Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’

“Herumkulturt?”

Freitag, 23. Dezember 2011

Vorhin schrieb ich einem hochgeschätzten Kollegen einen E-Brief und meinte darin, in einem hier nicht zu entdeckenden Zusammenhange, dass ich auf dieser Seite ja auch “herumkulture und -kalauere”.

Diese Art der selbstherabsetzenden Flapsigkeit bereue ich jetzt doch ein bisschen: Ersteres klingt an “herumhure” an (ich wusste das schon, als ich’s eintippte), wohl auch “herumtreibe”, letzteres an “herumlauere” oder gar “-lungere”.

So ist das, wenn man schräge Witze macht: Schneller als man denkt, haben sie einen umzingelt. (weiterlesen…)

Hyperräuber? Teradiebe? Yottabetrüger? (II)

Dienstag, 20. Dezember 2011

Wir sind inzwischen sprachwissenschaftlich dahingehend erheblich weitergekommen, wie die Billionenschuldenverkäufer richtig zu benamen seien.

Neben den in der Überschrift zu gewahrenden ersten lexematischen Gehversuchen verfügen wir inzwischen unter anderem – Leser Cornel sei Dank! – auch über die sinnige Wortbildung “Lochverkäufer”. (Als Händler des nicht Vorhandenen.)

Mir fiel dann, entlang dieser Inspiration, auch noch “Nichtsvergeldler”, “Lochhändler”, “Locher”, “Lochmetz”, “Lochlud”, gerade noch “Lochmeier”, ein. (Nähere Erörterung der Begriffe siehe mein Kommentar zu Cornels im ersten Teil.)

“Zerbänker” gefällt mir auch nicht schlecht.

Oder “Abbänker” (wobei man im Steinmetzwesen unter “abbänken” das schlichte Herunterheben eines Steines von den Böcken versteht)?

“Ausbänker”?

“Zinszoppler”?

“Schuldatzer”? (weiterlesen…)

Die “motherfucker” knallen sich reihweis ab

Sonntag, 18. Dezember 2011

Gerade habe ich mir zur philosophischen Entspannung mal ein paar amerikanische Gangsterfilme im Original angeschaut.

Mit allen Sorten Gesocks, Drogenhändlern und Mordbuben an jeder Staßenecke. (weiterlesen…)

Hyperräuber? Teradiebe? Yottabetrüger?

Freitag, 16. Dezember 2011

Es gab Zeiten, da war “Gesindel!” noch ein ernstzunehmendes Schimpfwort.

Man bezeichnete damit verlogene Bettler, schmierige Luden, abgewrackte Bordsteinschwalben, kleine Taschendiebe, abgerissene Spieler, windige Lugenbeutel, schlunzige Heiratsvermittler, Schweinehirten, die rochen wie ihre Eber, Nachtwächter, die nichts taugten, käufliche Büttel, unfähige Kesselflicker, einfallslose Gaukler, wirre Schatzsucher und Fasler, scheeläugichte Haderlumpensammler, Hauslehrer, die Madame mehr beibrachten als der Tochter des Hauses, oder beiden gleichviel, schlurige Schreiber, Metzger, die nichts davon wissen wollten, dass Fleisch in die Wurst gehört, Bäcker mit zu kleinen Brötchen, Steinmetze, die jeden noch so stichichten Brocken versetzten, um überdies die Fugen nicht richtig zuzuschmieren, handaufhaltende Gerichtsdiener, heruntergekommene Schluckspechte, übelst tratschende Waschweiber, bigotte Pfaffen mit Hausmädchen, Quacksalber, Winkeladvokaten, Hinterhofbuchmacher, Kammerjäger, die ihre Ratten selbst mitbrachten, Regenmacher, Wanderprediger, schlechte Schuhwichser, Rosstäuscher, Scholastiker, minde Höflinge, billige Kokotten, eitle Gecken, fette Prahlhänse, heuchlerische Tugendbolde, Raufhändler, Weibsverprügler, Faulfruchtunterschieber, Kohlennässer, säumige Seifensieder, betrügerische Wirte, zahnbrechende Bader, Blinde, die sahen, und Lahme, die gehen konnten, Wein- und Bierpanscher, feige Soldaten, Mucker und Schleimer, Katzbuckler und Seimer, Grüßauguste und Trinen…: kurzum, jeder wusste, was und wer gemeint war! (weiterlesen…)

Der Bann

Freitag, 16. Dezember 2011

Es ist ein Bann.

Unter dem wir stehen.

Wir sollen nicht mehr sprechen.

Also gebeut es der Bann. (weiterlesen…)

Wie heißt das rechte Synonym für “Finanzexperte”?

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Inzwischen frage ich mich, wie sich das Wort “Finanzexperte” eigentlich definiert.

Ist das ein Synonym für Strauchdieb?

Oder, weil das weniger illegal klingt, für Gaukler?

Hochstapler?

Oder für gemeingefährlicher Aufschneider?

Dummschwätzer?

Beutelschneider?

Bufo? (weiterlesen…)

Vorsicht Mantrafalle!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

“Es geht den Leuten noch nicht schlecht genug!”

Obigen Spruch höre ich immer wieder, aus verschiedenen Mündern, durchaus nicht von dummen Leuten, wenn es darum geht, weshalb sich kaum einer gegen die Verpfändung des Volksvermögens, die Aufgabe von Souveränität und demokratischer Einflussnahme an Kommissare und Räte usw. wehrt, aufsteht und seinen Unmut wenigstens auf die Straße trägt.

Er kommt wie ein Mantra.

Wie selbstverständlich und alleserklärend.

So etwas macht mich prinzipiell misstrauisch. (weiterlesen…)

Meine Tiere

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Oh um wieviel geht es mir jetzt schon besser, da ich mich endlich wieder von der Leine ließ!

Endlich wieder von Quarks und Bosonen, Mechatronen, Metaphotonen, Tachyonen, Memen und Nonen salbadern, ohne mich noch die Welt zu schonen!

Einem Kettenhunde gleich barkte ich vor der Türe der Vernunft.

Asselartig schlich und huschte ich durch die Keller der dingfesten Lügen.

Nein, kein kanines Hunzhofsäugetier bin ich mehr, kein Gliedertier mehr, der Guten und Gerechten Abfall zu devorieren und regurgitieren.

Jetzt fliegen zwei Raben um mich. (weiterlesen…)

Göller entflieht der Routine und esotert wieder

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Es ist erstaunlich, wie viele vernünftige Leute man im Laufe der Zeit trifft, die Sachen für selbstverständlich ansehen, die ansonsten für Hokuspokus ausgegeben.

Ich werde mich wohl mal wieder öfter mit Hexen und Zauberern treffen und unterhalten.

Schlechter lügen als Politiker und Ökonomen können nicht mal die dümmsten von denen. (weiterlesen…)

Im Gender-Neusprech selbstvergeiselt

Freitag, 09. Dezember 2011

Der Gender-Neusprech ist nicht nur idiotisch: Er hat das Volk auch nicht erreicht.

Kein normaler Mensch sagt in einem normalen Gespräch “die Bäckerinnen und Bäcker haben ein Problem mit den Mehlpreisen”.

Und er sagt auch nicht “die BäckerInnen haben ein Problem mit den Mehlpreisen”.

Jeder hielte ihn für gaga. (weiterlesen…)

Männerdiskriminierung in deutscher Hymne endlich getilgt

Freitag, 09. Dezember 2011

Die Ösis haben es uns jetzt vorgemacht und die zweite Strophe ihrer Hymne geschlechtsneutralisisert.

Was machen wir jetzt, um denen gegenüber nicht allzusehr in ein bleich-nordisches Hintertreffen zu geraten? (weiterlesen…)

“Fanculo!” “Volldepp!” “Arschloch!”

Montag, 05. Dezember 2011

Wie oben zitiert vernahm ich’s vor ein paar Tagen unterm abgebautwerdenden Baugerüst an meinem örtlichen Feinkost-Lidl, zunächst vom Abnehmer unten auf dem LKW nach oben, sodann vom Zureicher und einem noch weiter oben tätigen Kollegen nach unten. (weiterlesen…)

Nieder mit dem Dooftum!

Sonntag, 04. Dezember 2011

Ich plädiere in aller Entschiedenheit dafür, dass in Deutschland endlich eine zentrale Gedenkstätte gegen alle verblichenen und noch lebenden Doofen errichtet wird.

Diese Erkenntnis kam mir, als sich der erste Schock darüber, dass ich in der Obersuchmaschine unter “dumme Texte” nur auf Platz drei stand, legte.

Das Denkmal gegen die Doofen gehört direkt neben jenes des Arminius.

Um ein klares Zeichen zu setzen.

Der ist nämlich unser uraltbekänntester Oberdööfster gewesen. (weiterlesen…)

Dumme Texte diskriminiert

Sonntag, 04. Dezember 2011

Gerade stellte ich entgeistert fest, dass ich bei der weltersten Suchmaschine unter dem Eintrag “dumme Texte” nur auf Platz drei stehe.

Das ist für mich eine absolut unerträgliche Herabsetzung und Beleidigung. (weiterlesen…)

Soziale Piraten

Sonntag, 04. Dezember 2011

Eben las ich im Netz, dass es in der Piratenpartei eine Arbeitsgruppe mit dem Namen “Sozialpiraten” gebe.

Früher gab es bei der englischen Flotte, die ja auch zu erheblichen Teilen eine, wenn auch staatliche, Piratenveranstaltung war, “Prisen”.

Das waren jedoch nicht Prisen Schnupftabak, sondern der Anteil an der Beute aus einem aufgebrachten Schiff, der dann nicht an die Krone, sondern nach einem festgelegten Schlüssel an Kapitän und Mannschaft ging.

Man war unter Piraten also schon vor dreihundert Jahren sozial. (weiterlesen…)

Alles, was recht ist

Samstag, 26. November 2011

Berthold Kohler erfasst die Sache.

Dieser Artikel sei jedem empfohlen, der wissen will, was die Redewendung “alles, was recht ist” anspricht.

Brüssel gibt sich bürgernah

Samstag, 26. November 2011

Gerade rief die für den mittleren Neckarraum zuständige Unterabteilungsleiterin der Brüsseler Sonderreferatsleiterin kontra Apostatische Linguistik des EU-Hochkommissars für Abbe Räder bei mir an.

Sie meinte höflich, aber bestimmt, dass herkömmliches Deutsch – also laute der Beschluss – nur noch maximal ein Jahr in der Öffentlichkeit gesprochen werden dürfe.

In schriftlicher Form gelte noch eine sechsmonatige Karenz. (weiterlesen…)

Eurinen, Trinen, Tanten und Gouvernanten

Samstag, 26. November 2011

Indem derzeit der Endsieg über unsere Demokratie in Vorbereitung, bleiben dazu doch noch ein paar Fragen zu klären.

Gut, das mit den Kommissaren bzw. Kommissarinnen ist klar sovietunionös gelöst.

Aber wie heißen die weiblichen Mitglieder des Gouverneursrates dann politisch korrekt?

Wie nennen wir diese Tanten?

Etwa Gouvernanten? (weiterlesen…)

Poetische Prosa

Samstag, 26. November 2011

Ganz wenige finden je den Weg zur poetischen Prosa.

Sie ist die höchste Form.

Die gibt es nicht umsonst.

Zerdenken wir uns zu Dödeln?

Donnerstag, 24. November 2011

Die Fragestellung “Sind Gedanken unser Feind”, die am 2.12. im Stuttgarter Treffpunkt Philosophie unter meiner Moderation erörtert werden wird (siehe rotes Banner oben rechts), wurde zunächst von einer Frage-Antwort-Schrift mit einem sehr ungewöhnlichen indischen “Weisen” inspiriert.

Sie finden diese unter “Thought is your Enemy” im Netz.

Ich will das Thema indes nicht nur unter philosophischen Gesichtspunkten und anhand dieses “VERSTANDESZERSCHMETTERNDEN” Werkes, das ich kurz vorstellen werde, (mir hat es nichts ausgemacht, es zu lesen, viele andere, zumal Religiöse, sollen nach der Lektüre mehr oder weniger durchgedreht sein…) erörtern, sondern vor allem auf der individual- wie massenpsychologischen Ebene.

“Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß”: Also lautet ein geläufiges deutsches Sprichwort.

Sprich, der Blöde, selbst der vorsätzlich Ignorante, hat weniger Probleme: er macht sich nicht verrückt.

(Egal ob man ihn gerade per Euro-Rettung enteignet oder sonstwas. Und wer z.B., schon wieder aktuell, über die Causa Guttenberg nachdenkt, bekommt auch leicht einen Brecheiz…) (weiterlesen…)

Und er lügt weiter

Donnerstag, 24. November 2011

Jetzt lügt er wieder, fast noch dreister, als zuvor.

Jetzt sollen es lauter chaotische Zettel gewesen sein.

Es war aber lediglich ein aus Reichengeiz heraus zu schlecht bezahlter Zusammenschrapsler.

Da bin ich mir praktisch sicher.

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