Nun hat es für die Bahnhofsgegner noch nicht einmal in Stuttgart zu einer Mehrheit gereicht.
Im ganzen Land Baden-Württemberg ist ihre Niederlage noch deutlicher, und sie haben nur in wenigen Wahlkreisen eine Mehrheit erlangt.
Zumal viele Stuttgarter werden sich die Augen reiben; mich überrascht auch das Ergebnis hier nicht.
Das Klima war in dem knappen Jahr, da ich wieder hier lebe, vielerorts so feindselig gegen Bahnhofsbefürworter, dass die sich kaum noch trauten, einen Pro-Aufkleber auf ihr Mobil zu kleben, mit einem Pro-Anstecker herumzulaufen.
Die Fragestellung “Sind Gedanken unser Feind”, die am 2.12. im Stuttgarter Treffpunkt Philosophie unter meiner Moderation erörtert werden wird (siehe rotes Banner oben rechts), wurde zunächst von einer Frage-Antwort-Schrift mit einem sehr ungewöhnlichen indischen “Weisen” inspiriert.
Sie finden diese unter “Thought is your Enemy” im Netz.
Ich will das Thema indes nicht nur unter philosophischen Gesichtspunkten und anhand dieses “VERSTANDESZERSCHMETTERNDEN” Werkes, das ich kurz vorstellen werde, (mir hat es nichts ausgemacht, es zu lesen, viele andere, zumal Religiöse, sollen nach der Lektüre mehr oder weniger durchgedreht sein…) erörtern, sondern vor allem auf der individual- wie massenpsychologischen Ebene.
“Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß”: Also lautet ein geläufiges deutsches Sprichwort.
Sprich, der Blöde, selbst der vorsätzlich Ignorante, hat weniger Probleme: er macht sich nicht verrückt.
(Egal ob man ihn gerade per Euro-Rettung enteignet oder sonstwas. Und wer z.B., schon wieder aktuell, über die Causa Guttenberg nachdenkt, bekommt auch leicht einen Brecheiz…) (weiterlesen…)
Heute Nachmittag – indem der Themenkreis mir schon lange und jetzt erst recht ob Stuttgart 21, wo man aus einem Gegen flugs ein Für gemacht hat, um “positiver” zu wirken, im Kopf herumgeistert – wurde ich in einer Netzdiskussion nochmal auf den Komplex der Sprachverneblerei gestoßen, der damit einhergeht, dass man als Lieber und Guter eigentlich nie gegen etwas sei oder sein möge, sondern immer für etwas, also nie negativ.
Man ist also nicht mehr gegen noch mehr Schuldenmachen, sondern fürs weniger Schuldenmachen, nicht mehr gegen Stuttgart 21, sondern für den Ausstieg aus S 21, für keinen Krieg, anstatt gegen Krieg, für eine Eindämmung höheren Treibhausgasausstoßes, und nicht etwa gegen noch mehr Emissionen usw. usf.
Gegen etwas zu sein, ist nämlich intolerant, kleingeistig, böse. (weiterlesen…)
In diesem Video erklärt David Icke ganz irdisch, wie es aus seiner Sicht läuft und weshalb er befürchtet, dass die Besatzerbewegung genau jenen in die Hände spielen könnte, wider welche sie scheinbar aufsteht.
Die FAZ hat Umberto Eco, oder vielmehr seinen neuen Roman, unter anderem wie folgt besucht und beschrieben:
“Ein Wasserstandspegel der Dummheit: Jesuiten unterminieren die Demokratie; Freimaurer verhuren die Massen; Juden basteln an der Weltherrschaft; Geheimdienste entscheiden Kriege zugunsten Dritter. Olle Kamellen.”
Ja nu.
Wir wissen doch alle längst, dass Jesuiten lupenreine Demokraten sind, Freimaurer stets nur Keuschheit predigen, Juden mit Macht nichts am Hut und Geheimdienste mit dem Ausgang von Kriegen nie etwas zu tun haben. (weiterlesen…)
Aphorismen hätten in etwa eine ähnliche Marktfähigkeit wie Jauche.
Das erklärten mir zwei sehr beredte Leute zum Siebenundvierzigsten ausführlichst und machten sich eine erhebliche gedankliche Mühe, mich wirtschaftlich zu befördern, sehr bespaßt dabei ob ihres sie also erheiternd trefflichen Vergleiches, mir zu erklären, wie man solch eine Stinkebrühe vielleicht doch noch an den Mann bringen könne.
Ich freue mich auf meinen Achtundvierzigsten.
Da wird man dann unter solcherlei Experten wohl herausfinden, dass Hirnstoff insgesamt alswie Harnstoff zu verkaufen sei.
Der im Titel angesprochene Vermarktungsleitspruch (germano-sorry, dass ich nicht Marketing-Slogan hinschrieb) ist reichlich zynisch, aber eben nicht grundfalsch.
Man bekommt “Publicity” (Pöblizität): egal wie.
Den Preis dafür zahlt der Werber (Marketingexperte) dann ja in der Regel nicht selber.
So gibt es denn ganze Radauagenturen, die sich auf derlei wenigstens teilweise spezialisiert haben.
Gewaltig stinken, damit möglichst viele es riechen, sozusagen. (weiterlesen…)
Erst gestern las ich wieder, keineswegs von einem Stümper, einem dummen Nachplapperer, der Islam sei “antisemitisch”.
Das ist ja nun mindestens eineinhalbmal falsch.
Zum einen natürlich, da der Islam eine vollursprünglich semitische (nämlich arabische) Religion ist. (Man könnte natürlich sagen, er sei ob seines merkwürdigen Wesens araberfeindlich angelegt: hiemit “antisemitisch”.)
Versteht man hinwiederum unter “antisemitisch” in Wirklichkeit antijüdisch, so krankt dies schon daran, dass ja – es wird über die Zahlenverhältnisse nichtöffentlich duchaus heftig gestritten – zumindest ein erheblicher Teil der Juden (im Gegensatz zu den Arabern) gar keine Semiten sind.
Und selbst wenn man, wider jede Logik, “antisemitisch” mit antijüdisch in Eins setzt, wird bezüglich des Islams allenfalls ein halber Schuh daraus. (weiterlesen…)
Die “absolutistische Demokratie” des Herrn Kaube von der Frankfurter Allgemeinen Zerscheitung lässt mich heute in der Tat nicht los.
Denn es ist schon hart, wenn man als Satiriker begrifflich von respektablen “Edelfedern” unterholt wird: und das auch vermutlich noch in vollem Ernste.
Fassungslos steht man da, als wäre man Ochs und Esel aufs Mal, fragt sich, welche drei Sorten Scheise aus dem Sorgenlande jetzt wohl überdies noch dräuen mögen. (weiterlesen…)
In diesem bislang beispiellosen Artikel lässt Jürgen Kaube von der FAZ die letzten Hüllen fallen – obschon er sich noch ein absolut lächerliches Feigenblättchen zu bewahren sucht.
Denn er kreiert den Begriff der “absolutistischen Demokratie”: einen Widerspruch in sich selbst, ein erbärmliches, wenn nicht glatt idiotisch zu nennendes Wortgeklingel.
Nur zwei Zitate aus seinem Elaborat:
“Die Diktatur des Kommissariats
Wer sagt es den Staaten, dass sie nur noch Kommunen einer Wohlfahrtsgemeinschaft sind?
Die älteren politischen Konzepte von Volkssouveränität, parlamentarischer Demokratie, Subsidiarität und Partizipation, die dagegenstehen, sind, wenn es Ernst wird, Folklore aus vergangenen Zeiten.”
Und, schlussendlich:
“Die Nation und ihr ganzer semantischer Anhang von Selbstbestimmungsphrasen sind nur unsachliche Gesichtspunkte in einem Kampf um soziale Freiheiten, der ökonomisch entschieden werden wird. Die politischen Freiheiten werden davon mehr als in Mitleidenschaft gezogen. Sie waren seit je der Preis des Wachstums. Es wird nicht viel von ihnen übrig bleiben.”
Mein lieber Schieber.
Schon wieder einer, der vom Ende der Geschichte daherfaselt. (weiterlesen…)
Wer auch immer keine Lust hat, die Schulden anderer Euro-Länder zu bezahlen – der Lissabonner Vertrag sah vor, dass dies ausgeschlossen sei – , wird in großen Teilen der Schafspresse als “antieuropäisch” gehandelt.
Und das ist böse, denn Europa ist gut.
Ebenso ist ein Menschenfeind, wer einen “humanitären” Einsatz zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen ablehnte, Bomber in der eigens für sie eingerichteten “Flugverbotszone”, mit dem offiziellen Ergebnis von bislang 50 000 Toten.
Wir kennen diesen Orwellschen Neusprech inzwischen.
Wer sich nicht ausplündern lassen will, ist ein nationalistisches Schwein, und wer keinen Krieg will ein zynischer Menschenverächter.
Nur zwei Beispiele.
Weshalb aber lassen wir uns das bieten?
Weshalb lassen wir uns täglich in derart infamer Weise beschimpfen?
Oder andersherum: Was können wir gegen derlei Räuber- und Mörderspießgesellenpropaganda unternehmen, außer sie hier und auf anderen Blogs im Weltnetz anzuprangern? (weiterlesen…)
Leser Erford Erlich drückte in einem Kommentar zu “Eurodemo Stuttgart” seine verständliche Skepsis dazu aus, ob man sich vom Normalbürger zum Thema Euro und Volksenteignung allzuviel ernsthaftes Nachdenken erhoffen könne.
Ich denke aber, dass der Hauptgrund für die bisherige Untätigkeit der Masse noch nicht einmal in mangelndem Informationsstand oder Denkvermögen zu finden ist, sondern in einer Lethargie, einer Art Resignation, im mangelnden Selbstvertrauen, überhaupt noch irgendetwas gegen das Kartell der großkopferten Usurpateure bewegen zu können.
Einen Bahnhofsbau vielleicht zu stoppen, das traut sich der Normalbürger eventuell noch zu: nicht aber jene monströsen Vernichter von Volksvermögen und Demokratie.
Das ist menschlich durchaus verständlich.
Denn welche Partei, welches Schafsmedium spielte denn dieses alles verheerende Schuldversklavungsspiel bislang klar positioniert nicht mit? (weiterlesen…)
Paul Craig Roberts hat einen wunderbaren Artikel über “Verschwörungstheorien” geschrieben, in dem er luzid aufzeigt, wie die Vernunftstotschlagsvokabel eingesetzt wird.
Ich habe mich schon verschiedentlich ähnlich geäußert, weise aber darauf hin, weil Roberts die Sache hier noch einmal hervorragend darstellt, bis hin zu der Süffisanz, dass die ganzen USA am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, bis heute das Ergebnis einer erfolgreichen Verschwörung feiern.
Verschwörungen sind eben allgegenwärtig, und daher ist, wer keinerlei “Verschwörungstheorien” auch nur in dem Sinne gelten lässt, dass er mal über deren möglichen Wahrheitsgehalt nachdenkt, ein hirngewaschener Idiot. (weiterlesen…)
Im folgenden Video geht es um Kindererziehung, um Didaktik, um Sprache und Spracherwerb, um den modernen Bildungswahn, schon Kleinstkinder einem Turboausbildungsprogramm zu unterwerfen.
Es scheint bezüglich “Verschwörungstheoretikern” oder neuerdings auch “Verschwörungsfans” eine neue Schafsmedienorder zu geben.
Da diese üblen Gesellen seit einiger Zeit aus dem Boden schießen wie Pilze nach einem Septemberregen am folgenden Sonnentag, man sie, wie sich inzwischen rumgesprochen hat, nicht alle einfach Nazis schimpfen kann, um das Problem so zu erledigen, versucht man jetzt, das lästige Gesindel nach allen Regeln der Schwarzen Kunst lächerlich zu machen.
Wer also beispielsweise immer noch nicht glauben mag, dass am 11. September 2001 drei Gebäude fast mit Freifallgeschwindigkeit lotrecht in sich zusammenstürzten, weil zwei davon von Flugzeugen getroffen wurden, das dritte noch nichtmal das, gehört zu dieser Gruppe verantwortungsloser Irrer und Spinner. (weiterlesen…)
Außer dass Verschwörungen banalerweise der Erlangung aus dem Verborgenen ausgeübter Macht dienen, gibt es bestimmte typische, wiederkehrende Merkmale.
Handelt es sich lediglich um eine kleine kriminelle Verschwörung, so besteht keine Notwendigkeit, eine besondere Attraktivität und gleichzeitig Verschleierung durch Begriffsmanipulation aufzubauen.
Man mag ein paar Geheimchiffren, Codes, Handzeichen usw. entwickeln, bedarf aber keiner “exoterischen” Propaganda.
Diese wäre also reine Zeitverschwendung.
Für eine großangelegte, erfolgreiche Verschwörung indes braucht man nicht nur viele Wasserträger, sondern auch eine große Masse an verdummten Menschen, die nicht erkennen, was man vorhat und ins Werk setzt.
Dafür nutzt man die Technik der Begriffsbesatzung sowohl durch innere Initiationsriten, als auch durch äußere Einsenkung der eigenen Lügen als Wahrheit nach dem Redundanzprinzip. (weiterlesen…)
Ich habe gerade mal die aktuellen Netzseiten einiger der üblichen Verdächtigen, der Schafsmedien also, durchgeblättert und festgestellt, dass der Libyen-Krieg kaum noch Aufmerksamkeit mehr findet, also finden soll (gestern oder vorgestern hörte man noch, Gaddafi sei bei einem NATO-Hinrichtungsversuch verletzt worden).
Schon seit zwei Wochen muss man sich mehr denn je fragen, was da los ist, indem die Berichte immer spärlicher werden.