Das positive Trauma ist der Fluch des Lebens über alle Unterdrücker.
Archiv für die Kategorie ‘Schönes’
Künstlerpech
Montag, 18. Oktober 2010Traumata
Montag, 18. Oktober 2010Viele, die mehrfach Furchtbares hinter sich brachten, werden immer ängstlicher, manche immer mutiger. Es gibt also auch das positive Trauma.
Numinoser Tango
Samstag, 16. Oktober 2010Irgendwo in Argentinien soll es Göttinnen geben, die zu tanzen verstehen.
Heilige Einfalt
Freitag, 15. Oktober 2010Eben brachte es auf einer Forendiskussion ein Teilnehmer fertig, mich (anonym natürlich) wie folgt anzusprechen:
“Drei Fragen…, sofern Sie in der Lage sind, mal ein paar sinnzusammenhängende Absätze zu formulieren und nicht nur irgendwelche dämlichen Floskeln ab zu liefern.”
Darunter zitiert er drei Absätze von mir und stellt tatsächlich drei anscheinend ernst gemeinte Fragen (zu Religion und Weltenläuften, großen Dingen also).
Der arme Mann (ich vermute mal, dass er einer ist) hat ja wirklich Probleme.
Ich blase, wie immer, nur dämliche Floskeln ohne Sinnzusammenhang heraus, typisch Göllersche Sottisen also, und dann erwartet dieser armselige Tropf nach dem Versuch, mich öffentlich zu beleidigen (bin natürlich mit Klarnamen dort), ernstlich von mir, dass ausgerechnet ich ihm Gott und die Welt erkläre.
Das ist nicht Hybris: so sieht heilige Einfalt aus.
Männer mit Humor
Freitag, 15. Oktober 2010In Kontaktanzeigen ist bekanntlich das Wort “humorvoll” der absolute Renner, mittels dessen Männer sich anpreisen, noch vor so selbstverständlichen Sachen wie “gebildet” oder “sportlich”.
Ich denke mal, damit will Mann sagen: Wenn Du all mein Geld für Klamotten vertust, mich mit meinem besten Freund betrügst, nichtmal ein Spiegelei braten kannst, immerzu meckerst wie eine alte Geiß, hässlich bist wie die Nacht, ungepflegt dazu, eifersüchtig bis zur Raserei, dumm wie ein Stück Brot, egal, das macht mir alles nichts!
Das überzeugt natürlich im Handumdrehen.
Göller ist Gott gnädig
Donnerstag, 14. Oktober 2010Ich fragte Gott ob seiner schäbigen Lage, ob ich das Dichten über ihn vorläufig einstellen solle: Und siehe da, er meinte, ihm sei fürs erste Genüge getan.
Gott starb am Lidl
Donnerstag, 14. Oktober 2010Jetzt langt es mir erstmal mit diesem Gott. Beim Lidl gibt’s Wein, der geholt werden will.
Sexualphilosophie
Donnerstag, 14. Oktober 2010Ich bin reichlich unschwul, und mit Frau ist das auch gut so.
Der Mundespräsident
Montag, 11. Oktober 2010Dieser Bundespräsident ist eine wandelnde Karikatur.
Was immer er sagt, bedeutet unfreiwilliges politisches Kabarett. Er ist der Kasper der Republik. Bloß, dass ihn außer mir bislang kaum einer lustig findet. Und selbst einer wie ich, der noch einem Holzklotz mit allen Mitteln etwas Witziges abzugewinnen trachtet, lacht ob dieser Figur nicht leicht. Doch dazu später.
Er ist auch das Menetekel des politischen Instinktverlustes der Angela Merkel.
Diese wollte einen marionettenhaften Bundespräsidenten: um jeden Preis. Jetzt hat sie Wulff. (weiterlesen…)
Dialekte
Sonntag, 10. Oktober 2010Die Mundart ist der Volkskraftquell der Hochsprache.
Simplify Your Kopf! – Einloadung
Samstag, 09. Oktober 2010Das Sequel obigen Namens in Form von Loosen Blättern, Stück drei Euro dreiunddreißig, wird bald das Abendland umkrempeln. (weiterlesen…)
Kurzbericht von der Buchmesse
Samstag, 09. Oktober 2010Am Freitag besuchte ich mit einem Kollegen die Buchmesse. Das Wetter war, wie so oft, herrlich, und die Messe nicht übers Maß besucht.
Schon vor zwei Jahren war mir aufgefallen, dass der ganze Esoterikbereich, gemessen an vor zehn oder fünfzehn Jahren, schwer geschrumpft ist. Natürlich gab es noch die üblichen, unsterblichen Verdächtigen.
Doch der Schein trügt. (weiterlesen…)
Wortgötter: Google gegen Göller
Samstag, 02. Oktober 2010In einer deutlich ablehnenden Leserzuschrift zu “FAZ-Kulturchef: Alle Gesellschaften geisteskrank” fand ich folgende Aussage von einem “Ergebnissucher”:
‘Was soll das mir und GOOGLE unbekannte Wort “verfinassiert” bedeuten?’
Immerhin hat der Leser sich dabei ganz klein und Google ganz groß geschrieben. (weiterlesen…)
FAZ-Kulturchef: Alle Gesellschaften geisteskrank
Freitag, 01. Oktober 2010Frank Schirrmacher verfinassiert sich beim neuen Interview mit Thilo Sarrazin in der FAZ bis hin zur folgenden Aussage:
“Eine alternde Gesellschaft ist eine Gesellschaft, deren psychopathologisches Verhaltensmuster sich ändert.”
Aha.
Das heißt doch, dass jede Gesellschaft ein psychopathologisches, also geisteskrankes Verhaltensmuster aufweist, nur je nach Altersstruktur ein anderes. (weiterlesen…)
Völlig vergoogelt
Sonntag, 26. September 2010Ich habe mir heute kostenlos Google Horch, Google Sprech, Google Riech, Google Guck und Google Schreib auf meinem Googler installiert: tut toll!
Dichten Lesben Sapphorismen?
Sonntag, 26. September 2010Wettbewerb bis zum Weltuntergang gemäß Maya-Kalender hier.
Gottes Hassliebe
Samstag, 25. September 2010Gott weiß genau, dass der Teufel sich vor den Aphoristikern mehr fürchtet, als vor ihm. Deshalb pflegt er seit je eine Hassliebe gegen sie.
Cannabis Pro Patria
Samstag, 25. September 2010Setzen wir einmal an, dass der durchschnittliche deutsche Kiffer am Tag etwa ein halbes Gramm hochwertigen Hanf verkonsumiert.
Das wären dann bei vier Millionen Kiffern zwei Millionen Gramm, also zwei Tonnen am Tag.
Aufs Jahr hochgerechnet 700-800 Tonnen.
Nehmen wir an, ein im Sinne des Flächenertrags recht nachlässiger Drogenhanfbauer wäre nur in der Lage, 5 Kilogramm hochwertiges Endprodukt aus einem Ar Land zu ziehen.
Das hieße 800 000 geteilt durch 5 = 160 000 Ar = 1 600 ha = 16 Quadratkilometer landwirtschaftlicher Nutzfläche genügten für die komplette Selbstversorgung des Landes.
Und, nehmen wir des weiteren an, das Gramm käme derzeit für den Konsumenten auf durchschnittlich 8 Euro, (weiterlesen…)
Aphoristiker souverän
Freitag, 24. September 2010Schon bevor Noah ablegen musste, fuhren Aphoristiker in ihren eigenen Unterseebooten.
Aphorismus für freiwillige Edelsklaven
Freitag, 24. September 2010Lohn des Übersetzers: jeder gute Satz ein Sieg.
Gottes Boot ist groß
Freitag, 24. September 2010Da Gott selbst den Teufel miterschaffen musste, auf dass unser Leben für ihn einen Reiz habe, kam er nicht umhin, auch die Aphoristiker mit ins Boot zu holen.









