Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’

Königin der Wissenschaften

Samstag, 19. März 2011

Die Mathematik sei die Königin der Wissenschaften, meinen viele.

Ich widerspreche.

Es ist die Sprachwissenschaft, denn sie allein umfasst alle Wissenschaften.

Durchhalten, Kopf hoch!

Samstag, 19. März 2011

Einer meiner besten Leser meinte eben am Telefon, die Kriegstreiber seien zur Zeit derart auf dem “Selbstzerstörungstrip”, dass es nicht mehr lange dauern könne, bis sie sich erledigt hätten. (weiterlesen…)

Die sprachlichen Volten der Kriegstreiber

Samstag, 19. März 2011

Es ist bemerkenswert, wie das Wort “Krieg” im Zusammenhang mit Libyen wieder einmal vermieden wird, als wäre das Wort schlimmer als die Sache selbst.

“Militärisches Eingreifen”, “Einsatz” usw. lauten die Vokabeln; das früher übliche, zutreffende, einsilbige Lexem scheint wie tabu.

Dass Krieg Frieden ist, wissen wir ja schon lange.

Inzwischen sind wir weiter. (weiterlesen…)

Wer baut den besten spirituellen Schafsstall?

Donnerstag, 17. März 2011

Vielleicht habe ich einen gedanklichen Fehler gemacht.

Wenn ich mir anschaue, wie notgeil selbst viele sehr Gebildete – oft gerade solche – bereit sind, an alles und jedes nur Vorstellbare zu glauben, hinter jedem Busche einen bösen Geist, ein Astralwesen oder auch nur einen Obskuraten oder Außerirdischen lauern sehen, komme ich fast schon zu der verzweifelten Idee, man solle diese Leute, da absolut vernunftsresistent, lieber wieder in irgendeine halbwegs geordnete Kirche mit regulären Pfaffen schicken.

Das mir.

(Ich möchte wetten, Nietzsche gackert sich in Walhalla jetzt einen Ast…).

Wäre tatsächlich irgendeine gemäßigte Kirche denkbar, die es fertigbringt, ohne Schuld auszukommen, ohne schlechtes Gewissen, ohne Feindseligkeit gegen die ihr nicht Angehörigen?

Ein Laden z. B. , der den Leuten, wenn sie irgendwie brav sind und ein bisschen Vernünftigkeit spielen lernen, verspricht, dass dann graduell ein Goldenes Zeitalter herbeigebetet werden könne? (weiterlesen…)

Programmiertes Rechtschreibseppeln

Dienstag, 15. März 2011

Anschließend an “SPON: Kein Geld für korrektes Deutsch” noch ein paar Betrachtungen zu Fehlern in (Online-)Texten.

Anders wohl als andere freue ich mich immer, wenn ich in einem ansonsten richtigen Text Fehler wie z. B. “veramtwortungslos” oder “bodennlos” finde.

Zum einen weiß ich dann, dass der Autor sich nur vertippt hat und den Tippfehler übersehen, zum anderen, dass er kein Rechtschreibprogramm benutzt, denn solche wären ihm angezeigt worden.

Des weiteren weiß ich, dass er ansonsten orthographisch sicher ist und lediglich nicht das Geld (oder die Einsicht) hat, sich einen professionellen Schlusskorrektor zu leisten. (weiterlesen…)

“Duktus”

Montag, 14. März 2011

Was der Sprachwissenschaftler Duktus nennt, ist schlicht die wörtlich verwirklichte gedankliche Kraft.

9/11: Die Weltkriegstreiber sind angezählt (II)

Donnerstag, 03. März 2011

In einem Gespräch über den ersten Teil obigen Titels hörte ich – nicht zum ersten Mal – das Argument, was ich da mache sei doch völlig sinnlos, zöge nur Energie von wichtigeren Dingen ab.

Es sei nachgerade unerheblich, wie viele und ob noch immer mehr Menschen von der Großen Lüge erführen: dadurch ändere sich auch nichts, das könne den Obscurati herzlich egal sein. (weiterlesen…)

Weltkriegstreiber II

Montag, 28. Februar 2011

Noch einmal der Link zu den Weltkriegstreibern der Springer-Presse:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article12650929/Wir-haben-die-Pflicht-in-Libyen-einzugreifen.html

Sollte ein Staatsanwalt dies lesen, so sei hiermit ausdrücklich gesagt, dass er eine öffentliche Strafanzeige eines Offizialdeliktes gewahrt.

Ich habe mir zwar keinen Dr. jur. erschwindelt, wie unser Verteidigungsminister, weiß aber sehr wohl, dass die Aufforderung zu einer Straftat selbst eine Straftat darstellt. (weiterlesen…)

“Gutti” und “Goldi”

Freitag, 25. Februar 2011

“Gutti” und “Goldi”: Den Kose- bzw. Spott- oder Verharmlosungsnamen des ersten Verführers bzw. Gnadenlösers werden Sie aus aktuellem Anlass unschwer zuordnen können; letzterer erschließt sich (ohne, dass ich hier den zweiten Namensteil des “Goldi” einstellen möchte) zusätzlich, wenn Sie rechts bei den Favoriten des Autors oder gleich hier auf “Göllers gefühlte Erderwärmung” klicken.

Was haben nun der skrupellose Fuhr- und Bauunternehmer mit dem dreisten Dieb im Bundeskabinett, vielmehr, was haben ihre Kurznamen, deren Entstehung und Verwendung, gemeinsam?

Beginnen wir mal mit meinen Erfahrungen mit “Goldi”.

Dieser reiche Mann, der seine Leute nach dem Motto “legal, illegal, scheißegal” reintrieb bis zum Letzten, dann aber wieder ziemlich kumpelhaft mit ihnen umging, bis hin zur Anbiederei, volksnah sozusagen, wurde zu meinem Erstaunen von diesen regelhaft (nicht immer) untereinander als “Goldi” bezeichnet, während er doch in Wirklichkeit ein Durchstecher und Ausbeuter sondergleichen war.

Darüber beim Pickeln im Matsch und Waschmaschinenschleppen bis nachts – genug Zeit war ja gegeben – nachdenkend, kam ich zu dem Schluss, dass da etwas nicht stimmte, ertappte mich mit dem Gefühl von zerbissenen Kastanien selbst, indem ich ihn einmal so nannte, mich ziemlich bescheuert dabei findend: wonach ich mir verbot, ihn weiters so zu heißen.

Meine Analyse war folgende: (weiterlesen…)

Hunz und Kids

Dienstag, 22. Februar 2011

Eben rief mich ein mir sehr nahestehender Mensch an, erbot, meinen “Kiddies” noch etwas vorbeizubringen.

Nun mag ich es schon nicht so sehr, wenn man meine Kinder “Kids” nennt, und “Kiddies” ist sicherlich als Koseform gemeint, aber ich weiß trotzdem nicht, was man sich dabei denkt.

Wahrscheinlich mal wieder nichts, was die Sache aber, wie üblich, nicht unbedingt von selbst besser bzw. lässlicher macht. (weiterlesen…)

Implikation

Sonntag, 13. Februar 2011

Lieber Nachwuchs: Er bedenke die Kraft der Implikation.

Vom Neuen Lügen

Donnerstag, 27. Januar 2011

Das offene Lügen scheint nicht nur mehr Spaß zu machen, es deucht unseren Oberverblödern inzwischen auch volkserzieherisch wertvoller: eine also auffällige wie bezeichnende Entwicklung.

Vom positiv traumatisierten Menschen IV

Montag, 24. Januar 2011

Zunächst will ich hier wiederholen, was ich im Kommentarstrang des ersten Teils bereits sagte: Durch die umfässlichen und manches für diesen Teil ursprünglich Geplanten vorwegnehmenden Beiträge der Leser Sil und Tosco sowie meine Entgegnungen dort gestaltet sich dieser Vierte Teil etwas anders als zunächst angedacht.

Ich habe mich in diesem Zusammenhang nunmehr dafür entschieden, das Thema doch nicht mittels zahlreicher Zitate von dort und Querverweise dorthin weiterzubetreuen, wie ich es spontan als notwendig erachtete, sondern setze hiermit Teil I und den anschließenden Faden sowie die Teile II bis III / III(b) als bekannt voraus.

Zur Rolle des Sancho Pansa als eines besonderen Typus des positiv traumatisierten Menschen, wozu ich Teil III(b) versprach, mich im Zusammenhange näher zu äußern.

Als ich um 1988 an einem Hauptseminar zur Interpretationsgeschichte des Don Quijote teilnahm, war ich zutiefst beeindruckt, geradezu überwältigt davon, wie sehr sich die Rezeption und Interpretation des Werkes je epochal hintergrundsbedingt verschoben hatte: jedes Jahrhundert hatte es völlig unterschiedlich aufgefasst.

Und schien mir dieser sehr merkwürdige Prozess keineswegs abgeschlossen. (weiterlesen…)

Offenkünder

Dienstag, 14. Dezember 2010

Was ist auf Deutsch ein “whistleblower”?

(Gemeint ist damit im Englischen ein Geheimnisträger, der die Öffentlichkeit über Dinge informiert, die sie wissen sollte.)

Wörtlich übersetzt wäre derjenige ein Pfeifenbläser, was aber kaum taugt.

Ich nenne den “whistleblower” hiermit einen Offenkünder.

Compuer

Sonntag, 05. Dezember 2010

Gerade lieferte ich in einem Netzforum wohl das ab, was man als einen Freud’schen Verschreiber bezeichnen könnte.

“Compuer”: Das ist der kleine Bub, oder auch Sklave, der jeden Blödsinn mitmacht, wenn er nicht gerade abgelenkt ist oder heftig spinnt.

Einmalstich II

Samstag, 04. Dezember 2010

Den derberen Zeitgenossen biete ich als pejorativer konnotierte Alternativen für den “Einmalstich” noch die Varianten “Einwegstich” und “Wegwerfstich” an.

Einmalstich

Samstag, 04. Dezember 2010

Gerade war ich in einer Netzdiskussion, und eine Teilnehmerin bezeichnete die Wikileaks-Assange-Sexaffäre in Schweden als “petite affaire amoureuse”, woraufhin sich ein anderer beklagte, dass er nicht recht Französisch könne.

Mir fiel dann ein, ihm zu sagen, heute heiße es weniger elegamment “One Night Stand”.

Zu Deutsch: Einmalstich.

Göllers gefühlte Erderwärmung

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Gestern Abend, zum metereologischen Winteranfang, erinnerte ich mich bei einem Gläschen Weißen (es war kein Eiswein) an einen der konsequenteren meiner Arbeitgeber.

Ich, Mitte Februar bei anhaltendem Schneeregen seit Stunden pittschnass vor dem Bagger unten im Kanal im Matsch sumpfend pickelnd, nachmittags circa um vier, noch kein Schichtende in Sicht, ward von IHM, indem er gemütlich eine Zigarette anzündend, aus seinem Daimler ausgestiegen, sich vor mich hinpflanzte, mir ein paar Minuten genüsslich zuguckte, schließlich also einfach angesprochen, ER seinen stattlichen Ranzen vorstülpend: “Na, Göller, wie geht’s?” (weiterlesen…)

Keinmanninseln

Dienstag, 30. November 2010

Die Kaimaninseln schreiben sich hochdeutsch Keinmanninseln. Der Schwabe weiß das.

Massenmord in Korea

Sonntag, 28. November 2010

Im Zusammenhang mit der jüngsten Korea-Krise könnte das von Interesse sein.

Ich wusste bisher noch nicht, dass US-Bombardements Nordkorea in den fünfziger Jahren einem Fünftel oder mehr der gesamten Zivilbevölkerung das Leben gekostet haben könnten.

Eine echt amerikanische Heldentat, fürwahr.

Englisch III

Samstag, 27. November 2010

Englisch kann jeder und keiner. Aber nicht im Nietzscheanischen Sinne.

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