Archiv für die Kategorie ‘Satire’
Donnerstag, 01. November 2012
Eben habe ich mir ein paar Kritiken des neuen James-Bond-Filmes reingezogen.
Er soll zwar ziemlich fertig sein darin, aber wenigstens wieder ein ziemlich unschwuler Vollmacho.
Fragen wir uns mal lieber nicht, ob Alice Schwarzer heimlich auf ihn abfährt; lieber nach Zielführenderem.
Was macht Bond (Daniel Craig) wohl als nächstes?
Läuft er vollends Amok?
Wo könnte er das tun, so dass das Publikum johlt?
Im Kreml?
Da bräche ihm Putin wohl eigenhändig das Genack.
In der Parteizentrale der rotchinesischen KP?
Shaolin-Kehlkopfstoß, Ende.
Im Tokioter Rotlichtviertel?
Yakuza, Samuraischwert, Rübe ab.
In Berlin, nähe Warschauer Tor?
Ein morgens um halb Fünfe von vollstoneden Punks mittels Bierflaschen erworfener Bond wäre fürs Empire zu peinlich.
Im Louvre? (weiterlesen…)
Tags: James Bond forever!
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Donnerstag, 01. November 2012
Man hat Sie die ganze Zeit verarscht.
Es ist alles genau andersrum.
Das bekannte Weltall ist nicht Ergebnis eines Urknällchens, wie man Ihnen bislang weismachte, also dessen, dass ein mathematischer Punkt, sprich das Nichts, explodierte.
Sondern es ist Ergebnis einer gigantischen Implosion. (Wir messen nur verkehrtherum. Schon Schauberger sagte: “Ihr bewegt falsch!”)
Das ursprüngliche All nämlich war sich selbst einfach zu groß. Das hielt es irgendwann nicht mehr aus.
Guter Rat war teuer. (weiterlesen…)
Tags: Urknall
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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Jetzt will man nach Mali.
Wegen der pöhsen Islamisten dort.
Gleichzeitig schickt man ihre Brüder nach Syrien.
Wäre die Sache nicht einfacher zu lösen gewesen, wenn man gleich die Islamisten aus Mali nach Syrien rausgekauft hätte?
Stattdessen hat man sie in Pakistan eingekauft, in Libyen, sonstwo.
Überall dort, wo der Nachschub nicht so leicht ausgeht.
Achso, jetzt verstehe ich die Sache.
In Mali gäbe es bald gar keine Islamisten mehr, schaffte man ein paar tausend nach Syrien.
Das wäre dann doch ein bisschen doof. (weiterlesen…)
Tags: Islamisten
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Dienstag, 30. Oktober 2012
Die Bilderberger sind ziemlich überschätzt.
Anstatt dass sie ihren Sozenkanzler in spe, Steinbrück, im Bundestag als Abgeordneten, der er ja war und ist, irgendwelchen Unfug anrichten ließen, hießen sie ihn für ein paar Peanauts irgendwelche Subalternen vollschwatzen.
Gut, die Vortragsreisen des “kann Kanzler” mögen im Sinne des Bewährungsrituals und der Eingewöhnung einen gewissen Sinn ergeben haben; unterm Strich aber wäre es klüger gewesen, ihm die gute Million einfach so zu geben. (weiterlesen…)
Tags: Bundestagswahl
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Montag, 29. Oktober 2012
Ich habe es schon verschiedentlich erwähnt, will es aber nochmals aufgreifen.
Die vorm Publiko öberststärkste aller Aufmerksamkeitsstärkegranaten wäre gegeben, wo man Geld (oder Gold), Sex, Jesus, Skandal und Katastrophe (Weltuntergang) in eine Büchs schüttete.
Gier, Trieb, Glaube, Entrüstung, Schauder: Wer all das in eine Geschichte zu packen weiß, ist der Meister aller Klassen, der Meister aller Flaschen.
Probieren wir’s mal aus.
Es war kurz vor Armageddon. Jesus war ziemlich abgebrannt, und die Magdalenerin hatte ihn schon tagelang nicht rangelassen. Petrus hatte ihm gar den ganzen Wein weggesoffen. Er war stinksauer.
Da kam ein Marketender esels des Weges, allerlei bunte Bänder, Schnüre, Kupferkettchen und sonstigen Tand feilbietend.
“Schmuck und Zierrat für einsame Herzen! Schmuck und Zierrat f…”
Bams da lag er. Das war Jesus nun doch Hohnes zuviel. (weiterlesen…)
Tags: Jesu Lehrtag
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Freitag, 26. Oktober 2012
“Keuschlammfrüchte”: Ja, so etwas gibt es, und der botanisch normalerweise nicht völlig unbewanderte Blogautor erfuhr es erst über den sogenannten “Mönchspfeffer”.
Dass der, vom Geschmacke wie vom lateinischen Namen “Vitex agnus-castus” her (wie z.B. auch der Szechuan-Pfeffer) kein echter Pfeffer sein könne, war mir, (auch weil er sonst hätte “Piper” heißen müssen) gleich klar, als ich letztes Jahr in der Markthalle zum erstenmal ein Päckchen davon erworben und soßenwürzend verkostet hatte.
Meine Nachlässigkeit als Philolog, dass ich bei diesem deutschen wie lateinischen Namen (agnus und castus kann ich noch) nicht gleich nachsuchte, was es damit auf sich habe.
Und siehe da, dieser Lippenblütler (Salbei, Oregano, Thymian…: sehr viele unserer Würz- und Heilkräuter sind Lippenblütler) soll doch tatsächlich seit Menschengedenken bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden, Wechseljahresproblemen, hat seinen Namen aber davonher, dass ihm nachgesagt wurde (wird? – ich habe keinen Spion im Vatikan), er entgeile den Mann, mache die Mönche keusch, wie es sich geziemt. (weiterlesen…)
Tags: Mönchspfeffer
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Mittwoch, 24. Oktober 2012
Nein, beim Titel ist kein “n” verlorengegangen, sondern es handelt sich um den Namen der neuen französisch-deutschen Suchmaschine (er spricht sich zu Deutsch etwa “Reschersüsch”).
Wir haben die Seite, die Google ersetzen soll, mal auf Herz und Nieren getestet und gaben folgerichtig zuerst den Suchbegriff “Test” ein.
Die ersten drei Ergebnisse lauteten:
francemedicaux.fr “Le mot anglais ‘test’ ne peut pas…”
testyourgerman.eu “Die intergubernementale Implementation des Euro ist ein Test für…”
bankenunion.de “Die Testphase der europäischen Banken- und Medienunion…”
Das war schon recht ermutigend.
Wir beschlossen dann, den Begriff “Lüge” einzugeben: (weiterlesen…)
Tags: Die Kulturmaschine
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Montag, 22. Oktober 2012
Mein Gott, bin ich froh, dass ich weder einen redlich verdienten noch einen erschwindelten Doktortitel habe.
Ersterenfalls hielte ihn jeder für erschwindelt, zweiterenfalls wäre er es auch noch.
Letzteres wäre, bei allem Elend, aber doch noch besser, da gerechter.
Auch viel normaler. Und normal zu sein, das ist heute wichtiger denn je.
Normaler als mit einem erschwindelten Doktortitel kann man fast gar nicht sein.
Man fällt so keiner Sau mehr auf.
Außerdem, wenn man dann noch Frau ist, also gut übernormal normal, wird jeder, der die erschwindelte Promotionsarbeit kritisiert, jede Alsodochsau, zum “Hexenjäger”: erst recht, wenn die Hex’ katholisch ist.
Was lernen wir aus der ganzen Plagerei?
Bis zum Abitur sollte frau beim Abschreiben aufpassen, danach ist es Egalplag. (weiterlesen…)
Tags: Geistesfahrer, Neunachhochdeutsch
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Montag, 22. Oktober 2012
“Die Diskussion um Annette Schavans Dissertation hat keine Absurdität ausgelassen.”
Das ist der erste Satz des von Jürgen Kaube verfassten Kastens unter dem jüngsten FAZ-Artikel zur Schavan-Promotionsaffäre unter dem bezeichnenden Titel “Cui bono?”.
Und er ist sozusagen selbstbezeichnend.
Kaube sagt darin, sinngemäß, nicht ganz zu unrecht, dass die Erziehungswissenschaften der letzten Jahrzehnte im Prinzip recycelter Müll seien.
Dass die meisten Doktorarbeiten dazu so scheiße und irrelevant und nur abgeschrieben und kompiliert seien wie jene von Frau Schavan, weshalb es auch egal sei, dass diese scheiße und abgeschrieben und irrelevant sei.
Komplett unterschlagen wird dabei, dass man selbst bei einer scheißigen, irrelevanten, zusammenkompilierten Dissertation, außer, dass sie hinreichend Wörter aufweisen muss, wenigstens die Zitierregeln gelernt haben und beachten sollte.
Offiziell gilt das heute noch, werter Herr Kaube. (weiterlesen…)
Tags: Schavanplag
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Dienstag, 16. Oktober 2012
Hallo Lulu, Dudu und Suleika!
Du suchst den Mann Deines Lebens, Deiner Träume, der garantiert nicht altlastenfrei?
Ich kann Dir diesbezüglich bieten, was Du sonst nicht so leicht finden wirst. (Ich rede gleich Klartext, damit Du weißt, was masse ist.)
Einen Bauch und einen Bart kann ich Dir zwar nicht bieten, aber immerhin eine Brille.
Außerdem rauche und trinke ich und habe ein unverwechselbares Charaktergesicht mit deutlich etwas mehr als so ein paar lächerlichen Schmissen eines alten Herren einer schlagenden Verbindung.
Darüber hinaus bin ich Witwer, regelmäßig ziemlich depressiv, bringe zwei Racker mit, die sich genauso gerne prügeln wie sie nicht aufräumen.
Mein Einkommen ist keineswegs gesichert, und vor Rentenansprüchen musst Du Dich auch nicht fürchten. (weiterlesen…)
Tags: Hallo Dudu!
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Montag, 15. Oktober 2012
In Diskussionen in jüngster Zeit fiel mir wieder auf, wie belastet das Wort “Lehrer” bei vielen, oft durchaus Gebildeten, die zumindest manchen ihrer Lehrer nicht wenig zu verdanken haben dürften, einem roten Tuche gleich, ist.
Man hat nichts gegen den “Coach”, den “Trainer”, den “Dozenten”, den “Seminarleiter” (manche nichtmal was gegen Gurus, also Lehrer, im westlichen Sprachgebrauch absolute Oberlehrer), meinetwegen Kognitionskoordinatoren, Logophilaster, Hirnstromakkutechniker…kurzum: Die Lehrer dürfen heißen, wie sie wollen, nur eben nicht Lehrer.
Dass einer, der lehrt, auch dann ein Lehrer ist, wenn er sich einen anderen Namen gibt, scheint da bei vielen Zeitgenossen nicht die Bohne eine Rolle zu spielen.
Manchmal habe ich mir schon überlegt, ob ich vor dieser verbreiteten Wortphobie klugerweise lieber einknicken solle, nicht mehr zugeben, wie lange ich Lehrer war bzw. bin, damit man mich nicht gleich für eine Kreuzung aus Arschloch und Gefängniswärter hält. Und gar nichts mehr von dem wissen will, was ich sage, weil man einem Lehrer prinzipiell nicht zuhört.
Wer mich allerdings kennt, weiß, dass ich eine derart schwachsinnige sprachliche Anpassung an den Zeitohngeist gar nicht gerne mitmache. So sehr ich nämlich bisweilen Spaß am Basteln von Neologismen habe, obschon ich des Englischen leidlich mächtig, auch manchen Latinismus oder Gräzismus mal in meine Diktion einfließen lasse, so bockelstur bin ich doch, wenn ein geläufiges, gutes altes deutsches Wort auf einmal in Bann getan wird, weil die Leute spinnen. (weiterlesen…)
Tags: Nachpostmodernes Lernen
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Freitag, 12. Oktober 2012
Ich setze hier wieder einmal – tut mir leid, aber manchmal muss das sein – die Kenntnis des Erstartikels sowie des anschließenden Kommentarstranges wenigstens in groben Zügen voraus.
Dort befassten wir uns – nochmal mein Dank an die Kontribuenten – vorwiegend mit dem Konzept der “Erleuchtung”, dessen Statthaftigkeit, historischem Missbrauche, Inkonsistenz, Unklarheit an sich.
Dabei waren sich alle Kommentatoren darin einig, dass hierzu viel Müll abgekippt worden sei, auch darin, dass es gleichwohl durchaus Wege zu einem weitaus höheren Bewusstsein gebe, als der Durchschnittsmensch, auch man je selber (jedenfalls dauerhaft), bis dato erlangt habe.
Indem ich dies schreibe, kommt gerade folgender Kommentar zum Artikel “Quantenkatastrophe” von “Kolibri”, der sich auch zum Strange des ersten Teils ausführlich einbrachte, wie als ob beim Universum bestellt, herein, weshalb ich eine weitere seltene Ausnahme mache, ihn hier, sozusagen nacheinleitend, zur Gänze wiedergebe: (weiterlesen…)
Tags: Heiliges Quant aber auch!
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Mittwoch, 10. Oktober 2012
Subquant W 13 / F 434 zum Rapport.
Quant F 434 zum Subquant: “Du hast mir heute noch gar kein neues Untersubquant gebracht.”
“Herr, irgendein mir bislang unbekanntes Subquant tauchte wie aus dem Nichts auf und hat sie mir alle vor der Nase weggeschnappt.”
“Ausreden!”
“Nein, Herr. Die Gerüchte gehen dahin, dass Quant R 318 ein ganzes Heer an Untersubquanten rekrutiert. Jedes Untersubquant soll bei Erfolg 12 leibeigene Spanquanten versprochen haben bekommen. Zudem 3000 Staubquanten.”
“Was redest Du da, so viel kann doch kein Quant allein bezahlen!”
“Das ist es ja Herr. Quandt R 318 scheint nur der sichtbare Teil einer größeren Antiquantenverschwörung zu sein. Alle, die ich länger kenne, waren sich in dieser Analyse einig.”
“Wer soll denn da dahinterstecken? Wie lange arbeitest Du jetzt für mich? Du müsstest doch wissen, dass noch nie ein Quant dem anderen getraut hat!”
“Ja, Herr. Die Sache ist aber womöglich noch viel schlimmer…”
“Ergehe dich vor mir nicht in Andeutungen, frecher Kerl! Rede!”
“Herr, bitte entquantelt mich nicht…”
“REDE!!!”
“Herr, es geht das Gerücht, dass ein Mensch dahinterstecken könnte.”
“Ein WAS?” (weiterlesen…)
Tags: Antiquantenverschwörung
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Samstag, 29. September 2012
Ich weiß, dass man gemäß heutiger Regeln, es sei denn, man ist Großbänker, untertags nichts trinken sollte, außer mindestens drei Liter Wasser. (Was allerdings schon manchen, der dies allzugenau befolgte, frühe ins Grab brachte.)
Frage mich aber doch, weshalb mir Wasser selbst tagsüber manchmal nicht so recht schmeckt.
Gibt es einen Wasserwissenschaftler, der mir diese meine scheinbare Anomalie mal erklären kann?
Diese Spezialwasserleute, die haben ja inzwischen Verwirbler- und Begasinstrumente entwickelt, dass einem schon beim Durchlesen der Gebrauchsanweisungen schwindlig werden kann, noch mehr ob der Wirkungen, die das Wasser dann auf alle Chakren, Mikrosepte, Hirnareale, Hornhäute usw. usf. habe.
Steht dann da aber so eine Flasche Weins oder Biers, von der ich sehr wohl weiß, dass fast eine Übermenge Wassers auch darinnen gefangen, so will ich manchmal doch nicht anders, als diese schon zum Mittagessen zu verkosten, ziehe sie dem Wunderschwirbelreinwasser vor. (weiterlesen…)
Tags: Vom Heil
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Samstag, 29. September 2012
Das Es kam zum Was und fragte: “Wie?”
Das Was: “Zum Wie gibt es bei mir kein Grüß Gott!”
Das Es, entsetzt: “Und was ist dann mit mir?”
Das Was, kühl: “Du bist sowieso nur ein Scheinsubjekt.”
Das Es darauf: “Aber es benutzen mich doch alle!”
Das Was: “Ich schonmal nicht. Ein Was braucht nämlich kein Es.”
Das Es: “Wieso gibt es mich dann überhaupt?”
Das Was: “Frag das Wie. Vielleicht lernst Du dann sogar was über das So.”
Das Es: “Und wenn das Wie wiedermal kneift?”
Das Was: “Dann kneif es zurück.”
Tags: Denkfiguren
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Freitag, 28. September 2012
Nicht nur Gott, also das sowieso aus dem Nichts, selbst gar vor dem Nichts, ewig vorhandene Was, vermag aus einem Nichts etwas zu erzeugen: Wir Menschen können das auch.
Der Nachweis dafür ist spätestens im Kommentarstrange zu “Sind wir alle Quanten?” meines Erachtens überzeugend erbracht.
Der Göller sagt fast nichts über das All aus dem Nichts, und die Schöpfung, der Quantenrechner, jedenfalls Teile davon, legen los wie nochwas. (weiterlesen…)
Tags: Vom Was aus dem Nichts
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Mittwoch, 26. September 2012
Leser Dude hat mich dankenswerterweise mit dem Wort “Quantencomputer” gefüttert.
Nun, es ist nicht neu, vielleicht hat das Tavistock Institute sogar schon einen Prototyp davon, der zwar nicht in schweizerischer Präzision, aber doch wenigstens ab und an, ein schwarzmagisch brauchbares Wort ausspuckt, Dude hat mir eben, auf eine Nichtmalrüge hin, versichert, er werde das Teil, zumindest hier, künftighin “Quantenrechner” nennen (ich sprach, angesichts einer so hoch zu rechnenden Sache davon, dass man so eine Silbe spare, der deutschen Sprache damit auch nicht unbedingt einen Tort antäte: siehe Kommentarstrang zu “Libertäre – alles nur Träumer?“).
Dude nimmt nun den Quantencomputer bzw. Quantenrechner als eine sinnige Bezeichnung für alles Geschaffene an, also Sie, mich, Ihre Kaffeetasse ebensowohl wie sich selbst.
Ein Rechner ist ein Teil, das rechnen kann, soviel habe ich schon in meiner Kindheit vermeint zu begreifen.
Was ein Quant so genau sei, habe ich noch nicht begriffen (siehe auch dazu meine mit einem Hauch des Spottes wie der Selbstbedauerlichkeit geschriebenen Erwägungen zur mir nicht zugänglichen Definition eines Quants über den obigen Link).
Ich überlege jetzt schon zehn Minuten hin und her (eine lange Quantenzeit also!), wie ich das in mein Weltbild bringe, eigentlich nicht das zu sein, von dem ich immer dachte, dass ich das ganz diskret und ungefähr sein könne, sondern nur ein Quant im Großen Quantenrechner. (weiterlesen…)
Tags: Quantifikanten
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Mittwoch, 26. September 2012
Ich hatte ehrlich vor (das mögen Sie mir jetzt glauben oder auch nicht), zur Penisverstümmelung keine Satiren zu machen.
Gar zu krass erschien mir das.
Inzwischen habe ich mich anders entschieden.
Ich bin nicht mehr bereit, dieses Mittels zu entraten, um damit mein Entsetzen, meinen Protest demgegenüber auszudrücken, was im Zusammenhang damit abgesondert wurde und inwischen offiziell als Gesetz in Planung ist.
Irgendwann langt es.
Dann sollen sie eben, die Kinderverstümmler und -schänder legitimiert habend, einen Satiriker vor Gericht bringen.
Einen, der es kaum noch fassen kann, wie tief das Rechtsempfinden der Mächtigen dieses Landes, auch deren Denkvermögen, ins absolut Verwerfliche, haltlos Unmoralische gesunken ist.
Ich unterwerfe mich dem nicht. (weiterlesen…)
Tags: Eckpunkte zur Beschneidung, Satire
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Dienstag, 25. September 2012
Eben schrieb ich in Antwort auf einen Kommentar zu “Vom Lügenpantheon III” folgendes (das Eingangszitat ist von Herrn Reschke):
@ Gerd-Lothar Reschke
‘ “Man kann deshalb gar nicht sachlich und tatsachengetreu genug argumentieren.”
Meine Zustimmung, aber mit einer gewichtigen Einschränkung.
Es kommt auf die Textsorte an, die man wählt.
In meinen Satiren “argumentiere” ich nicht selten nicht nur sachlich; sonst wären es ja keine; und Satiren können auch und gerade in den ernstesten und gewichtigsten Zusammenhängen ebendas leisten, was die rein sachliche und tatsachengetreue Argumentation nicht kann.
Nicht selten mische ich die Textsorten auch; das heißt z.B., dass eine inhaltlich gnadenlos genaue Argumentation trotzdem mit einem satirischen Unterton geschrieben, oder satirische Passagen als Einsprengsel in einen ansonsten vollernsthaften Text gesetzt.
Viele Menschen fangen erst dann mit dem Denken an, wenn richtige Gedanken so schräg daherkommen, dass sie sich deshalb am Kopfe kratzen.
Außerdem dürfen wir uns unseren Humor nicht nehmen lassen.
Und hat das nicht in jeder Weise bzw. immer ernsthafte Schreiben (naja, vielleicht ist gute Satire das ernsthafteste Schreiben überhaupt…) auch die wichtige Funktion, Menschen zu zeigen, dass da drüben einer sitzt, der die Welt nicht verbiestert sieht, gerne lacht.
Das erleichtert vielen den Zugang zu Dingen, vor denen sie sich scheuen, die ihnen krummgelogen, weggelogen wurden.
Insofern kann Satire – auch wenn der Leser das nicht oberbewusst merken mag – eine Art der subtilen Handreichung, der Aufweichung eines ins Mentale eingesenkten Bollwerks sein.
(Das ist jetzt schon wieder ein Ansatz für einen eigenen Artikel dazu; ich werde wohl den ganzen Kommentar als Eingang dafür verwenden.)
LG
Magnus’ (weiterlesen…)
Tags: Schafsmedien, Textsorten
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Samstag, 22. September 2012
Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich das Folgende, vor allem den Kernsatz, hier hinschreiben solle, dürfe.
Frank Schirrmacher hat mich dann aber mittels seiner soeben von mir zum Thema kommentierten “Dankrede” davon überzeugt, es zu tun.
Indem wir gestern Abend – vor Kenntnis von Schirrmachers Rede – mal wieder die Unmöglichkeit diskutierten, ein – aus mehreren Gründen – auch nur annähernd tragfähiges, grundgesetzkonformes Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz zusammenzuzimmern, ich schon eingebacht hatte, dass ich gerne mal beim Bundesjustizministerium Mäuschen wäre, wenn die entsprechenden Fachjuristen in der x-ten Debatte, schließlich schon nicht mehr beim Kaffee, sondern schon beim Kognak, angefangen haben, sich wechselseitig als Blödmänner usw. zu beschimpfen, auch aufgekommen war, dass ich erst kürzlich hier erklärte, zum Thema Beschneidung keine Satire machen zu wollen, nicht nur, weil das mancher nicht mehr lustig fände, mein Gegenüber Tucholsky ins Spiel gebracht, der sagte, Satire dürfe alles, also: warum nicht?, die Ramifikationen des Kölner Urteils nochmal erörtert, meinte der andere schließlich: “Vielleicht sitzt ja ein großer Teil des Gehirns in der Vorhaut, und sie muss deshalb ab.” (weiterlesen…)
Tags: Frank Schirrmacher, Knabenbeschneidung, Knabenverstümmlungserlaubnisgesetz, Kurt Tucholsky
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