Archiv für die Kategorie ‘Substanzlos’

Vom männerfeindlichen, antiweißen Rassismus des Jakob Augstein

Montag, 28. Januar 2013

“All anti-racism is anti-white.” (Aller Antirassismus ist anti-weiß.)

Ich weiß nicht mehr, wo ich kürzlich diesen Spruch las, aber er blieb mir im Gedächtnis.

Jedenfalls, wie immer man dazu stehen mag, gibt sich Jakob Augstein auf SPON heute alle Mühe, diese Einschätzung zu bestätigen. Allerdings in sehr merkwürdiger Weise, da er gleichzeitig antirassistisch auftritt, dann wieder einen – im Ernst! – “positiven Rassismus” postuliert. Und gar eine Mischrasse der Zukunft feiert, die in Brasilien schon in ihrer Entstehung zu bewundern sei. (Ich dachte immer, es gebe keine Rassen, lediglich Rassisten. Jetzt soll es doch wieder welche, wenigstens eine, geben. Sind die anderen dann Nichtrassen? Unrassen? Pseudorassen?)

Doch lesen wir erstmal, was er dort so alles von sich gibt.

Sich zunächst am vorgeblichen Sexismus des Liberalen Brüderle gegenüber einer Stern-Reporterin aufhängend, lässt er unter anderem folgendes los:

“Hier geht es nicht um Brüderle. Es geht um den weißen Mann. Der in Amerika die Wahl verloren hat. Der im neuen Tarantino-Film von einem Schwarzen – der aufrecht zu Pferde sitzt, als Herrenreiter daherkommt – niedergeschossen wird. Und über den die “Atlantic”-Reporterin Hanna Rosin kürzlich ein Buch geschrieben hat, Titel: “Das Ende der Männer”. Brüderle ist so ein Mann. Das spüren alle, seine Kritiker und seine Verteidiger.”

Endlich ein schwarzer Herrenreiter, der weiße Männer niederschießt. Als Ende der Männer. Auch der schwarzen Männer? (weiterlesen…)

Falsch ist richtig. Und richtig ist böse.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Ich habe mir nochmal Gedanken über die von Jon Rappoport dargelegte (deutsche Übersetzung von mir) Zerstörung der Logik gemacht. (Zu Jons englischsprachigem Originalartikel direkt hier.)

Nicht nur, dass, wie er zeigt, eine Idee, eine Vorstellung, ein Konzept deshalb unbesehen, ungeprüft verdammt werden kann, weil es von einer unliebsamen Person stammt: die Sache geht noch weiter.

Zum Beispiel haben sich schon viele Tierschützer und Vegetarier, ohne je einen Schweinezüchter auch nur persönlich beleidigt oder angegriffen oder dessen Stallungen überfallen zu haben, anhören müssen, dass Hitler ja auch Vegetarier gewesen sei.

Damit nicht genug, mancher wurde schon direkt als Nazi beschimpft, da wie auch Hitler Vegetarier.

Und: Kann ich nun, da ich kein Vegetarier bin, unmöglich ein Nazi sein? (Wieso soll das jetzt eine blöde Frage sein?)

Und: In der Tat haben die Nationalsozialisten 1933 das erste Tierschutzgesetz verabschiedet, sich auch für Artenschutz stark gemacht. Sollte man den Tierschutz deshalb wieder abschaffen? Möglichst viele Arten ausrotten?

In den USA wird von “Konservativen” (sie sehen, nennen sich meist so), auch manchen “Libertären”, nicht selten eine Linie vom deutschen Natonalsozialismus zu Tier- und Umweltschützern gezogen (auch jenen, die keine Klimagreuelpropaganda betreiben, lediglich gegen Kernkraft sind oder Fracking, genmanipulierte Saaten usw.).

Muss man also auch gegen den Tierschutz sein, für Kernkraft, Monsanto-Mais, jeden Tag drei Schnitzel essen, um nicht als Nazi dazustehen? (Es ist mir übrigens nichts davon bekannt, dass zwischen 1933 und 1945 irgendwer in Deutschland, außer durch die einsetzende Kriegsnot, gezwungen worden wäre, Vegetarier zu werden. Ich weiß noch nicht einmal von einer großen Propagandakampagne, von wegen Fleisch essen sei “unarisch”, “undeutsch” oder dergleichen. Sollte es das doch gegeben haben, so werde ich dies hier selbstverständlich nachreichend korrigieren.)

Klar, dass auch Umweltschützer inzwischen – noch irrer? – Unterstützer von Monsanto & Co als “Gennazis” bezeichnen, Leute, die die Klimapanikmache ablehnen, Al Gore & Cie als “Klimanazis” beschimpfen. (Monsanto hat mit “national” nicht das Geringste zu tun, ebensowenig, wie die Klimakatastropheten. Im Gegenteil, internationaler geht es kaum noch. Insofern wären sie, wenn schon – obzwar der Anklang etwas merkwürdig – als “Geninternazis” respektive “Klimainternazis” zu bezeichnen.)

Klar (ja: KLAR!), dass auch der Vergleich von “Klimaleugnern” (wie als ob einer das Vorhandensein des Klimas leugne) mit “Holocaustleugnern” schon häufig gezogen wurde und wird. (weiterlesen…)

Von Anglizismen und sprachlichen Registern

Samstag, 19. Januar 2013

Eben machte ich, was ich wohlweislich selten tue.

Ich empfahl meinem großen Filio, mal meinen letzten Artikel zur Finger- und Irisscannerei zu lesen: der könne ihn interessieren.

In Nullkommanix – wohl auch des Bohneneintopfs halber – war er durch.

“Und?”

“Naja, geht schon.”

“Wieso geht schon?”

“Du hast da selber ‘Win-Win-Situation’ und ‘easy going’ und so Zeugs verwendet, wo du das doch sonst so heftig ablehnst.”

“Ja, und zwar absichtlich. Es kommt immer darauf an, wann was wirklich in den Zusammenhang passt.”

“Jaja, ist schon gut.”

Indem er damit in Richtung seines Elektrokastens abrauschte, um sein Sozialentwicklungsspiel weiterzugamen, rief ich ihm noch nach: “Quod licet Jovi, non licet Bovi! Des Jupiters ist nicht des Ochsen!” – Er die Tür zu. (weiterlesen…)

Der WER gehört zu Deutschland?

Mittwoch, 16. Januar 2013

“Der Islam gehört zu Deutschland.”

Zu Saudi-Arabien gehört er offensichtlich; zu Mali soll er aber nicht mehr so richtig gehören, jedenfalls nicht, wie dort.

Traurig-witzig dabei auch, dass wer den Islam ablehnt, entgegengeschmettert bekommt, “den” Islam gebe es ja gar nicht. Was der pöhse Diskriminateur und Rassist usw. da fanatasiere? Wenn die Religion des Friedens allerdings zu Deutschland gehören soll, dann gibt es ihn mit einem “Der”.

Man biegt es sich um, wie man es gerade braucht. Islamisten, die nicht gleich alle Christen und Juden totschlagen wollen (allenfalls den Rest), dies jedenfalls nicht sagen, die nennt man dann “gemäßigte”.

Und so braucht man denn, meint man, an deutschen Schulen auch Islamunterricht, also Unterweisung in der Religion, die einer gründete, der seine Lieblingsfrau mit 9 Jahren genommen haben soll. Also einem… (weiterlesen…)

Augstein ein globaler Oberantisemit?

Mittwoch, 02. Januar 2013

Das Simon Wiesenthal Center rechnet – auf Empfehlung Henryk M. Broders – den Journalisten Jakob Augstein unter die weltweit zehn schlimmsten Antisemiten (als einziger Deutscher auf der Liste!).

Interessant die Facebook-Antwort Augsteins auf diese Art der “Auszeichnung”:

“Das SWC ist eine wichtige, international anerkannte Einrichtung. Fuer die Auseinandersetzung mit dem und den Kampf gegen den Antisemitismus hat das SWC meinen ganzen Respekt. Um so betrueblicher ist es, wenn dieser Kampf geschwaecht wird. Das ist zwangslaeufig der Fall, wenn kritischer Journalismus als rassistisch oder antisemitisch diffamiert wird.”

Der Laden also, von dem er derart – Broder vergleicht ihn mit Julius Streicher – nazifiziert wird, hat seinen “ganzen Respekt”.

Das meint er doch nicht etwa ironisch? Was faselt der da? (weiterlesen…)

Idiotenwort des Jahres

Montag, 31. Dezember 2012

Da es keine “Unwörter” gibt (außer dem Wort “Unwort” vielleicht), versuche ich es jetzt noch, bevor der Rechner für 2012 ausgemacht, mit dem Idiotenwort des Jahres. (weiterlesen…)

Noch zu den Jenseitsgängern (“Beyondlinern”)

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Wir Jenseitsgänger wissen, was wir tun.

Wir sind mal hüben, mal drüben, mal gehen wir auf der Grenze.

Schon auf der Grenze verstehen uns wenige; wenn wir im Jenseits gehen, nur noch fast keiner.

Es mag sein, dass wir mal ein Glas Wein trinken, oder auch zwei: Aber wir brauchen keine Drogen, um im Jenseits gehen zu können.

Es dreht sich um ein bewusstes Sichaußerhalbsetzen.

Man lese den Quijote.

Man lese auch bei mir.

Wir spazieren dort durch die Welten, wo keine Medizynik mehr hinzudiagnostizieren weiß. (weiterlesen…)

Beyondliner!-: Borderliner waren gestern (II)

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Mein Angriff mittels des Begriffs “Beyondliner” – zunächst nur knapp und frech formuliert – hat einen durchaus ernsten Hintergrund.

Ich zitiere zunächst nochmal, was Leser Thomas in erster Antwort dazu sagte:

“Beyondliner sind eine seltene Spezies geworden. Menschen, die über die Zeit, das System, die Weltanschauung, die allgemeine Meinung hinaus, die jenseits von heutigem Gut und Böse sind, die sich außerhalb der Denke der Massen befinden, sind diejenigen, die die Welt voran bringen. In die eine oder in die andere Richtung. Meistens jedoch in die Zukunft.”

Es geht sowohl um das, was Thomas so trefflich formulierte, aber auch darum, Menschen, die etwas “anders” sind, den Lügenkrallen von Psychiatern und WHO und jenen, die dahinterstehen, zu entziehen.

Wer nur mal den Wikipedia-Eintrag zu “Borderliner” überfliegt, wird unschwer feststellen, dass es in der Wissenschaft zu dem Begriff keinerlei dingfeste Kriterien gibt. Unter anderem steht dort am Ende der Einleitung des Artikels entlarvenderweise (es folgen später noch mehr Aussagen, die das deutlich machen):

“Zu Fragen der Einordnung, Ursachen, Abgrenzung und Therapie gibt es bisher keinen Konsens.” (weiterlesen…)

Von Karl Theodor zu Denktanker

Freitag, 09. November 2012

“Er habe die akademische Welt betrogen und deshalb das Gefühl, ihr etwas zurückgeben zu wollen.”

Also berichtet SPON heute von einem Vortrag des K. T. Freiherr zu Guttenberg in Yale, angetreten als Denktanker.

(‘Guttenberg lebt im US-Bundesstaat Connecticut und ist als “angesehener Staatsmann” bei einem Think-Tank, dem Center for Strategic and International Studies (CSIS), engagiert.’)

Wie viele “Bonesmen” (Mitglieder des superelitären Yaleschen Skull & Bones-Geheimbundes – Bush und Kerry sind dabei) anwesend waren, wird nicht berichtet.

Das ist aber auch unerheblich, denn davon wird nie berichtet.

Lustig gleichwohl, dass Kah-Teh jetzt gewissermaßen als Bußprediger auftritt.

Und zwar (immerhin unter Protesten) von einer Studentenvereinigung nicht gerade auf einen Hinterhof der South Bronx zum Crackhandelstermin oder Fressepolieren oder Pumpgunshowdown geladen. (weiterlesen…)

Jesus als Phäno-Mem

Sonntag, 21. Oktober 2012

Im Kommentarstrange zum Beitrag “Jesus kein Jude?” schrieb Leser haschmech heute unter anderem:

“Ob Jesus ein Jude war oder nicht, ist eigentlich schnurz.
Wer aber war oder ist Jesus, der große Weltlehrer, in Wahrheit?”

Jener Jesus, egal nun welcher, ob Hebräer, Arier, sonst einer Volkszugehörigkeit, hat es sozusagen “geschafft”, daran womöglich weitgehend unschuldig, zu einer fast beliebigen Projektion zu werden.

Wer er “in Wahrheit” war, werden wir mit einiger Wahrscheinlichkeit nie herausfinden, und gelänge es doch, so glaubten jene, die in ihrer Weise weiter an ihn glauben wollten, eben doch so an IHN weiter, wie sie das eben wollen.

So gesehen ist Jesus wohl das, was man gemeinhin als einen “hoffnungslosen Fall” bezeichnet. (weiterlesen…)

FAZ-”Faktencheck” zur Beschneidung: Wirrsal

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Die FAZ hat jetzt ein sehr wirrseliges Projekt aufgelegt, ausgerechnet begonnen zum Thema Beschneidung, bei dem alles, methodisch gesehen angelsächsisch inspiriert, was sonst, irgendwie zwischen verschiedenen Schaubildern und Kommentarsträngen durcheinanderschwurbelt. Einen Eingang ins Labyrinth siehe hier.

Das ganze firmiert unter “Faktencheck” und “Leser recherchieren mit” und ist gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung.

Was das Ganze soll, erschließt sich mir bislang nicht. (weiterlesen…)

Von der alleinstehenden nachpostmodernen Übervierziger seelischer Armut

Samstag, 13. Oktober 2012

Gestern Abend saß ich mit einem gebildeten, intelligenten, lebenserfahrenen, durchaus humorvollen und beruflich erfolgreichen Manne zusammen beim Biere, und wir kamen über Umwege auch auf die gravierenden Beziehungsprobleme heutiger, zumal kinderloser, Übervierziger. (Wir waren so diskriminös, dass wir nur die Heteros abhandelten.) (weiterlesen…)

Astrospielchen

Freitag, 24. August 2012

Ich halte schon einige mathematische Grundannahmen für zwar in bestimmten Rähmen nützliche, gleichwohl noch recht beschränkende Behelfe.

In der Magie geht es noch wilder zu.

Man lügt einfach raus, dass es kracht.

Fast alle Profis sind Scharlatane.

Ein Mathematiker, der nicht wenigstens ein normales Integral zügig berechnen kann, ist schnell raus.

Bei den Esos zählt fast nichts.

Ich erinnere an die Wünschbewegung und den Fall Bärbel Mohr.

Alles könne man sich, nur richtig wünschend, herbeiwünschen. (weiterlesen…)

Piraten bekommen Brodersch eine gebinst

Montag, 30. Juli 2012

Endlich – wie lechzte mir nur schon so lange der Sinn darnach – habe ich die Gelegenheit, einen Text von Henryk M. Broder zu loben.

Er berichtet unter dem Titel ‘Monströse Binsenweisheit “piratischer Außenpolitik”‘ auf welt.de von der Potsdamer Konferenz der Piraten zur Außen- und Sicherheitspolitik.

Dass da praktisch nur Windhuberei aus den Rossbreiten von Resthirnen abgesondert würde, war zu erwarten.

Broder schildert aber alles sehr schön: Seine Metapher mit den Binsen bildet mir einen flachen, schlickichten Teich auf, wo alle, hüft- bis brusthoch in der Schlammbracke sumpfwatend, ihre alten Nachen durchs Gebinse schieben müssen, dieweil die Ruder sich sonst in der orange-ockerbraunen Brühe verhedderten. (weiterlesen…)

Hurra, ein neuer Kinderwahnsinn ist entdeckt!

Montag, 09. Juli 2012

Näheres zum wissenschaftlichen Stand bezüglich des neuen Kinderwahnsinns, den man zwar – wie ADHS, von dem er sozusagen abstammt – nicht genau diagnostizieren kann, für den man aber schon diverse Chemokeulen bereithält, lesen Sie bitte auf faz.net.

Das neue Leiden, das in den schönen USA erfunden wurde, wo sonst, trägt einen Namen, der jenen des “Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndroms” meines Erachtens an Originalität und Stupiditas noch übertrifft:

“Disruptive Mood Dysregulation Disorder” (kurz: DMDD)

Ich habe mal versucht, dieses Monster ins Deutsche zu übersetzen:

“Zerreißende Stimmungszerreguliertheitsstörung”

“Zerrissene Stimmungskontrolllosigkeitsstörung”

Wenn von vier Wörtern, die eigentlich zusammen einen Begriff bilden sollen, gleich drei mit “Dis” (respektive “Dys”, was so ziemlich dasselbe ist) anfangen, dann muss schon etwas äußerst disparat, dysfunktional und disarrangiert sein. (weiterlesen…)

Kosmospekulanten

Donnerstag, 05. Juli 2012

Ich bitte vorsorglich um Verzeihung dafür, dass ich mich aus aktuellem Anlasse noch einmal der Teilchenphysikerei widme, da mir gerade die psychische Standfestigkeit dafür fehlt, die Superkriminellen rund um den ESM-Vertrag sowie denselben angemessen zu würdigen.

Also: Was haben wir, als Laien, von den Sensationsmeldungen der letzten Tage, das “Higgs-Boson” und die “Dunkle Materie” betreffend?

Ersteres wurde vor vierzig Jahren postuliert, weil die ganze moderne theoretische Physik ihr Gebäude nicht halten könnte, gäbe es dieses nicht, da sonst nicht zu erklären wäre, weshalb irgendetwas eine Masse hat.

Jeder vernünftige Wissenschaftler kommt angesichts einer derartigen Forderung zumindest irgendwann mal auf die Idee, dass man sich komplett verrannt haben könnte.

Nun, es kommt noch dicker, behaupten aber dieselben Leute, die unbedingt dieses massevermittelnde Teilchen brauchen, um die bekannte Materie modellgemäß erklären zu können, dass diese nur 5 % derer insgesamt umfasse, während der Rest, jawohl, aus einer ebenfalls nie nachgewiesenen “Dunklen Materie” bestehen müsse.

Letztere wurde, ich wiederhole es absichtlich, ebenfalls nie nachgewiesen, aber wiederum hinzupostuliert, damit die bisherigen Annahmen (die gemessene Rotationsgeschwindigkeit von Galaxien usw. ins Bild einpassen zu können) irgendwie zu rechtfertigen seien.

Und, hier “wirkten” wohl nicht die Heiligen Higgs-Bosonen, sondern mit höchster Wahrscheinlichkeit noch ganz andere Teilchen.

Das muss man sich mal in Ruhe reintun: Von 5 % wissen sie (laut ihrer Theorie) nichts Bestimmtes, 95 % vermuten sie sich dann noch dazu, weil es sonst, selbst wenn das zu den 5 % entscheidend Dazuvermutete endlich nachgewiesen wäre, immer noch nicht passte.

Da muss man schon nachdenken, um noch einen Vergleich für derlei zu finden.

Ich probiere es – nach einem kleinen, Verschnaufeinschube – mal. (weiterlesen…)

Heil dem Löffelhaken!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Für einen jungen Menschen ist die Unstetheit selbstverständlich, Reiz, meist denkt er sich nicht einmal was dabei, wenn er seine Gewohnheiten ändert.

Ab einem gewissen Alter beginnt sich das, schleichend zunächst, bei vielen verhängnisvoll umzukehren. (Ich rede jetzt nur von etwas geistigeren Menschen, der restlichen Trott zum Ende hin interessiert hier nicht.)

“Das habe ich noch nie ausprobiert: Weshalb sollte ich es jetzt noch tun?”

“So schmecken mir meine Nudeln seit Jahren: Weshalb sollte ich sie anders bereiten?”

“Die Uhr, die ich habe, ist die beste. Denn ich habe sie.” (Der zweite, entlarvende Teil wird praktisch nie ausgesprochen, steckt aber hinter der ersten, selbstgefälligen Einschätzung.)

Alles soll irgendwie fest werden, während die Welt drumherum ihre weitere Entwicklung durchmacht.

“Klar”, sagt man dazu, “werde ich mir einen neuen Rechner besorgen, da der alte nichts mehr taugt.”

Und ich habe auch eine neue synthetische Affenradlerhose, wie sie heute modern ist. Denn das macht man jetzt so.

Aber wenn mir einer meinen Heiligen Sankt Suppenlöffel an einen anderen Haken hangt, alswo er seit Jahren hängt, finde ich das reichlich unpässlich und quittiere es auch ganz offen, außer es wäre eine Dame gewesen, vielleicht, oder ein hochmögender Gast, nicht nur mit einem Stirnrunzeln, sondern auch einer deutlichen Kurzpredigt.

Meine Souveränität, meine altersbedingte Lebensweisheit, besteht darin, dass bei mir, und sei es, dass ich darüber verhungerte, meine bewährte Ordnung waltet.

Revolutionswirren mögen entstehen, alles mag durcheinandergeraten, aber mein Suppenlöffel hangt an seinem Platze. (weiterlesen…)

Von den Lacherzwingern

Donnerstag, 14. Juni 2012

Wenn ich etwas hasse, so ist das, wenn ich etwas lustig finden soll.

Das ist vielleicht die schlimmste aller menschlich generierten Zuzermutungen.

Man soll lachen, wenigstens grinsen, damit ein anderer (Idiot) nicht beleidigt ist. (weiterlesen…)

Hallo Kulturplattfische: Maut blechen oder absaufen!

Mittwoch, 30. Mai 2012

Ich werde den Kulturplatten, jenen, die meinen, eine “Kulturflat” einführen zu können, nicht erklären, weshalb das nicht einmal durch den seichsten und seichtesten Hintergartenteich taugt.

Ich habe schon genug dazu erklärt. Vielleicht gar zuviel. Gut, ist passiert. Der surftechnische Rest aber bleibt jetzt geheim, in meinem Kopfe, bevor mir nicht 100 000 Euro Vorkasse dafür gelegt werden. (weiterlesen…)

Krimis für Klein Erna und Hein Blöd

Samstag, 19. Mai 2012

Ab und an schaue ich mir zur Entspannung mal einen Krimi an.

Inzwischen – heute Nacht wurde es mir vollends klar – verliere ich die Lust daran.

Die neueren Krimis bauen fast sämtlich auf Perversen, empathisch gesteuerter Emotio, idiotischem Vorgehen der Ermittler auf, derart, dass selbst bei besten Schauspielern und Einzeldialogen die Spannung bald perdu. (Der Chefermittler unterhält sich gleich hinterm Haus des Erzbösewichts mit der verdeckten Ermittlerin, und wenn das nicht reicht, um sie storyführend in Lebensgefahr zu bringen, setzt er sich selber, allbekannt, in den Wagen wartend vors Anwesen, nachdem sie im Garten mit einem fuchtelnd palaverte, der bereits ins Visier des Beobachteten geraten, schon von seinen Gorillas zusammengeschlagen wurde, und dergleichen mehr.)

Die Polizisten – ansonsten alterfahrene Cracks, hehe – sind so fahrlässig und doof, dass sie den Verbrecher am Schluss bloß fangen bzw. zu überführen vermögen, weil der sie, zunächst unerschütterlich listig und verschlagen, in seiner maßlosen Arroganz für noch dümmer hält, als sie das zu sein durchhalten.

So macht das Ganze – außer es ist Slapstick – keinen Spaß mehr.

Die Drehbuchautoren scheinen nur noch für Idioten zu schreiben. (weiterlesen…)

Obama: “Unser erster schwul-weiblich-hispanisch-asiatisch-jüdischer Präsident”

Mittwoch, 16. Mai 2012

“Barack Obama: Our First Gay-Female-Hispanic-Asian-Jewish President”: Diese Überschrift findet man hier, nachdem Newsweek titelte: “THE FIRST GAY PRESIDENT”. (Abgelichtet mit Heiligenschein.)

Außerdem ist er ja auch noch, als weiblicher Schwuler, schwarz und halbweiß und hat früher mächtig gekifft und gekokst und Christ und Moslem ist er neben Jude sowieso.

Zudem außer Weib ein Mann, BasketballspielerIn und einer von Amerikas 300 Millionen AnwältInnen.

Viele meinen, er sei nebenher überdies ein Terrorist, damit sich ja keiner ausgegrenzt fühle.

Man kann sich eigentlich nur noch fragen, was er nicht ist. (weiterlesen…)

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