Mit ‘BTW 2013’ getaggte Artikel

Bundestagswahlboykott: Ein köstliches Fundstück kurz vor knapp

Freitag, 20. September 2013

Zur Bundestagsnichtwahl fand ich eben auf dem Blog “As der Schwerter” unter dem Titel “BTW 2013″ den folgenden Artikel, der das Nichtwählen in einer Weise als geistig-emanzipatorischen Akt gegen die moderne Wahlreligion aufzeigt, wie ich es bisher sonst nirgends – auch hier nicht – vorgefunden.

http://schwertasblog.wordpress.com/2013/09/19/btw-2013/

Man wirft gar die – durchaus ernstzunehmende – Frage auf, wie hoch die Wahlbeteiligung wohl wäre, böte man für den Verzicht am Unterwerfungsritual jedem 20 Euro bzw. eine Nichtwahlpizza nebst einer Flasche Nichtwählerroten.

Sehr gut wird auch dargelegt, weshalb und wie der Nichtwähler ständig denunziert wird, wie als ob ausgerechnet der damit das Land an alle möglichen Abzocker, Usurpatoren, an jede Sorte Gesindel ausliefere, damit selbst Gesindel sei.

Das Ganze ist auch schön bebildert: Am besten gefällt mir das Bildchen, auf dem man links auf ansprechend gedecktem Tische eine leckere Pizza vor einer Rotweinflasche gewahrt, rechts einen Bundestagswahlzettel, nunmehr im Geiste tatsächlich die Wahl hat, was man lieber hätte: Essen und austrinken oder den hässlichen Zettel ausfüllen und wegwerfen.

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Ich kommentierte dort vorhin wie folgt:

“Prima psychologische Analyse der Wahlreligion, die ich bei all meinen (bisher 13) Bemühungen des direkten Aufrufs zum Boykott der Bundestagswahl nicht so sauber herauszuarbeiten wusste, wie hier vorgefunden.
(Erstartikel: http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/07/04/aufruf-zum-boykott-der-bundestagswahl-wer-wahlt-wahlt-gegen-sich-selbst/)
Und auch die grandios einfache Idee mit den zwanzig Euro bzw. der Pizza nebst ordentlichem Roten kam mir nicht. Wenn ich die Pizza selber backe (ich kriege ja nur 20 Euro, die Pizza muss aber auch für zwiefachen adoleszenten Nachwuchs reichen), reichen fünf Euro (gut, viele Scampis kann ich dann nicht draufschmeißen, auch keine Büffelmilchmozarella), so dass ich mir am Sonntag Abend noch zwei Flaschen Nichtwählerroten je 7.50 reinlassen kann oder eben nur eine – hoffentlich – bessere um 15.
Stimmenkauf ist offiziell verboten. Aber Nichtwählerkauf? Vierzig Millionen Wähler je zwanzig Euro, 800 Millionen, das liegt bei den Bad Banks doch in der Portokasse.
Um 20 Euronen je Nase koche ich für fünf Erwachsene ein ganzes (garantiert nichtveganes) Nichtwählermenu, mit Weins der gemäßigten Preisklasse genung.
Das Gläschen Nichtwählersekt vor oder auch zu den kalten Vorspeisen wird um Punkt 18 Uhr angetrunken. Jetzt kann keiner mehr doch noch Hochverrat begehen. Die Nichtwählerparty kann beginnen.”