Traum und Offenbarung

10. Mai 2009

Neulich träumte ich von einer Sitzung, genauer Liegung, bei einem berühmten Reinkarnationstherapeuten, den ich konsultierte, da mir der Wein nicht mehr schmecken wollte.

Ich war sozusagen auf einer bedenklichen Art von Goethe-Jammer-Trip (“nur noch der Würzburger will mir schmecken…”) und wusste mir, da ich sonst nichts Krankes an mir finden konnte, einfach nicht anders zu helfen.

Der Rückführungsspezialist war auch, wie bei seinen Stundensätzen (die ich mir im Traume locker leisten konnte) kaum anders zu erwarten, zunächst sehr freundlich und zuvorkommend.

Dann aber gab er mir die volle Kante. Weiterlesen »

Yes we can: lie!

10. Mai 2009

Yes, Mr Saviour Obama, we can lie.

Colossally lie, Bushally lie. Weiterlesen »

Geheimabkommen

10. Mai 2009

Laut den klassischen Hauptorganen wilder Verschwörungstheorien namens “Financial Times” und “Wall Street Journal” habe die amerikanische Heilandsregierung mit den US-Großbanken ein Geheimabkommen geschlossen, um deren Kapitalbedarf vor der Öffentlichkeit schönzureden beziehungsweise sie diesbezüglich massiv zu belügen.

Ich gehe wiederum davon aus, dass es sich hier um keine Verschwörung handeln kann, jedenfalls höchstens praktisch und keineswegs theoretisch. Weiterlesen »

Kommentar-Re

08. Mai 2009

Lieber Herr von Sturzbach (siehe Kommentar zum vorigen Artikel “Totschlagwort”), ich möchte Ihnen kurz antworten.

Der Artikel war in keiner Weise “aufrührerisch”, es sei denn, dies gälte für jeden, der sich von Leuten wie diesem Dibelius (siehe auch “Bänkermagic”)  nicht jede sprachlich-logische und sachliche Frechheit unwidersprochen bieten lässt.

Des weiteren sprach ich im Zusammenhange mit “bekämpfen” nur davon, dass die Totschlagformel “Verschwörungstheorie”, die so wohlfeil und dabei zielgerichtet gegen manchen eingesetzt wird, in der Tat energisch bestritten werden sollte, wann immer gute Argumente vorliegen.

Zudem bin ich keineswegs dahingehend bereits verzweifelt, dies alles brächte ohnehin nichts, welches mir alleine schon Ihre engagierte Zuschrift zeigt. Weiterlesen »

Das Totschlagwort

07. Mai 2009

Das Totschlagwort heißt heute “Verschwörungstheorie”.

Wenn z.B. ein Hank Paulson sich mit 500 Millionen Dollar von einer Wall-Street-Bank ins amerikanische Finanzministerium verabschiedet, um später dort einen der Hauptkonkurrenten in die Pleite gehen zu lassen, während seine alten Kumpels jedesmal – auch mit Staatsknete – gestärkt aus der Sause herauskommen, und einer einen naheliegenden Zusammenhang auch nur zu vermuten wagt, dann hängt er wohl einer “Verschwörungstheorie” an.

Bald ist es soweit, dass man 2+2=4 als Verschwörungstheorie bezeichnen wird und den allgemeinen gesunden Menschenverstand als ein Konstrukt, das nur solche hervorzubringen vermag. Weiterlesen »

Bänkermagic

06. Mai 2009

Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, der amerikanischen Bank, die schon von der US-Vorgängerregierung auf Händen getragen wurde, erklärte diese Woche im SPIEGEL-Gespräch:

“Es kann nicht sein, dass Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden. Ich kann auch niemandem unterstellen, dass er so ein Modell verteidigt.

Mein lieber Herr Dibelius:

Erstens  k a n n  es nicht so sein, da haben sie auf perverse Art recht, denn es i s t so.

Zweitens können Sie wirklich niemandem etwas  u n t e r s t e l l e n, von dem  k l a r  ist, dass er es  t u t.

Doch nach diesen verbalen Finessen aus der Giftmüllküche der Bänkerscholastik, für Spiegel-Redakteure immerhin gut genug, wunderte mich anderes, Neueres.

Nach weiteren Pirouetten und einer logisch völlig deplazierten Hitler-Anspielung kommen Sie im letzten Satz (!) auf dies:

“Aber wenn in Deutschland etwas die politischen Kräfte verändern kann, dann ist es diese eine magische Zahl: fünf Millionen Arbeitslose.”

Wieso “magisch” plötzlich  f ü n f  und nicht  s e c h s ?

Googles Raubzug

05. Mai 2009

Steinmeier ruft bei Obama an und fragt ihn, ob er ihm die Nutzungsrechte des Spruchs “Yes we can!” für seinen Wahlkampf überlassen wolle.

“Oh dear Frank, that’s Pech sozusagen, die Slogan bald wird gehören die Google.”

“Wie bitte?”

“Die smart people von die Google haben gefunden in eine alte Buch, that nicht mehr verkauft werden. Bald all Slogans gehören zu die Google. You see, Frank, how clever ist America.

Wir torturen not only better als die andere Nations und more elegant, wir stehlen better auch. Wir simply sagen sorry und behalten.”

Steinmeier legt, obwohl er den ersten Teil der Schlussaussage kenntisreicherweise gut verstanden hat, genervt auf und muss, nachdem er seinen Staatsekretär recherchieren ließ, ob der Obama denn inzwischen auch einen Sprung in der Schüssel habe, feststellen, dass der lediglich einen Informationsvorsprung besaß und Google wirklich kurz davor steht, die Nutzungsrechte am geistigen Kulturerbe der Menschheit exklusiv an sich zu reißen.

Aber plötzlich reibt er sich doch die Hände.

Er plant der Kanzlerin, die, wie er meint, von US-Brutalität weniger versteht als er, kein Sterbenswörtchen zu sagen, und will sie dann im September gnadenlos ins Wörtermesser laufen lassen.

Spiegel unter Quarantäne

05. Mai 2009

Aktuelle Meldung:

Das SPIEGEL-Hochhaus an der Hamburger Außenalster wurde von der GSG 9 heute Nacht hermetisch abgeriegelt.

Keine Maus, keine Laus kann mehr rein oder raus.

Laut Innenministerium können von dort aus nicht einmal mehr Online-Viren verbreitet werden.

Alle Leitungen sind gekappt.

Deutschland ist gerettet!

Selektiv informiert

04. Mai 2009

Eine kleine Meldung noch.

Der SPIEGEL bringt in seiner Titelgschichte dieser Woche plötzlich das Virus der wirklich tödlichen Spanischen Grippe beiläufig als laborexistent unter.

Und natürlich sei es dem Schweinebackengrippevirus nah verwandt.

Davon, dass es von amerikanischen Wissenschaftlern vorsätzlich rekonstruiert wurde, wie in “Science” am 7. Oktober 2005 stolz verkündet, immer noch kein Wort.

Auch nichts davon, dass das Pentagon Geld dazu gab.

Ich habe nicht nur den SPIEGEL darüber informiert.

Daran kann es nicht liegen.

Didaktik und Gift

04. Mai 2009

Heute Nachmittag hatte ich zwei 14-jährige Schüler aus guten Elternhäusern, in denen zumindest die Väter studiert haben. Am Rande des Englischunterrichts kam ich auf die Kelten zu sprechen und stellte bald fest, dass keiner von beiden Realschülern einen blassen Schimmer davon hatte, was das überhaupt sein sollte.

Danach fragte ich sie, ob sie denn immerhin schon einmal von Slawen gehört hätten. Wiederum keine Ahnung.

Nun gut, es waren ja nur Jungs, könnte man sagen, und dass die heutzutage praktisch alle bildungsfern sind, egal welche Schulart versucht, sie zu betreuen, weiß inzwischen ja ein Jedes. Weiterlesen »

Vorsorge

03. Mai 2009

Wie angekündigt, heute ein paar Tipps zur Vorsorge.

Eine kleine Finanzkrise bringt natürlich keinen vernünftigen Menschen darauf, Grundgüter könnten knapp werden, genausowenig wie eine Vogel-,  Schweine- oder vielleicht dann irgendwann Hundegrippe.

Ich hielte es dennoch für klug, wenn jeder, der sich nicht für Conan den Barbaren hält, also im Zweifel alles, was er benötigt, kurzerhand mit der Faust beischafft, einmal Gedanken machte, wie er für solch eine Situation gerüstet wäre. Weiterlesen »

No Mercy

02. Mai 2009

“Barack Obama is the greatest fraud in American History.”

I don’t know where I read this, but it must have been somewhere.

Oh, right, it was in a paper that hadn’t asked Henry Kissinger or even Zbginiev Brzezinski for editing, and it wasn’t published but for me. Weiterlesen »

Feige?

02. Mai 2009

Ich habe gerade eben ein YouTube-Video mit dem von mir hochgeschätzten Paul Craig Roberts gesehen, in dem er die ersten 100 Tage der Obama-Administration nicht eben günstig beurteilt.

Unter anderem spricht er davon, dass unser Heiland Obama durch die Befehligung regelmäßiger Luftschläge auf Ziele in Pakistan einen dritten, nicht erklärten Krieg begonnen, wenigstens ausgeweitet habe und dass sich der neue Präsident vom alten in der Nichteinhaltung internationalen wie nationalen Rechts um kaum ein Gran unterscheide. Weiterlesen »

Leser? – Schreiben!

02. Mai 2009

Seit Jahren geht mir der Journalisten-Spruch “Immer an den Leser denken”  im Kopfe herum.

Der hat natürlich was, aber er ist oft auch nur ein verklausulierter Aufruf zur Korruption.

Die Textsorten Bericht und Reportage sollten dieser Maxime selbstverständlich weitestgehend folgen.

Wie aber sieht es bei Kommentaren, Essays, gar Satiren aus?

Natürlich sollte ein Autor auch beim Verfassen solcher Texte daran denken, dass er sein Publikum einigermaßen verständlich erreicht. Ansonsten aber verkehrt sich der Spruch doch häufig in ein “Immer gegen den Leser denken”.

Ich nehme die FAZ als Lehrbeispiel. Dieses nicht, weil ich sie besonders verachtete, sondern weil sie sich als Leitmedium besonders dafür eignet. Weiterlesen »

Kneipe und Offenbarung

01. Mai 2009

Sie sehen, die Kneipe gab mir rechtzeitig kein Bier mehr.

Der Zusammenhang ist unerheblich, denn er betraf nur meine Glückseligkeit, gleichzeitig trinken und rauchen zu dürfen, und das in einer bayerischen Gastwirtschaft.

Heute will ich lediglich auf den neuesten Artikel meiner Kollegin Friederike Beck hier in den ZeitGeist-Blogs hinweisen und ausnahmsweise vor Ehrfurcht ansonsten stille sein.

Wer den nicht liest, ist selbst schuld.

Walpurgisnacht

30. April 2009

Ich gehe jetzt noch auf ein Weißbier in die einzige schlimme Kneipe, die es in Hammelburg gibt.

Ich habe aus Sicherheitsgründen nur 3 Euro, mich und einen Drehtabak dabei.

Eine Zigarettenschachtel legt man dort lieber nicht auf den Tisch.

Wenn Sie in den nächsten Tagen hier noch Texte finden, werde ich es wohl überlebt haben.

Allerschönsten 1. Mai Ihnen, Wonne und Glück!

Schweinebackengrippe

30. April 2009

Irgendwie scheint es wieder nicht so richtig zu klappen.

Schon an die Vogelgrippe wurden größte Befürchtungen geknüpft, die sich nicht erfüllten.

Vielleicht sind die Nachfahrenden der Überlebenden der “Spanischen Grippe” per Virus gar nicht so leicht in Massen umzubringen. Weiterlesen »

Gesang

29. April 2009

Heute Nacht im Traume sah ich das Geldvirus.

Es schimmerte rot-gelbgrün und hatte schwarze Tupfer auf seinem anmutig verschwurbelten Genom.

Es sagte nichts.

Allein die Eingebung der Traumschau sagte mir:  ”Schau, das ist es, schau!”

Doch selbst in Träumen kann Misstrauen aufkommen, und also geschah es.

“Was, dieses niedliche Ding soll uns d a s beschert haben?”, fragte sich mein Traumhirn.

“Ich sehe nichts Schleimiges, nichts Grindiges, keine Gicht, keine Blutflecken, keine Abschabungen, nicht einmal Pusteln oder auch nur eine Orangenhaut! Das soll das Geldvirus sein?” Weiterlesen »

Absoluter Wahnsinn IV

28. April 2009

Nun, nachdem der Link auf die BBC-Seite erstmal nicht fußen wollte, obschon korrekt angegeben, will ich den “Absoluten Wahnsinn” für heute mit einem Schlusskommentar versehen.

Inzwischen haben mich Leute angesprochen, die meinen, das ganze Herumgestumpe um Viren sei ein komplett verlogenes, selbst AIDS sei schon eine Angstmachererfindung gewesen und dergleichen mehr.

Als Fakt bleibt aber, dass hier an einem großen Rad gedreht wird. Weiterlesen »

Absoluter Wahnsinn III

28. April 2009

Vorher mit dem ZeitGeist-Herausgeber telefonierend, erfuhr ich von der neuesten, humoristischen Seite des Absoluten Wahnsinns, dessen Erkenntnis für mich mit dem BBC-Bericht über die Rekonstruktion des Virus der Spanischen Grippe (Link siehe erster Artikel) begann.

Laut NZZ-online, also dem schweizer Hauptmedium, ist gestern in einem IC-Zugwaggon kurz vor Freiburg ausgerechnet ein Behälter mit glücklicherweise ziemlich ungefährlichen Schweinegrippenviren explodiert, weil das kühlende Trockeneis unsachgemäßen Dampfdruck ausübte.

Lustige Koinzidenz.

Gleichzeitig explodiert der Börsenkurs von HoffRoche, dem schweizer Pharmariesen, der mit Tamiflu ein Mittel herstellt, das gegen irgendeine Schweinebackengrippe vielleicht helfen könnte. Weiterlesen »

Absoluter Wahnsinn II

28. April 2009

Seit der Einstellung des letzten Artikels vor drei Stunden habe ich mir erlaubt, ein paar große Zeitungsredaktionen anzurufen, um sie auf den Fund aus dem Jahre 2005 aufmerksam zu machen (Link siehe dort).

Tatsächlich scheint es möglich gewesen zu sein, uns noch dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung in “Science” – soweit ich weiß, die bedeutendste Wissenschaftszeitschrift der Welt – und der BBC weiterhin weiszumachen, das Rätsel um die Spanische Grippe sei immer noch das große Mysterium der Welt der pathogenen Viren.

Dass nicht einmal in den letzten zwei Wochen jemand in den Archiven dieser beiden Medien recherchiert haben sollte, erscheint wie ein schlechter Witz.

Der breiten Masse jetzt aber nichts davon zu sagen, dass das Virus in einem amerikanischen Labor mit Militärgeldern rekonstruiert worden sei, ist so logisch, dass man sich jegliche Verschwörungstheorie dazu gleich sparen kann. Weiterlesen »

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