Archiv für die Kategorie ‘Wortgift’

Hirnstoff verkauft sich wie Harnstoff

Sonntag, 02. Oktober 2011

Aphorismen hätten in etwa eine ähnliche Marktfähigkeit wie Jauche.

Das erklärten mir zwei sehr beredte Leute zum Siebenundvierzigsten ausführlichst und machten sich eine erhebliche gedankliche Mühe, mich wirtschaftlich zu befördern, sehr bespaßt dabei ob ihres sie also erheiternd trefflichen Vergleiches, mir zu erklären, wie man solch eine Stinkebrühe vielleicht doch noch an den Mann bringen könne.

Ich freue mich auf meinen Achtundvierzigsten.

Da wird man dann unter solcherlei Experten wohl herausfinden, dass Hirnstoff insgesamt alswie Harnstoff zu verkaufen sei.

“Bad News is Good News” (Spinndoktoren / Pöblizität)

Freitag, 30. September 2011

Der im Titel angesprochene Vermarktungsleitspruch (germano-sorry, dass ich nicht Marketing-Slogan hinschrieb) ist reichlich zynisch, aber eben nicht grundfalsch.

Man bekommt “Publicity” (Pöblizität): egal wie.

Den Preis dafür zahlt der Werber (Marketingexperte) dann ja in der Regel nicht selber.

So gibt es denn ganze Radauagenturen, die sich auf derlei wenigstens teilweise spezialisiert haben.

Gewaltig stinken, damit möglichst viele es riechen, sozusagen. (weiterlesen…)

Moslemischer “Antisemitismus”

Freitag, 30. September 2011

Erst gestern las ich wieder, keineswegs von einem Stümper, einem dummen Nachplapperer, der Islam sei “antisemitisch”.

Das ist ja nun mindestens eineinhalbmal falsch.

Zum einen natürlich, da der Islam eine vollursprünglich semitische (nämlich arabische) Religion ist. (Man könnte natürlich sagen, er sei ob seines merkwürdigen Wesens araberfeindlich angelegt: hiemit “antisemitisch”.)

Versteht man hinwiederum unter “antisemitisch” in Wirklichkeit antijüdisch, so krankt dies schon daran, dass ja – es wird über die Zahlenverhältnisse nichtöffentlich duchaus heftig gestritten – zumindest ein erheblicher Teil der Juden (im Gegensatz zu den Arabern) gar keine Semiten sind.

Und selbst wenn man, wider jede Logik, “antisemitisch” mit antijüdisch in Eins setzt, wird bezüglich des Islams allenfalls ein halber Schuh daraus. (weiterlesen…)

“Absolutistische Demokratie”: Ochs frisst Esel

Dienstag, 27. September 2011

Die “absolutistische Demokratie” des Herrn Kaube von der Frankfurter Allgemeinen Zerscheitung lässt mich heute in der Tat nicht los.

Denn es ist schon hart, wenn man als Satiriker begrifflich von respektablen “Edelfedern” unterholt wird: und das auch vermutlich noch in vollem Ernste.

Fassungslos steht man da, als wäre man Ochs und Esel aufs Mal, fragt sich, welche drei Sorten Scheise aus dem Sorgenlande jetzt wohl überdies noch dräuen mögen. (weiterlesen…)

“Die absolutistische Demokratie”: Die offizielle Beerdigung des Souveräns

Dienstag, 27. September 2011

In diesem bislang beispiellosen Artikel lässt Jürgen Kaube von der FAZ die letzten Hüllen fallen – obschon er sich noch ein absolut lächerliches Feigenblättchen zu bewahren sucht.

Denn er kreiert den Begriff der “absolutistischen Demokratie”: einen Widerspruch in sich selbst, ein erbärmliches, wenn nicht glatt idiotisch zu nennendes Wortgeklingel.

Nur zwei Zitate aus seinem Elaborat:

“Die Diktatur des Kommissariats

Wer sagt es den Staaten, dass sie nur noch Kommunen einer Wohlfahrtsgemeinschaft sind?

Die älteren politischen Konzepte von Volkssouveränität, parlamentarischer Demokratie, Subsidiarität und Partizipation, die dagegenstehen, sind, wenn es Ernst wird, Folklore aus vergangenen Zeiten.”

Und, schlussendlich:

“Die Nation und ihr ganzer semantischer Anhang von Selbstbestimmungsphrasen sind nur unsachliche Gesichtspunkte in einem Kampf um soziale Freiheiten, der ökonomisch entschieden werden wird. Die politischen Freiheiten werden davon mehr als in Mitleidenschaft gezogen. Sie waren seit je der Preis des Wachstums. Es wird nicht viel von ihnen übrig bleiben.”

Mein lieber Schieber.

Schon wieder einer, der vom Ende der Geschichte daherfaselt. (weiterlesen…)

Schwarzbuch der Schafsmedien

Dienstag, 20. September 2011

Wer auch immer keine Lust hat, die Schulden anderer Euro-Länder zu bezahlen – der Lissabonner Vertrag sah vor, dass dies ausgeschlossen sei – , wird in großen Teilen der Schafspresse als “antieuropäisch” gehandelt.

Und das ist böse, denn Europa ist gut.

Ebenso ist ein Menschenfeind, wer einen “humanitären” Einsatz zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen ablehnte, Bomber in der eigens für sie eingerichteten “Flugverbotszone”, mit dem offiziellen Ergebnis von bislang 50 000 Toten.

Wir kennen diesen Orwellschen Neusprech inzwischen.

Wer sich nicht ausplündern lassen will, ist ein nationalistisches Schwein, und wer keinen Krieg will ein zynischer Menschenverächter.

Nur zwei Beispiele.

Weshalb aber lassen wir uns das bieten?

Weshalb lassen wir uns täglich in derart infamer Weise beschimpfen?

Oder andersherum: Was können wir gegen derlei Räuber- und Mörderspießgesellenpropaganda unternehmen, außer sie hier und auf anderen Blogs im Weltnetz anzuprangern? (weiterlesen…)

Redner gesucht!

Sonntag, 18. September 2011

Leser Erford Erlich drückte in einem Kommentar zu “Eurodemo Stuttgart” seine verständliche Skepsis dazu aus, ob man sich vom Normalbürger zum Thema Euro und Volksenteignung allzuviel ernsthaftes Nachdenken erhoffen könne.

Ich denke aber, dass der Hauptgrund für die bisherige Untätigkeit der Masse noch nicht einmal in mangelndem Informationsstand oder Denkvermögen zu finden ist, sondern in einer Lethargie, einer Art Resignation, im mangelnden Selbstvertrauen, überhaupt noch irgendetwas gegen das Kartell der großkopferten Usurpateure bewegen zu können.

Einen Bahnhofsbau vielleicht zu stoppen, das traut sich der Normalbürger eventuell noch zu: nicht aber jene monströsen Vernichter von Volksvermögen und Demokratie.

Das ist menschlich durchaus verständlich.

Denn welche Partei, welches Schafsmedium spielte denn dieses alles verheerende Schuldversklavungsspiel bislang klar positioniert nicht mit? (weiterlesen…)

Liberation is Nigh

Montag, 05. September 2011

The UFOs are coming in day and night.

Their transmissions are crystal clear.

This is Liberation. (weiterlesen…)

Von den Antiverschwörungstheoretikern

Donnerstag, 14. Juli 2011

Paul Craig Roberts hat einen wunderbaren Artikel über “Verschwörungstheorien” geschrieben, in dem er luzid aufzeigt, wie die Vernunftstotschlagsvokabel eingesetzt wird.

Ich habe mich schon verschiedentlich ähnlich geäußert, weise aber darauf hin, weil Roberts die Sache hier noch einmal hervorragend darstellt, bis hin zu der Süffisanz, dass die ganzen USA am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, bis heute das Ergebnis einer erfolgreichen Verschwörung feiern.

Verschwörungen sind eben allgegenwärtig, und daher ist, wer keinerlei “Verschwörungstheorien” auch nur in dem Sinne gelten lässt, dass er mal über deren möglichen Wahrheitsgehalt nachdenkt, ein hirngewaschener Idiot. (weiterlesen…)

Eierlegende Wollmilchsaukinder?

Donnerstag, 07. Juli 2011

Im folgenden Video geht es um Kindererziehung, um Didaktik, um Sprache und Spracherwerb, um den modernen Bildungswahn, schon Kleinstkinder einem Turboausbildungsprogramm zu unterwerfen.

Gibt es das Lernresistenzgen?

Montag, 30. Mai 2011

Es scheint bezüglich “Verschwörungstheoretikern” oder neuerdings auch “Verschwörungsfans” eine neue Schafsmedienorder zu geben.

Da diese üblen Gesellen seit einiger Zeit aus dem Boden schießen wie Pilze nach einem Septemberregen am folgenden Sonnentag, man sie, wie sich inzwischen rumgesprochen hat, nicht alle einfach Nazis schimpfen kann, um das Problem so zu erledigen, versucht man jetzt, das lästige Gesindel nach allen Regeln der Schwarzen Kunst lächerlich zu machen.

Wer also beispielsweise immer noch nicht glauben mag, dass am 11. September 2001 drei Gebäude fast mit Freifallgeschwindigkeit lotrecht in sich zusammenstürzten, weil zwei davon von Flugzeugen getroffen wurden, das dritte noch nichtmal das, gehört zu dieser Gruppe verantwortungsloser Irrer und Spinner. (weiterlesen…)

Verschwörungspraxis: Elementares

Montag, 23. Mai 2011

Außer dass Verschwörungen banalerweise der Erlangung aus dem Verborgenen ausgeübter Macht dienen, gibt es bestimmte typische, wiederkehrende Merkmale.

Handelt es sich lediglich um eine kleine kriminelle Verschwörung, so besteht keine Notwendigkeit, eine besondere Attraktivität und gleichzeitig Verschleierung durch Begriffsmanipulation aufzubauen.

Man mag ein paar Geheimchiffren, Codes, Handzeichen usw. entwickeln, bedarf aber keiner “exoterischen” Propaganda.

Diese wäre also reine Zeitverschwendung.

Für eine großangelegte, erfolgreiche Verschwörung indes braucht man nicht nur viele Wasserträger, sondern auch eine große Masse an verdummten Menschen, die nicht erkennen, was man vorhat und ins Werk setzt.

Dafür nutzt man die Technik der Begriffsbesatzung sowohl durch innere Initiationsriten, als auch durch äußere Einsenkung der eigenen Lügen als Wahrheit nach dem Redundanzprinzip. (weiterlesen…)

Libyenkrieg: Vom Schafsmedienwinde verweht

Samstag, 14. Mai 2011

Ich habe gerade mal die aktuellen Netzseiten einiger der üblichen Verdächtigen, der Schafsmedien also, durchgeblättert und festgestellt, dass der Libyen-Krieg kaum noch Aufmerksamkeit mehr findet, also finden soll (gestern oder vorgestern hörte man noch, Gaddafi sei bei einem NATO-Hinrichtungsversuch verletzt worden).

Schon seit zwei Wochen muss man sich mehr denn je fragen, was da los ist, indem die Berichte immer spärlicher werden.

Spekulieren wir also mal ein bisschen. (weiterlesen…)

Der Walstatt und dem Mordkreis

Samstag, 07. Mai 2011

“Gezielte Tötung” ist inzwischen der geläufige Neusprech in den Schafsmedien, wenn davon die Rede geht, dass die USA per Kommandoeinheit oder – meist – mittels Drohnen nebenher eine ganze Menge Unbeteiligter mitmeucheln, zwecks Ausführung einer willkürlichen Hinrichtung.

In jedem Schlachthof geht es gesitteter zu. (weiterlesen…)

Wortgift im Netz

Donnerstag, 21. April 2011

Der vorangegangene Beitrag “Trau schau wem” führt uns, näher betrachtet, wieder wie unter einem Brennglas vor Augen, wie tückisch die Sache mit der Anonymität im Netz ist.

Ein Anonymus erhebt schwerste Vorwürfe gegen bekannte Persönlichkeiten, sie seien durch und durch unwahrhaftig und Protagonisten genau der Agenda, die sie vorgeblich bekämpfen, mithin schändliche Betrüger, und diese stehen dem wehrlos gegenüber, indem sie ihrem namenlosen Ankläger ausgeliefert sind.

Sollen sie sich etwa gegenüber einer Anklageseite verteidigen, von der nichts bekannt, als dass sie einen Text ins Netz stellte?

Bei aller Liebe für Nicks und Privatheit: Eine derartig schwerwiegende öffentliche Anschuldigung kann sich meines Erachtens hinter solcherlei Selbstschutz nicht glaubwürdig zurückziehen.

Zumal sie alle und alles in einen Sack steckt. (weiterlesen…)

Holzköpfe im Stresstest

Donnerstag, 07. April 2011

Gerade habe ich diesen grünen Oberfanten Kretschmann im Radio gehört, wie er sich wegen der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 wand und eierte, man müsse erst mal abwarten, was der diesbezügliche Stresstest ergebe.

Das ist ja klasse.

Genial.

Jetzt ist man schon so weit, dass man auf Stress testen kann, was es noch gar nicht gibt.

Und vom Ergebnis dieser – ebenfalls nicht real vorhandenen – Stressausübung auf das nicht vorhandene geplante Konkretum, macht man dann abhängig, welchen Blödsinn man den Leuten als nächstes erzählt, offiziell wenigstens. (weiterlesen…)

Projekt Dritter Weltkrieg / SPON-Schwachsinn des Tages

Freitag, 25. März 2011

“Niemals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Gemeinschaft der friedliebenden Völker der Welt so schnell und so einmütig reagiert wie auf die Eskalation in Libyen – und noch nie seither so kriegerisch.”

Also steht es heute allen Ernstes auf Spiegel-Online.

Wie bitte?

Gemeinschaft der friedliebenden Völker?

Frankreich, England, die USA gar?

Die beiden größten Kolonialmächte von ehedem, und die größte von heute, letztere mit Militärstützpunkten auf der ganzen Welt, derzeit in drei (vier, wenn man Pakistan dazurechnet) offenen und mehreren mehr oder weniger verdeckten Kriegen stehend, mit zig kleineren Kriegen oder “Interventionen” seit dem Großen Zweiten die Welt mit ihrer Friedensliebe gesegnet habend, d i e sollen die Gemeinschaft der friedliebenden Völker darstellen? (weiterlesen…)

Was zu erwarten war

Dienstag, 22. März 2011

Na denn, da ist er, der Vergleich Bengasis mit dem Warschauer Ghetto.

Ausgeworfen von einem widerlichen Päderasten namens Cohn-Bendit.

Wenn alles nichts mehr hilft, um einen Angriffskrieg zu rechtfertigen, dann brauchen wir eben den NS-Vergleich.

Ich hatte es vor ein paar Tagen schon prophezeit.

Das war aber nun wirklich keine besondere Kunst.

Durchhalten, Kopf hoch!

Samstag, 19. März 2011

Einer meiner besten Leser meinte eben am Telefon, die Kriegstreiber seien zur Zeit derart auf dem “Selbstzerstörungstrip”, dass es nicht mehr lange dauern könne, bis sie sich erledigt hätten. (weiterlesen…)

Die sprachlichen Volten der Kriegstreiber

Samstag, 19. März 2011

Es ist bemerkenswert, wie das Wort “Krieg” im Zusammenhang mit Libyen wieder einmal vermieden wird, als wäre das Wort schlimmer als die Sache selbst.

“Militärisches Eingreifen”, “Einsatz” usw. lauten die Vokabeln; das früher übliche, zutreffende, einsilbige Lexem scheint wie tabu.

Dass Krieg Frieden ist, wissen wir ja schon lange.

Inzwischen sind wir weiter. (weiterlesen…)

Programmiertes Rechtschreibseppeln

Dienstag, 15. März 2011

Anschließend an “SPON: Kein Geld für korrektes Deutsch” noch ein paar Betrachtungen zu Fehlern in (Online-)Texten.

Anders wohl als andere freue ich mich immer, wenn ich in einem ansonsten richtigen Text Fehler wie z. B. “veramtwortungslos” oder “bodennlos” finde.

Zum einen weiß ich dann, dass der Autor sich nur vertippt hat und den Tippfehler übersehen, zum anderen, dass er kein Rechtschreibprogramm benutzt, denn solche wären ihm angezeigt worden.

Des weiteren weiß ich, dass er ansonsten orthographisch sicher ist und lediglich nicht das Geld (oder die Einsicht) hat, sich einen professionellen Schlusskorrektor zu leisten. (weiterlesen…)

UFOs: Was ist dran? (Kunstmord?)

Montag, 28. Februar 2011

In diesem Artikel spricht wieder einmal ein politisches Schwergewicht davon, wir hätten schon lange außerirdischen Besuch.

Ich wüsste gerne mehr darüber, plädiere für eine offizielle Anfrage an die deutsche Regierung im Reichstag. (weiterlesen…)

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