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Bielefeld ist überall nicht da

Freitag, 09. Juli 2010

Ich habe es gerade mal geprüft: In den heutigen Netzausgaben von Bild, Stern, FAZ und Spiegel fand ich keinen einzigen Bericht zur Ölkatastrophe.

Aber Busen überall (ist ja ok bei der Hitze), den Wettermann, der seine Freundin vergewaltigt haben soll, zum 250sten Mal usw. usf.

Natürlich kann jede Redaktion selbst entscheiden, worüber sie berichten will (naja, bei Springer unterschreibt jeder Journalist von vorneherein sehr merkwürdige Verträge…), theoretisch jedenfalls; aber wäre dies nicht einer der Fälle für eine notwendig tägliche Berichterstattung?

Oder ist die Sache doch halb so schlimm, und ich habe mir alle die Bilder und Videos und Berichte zusammenhalluziniert, die nur den geringsten Teil des Öls zeigen und die Folgen beschreiben und dokumentieren können, da das meiste vom Corexit unter Wasser gehalten wird?

Werden wir demnächst erfahren, dass es den Golf von Mexiko ebensowenig gibt oder je gab wie BP und Bielefeld?

Immerhin können wir davon ausgehen, dass es bei Bild selbst dann noch Archivbusen geben wird, wenn sie ansonsten natürlicherweise schon ausgestorben sind und der Finnische wie der Bottnische Meerbusen längst versandlandet.

Dass es Bielefeld doch noch gibt, können Sie, wenn Sie wollen, dem folgenden Text entnehmen, der Dinge anführt, die ich bis gerade eben noch nicht gehört hatte, nämlich eine Erklärung der ungewöhnlichen Ölkonzessionen für BP durch die US-Regierung als Lohn für Britanniens Komplizenschaft im (Öl-)Irakkrieg:

http://phoenixrisingfromthegulf.wordpress.com/2010/05/22/the-gulf-oil-spill-a-matter-of-national-security/

Der Autor spricht von einem “Faustischen Bündnis”…