in der Bildzeitung erregt darüber zeigte, dass von der Wirtschaft, den Gewerkschaften und den Kirchen (!) so wenig öffentliche Unterstützung für den Feldzug in Afghanistan aufgebracht werde. (weiterlesen…)