Eben habe ich sie wieder gehört, diese seltsame Radio-Intonation, die zumal bei vorbereitet eingespielten Berichten und Reportagen immer häufiger vorzukommen scheint und mich mitunter gewaltig nervt. (weiterlesen…)
Archiv für die Kategorie ‘Sprachwissenschaft’
Radiospreeech
Montag, 26. März 2012Von den verlogenen Säuslern
Sonntag, 25. März 2012Ich will jetzt mal etwas sehr Wichtiges ansprechen. Ich rede so leise und sanft und unaufhörlich, dass mich kein anständiger Mensch damitten unterbrechen darf. Man darf nur Redner unterbrechen, die laut und deutlich reden und auch mal eine Pause machen. Ich bin aber nicht laut und deutlich und Pausen mache ich auch nicht. Denn ich habe allerhand moralische Forderungen, was den anständigen Umgang unter Menschen anlangt. (weiterlesen…)
Indirect False Flag / Indirekte Falsche Flagge
Samstag, 24. März 2012Ich meine, das im vorhergehenden Beitrag aufgebildete Rätsel wurde von Leser Dude auf denkbar einfache Weise gelöst. (weiterlesen…)
False Flag Reloaded
Freitag, 23. März 2012Schauen wir uns den Ausdruck “False Flag” / “Falsche Flagge”, der in den letzen Jahren stark in Mode gekommen ist, mal genauer an:
Wikipedia Englisch:
“False flag (aka Black Flag) operations are covert operations designed to deceive in such a way that the operations appear as though they are being carried out by other entities.”
Auf Deutsch (nicht ganz deckungsgleich):
“Er (der Ausdruck “Falsche Flagge”, Anm. von mir) bezeichnet eine Unternehmung, die zur Verschleierung der Identität und der Absichten des tatsächlichen Urhebers vorgeblich von einer dritten Partei durchgeführt wird.”
Gut, wozu Operationen unter falscher Flagge dienen, was klassische solche sind, versteht jeder.
Was aber ist mit einer Variante, die inzwischen von vielen ebenfalls darunter subsumiert wird: nämlich, dass, beispielsweise, ein Geheimdienst ein politisches Attentat, Terroranschläge usw. nicht selbst ausführt und die Sache einem Gegner in die Schuhe schiebt, sondern noch viel risikoloser, hintertriebener, geschickter vorgeht. (weiterlesen…)
Yale-Ökonom Chen: Sprache bedingt Denken und Handeln
Freitag, 16. März 2012Nun, wenn ein chinesischstämmiger US-amerikanischer Forscher aus Yale, der Heimstatt des Gutmenschengeheimbundes Skull & Bones, das sagt, was ich mich so leicht nicht getraut hätte, die altehrwürdige FAZ es bringt (Titel: “Warum die Griechen mit Deutsch als Landessprache weniger Schulden hätten”), darf ich es jetzt wohl auch aufgreifen.
Keith Chen meint nämlich herausgefunden zu haben, dass die jeweilige Sprache, Sprache überhaupt, einen großen Einfluss auf das Denken habe. (Wer hätte das gedacht.) Was an sich ja irgendwo zwischen egal und faschistoidem Diskriminogefasel anzusiedeln wäre, beträfe es nur Nutzloses, also Kulturelles. Er aber ist von Haus aus Ökonom und sieht eine Korrelation zwischen Sprache und rationalem wirtschaftlichem Handeln und damit langfristigem Erfolg. (weiterlesen…)
Google wird semantisch
Freitag, 16. März 2012Eben vernahm ich – das Thema wird hier wohl noch vertieft werden, je nachdem, was aufkommt bzw. sich noch eruieren lässt – , dass Google jetzt sukzessive eine “semantische Suche” in seine Maschine einbauen will.
Noch weiß ich nicht, ob ich darüber bald zum Milliardär werden werde, oder obsolet. (weiterlesen…)
Endfitz und Silbenmüll statt Helden
Sonntag, 11. März 2012Vor ein paar Tagen geriet ich in ein Kneipengespräch, in dem mein Thekenkollege und ich über Umwege auf den Begriff des “Helden” kamen.
Mein Gesprächspartner meinte, er könne mit diesem Begriff überhaupt nichts anfangen bzw. der sei völlig verlogen und aufgesetzt, außerdem rieche er immer irgendwie nach Faschismus, wenigstens faschistoidem Denken.
Etwas überrascht fragte ich, wieso? – dass doch ein Held traditionell gerade derjenige sei, der sich leicht davonmachen könnte, aus der Verantwortung stehlen, keine Not leide, sich dann aber in außergewöhnlichem Maße, bis hin zur Selbstaufopferung für andere, die sich alleine nicht zu helfen wüssten, einsetze.
Indes, er gab nicht nach. “Held” habe eben stets dieses Geschmäckle, für ihn sei das Wort alleweil belastet. Er wollte das dann auch nicht mehr genauer begründen.
Ich krutz mich dann hinterher aber doch noch weiterhin am Kopfe. Denn es handelte sich nicht um einen ungebildeten, verkniffenen, zukurzgekommenen, verwahrlosten Jungspund, der da so redete, sondern um einen mir durchaus als gestanden wie gesetzt und humorvoll bekannten Mann. (weiterlesen…)
Denkt! Schafft! Redet!
Freitag, 09. März 2012Ich danke hiermit mal auch meinen Deutschlehrern der neunten und zehnten Klasse, dass sie mir, zwar nicht soherum beabsichtigt, sondern genau anders, eine gewaltige Wut gegen jedes hohle Geseich und Geschwätz anerzogen, die, wie jeder hier öfter Lesende weiß, auch heute noch gelegentlich aus mir bricht.
Wider Willen und Absicht haben mir diese beiden mit am besten geholfen. Mich, sich selbst als avantgardistisch wähnend, mit zu dem Revoluzzer gemacht, der ich heute erst recht bin. Denn sie waren schon politisch korrekt, als es diese Chiffre noch gar nicht gab und ich noch linksrum dachte. Aber nicht linksrum genug für meine Deutschlehrer! Danke!
Die Emanzen – gab es damals schon – die dann im selbstverwalteten Jugendhaus ein Bierverbot erließen, gaben mir den vorläufigen Rest. Da hatte Nietzsche hernach, wenn auch ein paar Jahre und ein paar Professoren später, ein leichtes Spiel mit mir. Auf den konnte ich nur gewartet haben.
Der, außer Cervantes und einer Amerikanerin, die mir eindringlich nahebrachte, ich sei sprachbegabt – das hatte ich praktisch verdrängt und vergessen, ihr gebührt mein ewiger Dank darob – führte mich, außer meinem bislang unübertroffenen Lehrer Wilhelm Pötters, schließlich nämlich dahin, wieder auf die Kraft der Sprache, auch meiner eigenen, vertrauen zu lernen.
Es gibt die “positive Traumatisierung” (siehe Suchfunktion oben rechts, schon davon geschrieben) eben doch. Gerade der, der einen, im Falle des Zehntklasslehrers nicht einmal gänzlich inkompetent, jener der Neunten war eine Quadratsnull, mal richtig ungerecht, nein, besser gesagt, von der Enge und Einseitigkeit seines zeitgeistig verprägten Denkens geplagt, mag einem den Weg gerade dahin weisen, wohin er das als Hinterletztes vorhatte, eingerichtet war, dies zu tun.
Hätte mir mit Fünfzehn einer gesagt, dass ich mal Spachwissenschaftler würde, den hätte ich noch nicht einmal zu verlachen mir normalerweise Zeit genommen. Erst auf heftigste Insistenz hin hätte ich ihm erklärt, dass all diese Deutschfritzen erwiesene Laberaffen seien, deren Gewerk eines, das nur von sinnlosen Backenaufbläsern betrieben werde.
So ändern sich Ansichten und Zeiten. Heute liebe ich kaum noch etwas mehr als meine Kinder, mich selbst, meinen Salbei und meinen Rosmarin, meinen Wein auch, denn diese unsere herrliche deutsche Sprache, die uns jederzeit Labsal, Trost, Ansporn und Erhebung zu spenden vermag, wie sie die Naturwissenschaften, die ich immer noch nicht, trotz mancher Verleidung dahingehend, irgend verachte, zumindest momentan mir nicht zu geben vermögen.
In der Sprache nämlich schlägt sich alles, schlägt sich der ganze Mensch nieder. Oder vielmehr, sie vermag ihn in ihrer ganzen Kraft auch aufzurichten. Sie ist unser größter Schatz. Gold, Geld, selbst Raketen und Raumschiffe, sind nur erschmolzene oder auch erlogene Stoffe, lediglich Artefakte im Vergleiche. (weiterlesen…)
Bald verloren, Atheisten!
Freitag, 09. März 2012Ich habe es mir nochmal überlegt.
Nachher gehe ich raus und drehe im Stadtwald (die Polizei ist in Stuttgart wegen des Bahnhofsbaus immer noch etwas nervös, und ich will als harmloser Deist nicht gleich mit auf die Wache) einfach mal ein bisschen religiös durch.
Ob ich einen der riesigen Lebensbäume umarmen werde oder bloß einen wohlgeratenen Weißdorn, weiß ich noch nicht; ich weiß auch noch nicht, wie ich meinen Gott nennen werde. Vielleicht bringt er seinen Namen ja sogar selbst mit. Wahrscheinlich wird er mit Y anfangen, weil er dann im Lexikon leichter auffällt.
Wie er mir allerdings erscheinen soll, habe ich noch nicht raus. Eine Stichflamme aus der Erde wäre zu abgeschmackt, auch wegen des verkokelten Mooses, das ich liebe. Eine Lateralheranfuhr bis auf etwa dreißig Fuß wäre mir da schon genehmer. Nur, wie soll er aussehen? Darf er sprechen? Muss ich mir eine Nachtkappe aufziehen, damit er mich nicht blende?
Egal, ich habe einen Auftrag. Den Atheisten mal so richtig einzuheizen. (weiterlesen…)
Heil den Atheisten!
Freitag, 09. März 2012Um es gleich vorauszuschicken: Ich bin kein Atheist.
Atheist zu sein setzte nämlich voraus, dass es von all dem, was Leute sich zu Gott und Göttern ausgedacht oder geglaubt haben, meinen gesehen oder erfahren zu haben, alles gesichert irreal sei.
Wie sollte ich das wissen? (weiterlesen…)
Schafft, Ihr jungen Sprachwissenschaftler!
Donnerstag, 08. März 2012Ich hatte es hier schonmal davon, will es jetzt aber kurz vertiefen.
Schweigen ist nicht Gold. (weiterlesen…)
Letzte Chance: Unter die Schweine
Donnerstag, 08. März 2012Es wird mir so langsam fast peinlich: Aber ich muss fairerweise schon wieder auf einen FAZ-Artikel hinweisen.
Diesmal einen von Gina Thomas, der England-Korrespondentin der Zeitung, die unter dem Titel “Olympische Spiele in London – Das Lesben-Schwulen-Toilettenproblem” aufgreift, wie siebzigtausend freiwillige Helfer auf das politisch korrekte Bereiten der “inklusivsten Spiele aller Zeiten” broschüral getrimmt werden.
Ich weise auch deshalb darauf hin, weil mir beständig auffällt, wie leichtfertig viele Konservative, Liberale, Libertäre, zumal Patrioten, immer wieder behaupten, unser Land sei das orwellsprechste Tollhaus aller TollhäuserInnen.
Der Genderismus sowie die zwanghafte Gleichmachverkleisterung treiben nämlich in Britannien landesweit Sumpfblüten, wie man sie hier – zumindest bislang – nur in randständigen Veranstaltungen spezieller Edelminderheitenvereine gewahrt.
Nachdem man früher noch per Schießgewehr ein Viertel der Welt kolonialisierte, sich am Sklavenhandel fettfraß, China kriegsweis mittels Opium ruinierte usw. (na gut, Libyen hat man eben erst bombardiert, Syrien steht wohl bevor), heute noch in der City jedes finanzielle Schandbubengeschäft betreibt, scheint man nunmehr gleichzeitig zu meinen, man müsse die Welt mittels des größtmöglichen Blödsinns davon überzeugen, die eigentliche gutmenschliche Hochzivilisation des Planeten zu verkörpern. (weiterlesen…)
Obsieg des Wortes
Sonntag, 04. März 2012Die Sprachwissenschaft erlebt durch das Weltnetz einen erfreulichen, gewaltigen Aufschwung. Der Wettbewerb um Begriffe, an dem jetzt jeder teilhaben kann, setzt enorme Kräfte frei. Und gerade im Deutschen entfaltet sich die Urkraft der Wortbildung.
Ich halte dies, absolut ernsthaft gesagt, für eine der segensreichsten Wirkungen entlang der Treibriemen des Netzes.
Wer findet, wird gefunden. (weiterlesen…)
Gauck rechtsextrem?
Freitag, 24. Februar 2012Jetzt soll der Links-Gauck plötzlich so eine Art Rechter, also Böser sein. Ein “reaktionärer Stinkstiefel”.
Bin ich froh, dass ich mich von ihm schon distanziert habe. Sonst hätte ich ja, im Verein mit dem mittelrechtsradikalen Jürgen Trittin, in den Verdacht gerückt werden können, ein Sympathisant jenes Bösen zu sein. Der Trittin soll nämlich die taz, wo das mit dem Stinkstiefel stand, des “Schweinejournalismus” bezichtigt haben. Sagt die Zeit jedenfalls hier.
Und die “Junge Freiheit”, von der Zeit gnädig nur als “rechtskonservativ” bezeichnet, gießt, mit welchem Kalkül auch immer, Öl ins Feuer, indem sie titelt: “Wir sind Präsident!”
Geil. (weiterlesen…)
Elektrosprech
Freitag, 24. Februar 2012Eben habe ich ein neues Idiotenlexem gelernt. In einem großen Schafsmedium gelesen, das ich jetzt nicht nenne.
Es heißt “disliken”.
“Disliken” ist das, was die Bösen im Netz mit den Guten machen, wenn sie ihnen schaden wollen.
Ich habe keine Ahnung, wann und wofür ich vielleicht schon einmal “disgeliked” worden bin.
Das wäre mir, obschon es mir ansonsten egal ist, auch schon fast eine Ehre. Bitte zehn Milliarden mal. Denn wenn Deppen mich nicht mögen, sehe ich mich durchaus ein Stück weit bestätigt.
“Downgeloadet” und dann erst recht noch “disgeliked”. “Angemailt” (geht ja verhältnismäßig grade noch) “gedated”, “gefeedbacked”, “gefaked”, “gefalseflagged”, “downgetowned”: Früher war man wenigstens noch “stoned”. Das war sinniger. (weiterlesen…)
Emil Knöpfles Religion in Ultraleicht
Donnerstag, 23. Februar 2012Umkreist, umlacht
Belogen, manchmal verbogen
Und doch
Gerade wächst, was ist.
Schön, da Gold man nicht hat
Für Kokotten
Noch einen Hof
Für Schranzen.
Erst da der Tod schon dreimal musste sich zeigen, beginnt das Leben.
Nicht mehr, nämlich, läuft ihm dann etwer noch nach. (weiterlesen…)
NWO-Verschwörung: Vög§§§ illegal!
Dienstag, 21. Februar 2012Im Zuge der Erstellung meines Artikels zu jenem bemerkenswerten Weibsniederpopp-PETA-Tierschützer-Video musste ich mich in meinem nicht mehr ganz zarten Alter nochmal aufklären lassen.
Nämlich dahingehend, dass man zwar “poppen” öffentlich – ohne FSK ab 18 - sagen dürfe (ich erinnere mich das Wort schon auf Wahlplakaten der Linken gesehen zu haben: ungefähr “Freitag kiff ich, Samstag popp’ ich, Sonntag wähl’ ich die Linke”), aber vög§§§ hinwiederum nicht.
Das leuchtete mir irgendwie gar nicht ein, und ich sehe ja, ob ich nun will oder nicht, in der Kassenschlange, wie die Bildzeitung beim Lidl ausliegt, gewahrte auch kürzlich auf der Netzseite einer großen – ansonsten unpornographischen, jedes Kind kann sie kaufen oder aufrufen – Wochenzeitschrift eine Playboy-Videostrecke, in der zwar nicht gevög§§§ wurde, aber zwei adrett unbekleidete junge Zwillingsdamen praktisch alles zeigten, was sie dafür zu bieten haben, eifrig fummelnd.
Nun mag dies eine merkwürdige Marginalie sein in diesem unserem Rechtsstaat, aber ich finde sie schon etwas ärgerlich und seltsam und nehme sie daher zum Anlass für eine mindestens mittlere Verschwörungstheorie. (weiterlesen…)
Wulff: Nachfolgerin Petra Roth? (II)
Sonntag, 19. Februar 2012Nun, wenn Petra Roth Bundespräsidentin wird, durften Sie – soweit ich weiß – hier zuerst von dieser Möglichkeit lesen. Mindestens mal hatten die großen Schafsmedien sie bis heute nicht im Visier. (weiterlesen…)
Emil Knöpfles – alias Magnus Wolf Göller – Coming Out
Mittwoch, 15. Februar 2012Es ging nicht mehr anders. Ich musste mich offenbaren.
Das Handbuch von der Blödheit
Dienstag, 31. Januar 2012Die Idee geistert mir schon seit ein paar Jahren immer wieder im Kopfe herum: das Handbuch von der Blödheit zu schreiben. (weiterlesen…)
Auf welchen Namen ist der Verfassungsschutz umzutaufen?
Montag, 30. Januar 2012Lustig an dem ganzen Zores um den Verfassungsschutz ist, dass er jetzt von Links unter Druck kommt: Augstein, Prantl, Linkspartei usw.
Fast könnte man Mitleiden mit diesem merkwürdigen Dienst bekommen, der vorgeblich “auf dem rechten Auge blind” sei.
Was sollen die denn machen? Etwa ihre eigenen Mitarbeiter vor den Volksverhetzungsgerichtshof zu Mannheim schleppen? Bußpilgern nach Marx- und Leninhausen?
Zum Islam konvertieren?
Eine Umschulung zum staatlich geprüften Verschwörungstheoretiker antreten?
Sich ins Maul des Bundestrojaners stürzen?
Öffentlich Schlapphüte fressen?
Abbitte leisten ihrer Ausschweifungen halber, wie gut es sich eben bei der NPD mitsoff?
Direkt bei der CIA anheuern?
Beim BKA die Flure fegen?
Sich als Kammerjäger verdingen?
Als Unpersonenschützer?
Torschiedsrichter in der Bezirksliga?
Nein, nein, all solches verstieße gegen die Menschenwürde und damit gegen das Grundgesetz und damit gegen unsere Verfassung, die keine ist. (weiterlesen…)









